Beiträge von Seven

    Der American Dream und der American Way of Life sind schöne Sachen, für diejenigen die es geschafft haben und diejenigen die die Möglichkeit hatten. Ich bezweifle nämlich GANZ stark, dass diese Möglichkeiten für wirklich jeden existieren. Von mir aus sogar für viele, eventuell sogar für die meisten aber eben nicht für alle.


    Es gibt nach wie vor die Notwendigkeit von (Spiel)-Regeln (wie die aktuelle wirtschaftliche Situation zeigt). Stichwort: Marktversagen oder im speziellen: negative externe Effekte

    Sollte es?
    "Choice" ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Aspekte unserer Marktwirtschaft.
    Zudem werden Arbeitsplätze geschaffen und Preise gesenkt und die Qualität verbessert. Competition rules!


    "Unsere" Marktwirtschaft ist aber NUR bei uns ;)
    Und das mit Konkurrenz ALLES gut wird und Arbeitsplätze geschaffen, Preise gesenkt und Qualität verbessert werden ist ein nettes Wunschdenken.


    Kleine, neue und vor allem innovative Unternehmen sind meistens gut, da Sie den "Großen" in den Arsch treten, bzw. diese dazu anhalten selbst Gelder in R&D zu stecken, um nicht irgendwann hinten an zu stehen.

    Es geht hier und an anderen Orten (meist) gar nicht gegen AKG Kleinmembrankondensatormikrofone, sondern wenn überhaupt gegen einzelne Modelle!

    So ein 01V96 (oder vergleichbares) wird gerne als "Schweizer Taschenmesser Mischpult" bezeichnet. Auf kleinem Raum bekommt man sehr viele taugliche Funktionen geboten.
    Sehr angenehm ist die Total Recall Funktion, wenn man Presets für verschiedene "Anlässe" programmiert hat:
    Fairerweise sollte man dazusagen, dass ein analoges Mischpult nach wie vor deutlich einfacher zu bedienen ist. Die Bedienung eines Mischpults mit Display und verschiedenen Layern ist eben auch nicht jedermanns Sache.


    Für null Budget gibts eben auch null Mischpult. ;)

    Und wieso bietet noch keiner entsprechende Artikel zu einem "fairen" Preis an und verdient sich damit einen goldenen Trommelstock, weil er sofort sämtliche Nachfrage mit einem besseren UND günstigeren Produkt attrahiert?

    Es gibt offensichtlich keine Innovationen im Drumbereich, die Grund für besonders große Marktanteile wären.
    Ich würde sagen die Hauptfaktorenfür oder gegen eine Marke im Drumbereich sind: Sound, Optik und Image.
    Sound ist zu einem großen Teil Geschmackssache. Optik ist zu einem großen Teil Geschmackssache. Image ist zu einem großen Teil Geschmackssache.


    Die Trommelindustrie kann eigentlich kein Interesse daran haben, hochwertige Trommeln zu verkaufen. Wie die Erfahrung vielerorts zeigt: Ein Set was 1980 gut klang, klingt (sofern nicht kaputt) auch heute noch gut.

    Moin,


    also was 8 Auxe kann und dazu noch den Stereobus hat und damit 8 Mono plus einen Stereomix oder eben 5 Stereomixe fahren kann wäre ein Yamaha 01V96, was ich hier empfehlen würde.
    Von Allen & Heath gibts auch was schickes in analog und kompakt:
    http://www.allen-heath.co.uk/de/DisplayProduct.asp?pview=69
    16 Eingänge und 12 (Aux)-Wege.


    Allerdings nicht wirklich billiger als das 01V96. Und das Yamaha Dingends kommt eben mit vielen netten Features daher...

    Teambildung wird bei uns zum Teil auch erzwungen. Auch in "Massenveranstaltungen" gehören Teamarbeiten dazu:
    Jeder der an der Klausur teilnehmen möchte, muss sich im Semester mit 3-4 anderen Studierenden zusammenfinden, sich ein Thema zuteilen lassen und dies in der Gruppe bearbeiten. Die Ausarbeitung geht zu einem geringen Teil in die Note mit ein, ist aber Bedingung für die Teilnahme an der Klausur. Nur ein Beispiel. Find ich aber gut.


    Klar sind da relativ viele Freiheiten grundsätzlich da für die Hochschulen und Fachbereiche. Letzten Endes hätte man in Deutschland (oder an jedem Fachbereich) auch bei 8 Semestern (wie im Diplom) bleiben können und bis auf den Namen des Abschluss nur redaktionelle Änderungen der Prüfungsordnungen vornehmen müssen. Leider hat sich aber eben in einigen Dingen vieles in eine gleiche Richtung entwickelt, so dass sich keine Uni / kein FB traut etwas anderes zu tun. Auf der anderen Seite wird es dann wieder derart speziell, dass ein Ziel von Bologna (Leistungen von verschiedenen Fachbereichen und verschiedenen Hochschulen zusammentragen) in der Realität kaum möglich ist.


    Das mit den "maximal 1x Klausuren wiederholen" hat bei uns am FB auch seit Jahrzehnten Tradition. Die Bacheloretten haben bei 2 Joker die Sie hier nutzen können für einen jeweils dritten Versuch. Letzten Endes soll eine solche Regelgung natürlich "die Qualität der Hochschule an den möglichst harten Bedingungen festmachen". Ist schon klar. Wir würden auch gerne qualitativ besser mit mehr Kleingruppenveranstaltungen und einer intensiveren Betreuuung ausbilden. Aber wie machen: Durch das böse Bologna haben wir (zusätzlich zu jahrelanger maximaler Auslastung mit Hauptfach-Studierenden) einen Anstieg der Nebenfachstudierenden von sagen wir (aus der Hüfte geschossen) 1000 %. Früher im Diplom kamen die Mathematiker und machen 3 Veranstaltungen bei uns uns mit und gut war es. Nun machen die 6 Veranstaltungen und 6 Übungen und dazu setzt die Uni neue Studiengänge auf wie "Moderne Fremdsprachen, Kultur & Wirtschaft" und packt uns damit weitere 300 Studierende mit 12 Veranstaltungen auf den Latz. Dafür sehen wir nicht einen Cent und können nicht eine Lehrkraft mehr einstellen bzw. eine Übung mehr anbieten... Letzten Endes haben wir aus eigenen Mitteln (Studienbeiträge bzw. Nachfolgemittel) die uns dezentral zur Verfügung stehen für genau diese Problematik befristete Stellen geschaffen...


    Verwaltungsseitig werden da noch andere Böcke geschossen:
    Die Kapazitäten der BA und MA Studiengänge wurden ausschließlich nach Hörsälen und nicht nach kleinen (Seminar- oder Gruppenarbeiträumen) Räumen festgelegt. Wenn 500 Studis das Wahlmodul X machen wollen, können Sie das mit der Veranstaltung X1 oder X2 oder X3 oder X4 oder X5. Die Verwaltung sagt: Dann braucht ihr einen 500er Hörsaal im Wintersemester.... Ja ne is klaa...


    Oha jezz drifte ich gewaltig...

    Ich weiß ja, dass Du (Juan) kein Labersack bist. Nur hat sich hier aus berechtigtem Anlass (der nicht den Anspruch erhebt von jedem akzeptiert zu werden) die Meinung etabliert, dass sich Firmen und Endorser "outen" sollen. ICH kann Deine Aussagen zu dem Kit einordnen und die Tatsache, dass Du Endorser bist ändert für MICH nichts an der Einordnung. Die meisten hier dürften Dich aber nicht näher oder persönlich kennen und daher würde auch ich es begrüßen, wenn Du entsprechende Aussagen von Dir hier kennzeichnest.


    gruß,
    Jan


    P.S.: Was ist eigentlich aus dem Ayotte Kit geworden?

    Wir driften leider ein wenig ab. Ich muss hier aber noch etwas beisteuern, da ich grade eben an der Quelle sitze und auch an kommenden Prüfungsordnungen mitschrauben muss (dürfen ist anders).
    Die Leute mit denen ich studiert habe und die Leute die ich aktuell berate und betreue, bereuen allesamt eine Ausbildung vor dem Studium gemacht zu haben, weil es verschwendete Zeit ist (nicht meine Aussage und nicht meine Meinung!)


    Ich habe bis Januar 2008 nach der Diplomprüfungsordnung studiert. Wir haben dieses Jahr den ersten "fertigen" Bachelor-Jahrgang bei uns, der 2006 mit dem Studium begonnen hat. Ich erkenne das Studium der Wirtschaftswissenschaften kaum wieder. Dieselben Räume, dieselben Professoren, dieselben Mitarbeiter, die Studierenden sind sicher über Nacht auch nicht dümmer geworden. Es ist nichtmal das Studium an sich. Es ist das auch und vielmehr das allgemeine Studentenleben, was sich immens geändert hat. Die Studierenden haben kaum Freiräume, sind einem enormen Druck ausgesetzt und können damit oft nicht umgehen. Ich will sagen: Vorsicht mit "alten" Ansichten über Studium/Studenten/Studentenleben. Wir haben hier einen radikalen Schnitt seit Bologna, dass wird noch dauern bis die Auswirkungen wirklich sichtbar zu Tage treten.


    Ich muss ehrlich zugeben anfangs Freunden auch geraten zu haben "Mach mal locker. Studium is ne geile Zeit. Ein Semester "richtiges" Studentenleben muss man genossen haben." Ich würde mich heute nicht mehr trauen, einem Studenten so etwas zu raten.


    Vielerorts werden die Bachelor-Absolventen die Ausbildungsberufe verdrängen, bzw. sind schon gut dabei dies zu tun...

    Das wäre ja dann die mit Abstand beschissenste Prüfungsordnung, von der ich je gehört habe!


    So käme ja kaum jemand über das erste oder zweite Semester hinaus. Das kann ich nicht so recht glauben.


    So läufts bei uns. Wir schieben vorne jedes Semester 350 bis 450 Pax rein und bekommen 120 bis 180 am Ende pro Jahr als Absolventen heraus.
    http://wiwi.uni-giessen.de/dl/…r_studienhandbuch-vers10/
    Da steht alles drin ;)


    Wir stehen damit aber nicht alleine. Studieren vor Bologna war anders....

    On Topic:
    Ich hatte auch eine ähnliche Situation vor knapp 11 Jahren zu entscheiden. Hätte ich damals die Zusage getroffen wären ich heute um einige musikalische Erfahrungen reicher und hätte bei gleicher Entwicklung der Band auch mal 100.000er (Publikum) Gigs mitgenommen. Professionelle Verträge und eventuell auch noch dickeres. Hab ich nicht getan. Im Nachhinein sehe ich das nicht als "Fehlentscheidung" sondern als Möglichkeit, die ich eben leider nicht wahrgenommen habe. Hätte man mir damals versichern können, dass es so und so läuft hätte ich es gemacht. Aber das garantiert Dir eben keiner. So ist das im Leben.


    Slightly Off-Topic:
    Ich habs nach dem Studium bislang nicht weit weg geschafft und arbeite als "Studienkoordinator" an einer hessischen Hochschulen und promoviere "nebenbei". Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich SEHR tiefe Einblicke in die Tiefen der Universität, Bologna, Bachelor, Master und leider auch in sehr viele Einzelschicksale von Studierenden.


    Das Studentenleben, wie ich es noch vor 3 Jahren selbst kannte gibt es nicht mehr! Zumindest nicht in modularisierten Studiengängen. Und die Studiengänge die nicht modularisiert wurden, waren früher schon nicht ohne. Das Studium ist hier für einige schneller vorbei als man glauben kann. Hier kann man sich kein Semester off mehr erlauben wie ich es "früher" noch getan habe. Klausuren werden in den "Ferien" (vorlesungsfreie Zeit) geschrieben und vor den Vorlesungszeiten gibts bereits wieder Veranstaltungen. Zwischen Sommer und Wintersemester sind letzten Endes keine 4 Wochen am Stück frei. Wer eine Prüfung im ersten Anlauf vergeigt wird zwangsangemeldet und wer es beim zweiten Versuch vergeigt ist raus. Ende.