Beiträge von Seven

    Prinzipiell ist das durchaus möglich. Nur sehe ich auf dem Bild keinen Gain Regler der auf einen Mikrofonverstärker in dem Pult für die Stereoeingänge hinweisen würde. Daher kann so etwas unter Umständen (das Pult ist eingangsseitig entsprechend ausgelegt und du nutzt dynamische Mikros die ordentlich Pegel rausgeben) funktionieren. Muss aber nicht.
    Alternative:
    Ein Pult mit weiteren Mikrofoneingängen als Submixer nehmen und stereo auf einen freien Stereoeingang stöpseln...

    Interessant wirds dann, wenn Becken angekauft zur Einschmelzung und anderweitigen Weiterverwendung :D
    Aber es stimmt schon was CrossStick anführt:
    Den Sound den man heute mit z. B. Zultan Becken und Basix Custom Drums hinbekommt, dafür musste man vor 15 oder mehr Jahren viel mehr Geld hinlegen und hatte bei weitem nicht diese Auswahlmöglichkeiten. Da gabs Drums in weiß-schwarz und weinrot. Bingo. Becken waren für Einsteiger äußerst üble Messing-Artikel.
    Heute gibts Einsteiger Mühlen mit Fade Lackierungen (überhaupt schon "Lackierungen"!!!) und auch Sets für 200 €. Ich hab für mein Export damals 2700 DM bezahlt (20-8-10-12-14 plus 13x3er Snare und Tomhalter). Für 1400 € bekomme ich heute etwas deutlich höherwertigeres, schöneres und gleich noch n Satz Becken dazu...

    Wenn Rohstoff und Energiekosten bei Becken einen relativ niedrigen Teil ausmachen und die Preissteigerung in diesem Bereich sich nicht in derart hohem Maße auf die Kosten des Endproduktes niederschlägt, so sollte man eventuell mal die Entwicklung der Löhne in relevanten Ländern betrachten.
    Laut ARD sind in Deutschland die Bruttolöhne im Zeitraum 2000 bis 2008 um 15,2 % gestiegen. Wenn nun einer sagt: "Eija die werden doch eh "Mehr-oder-weniger-Fernost" gefertigt" halte ich dem entgegen, dass im EU Schnitt die Bruttolöhne im selben Zeitraum um 31,2 % gestiegen sind. Im "Niedriglohnland" Rumänien ist gar eine Steigerung um 400 % zu verzeichnen.


    Das Bundesministerium für Wirtschaft kommt bei einer Betrachtung des chinesischen Arbeitsmarktes zu Bruttolohnsteigerungen von bis zu 300% im Zeitraum 1998-2007; je nach Standort in China.


    Laut Statistischem Bundesamt fallen die Lohnsteigerungen für Kanada deutlich höher und für die USA knapp höher als in der BRD aus für einen Betrachtungszeitraum von 2000 bis 2005.



    Mein Fazit:
    Auf den ersten Blick sieht es definitiv nach einer gehörigen Preiserhöhung aus, welche sich die großen beckenproduzierenden Unternehmen in das Unternehmenssäckel wirtschaften. Betrachtet man allerdings die Entwicklung von Rohstoff-, Energie- und Arbeitskosten im relevanten Betrachtungszeitraum fällt der Anstieg des Endverbraucherpreises für ein Cymbal aus meiner Sicht deutlich weniger hoch aus. Sicherlich lassen sich grade die größeren Hersteller auch zunehmend Ihren Namen bezahlen. Aber das ist doch legitim. Dies passiert doch in allen anderen Branchen auch...


    Als Kunde kann man auch völlig legitim in anderen Bereichen den Beckenherstellern in ein Dilemma hinein verhelfen. Ich war grade mal wieder auf der Sabian Web Site. Zack mal wieder zum Ende des Jahres 15 % off auf ausgewählte Becken. Das wievielte Jahr in Folge machen die das mittlerweile? Ich bin als Kunde doch deppert, wenn ich mir außerhalb dieser Zeiträume Becken kaufe. Ich weiß ja, Sabian wird demnächst wieder sone Aktion starten. Wenn alle es "richtig" machen würden, verkauft Sabian außerhalb dieser jeweils 2-3 Monate über das gesamte Jahr in Deutschland nicht ein Becken...


    Mein persönlicher Fall:
    1996 gekauft: Zildjian K Custom Ride für 450 DM; heutiger Online-Preis: 320 €

    Prima wars,
    was ein Monster-Kit vor dem Herrn! Großen R.E.S.P.E.C.T vor yoyogun für die Leistung dieses Kit in einen normalen Golf zu packen. Wie zu sehen war, ist mein Kombinationsfahrzeug mit meinem dagegen bescheidenen Set bis unters Dach voll.


    Was ich besonders gut finde: Die jungen Trommler können von den alten Hasen immer was lernen. --> Also Kinder: Ab und zu muss man sich auch mal schnell anziehen können!


    Ich bin ja mal gespannt auf den Ride-Audio-Vergleich. Ansonsten hätte ich auch noch was nachzutragen die nächsten Tage.... Man sei gespannt.

    Naja ich denke, dass ordentlich Systeme auf jeden Fall 50 hz und bei ordentlicher Qualität auch 40 hz wiedergeben sollten. Weiter muss dann aus meiner Sicht wirklich nicht sein.
    Die Gefahr liegt darin, die tiefen Frequenzen zu laut zu machen, dass eventuell nicht dafür ausgelegte System bei höherer Abhörlautstärke Schaden nehmen. Die Relation muss eben passen und dafür sollte man das Material auch auf Systemen abhören, die 50 und auch 40 hz darstellen können.


    Wenn man sich zum Bleistift die "Simon Philipps Bassdrum" anhört wird einem insbesondere auf der Tambu klar, dass die Hauptbassanteile unterhalb von 63 hz liegen. Eliott Scheiner hat bei dem Mix einen wirklichen Super-Job gemacht! Man höre sich die ersten beiden Tracks auf einer "normalen" HiFi-Anlage an und die Bassdrum klingt ok. Richtig fett und rund (ohne in der Gesamtrelation lauter zu sein oder zu wirken) wird der Sound dann erst, wenn man das Ganze auf einer qualitativ hochwertigen Anlage hört. Ich habe die CD damals erstmals bei meinem Onkel auf nem Highend System gehört und war vom Sound begeistert. Auf meinem 08-15 HiFi System zu Hause klang die CD insbesondere im Bassbereich derart matt, des es fast eine Enttäuschung war.


    Die Kunst liegt darin, überall ein möglichst optimales Abhörergebnis zu bekommen. Ich kenne da keinen besseren Mann als Eliott Scheiner für ;) Nicht umsonst gelten diverse Toto CDs, Hell freezes over von den Eagles und The hunter von Jennifer Warnes zu den beliebtesten Pop Songs, wenn es darum geht Anlagen zu testen/zu hören...


    Anders aufgezogen: Wenn der Bumms der Bassdrum bei 80 hz liegt (was er zweifelsohne oft tut) dann muss irgendwo drunter auch noch "Platz" für den Bass sein. Und der kann ohne Probleme bei 40 hz verwertbares Material abgeben. Wenn ich nun Bass und Bassdrum auf 60-80 platziere bekomme ich den zitierten Matsch. Für einen differenzierten Sound macht es meist Sinn, den einzelnen Instrumenten Frequenzbereich zuzuteilen. Natürlich ist der Bass dann noch nur bei 40 hz und die BD nur bei 60... Aber man kann dem ja ein wenig Richtung geben...

    Amptown ist sicher eine der ersten Adressen. Alternativ dazu macht auch Procase (http://www.procase.de) sehr viele und sehr gute Cases. Procase wäre auch "nur" knapp 90 km von Mannheim weg.


    Wir haben hierin Giessen vor Ort einen guten Betrieb mit HCF (http://www.hcfcases.com/). Sowas in der Art gibt es sicherlich vielfach in Deutschland.


    Es hat sicher auch Vorteile zu kleineren Läden "um die Ecke" zu gehen, da diese dann wirklich customized etwas basteln können und man sich das vor Ort gleich besser ausmachen kann, als aus nem Katalog. Da kommen dann auch Ratschläge wie "Da würde ich aber hier und da noch n Griff machen und das wäre so sinnvoller."


    Wenn du allerdings mal auf die Schnelle 50 Kisten in der Größenordnung brauchst, ist ein kleiner Hersteller sicherlich nicht das Optimum. Der braucht dann eine ganze Weile für den Bau.


    Müssen die Cases wegen einzelner Artikel so groß sein? Ein Case mit den von dir genannten Abmessungen bringt alleine ein immenses Eigengewicht auf die Waage. Wenn es darum geht ein solches Monster mal ohne Stabler zu bewegen wird das echt übel. Da brauch man eher 6 als 4 Leute! Ansonsten macht es auch immer Sinn sich an die üblichen Truckmaße zu halten. Dort sind 60 / 80 / 120 cm üblich (um irgendwie gestapelt oder einander auf die 2,40 in der Breite zu kommen, die die meisten Trucks als Innenmaß haben).
    Das dürfte das Handling und Probleme/Preise beim Transport immens reduzieren. Ein normales roadtaugliches Kabelcase mit 120x60x60 kommt sicher auf 50 kg Leergewicht.


    Aus der Erfahrung mit Casebau wichtig:
    - Sich vorher GENAUESTENS Gedanken machen, wie das Endprodukt aussehen soll!!! (Weiteren Input und Ratschläge gibts vom guten Casebauer immer noch dazu.)
    - Dem Casebauer alle Details übermitteln und am besten schriftlich festhalten (Skizze)
    - Nicht anfangen bei Griffen zu sparen. Lieber 2 zuviel als zwei zuwenig. Deine Cases sollen ja auch nicht grade leicht werden.

    Geht es nach der DIN Norm wird am "lautesten dem Zuhörer zugänglichen Ort" gemessen. Es wird auch genau spezifiziert mit welchen Messgeräten gemessen werden darf und welche Werte ermittelt werden müssen. Steht alles auf der Web Site


    Auf der DIN Web Site gibt es auch einen Rechner für die Gewichtung.

    Fakt ist, dieser ganze Bereich ist eine relativ große Grauzone und es fehlt irgendwo auch eine Art "Rechtssicherheit". Eine "amtliche" Messung von einem ausgebildeten und zugelassenen Mess-Techniker wird preislich in Regionen spielen, die für viele Veranstaltungen nicht möglich sind.


    Best practice ist aktuell sicherlicher:
    - leise spielen
    - Lautstärke durch Techniker kontrollieren (nicht nur einmalig sondern auch dauernd im Verlauf)
    - Anlage entsprechend aufbauen (Tops fliegen, Delay Lines, Dezentrale Beschallung)
    - Messtechniker buchen und Einhaltung der DIN Norm protokollieren lassen


    Insbesondere die letzen beiden Punkte bedürfen mehr oder weniger hoher finanzieller Mittel und dürften daher in der Praxis weniger viel Verbreitung finden.


    Problematisch wirds ja bei so Sachen wie:
    - "Bühnenlautstärke = lauter als zulässige Lautstärke" --> Anlage bleibt aus und Gesang etc ist nicht zu hören
    - "Zuschauer schreien lauter als zulässige Lautstärke" --> Zuschauer sind lauter als Band und Band darf nicht lauter gemacht werden


    Die Norm spezifiziert ja "Maßnahmen zum Vermeiden einer Gehörgefährdung des Publikums durch hohe Schallemissionen elektroakustischer Beschallungstechnik" --> Es geht also nicht um laute Drums oder Trompeten die sicherlich in gewissem Abstand Gehörgefährdung darstellen können. Problematisch wirds eben dann, wenn die Anlage nicht lauter gemacht werden darf als die Trommeln.


    Das wird sich mittelfristig auch auf die Bühnenlautstärke bei mehr oder weniger vielen Auftritten auswirken.


    Ein Konzert der Band Linkin Park wurde kürzlich unter Einhaltung der entsprechenden Norm durchgeführt. Es gab nicht grade weniger Zuschauerbeschwerden es wäre zu leise gewesen und "solche Musik kann man nicht leise hören"...

    Unter http://din15905.de/urteile.html gibts einige Urteile zu dieser Thematik


    Zitat des Fazits auf der Seite:

    Zitat

    Fazit der Rechtssprechung


    Die Rechtssprechung siedelt auch bei einem Gehörschaden die Verkehrssicherungspflicht klar beim Veranstalter und ggf. beim Hallenbetreiber an. Diese sollten auf jeden Fall eine normgerechte Messung durchführen oder durchführen lassen, andernfalls haben sie sowohl bei berechtigten als auch bei unberechtigten Ansprüchen sehr geringe Chancen. Eine gewisse Mißbrauchsanfälligkeit ist dabei nicht von der Hand zu weisen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass solche Angelegenheiten inzwischen meist per Vergleich bereinigt werden.

    Diese Klauseln werden sicherlich in Zukunft kommen.
    Ich als Band qürde diese Klausel nicht akzeptieren.


    Viele Infos zu dem Thema und auch die Möglichkeit Messungen zu beauftragen, die Veranstalter und Band wohl gegen Klagen absichern können, gibt es unter http://www.dbmess.de


    Eine Möglichkeit wäre den Veranstalter auf die Möglichkeit einer solchen Messung hinzuweisen.
    Eine andere Möglichkeit wäre, mit dem Veranstalter vertraglich einen maximalen Pegel an einem festgelegten Ort (zB Mischpult) zu vereinbaren. Ihr sichert zu 99 dB am FoH nicht zu überschreiten und im Gegenzug verzichtet der Veranstaltung auf die Haftungsklausel...