Hallo, wir haben die Akzente und Zählzeiten jetzt zentriert. Das macht das Gesamtbild harmonischer.
Generell bin ich selbst nach 40 Jahren Drumming überrascht, wie viel ich beim Realisieren dieses „Generators” über Rhythmik noch lernen kann. Bei Stichworten aus der Programmierung, wie z.B. „Deskriptor”, „RhythmConsolidator” oder schlicht grundlegende Regeln für die Gewichtung möglichst plausibler Handsätze, wird mir klar, wie tief man sich mit Rhythmik eigentlich beschäftigen kann und in all den Jahren doch nur an der Oberfläche gekratzt hat. Die App wird über 50 Einzelfunktionen haben, die teils ineinander greifen, und die müssen alle möglichst sinnvoll auch an den gängigen Methoden des Schlagzeugunterrichts für den Generator reglementiert werden. Und in so einem Umfang habe und brauchte ich bisher im Drumming nie analytisch denken. Ich finds super spannend.
Dann kommt noch die Erkenntnis dazu, dass nicht jede Idee, jede Übungsart/Notierungsart einfach „mal eben“ umgesetzt werden kann, sondern wieder ziemlich viele Schritte und Regeln braucht, damit etwas Sinnvolles herauskommt. Sprich: Wir müssen uns festlegen und eingrenzen. Aber wir wollten einen deterministischen Generator haben und gerade nicht, dass unkontrolliert ein "Zufallsbrei gewürfelt wird". Das wird immer noch gehen, aber unsere ganzen Regeln dahinter ermöglichen durch die Wahl der Einstellungen ganz gezielte Übungen. Man muss bei der Nutzung dann nur wissen, was man tut, und braucht ein Grundverständnis von Schlagzeugnoten. Deshalb arbeiten wir auch an einem FAQ Bereich und versuchen ganz am Ende, das UI so Userfreundlich wie möglich zu gestalten.
Hier noch ein komplexes, allerdings „frei gewürfeltes” Muster. 3/4, Übungsart „Ghostnotes”, Pausen, Zählzeiten. Wie gesagt, durcheinander gewürfelt und so kaum spielbar, auch keine sinnvollen Handsätze. Die Herausforderung war, Regelwerke und Unterfunktionen für die notwendige Ordnung einzubauen. Einfach „Erzeuge Ghostnotes mit Pausen in 3/4” ergibt so ein Zufallsbild aus "Phase 22" (vor allem sollten wir uns endlich mal ans eigene, zuvor entwickelte Pflichtenheft halten, statt immer wieder abzuweichen und "noch einer Idee" zu folgen...) 

Mit entsprechenden Einstellungen kommt dann Ordnung in die Übung. Wie viel Ordnung, welche Notenwerte, welches Instrument usw. ist u.a. pro Takt wählbar.

Also, es geht langsam, aber stetig vorwärts. Meine Intention ist schon seit Jahren, die Übungsarten, die ich seinerzeit von meinem Freund und Mentor Huub Janssen in den Jahren 1990 bis 2008 lernte und über die Jahre nach seinem Tod selbst unterrichtet und weiter ausgebaut habe, schnell und einfach automatisiert in Noten fassen zu können. Und das klappt bisher ganz gut...