Beiträge von Seven

    Die Zahlen beziehen sich auf Bands in denen ich gespielt habe, bei denen ich Technik gemacht habe oder Events bei denen ich im Veranstalter-Boot saß.
    Dem Finanzamt ist es egal ob die Musik deine Haupteinnahmequelle ist oder dein Hobby. Es will trotzdem alles wissen und am Ende meist auch dein Bestes (= dein Geld).


    Ich definiere "Pro" immer noch als Professionell im Sinne von "beruflich" (und nicht Hobby) und meine damit diejenigen, die mit der Tätigkeit hauptsächlich den Lebensunterhalten bestreiten.
    Ein Profi kann trotzdem pro Gig und auch pro Jahr weniger Einkommen generieren als ein Hobby-Musiker. Es soll Leute geben, die haben in 40 Musiker-Hobby-Jahren quasi das Wohneigentum komplett daraus bezahlt, inklusive Grundstück und Einrichtung.
    Und es soll Leute geben, die verdienen mit dem Hobby "Covermusik" mehr als ein Beamter mit A12 Stelle. Keine Märchen. Ich kenn die Leute persönlich. Und das Haus ist aus versteuerten Musiker-Gagen bezahlt ;)


    Es wird eben immer Bands geben, die auf den Markt drängen und daher Preise nehmen, die deutlich unter dem Schnitt liegen. Das ist völlig normal, auch wenn die etablierten Bands sich beschweren und die "Profis" davon reden, dass die Hobby-Bands ihnen die "Ernährung der eigenen Kinder" erschweren. (Beschwerde eines "Profis" an meine Adresse vor geraumer Zeit: "Du bist Schuld wenn meine Tochter hungern muss.") Ob sich der Veranstalter besser stellt die "neue" Band für 500 Euro zu buchen, die keine Sau kennt oder ob er wieder die etablierte Band bucht, die zwar 1500 € kostet aber jedesmal 300-400 Fans zieht, ist seine Sache... Ist ja auch sein Geld unterm Strich...

    Letzten Endes ist es interessant zu lesen.
    Bringen tut es gar nichts.


    Die Argumente "In Brandenburg gibts aber mehr Geld in Clubs." oder "Der bundesdeutsche Schnitt für Bluesbands in Clubs liegt aber 300 € höher als Du uns zahlen willst." oder "Laut Statistik sind in 98% der Clubs Ton- und Lichtanlage installiert, also installier Du Wirt bitte auch eine" werden in der Praxis maximal ein müdes Lächeln zur Folge haben.


    Ein Veranstalter muss mit einer Veranstaltung unterm Strich Geld verdienen. Und er hat neben der Band noch einen Rattenschwanz an weiteren Kosten zu tragen. Je mehr Leute die Band über einen möglichst langen Zeitraum möglichst zuverlässig "zieht", umso besser wird die Gage im Schnitt sein. Wie viele Leute eine Band zieht ist das Ergebnis vieler Einflussfaktoren (musikalische Qualität, Party-Faktor, Vorzeigbarkeit der Frontfrau, Teenie-Look des Gitarristen, Farbe der Snare, Plakat-Design, Web Site, Eintrittspreis, Stil, Songauswahl, Lightshow, Getränkepreise, Essenspreise, Parkplätze in Eventnähe, Hygenie der Toiletten, Stärke des Pleks des Lead Gitarristen, Größe der Beule in der Hose des Leadsängers tbc.)


    Bei privaten Feiern oder Firmen-Events sieht das natürlich anders aus. Da zählen andere Qualitäten als "Leute ziehen".

    Alles in Hessen:


    Acoustic Duo
    500 € für 3 x 45 Minuten inkl. Licht & PA


    Acoustic Quartett
    500 € für 2x 60 Minuten ohne Licht & PA


    Coverband Pop-Rock mit lokaler Bekanntheit
    - 5-7 Leute
    - im Club: 200-1000 € für 3x 60 Minuten inkl. Licht & PA & Techniker
    - im Festzelt/Halle: 900-1800 € für 3-5x 60 Minuten exklusive Licht & PA & Techniker (Technik zwischen 1000 € und 3000 €)
    - auf Stadtfesten: zwischen 0 € und 1000 € für 1-3x 60 Minuten


    Coverbands mit überregionaler Bekanntheit:
    3600-5200 € für 3x60 Minuten im Festzelt/Halle inkl. Licht & PA & Techniker
    5-7 Leute


    Tanzcombos auf privaten Feiern:
    4-6 Leute
    1000-1400 €
    5 Stunden inklusive Pausen
    inklusive PA & Licht


    Essen & Trinken sind immer enthalten.

    Geht mir irgendwie am Arsch vorbei. Dieser Mann war offensichtlich ein Arschloch. Er hat sich mit den Drogen selber das Leben genommen.... Ausserdem war sein Verhalten echt assozial. Klar, Clown und co sind auch assozial! Dennoch mag ich erstens die Musik nicht so und zweitens mochte ich diese Charaktere nicht :)


    Rott in Peace Mr. Paul Gray


    Diese Zeilen hättest Du Dir ruhig sparen können. Absolut unterste Schublade.

    Mikro näher ans Fell bringen.
    Bei einfachem Mischpult die Höhen im Bassdrumkanal soweit anheben bis es passt.
    Bei Mischpult mit einem semiparametrischen Mittenband bei ca. 200 hz großzügig absenken.
    Bei Mischpult mit zwei semiparametrischen Mittenbändern dazu noch bei 4000 hz etwas anheben.

    Die deutsche Sprache hat eben ihre Eigenarten.
    Ich würde klar trennen.
    a) Sachen die Du empfiehlst, damit ein aus Deiner Sicht optimales Ergebnis rauskommt.
    b) Sachen die Du als essentiell für die Arbeit im Studio siehst oder die in Deinem Studio gefordert/nicht erlaubt sind (offene Getränke am Mischpult o. ä.)


    Bei Punkt b) ist eine eindeutige Formulierung absolut angebracht und zielführend. Hier geht es ja um die REGELN die zu beachten sind und über die nicht diskutiert wird.
    Punkt a) sind gute gemeinte Ratschläge, die aus Deiner Erfahrung zu einem besseren Ergebnis unter dem Strich führen.


    ...machen große studios alles ganz toll und du zahlst nen arsch voll kohle dafür aber einiges kann man da auch selbst mal probieren in cubase...
    ...die mit noch ein wenig durch nen kompressor schicken...
    ...nen low cut drauf und dann ab durchen limiter...


    Cool. So einfach geht das? Wieso gibts dann eigentlich noch Studios und Techniker? Offensichtlich kann jeder alles selbst machen...

    Ich würde es - wie die meisten schon angemerkt haben - anders (freundlicher) verbalisieren. Inhaltlich ist das ja alles völlig ok.
    Und ich würde das Dokument optisch etwas ansprechender gestalten, damit es nicht wie ein Strafenkatalog wirkt.


    Außerdem würde ich mir über die Strukturierung des Dokuments eventuell nochmal Gedanken machen. Wenn zu Beginn direkt steht "Ich arbeite auf keinen Fall einen Handschlag mehr als für das was ich bezahlt bekomme." scheint Dir das am wichtigsten zu sein und ich würde mir überlegen ob dieses Studio dann das richtige ist und ob der Owner auch wirklich mit Engagement bei der Sache ist. Auch das kein Handyempfang möglich ist und das man nen Schlüssel für die Stadt braucht ist sicherlich weniger wichtig für den letztlichen Erfolg als vielmehr die Vorbereitung der Band/Musiker auf die Studiotag. Walze lieber den Bereich "Wie kann ich mich vor dem Studiobesuch zu Hause optimal vorbereiten" noch etwas aus und ziehe diesen Bereich nach vorne. Dazu würde ich mir als unerfahrener Musiker wünschen, dass Du mal nur beispielsweise einen normalen Studioaufenthalt einer typischen Band skizzierst. "Termin ausmachen bei Kaffee 8 Wochen vorher. Songs vorbereiten (siehe Abschnitt XY). Am 1. Tag Aufbau, Soundcheck, bla. Am 2. Tag bla bla. Am 3. Tag bla bla... Hier keinen Roman sondern nur mal darstellen wie so etwas normal abläuft. Wenn der Trommler sieht, dass für die Aufnahmen seiner Tracks "nur" 6 Stunden zur Verfügung stehen, er aber gerne die 3 Wackelkandidaten gerne in den Kasten bekommen würde, wird er sich vielleicht Gedanken machen.


    Hintenran das Equipment. Und dann die ganzen "Kleinigkeiten".


    So würde ich das Aufziehen. Davor ein kurzes Inhaltsverzeichnis und der erfahrene User der eh mit eigenen Trommeln kommt kann sich gleich über Toilettengepflogenheiten informieren und den Rest einfach überlesen.


    Wenn Du in Deinem Studio mit DW und Pin Stripe den Sound bekommst, den Du und vor allem Deine Kunden wünschen ist alles grün.
    Ich würde dann eher... ;)

    Ich hab vor 14 Jahren 60 € bezahlt für 4x45 Minuten.
    Das war net billig. Teurer gabs aber auch noch im Angebot.
    Wir waren immer zu dritt in der Gruppe.


    Man sollte bedenken, dass ein "richtiger" Lehrer davon leben können muss (sofern er das in einem angemessenen zeitlichen Umfang betreibt).
    Dazu kommen auch Kosten für das zu betrommelnde Material (Anschaffung & Verschleiss), sowie Miete und Nebenkosten (sofern der Lehrer nicht zu Dir kommt. Dann sollte er Anfahrtskosten berechnen.)
    Und letztenendes bereitet sich ein guter Lehrer auf seinen Unterricht vor und bildet sich selbst weiter.
    Unter Umständen will sogar die Musikschule frecherweise noch einen Anteil und dann hält der Staat seine Hand gerne hin, wenn Geld verdient wird.


    Bitte derartiges berücksichtigen, wenn man 15 € für 30 Minuten als "verdammt viel Kohle" hinstellt.

    Preisleistung:
    Kick :E602
    Snare: SM 57
    Toms: Opus 87
    HH, Ride, Overhead: NT 5
    ---
    Persönliche Fav:
    Kick: Beta 52 & SM 91 & Subkick
    Snare: SM 57 Top / Beta 98 Bottom
    Toms: MD 421
    Overheads, Ride, Hihat: Schoeps CMC 6 mit MK4 Kapsel

    Meine subjektive Meinung:
    a) Röhrensound durch Preamps: Das was im Budgetbereich als Röhre verkauft wird ist leider meist reines Marketing. Was ein richtig guter Röhrenpreamp mit anschließendem gleich wertigen A/D Wandler kostet, liegt deutlich über dem Preisrahmen, der für diesen Thread zum Teil gesetzt wurde.


    b) Kabel: Ich hör nix und beneide die Leute die Soundunterschiede (die durch verschiedene Kabel hervorgerufen werden) hören. Ich mag gute Stecker an Kabeln, die auch nach 10 und mehr Jahren noch funktionieren. Ansonsten würde ich bei der Lautsprecherverkabelung insbesondere im PA-Bereich auf einen passenden Querschnitt achten. Im gesunden (preislichen) Mittelfeld findet man bei Kabeln meiner bescheidenen Meinung nach das Optimum, sofern das Preis-Leistungsverhältnis eine Rolle spielt. Für ein 5-10 Meter langes Kabel sollte man imho mehr als 10 € anlegen, muss aber nicht über 30 € gehen.

    Normalerweise ist alles gesplittet, Monitorpult auf der Bühne und ich nutze das kleine Pult nur zum laut-leise-machen bzw. um noch den Klick dazu zu mischen.
    Ansonsten geht sowas auch mal mit einfachen Y-Kabeln...

    Moin,


    die erste Frage die Du Dir stellen solltest ist genau die Frage, die auch Tomjunior bereits gestellt hat:
    Warum kabelos? Bist Du viel auf der Bühne unterwegs? Singst Du auch mal ne Nummer vorne an der Bühnenkante?
    Es gibt bis auf die Bewegungsfreiheit eigentlich so gut wie keine ernsthaften Argumente für ein kabeloses In Ear System für einen Drummer.
    Es ist teurer. Es ist störungsanfällig. Es kostet Batterien. Es klingt weniger gut. Dazu kommt die Thematik mit der Nutzung von aktuellen Drahtlosanlagen ab 2015.


    Kurz: Wenn Du wirklich meinst, ein kabelloses System zu brauchen, dann nimm eins. Ansonsten würde ich davon abraten.


    Wenn es kabelgebunden sein soll, braucht Du primär ein einen Regler für die Lautstärke in Griffweite sowie einen Kopfhörerverstärker.
    Genau diese Funktionen bringt so ziemlich jedes Mischpult mit sich. 1-100 Eingänge sowie einen Kopfhörerausgang. Dazu eine Kopfhörerverlängerung und dort die Hörer eingesteckt und gut ist.


    Die Firma Fischer baut wirklich gute Geräte mit einer hohen Praxistauglichkeit.
    Du solltest eben die Features, die der In Ear Amp von Fischer gegenüber einem "normalen" Mischpult mitbringt betrachten und für Dich persönlich bewerten:
    - Die In Ear Amp kommt mit 4 Eingängen. Wenn Dir das ausreicht ist alles im grünen Bereich. Wenn Du gerne für irgendwelche Anwendungsfälle mehr Eingänge brauchst, langt das natürlich nicht.
    - Eine Endstufe für einen Bass-Shaker ist bereits integriert. Das ist natürlich ein großer Vorteil, sofern Du einen Bass-Shaker einsetzen willst.
    - Das Ding hat direkt einen Limiter integriert, was Deine Ohren natürlich schätzt. Ich persönlich spiele seit nunmehr 12 Jahren mit In Ear und habe noch nie einen Limiter im System gehabt oder gebraucht.
    Der Faktor Limiter ist sicher sinnvoll. Trotzdem kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass ich nie einen gebraucht habe.
    - Das Gerät ist mit 400 € (Straßenpreis neu) natürlich nicht ganz günstig. Aus meiner Sicht taugliche kleine Mischpulte gibts neu ab 50 €.



    Meine Empfehlung:
    Behringer Xenyx 1202 FX (oder ein vergleichbares Pult mit den Features eines anderen Herstellers)
    - Du hast hier 4 Mikrofoneingänge und einige Line Eingänge.
    - Theoretisch kannst Du Dir ein Monitorsignal auf einen Line Eingang schicken lassen und ein Klicksignal dir auf einen anderen Line Eingang legen.
    - Mit den 4 Mikrofoneingängen kannst Du notfalls sogar dein Set komplett selbst dazu mischen (Kick-Snare-Tom1-Tom2 oder Kick-Snare- Overhead-Overhead). Grade bei kleinen Gigs, wo das Kit nicht oder nur minimal abgenommen wird, kannst Du so trotzdem mit In Ear spielen.
    - Ansonsten kannst Du auch prima üben mit so einem Gerät. Du nimmst wieder 4 Mikros und legst Dir einen Klick oder einen Song auf einen Line Eingang und schon gehts los.



    my 2 cents.


    Edit wegen Deiner Frage:
    Nein an den Amp kannst Du keine Monitorbox für den Basser anschließen. Zum einen ist der Amp mit 75 Watt deutlich zu schwach dafür zum Anderen liefert der Amp maximal Frequenzen bis 200 hz, da das Signal für einen Bass-Shaker optimiert ist und nicht für eine Monitorbox.
    Was Du tun könntest:
    Lass dem Basser seinen eigenen Auxweg und lass Dir einfach die Stereosumme auf Dein Pult geben. Dazu splittest Du vier Drumkanäle (Kick-Snare-Tom1-Tom2 oder Kick-Snare- Overhead-Overhead) und legst diese auf die 4 Mikrofoneeingänge Deines Pults. Dann kannst Du aus der Summe und Deinem Drumkit Dir deinen Sound selbst basteln. Aber derartiges müsstest Du mal probieren. Ich kenn Trommler die kommen mit einem solchen Sound prima klar. Für andere wäre das wiederum nichts.