Moin Schrauber und Bastler.
Anlässlich meines 1000sten Posts, und weil es mir schon länger unter den Nägeln kribbelt, hier mal ein ganz besonderes "Leckerchen" für die DIY Fraktion 
Geplant war das Ganze schon länger, mangels vernünftigen Werkzeuges und einem wirklichen Grund hat sich die Aktion halt immer wieder verschoben.
Dann kam doch tatsächlich die Glücksfee mit dem passenden Werkzeug vorbei und bei einer meiner regelmäßigen Inspektionen entdeckte ich dann das hier 

Wie das entstanden ist, ist mir völlig schleierhaft, generell achte ich auf einen gepflegen Umgang mit meinem Equipment.
Und an die Gratung der "mittleren" (13") Tom, kommt die Kleine und große Tom beim Ein- und Ausladen / Stapeln (eigentlich) nicht dran, dazu ist alles in Gigbags verstaut
Vermutlich dann doch Altersschwäche, möchte jetzt keinem der freundlichen Helfer auf die Füße treten.
Wie gesagt, geplant war es schon länger. Hatte vor ettlichen Jahren die Gratung schon mal (völlig unprofessionel auf die Schnelle) "nachgearbeitet", mit mäßigem aber für mein damaliges Empfinden ausreichendem Erfolg. Aber der Anspruch wächst ja bekanntlich mit
Vorbereitung war erst mal viel (nein mehr, . . . noch mehr, . . . ganz ganz viel) lesen, telefonieren und planen. Werkzeug war ja schon da 
Wichtigster Faktor und immer und an allem Schuld, . . . das Wetter
Ja, so eine Sauerei macht man nicht mal eben im Fahradkeller wenn man keine vernünftige Werkstatt mit Absaugung hat. An anderer Stelle wurde vor kurzem über die offensichtlich nicht ganz so verträglichen Inhaltsstoffe von Folie, Kleber und Kessel berichtet. Das kann bzw. muss ich hier ebenfalls bestätigen. Der Einsatz einer Staubmaske ist den Ausdünnstungen völlig egal und wird mit 3 Tagen Naselaufen und 1 Woche Halskratzen honoriert
Nicht das es keiner gesagt, bzw. davor gewarnt hat 
Genug geschwefelt ääh . . . geschwafelt, ihr wollt bestimmt endlich Bilder guggen
Also, . . . Werkzeug und improvisierter Tisch.
Eine dicke Alu- oder Eisenplatte hatte ich halt leider nicht, die Wasserwage hat aber gesagt: "Passt". Sieht etwas krum aus, ist es aber nicht.

Erst mal viel Schleifpapier (240) sauber verteilen und die Kessel "plan" machen.
Selbst die Fixierung mit Tesa macht Unebenheiten, wie man sehen kann.
Also schön drumrum drehen.

Dabei direkt die Kesselhöhe kontrollieren und ausgleichen, das die Fellauflage schön parallel ist.
Wie man an der Folienkante gut sehen kann, war da so einiges im Argen.
Wurde halt immer mit "das Ding ist alt und klingt halt so" abgetan.
Der "blaue Klotz" gehört da hin, dank der dünneren Arbeitsfläche arbeitet das Maschinchen nicht auf Anschlag und die Feineinstellung der Tauchtiefe funktioniert auch im 1/10mm Bereich 

Ja ja, der Durchgang vom Fräskopf könnte besser sein, war aber frei Schnautze und trägt nix zur Sache bei
Von oben sieht das dann so aus.

Nach getaner Arbeit das Ergebnis.
Die Bassdrum mit runder Gratung/Fellauflage.

Die Toms mit 45° und halbrundem Gegenschliff /-fase.
Das war auch ein großer Teil meiner "Informationssammelei", welche Gratung macht welchen Sound
Bei Pöarl findet man da so einiges und sollte dann, ohne Berücksichtigung der Materialkomponenten, ganz gut passen.

So, jetzt kommt der "Trickie Teil" also das etwas Knifflige.
Und zwar das Problem mit der Folie, besser gesagt die etwas "holprigen" Übergänge.
Ziel ist ja eine durchgehend gleichmäßige und saubere Fellauflage.
Das war wieder ein "nicht unerheblicher" Zeitaufwand an Recherche
Mein Dank geht hier an die Profis der jeweiligen Anbieter für derartige Restaurationen
Ende vom Lied war dann doch die gute alte Handarbeit.
Kugelgelagerter Anschlag und Fräskopf ohne Anlauflager war mir dann doch zu viel Aufwand und zu gefährlich 
Ich wollte das ganze in Zukunft schließlich nicht professionell betreiben, da braucht es dann wirklich eine Werkstatt mit vernünftigem Frästisch.
Nach dem Fräsen hat das dann so ausgesehen.

Und nach vorsichtigem Feilen und Schleifen dann so.
Durch den Schleifstaub sieht es leider nicht so schön aus wie oben nach dem Fräsen, ist aber alles bestens.
Rundung perfekt und Lichttest auf der Platte bestanden, 

Nach dem Zusammenbau bin ich seeehr positiv überrascht.
Spannschrauben von Hand angezogen, . . . 1/2 Umdrehung im "Kreuzfeuer" mit dem Schlüssel, . . . Sound
Das war vorher nur mit neuen Pellen und mindestens 1. ganzen Umdrehung der Fall.
Zur Belohnung habe ich der BD auch mal ein neues Reso gegönnt, nach 40 Jahren hat das wohl auch wirklich ausgedient.
Die ganzen Klebereste von etlichen Bandnamen sind mir dermaßen auf den Sack Keks gegangen und zur Belohnung eine ebenfalls klangliche Offenbarung 
So, ich denke mal das ist ein angemessener und würdiger Jubiläumspost 
Meine Empfehlung / Ratschlag / Fazit:
Hände weg von folierten Kesseln ! Gesundheit und Nerven werden es euch danken !
Als Ex-Holzwurm und Bastelsüchtiger konnte ich halt nicht wiederstehen 
Hoffe ihr hattet Spaß beim lesen und Bilder guggen, das Thema war ja in der letzten Zeit öfter mal aktuell.
Wie immer, . . . wenn Fragen sind immer her damit.
Dumme Sprüche konnt ihr behalten, aber über Kommentare freue ich mich natürlich 