Ich würde die Problematik nahe an einem ähnlichen Themengebiet sehen: Semiprofessionelle Veranstaltungstechnik.
Auch hier gibt es - je nach geographischer Lage - (zu) viele Anbieter, die von den Einnahmen durch die Tätigkeit nicht leben können müssen, weil Sie es "nebenbei" betreiben. Da wird eben mal ein Gig einer Band für ne Kiste Bier tontechnisch betreut oder der Tagessatz beträgt 120 € schwarz oder auch 180 € mit Rechnung.
Rechnet man das auf die Stunde runter kann man sich fast wieder ans Regale einräumen machen. Nun gibt es fertig Ausgebildete, teilweise sogar Studierte oder Techniker die einen Meister gemacht haben und gerne mit Ihrer Tätigkeit die Familie hinreichend satt bekommen möchten. Wenn ich an 5 Tagen die Woche 120 € nach Hause trage, dafür jeweils 12-16 Stunden malochen muss und am Ende als "Selbstständiger" noch alle anfallenden Ausgaben zu tragen habe wird schnell deutlich, dass dies nicht funktioniert. Es gibt aber sowohl auf dem Veranstaltungstechnikmarkt als auch auf dem Markt "Schlagzeuglehrer" sehr viele Anbieter, die eben nicht direkt gewinnorientiert arbeiten oder davon leben müssen. Diese machen den "Hauptberuflern" die Preise kaputt, aber auf der anderen Seite vieles möglich, was mit Stundenlöhnen von 30 € aufwärts eben nicht realisierbar wäre.
Und wenn ich es mal (theoretisch) so betrachte:
Ich will Schlagzeugunterricht nehmen. Mir ist egal ob der Lehrer in NY, LA oder Buxtehude auf der Akademie war und ob er das hauptberuflich macht.