Moin,
die erste Frage die Du Dir stellen solltest ist genau die Frage, die auch Tomjunior bereits gestellt hat:
Warum kabelos? Bist Du viel auf der Bühne unterwegs? Singst Du auch mal ne Nummer vorne an der Bühnenkante?
Es gibt bis auf die Bewegungsfreiheit eigentlich so gut wie keine ernsthaften Argumente für ein kabeloses In Ear System für einen Drummer.
Es ist teurer. Es ist störungsanfällig. Es kostet Batterien. Es klingt weniger gut. Dazu kommt die Thematik mit der Nutzung von aktuellen Drahtlosanlagen ab 2015.
Kurz: Wenn Du wirklich meinst, ein kabelloses System zu brauchen, dann nimm eins. Ansonsten würde ich davon abraten.
Wenn es kabelgebunden sein soll, braucht Du primär ein einen Regler für die Lautstärke in Griffweite sowie einen Kopfhörerverstärker.
Genau diese Funktionen bringt so ziemlich jedes Mischpult mit sich. 1-100 Eingänge sowie einen Kopfhörerausgang. Dazu eine Kopfhörerverlängerung und dort die Hörer eingesteckt und gut ist.
Die Firma Fischer baut wirklich gute Geräte mit einer hohen Praxistauglichkeit.
Du solltest eben die Features, die der In Ear Amp von Fischer gegenüber einem "normalen" Mischpult mitbringt betrachten und für Dich persönlich bewerten:
- Die In Ear Amp kommt mit 4 Eingängen. Wenn Dir das ausreicht ist alles im grünen Bereich. Wenn Du gerne für irgendwelche Anwendungsfälle mehr Eingänge brauchst, langt das natürlich nicht.
- Eine Endstufe für einen Bass-Shaker ist bereits integriert. Das ist natürlich ein großer Vorteil, sofern Du einen Bass-Shaker einsetzen willst.
- Das Ding hat direkt einen Limiter integriert, was Deine Ohren natürlich schätzt. Ich persönlich spiele seit nunmehr 12 Jahren mit In Ear und habe noch nie einen Limiter im System gehabt oder gebraucht.
Der Faktor Limiter ist sicher sinnvoll. Trotzdem kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass ich nie einen gebraucht habe.
- Das Gerät ist mit 400 € (Straßenpreis neu) natürlich nicht ganz günstig. Aus meiner Sicht taugliche kleine Mischpulte gibts neu ab 50 €.
Meine Empfehlung:
Behringer Xenyx 1202 FX (oder ein vergleichbares Pult mit den Features eines anderen Herstellers)
- Du hast hier 4 Mikrofoneingänge und einige Line Eingänge.
- Theoretisch kannst Du Dir ein Monitorsignal auf einen Line Eingang schicken lassen und ein Klicksignal dir auf einen anderen Line Eingang legen.
- Mit den 4 Mikrofoneingängen kannst Du notfalls sogar dein Set komplett selbst dazu mischen (Kick-Snare-Tom1-Tom2 oder Kick-Snare- Overhead-Overhead). Grade bei kleinen Gigs, wo das Kit nicht oder nur minimal abgenommen wird, kannst Du so trotzdem mit In Ear spielen.
- Ansonsten kannst Du auch prima üben mit so einem Gerät. Du nimmst wieder 4 Mikros und legst Dir einen Klick oder einen Song auf einen Line Eingang und schon gehts los.
my 2 cents.
Edit wegen Deiner Frage:
Nein an den Amp kannst Du keine Monitorbox für den Basser anschließen. Zum einen ist der Amp mit 75 Watt deutlich zu schwach dafür zum Anderen liefert der Amp maximal Frequenzen bis 200 hz, da das Signal für einen Bass-Shaker optimiert ist und nicht für eine Monitorbox.
Was Du tun könntest:
Lass dem Basser seinen eigenen Auxweg und lass Dir einfach die Stereosumme auf Dein Pult geben. Dazu splittest Du vier Drumkanäle (Kick-Snare-Tom1-Tom2 oder Kick-Snare- Overhead-Overhead) und legst diese auf die 4 Mikrofoneeingänge Deines Pults. Dann kannst Du aus der Summe und Deinem Drumkit Dir deinen Sound selbst basteln. Aber derartiges müsstest Du mal probieren. Ich kenn Trommler die kommen mit einem solchen Sound prima klar. Für andere wäre das wiederum nichts.