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Wohlgemerkt in Deutschland. Andere Länder andere Sitten. Das ist nämlich nicht überall so...
Wo ist es denn anders?
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Wenn etwas Spass macht, macht man es gerne auch für wenig oder gar kein Geld.
Abseits von der Musik: Wenn ich ein Job-Angebot bekomme was mir inhaltlich 100% zusagt aufgrund der Tätigkeiten und Aufgaben, bin ich eventuell bereit beim Gehalt Abstriche zu machen. Für gar kein Geld geht keiner ARBEITEN.
Es haben ja auch die wenigsten das Hobby "Stahlkocher" oder "Unternehmensberater". "Musikmachen" ist aber für viele ein Hobby mit dem für einige sehr netten Nebeneffekt, eventuell auch Erlöse generieren zu KÖNNEN aber nicht zu MÜSSEN (Wenn es ein Hobby ist.)
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Ergo: nur was Kacke ist, muss ordentlich bezahlt werden...
Du stellst es überspitzt dar aber hast sicher nicht ganz unrecht aber blendest durch die Fokussierung viele andere Bereiche aus.
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Deshalb treffe ich auch so oft auf Leute, die in ihrem Alltag mit ihrem eigentlichen Job so unzufrieden und frustriert sind, damit aber ganz ordentlich Geld verdienen.
Zum Ausgleich müssen sie wohl dann am WE für umsonst etwas tun, was Spass macht.
Kann ja gut sein. Viele Menschen suchen in ihrem Hobby einen Ausgleich. Was ist daran verwerflich? Und haben alle diese Leute die Wahl/Möglichkeiten es zu ändern oder fehlen diesen einfach nur die Eier es zu tun? (ProvokationsmodusON)
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Ich hab es für mich immer versucht so zu halten, das ich etwas tue, was mir Spass bzw. mich zufrieden und nicht frustriert macht und trotzdem dafür ordentliches Geld zu bekommen.
Damit bist du für einige ein Vorbild und ebenso von einigen zu beneiden, definitiv von allen zu beglückwünschen.
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So mancher wundert sich vielleicht, warum er oft so schlecht oder geringschätzig bei seinen Engagements behandelt wird. Das liegt zuweilen auch daran, das da manchmal die Putzfrau nach dem Gig teurer als die Band ist.
Was ist wenn die Putzfrau davon leben muss, der Musiker den Gig aber nur zum Hobby hat und Mo-Fr sein Geld im Büro verdient. Ich kann damit leben, dass die Putzfrau bei nem Gig den ich spiele mehr als ich verdient. Ich könnte nicht damit leben, dass eine Putzfrau die täglich in mein Büro kommt mehr als ich verdiene. Dann müsste ich mir grundlegend Gedanken machen und etwas ändern.
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Bietet man eine Leistung mehr oder weniger für lau an, so wird diese Leistung in der Regel auch dort eigeordnet.
Freibier lässt sich wohl nicht unter diese Regel fassen. Eventuell gibt es auch im musikalischen Bereich Ausnahmen. Zum Beispiel gute Amateurbands die auf Stadtfesten für nicht mal Fahrtgeld spielen. Ich kenn davon einige...
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Und was die Thesen zum "Markt" angeht, muss man natürlich sagen, das im "normalen" Marktgeschehen Dumping auch nicht zugelassen wird und man da Ärger mit den Wettbewerbshütern bekommen kann.
Man bekommt ja auch als Hobbymusiker "Ärger" oder zumindest Diskussionen mit Berufsmusikern, wenn man "die Preise kaputt macht" und gar ohne Gage auftritt. Aber da sollte man beiderseits mit Verständnis argumentieren.
Das Problem liegt in meinen Augen nach wie vor darin, dass die Einen Musik zum Haupterwerb und andere wiederum als Hobby betreiben und wirtschaftlich zum Teil grundverschiedene Perspektiven auf den Sachverhalt haben. Das ist eben ein "Problem" das relativ wenige Angebotsmärkte betrifft. Kein Mensch kommt auf die Idee als Hobby ne Tankstelle zu betreiben und den Sprit zu verschenken oder sich als Maurer seine Freizeit unentgeltlich zu verbringen. Mit den Worten des Finanzamts "Es liegt Liebhaberei und damit keine Gewinnerzielungsabsicht vor."
my 2 cent.