Beiträge von Seven


    1.) Wie stimme ich mein Set so, dass es in der großen Räumlichkeit schon knackig klingt? Es steht momentan bei mir im Proberaum, der nur knapp 10m² groß ist.


    2.) Da getanzt wird: Ist es sinnvoll, mit Klick zu spielen, damit auch kleinste Wackler vermieden werden? Ich weiß, dass unser Tempo leicht wackelt, wir immer ganz leicht anziehen, was für Laien nicht zu bemerken ist, aber vllt für die Tänzer suboptimal wäre.


    3.) In einigen Songs brauche ich ein paar elektrische Sounds. Hab deswegen vor, 'halbakustisch' zu spielen. Wie baue ich das denn halbwegs vernünftig auf? Brauche eine elektrische Snare, eine Bass (könnte die ja neben das Hi-Hat stellen und mit nem Single-Pedal spielen) und ein oder zwei Pads für midi-Sounds.


    ad 1: Stimm Dein Set ordentlich im Rahmen dessen was das Set und Deine Fähigkeiten dasselbe zu stimmen hergeben. Alle Beteiligten freuen sich beim Aufbau und den Vorbereitungen wenn nicht der Drummer anfängt zu stimmen, der Gitarrist seine neue 4x12er Box an die Grenzen bringt und der Basser den neuesten Song nochmal übt. Sicherlich kann man nochmal nachjustieren und sollte das auch tun. Aber komplett neu stimmen nervt und stört alle Beteiligten. Den knackigen Sound überlass mal dem guten Techniker. Der macht das schon.


    ad 2: Wenn Du immer mit Klick übst nimm ihn auch live mit. Wenn Du mit Klick noch wenig Erfahrungen hast, nutze ihn live nicht. Sowas kann auch ins Auge gehen.


    ad 3: Bist Du sicher, dass du auf der Bühne / dem Podest überhaupt soviel Platz für ein Kit hast und sind genügend Eingänge im Mischpult vorhanden? Habt ihr auch mit dem ganzen E-Krams schon geprobt? Ansonsten könnte das auch ein guter Reinfall werden, wenn auf einmal Deine Kollegen zuwenig E-Drum im Monitor haben und die ganze Band auseinander driftet.

    Das mit den Pinstripes und Dämpfung ist hier ein Lernprozess. Am Ende hat sogar de Maddin sein Zewa-Endorsement aufgegeben....

    Ich hatte lange Zeit diese Drums Only Dinger und nun die Gewa SPS.
    Ich hab in 15 Jahren mein Kit einmal in nem Truck gehabt (und da waren es dann diese Hardcases). Mit den SPS wäre mir das nichts gewesen (wenn ich die da schon gehabt hätte).
    Da ich aber zu 99,999 % mein Kit im eigenen Kfz transportiere empfinde ich die SPS Bags als optimal. Egal ob ich 2 oder 50 Auftritte im Jahr hätte.


    Ich stopfe immer die übernächste Größe ineinander beim Lagern:
    10 in 14 in 18 / 12 in 16 in 22
    Ich hatte mal das 10er im 12er und musste es dann minutenlang schütteln bis es wieder herauswollte...

    In Ear Mix ist sehr subjektiv sprich sehr unterschiedlich.
    Ich hab gerne Bassdrum SEHR weit vorne im Mix und auch die Toms, die von natur aus eher leiser sind.
    Snare liegt eigentlich auch relativ weit vorne im Mix.
    Overheads brauche ich nicht unbedingt. Ich finde es aber angenehm wenn man dadurch ein wenig Stereopanorama einfangen kann. Wenn ich also irgendwo links von mir ein Crash anschlage, solls bitte auch eher links zu hören sein ;)


    Auf Snare und Toms habe ich mal mehr und mal weniger Reverb. Hier meist kleine Räume mit einem kurzen Decay (1.0 bis 1.2 Sec). Je nach Tageslaune.


    Stimmen habe ich so laut drauf, dass ich höre was gesungen wird. Sprich so laut wie grade nötig.
    Die Instrumente verteile ich je nach Band/Besetzung gerne etwas im Stereopanorama.
    Bei zwei Gitarren wird eine schon gut nach links und die andere nach rechts gepannt. Das gibt einfach eine deutlich besser Trennung/Ortung.
    Bei mehreren Vocals lege ich diese im Panorama auch leicht auseinander. Ebenfalls um eine bessere Differenzierung hinzubekommen.


    Der die EQ Einstellungen meist auch für andere Monitor/IEM Wege genutzt werden oder gar für den FoH Mix, kann man dort meist wenig für den eigenen Geschmack anpassen. So "erarbeite" ich mir die Differenzierung beim IEM eher durch dezente Verteilung im Stereopanorama.


    grüß,
    7

    ich habe 10 toms. und einen cousin der auch tom heisst. für scarlet ist meine 20er bassdrum vom pearl sicherlich auch noch ein tom.
    wenn ich live auf einer bühne spiele sind es in 95% der felle 2-4 toms. die meisten gigs dürften es 3 gewesen sein. mit zunehmendem alter und damit einhergehender zunehmender faulheit und gelassenheit dürfte sich dieser schnitt aber eher richtung "2" entwickelt haben...

    Steko:
    Ja aber welcher Drummer ist "gut genug" genau in dem Dynamikrange den ganzen Abend zu spielen?
    Und macht es Sinn sich nur in diesem Bereich aufzuhalten?


    slo77y:
    Ja und dann schreib ich noch dazu welches Keyboard genutzt wird pro Song mit welchem Sound, und welche BPM der Song hat für das Delay und wer im Chor welche Stimme singt damit ich das direkt pegeln kann und welcher Gitarrist das erste Solo und welcher das Intro spielt und wann die Acoustic-Klampfe an den Start gebracht wird und wo unbedingt ein fetter Effekt nur auf der Standtom muss und in welchem Song ein Kathedralen-Hall auf die Lead Stimme gehört und in welchem Refrain die Rhythmus-Gitarre zu laut ist, weil der Sound aber sonst nicht rübber kommt. In dem Song musst Du die Backing Vocals in der Strophe lauiter machen, weil die Lead Stimme gedoppelt wird, im Refrain aber leiser, weil es dort die Quinte drüber ist. Die Bridge ist für die Sängerin zu tief, da musste dann mal so ca 8 dB hochziehen.


    Da hab ich dann ein A2 Plakat als Setlist und komme weder dazu einen Poti oder Fader anzufassen oder überhaupt zu hören was die Band macht, weil ich nur mit Lesen beschäftigt bin. Gut ein wenig überzeichnet. Aber alle oben aufgezählten Punkte hatte ich schon so auf Zetteln stehen (gut nie alle zusammen...).


    Ich sage mal so generell und provokant: Wenn Trommler, Trommler, Techniker und Technik von einer einigermaßen passenden "Grundqualität" sind, brauchts keine Gates (und keine Kompressoren und keine EQs und und und).

    Und woher willst Du wissen, dass der Trommler in den anderen Songs keine Ghostnotes eingeplant hatte?
    Ich spiele bei vielen Songs Ghostnotes wo im Original meist keine sind. Meine Bühnenanweisungen sagen auch immer "no gate on snaredrum(s)".


    Richtig ist, dass einem Gates mitunter sehr weiterhelfen können aber man kann eben auch viel mehr damit kaputt machen als retten. Von daher... es kommt drauf .... ;)

    Glückwunsch zu den guten Mikrofonen.
    Mein Rat:
    Nimm Dir einen kompetenten Techniker mit zum Gig und überlasse dem das Positionieren der Mikros und das Einstellen von Mischpult und Siderack-Equipment.
    Es ist richtig, dass man mit Try & Error in diesen Bereichen ganz gut lernen kann. Ob allerdings ein Auftritt für die ersten Schritte der richtige Rahmen ist, wage ich stark zu bezweifeln.


    Es gibt definitiv kein Patentrezept für guten Sound.
    Das Ziel muss man selbst definieren. Um es zu erreichen gibt es tausende von Tools, die mehr oder weniger geeignet sind und mehr oder weniger Kenntnisse in der Anwendung erfordern.
    Für dich würde das aus meiner Sicht bedeuten: Wenn Du nicht weißt, was ein Compressor macht oder wie man ihn bedient --> Lass ihn zu Hause. Du kannst damit mehr kaputt machen als Du erreichen kannst.

    Ich komm immer wieder mal auf mein 20er Zildjian K Custom.
    Ordentlich Ping. Große Kuppe (gut zu treffen und laut).


    Allerdings niemals nicht ancrashbar. Aber ich ändere auch ab und wieder die Meinung diesbezüglich...

    Ob die Gewa schuld ist?
    Am Ende lag das Set 4 Wochen in Köln rum.


    Letzten Endes ist es für alle Beteiligten eine dumme Sache. Weil man entweder Ärger hat oder beschuldigt wird.


    Leihset wäre ein feiner Zug gewesen, der beim Kunden sicher gut ankommt. Aber der sich wohl auch nicht bei jedem Kunden auszahlt (Kundenbindung).
    Trotzdem nochmal danke. Ich hatte ja ein 805 mal in Erwägung gezogen...

    Wobei man auch erwähnen sollte, dass grade "Test-Kiddies" denen sehr offensichtlich keine Kaufabsicht innewohnt, dort (=Koblenz) auch mal konsequent zum schweigen gebracht werden.
    Kann man nun kontrovers diskutieren. Ich finde es nachvollziehbar und auch gut.