Beiträge von Webfox

    Pausentestbild


    Hier noch ein schönes Beispiel, was ein "Generator" mit Pausen veranstaltet, wenn es keine musikalischen und auf Schlagzeug basierenden Regeln für die Pausennotation gibt. 🤯


    Natürlich passen wir das an, sieht aber schon crazy aus. Und ist mathematisch nicht falsch - nur möchte Niemand mathematische Pausen lesen müssen - dazu noch ohne sinnvolle Aufteilung/Struktur.


    Ein kurzer Hinweis noch: Ich habe auf Jagocore.de jetzt auch eine Anmeldung zu meinem Newsletter online. Für alle, die noch mehr zum jeweils aktuellen Entwicklungsverlauf erfahren möchten 😉

    Ja, ich bin dran. Aber das Hinzufügen von Taktarten wirft wieder neue Fragen bzw. Entscheidungen auf. Hinzu kommen die bereits integrierten diversen Fuß-Ostinati, die als Begleitung wählbar sind. Auch diese müssen hinsichtlich des Regelwerks für 2/4 und 2/2 angepasst werden. Aber das sollte machbar sein, hoffentlich 😉

    Aus meiner eigenen Praxis hatte ich 2/4 und 2/2 ehrlich gesagt schlicht nicht auf dem Schirm.

    Bei genauerer Betrachtung ist die Ergänzung aber absolut sinnvoll: Sowohl für das Fundament in der Einsteiger-Pädagogik (Snare-Basics, übersichtliche Akzent-Raster, Rudiments) als auch für den Einsatz bei z.B. Ghostnotes, Latin (2/4) oder schnelle Jazz-Charts (2/2) usw. sind diese Taktarten wertvoll.


    „Das Ding“ soll, wie beschrieben, schnell und automatisiert sinnvolle Übungsblätter in 1A Notenbild generieren, die auf den jeweiligen Stand der Schüler:in angepasst sind. Darüber hinaus kann es natürlich auch für das eigene Lernen und neue Herausforderungen genutzt werden.

    Danke dir. Ja, es ist aufwändig, aber wirklich spannend. Die vorher schon erwähnten klaren Regeln waren eine nüchterne Erkenntnis, denn ich dachte zuvor, ein „Generator” würde das schon regeln. Aber dann kommt „automatischer Murks” heraus. Die Komplexität dieser Regeln haben mich aber überrascht. Kurz gesagt: Man muss sehr viel mehr regeln als gedacht. Und man muss sinnvolle Funktionen „kürzen” statt „alles” zu erlauben. So intensiv über Pattern, Ostinati, Gruppierungen usw. als Regelwerke nachzudenken, ist neu für mich.


    Trotz der Komplexität kann man die in meinem vorherigen Post erwähnten Gruppierungen übrigens nun teilweise selbst wählen. Ich denke, wer unsere App bzw. Webseite später nutzt, weiß, was er tut. 😉 Noch ein kleiner Sneak Peak:

    Die Taktarten, die gewählt werden können, stehen nun auch fest:


    Alle Übungsarten werden also in diesen Taktarten möglich sein. Noch „exotischere” Taktarten haben wir bewusst ausgelassen. Das meinte ich mit „klare Entscheidungen treffen und kürzen”.


    Bisher läuft aber noch alles nur lokal. Die Veröffentlichung auf einer Webseite erfolgt erst, wenn alles implementiert ist und funktioniert. Falls das etwas wird, starten wir eine geschlossene Betaphase. Dafür haben wir bereits jetzt eine „Fehler melden“-Funktion eingebaut 😉. Mal sehen, das wird noch dauern ...

    Noch ein "kleines Beispiel aus unseren Kopfschmerzen". Wie legen wir die Gruppierungsregeln für ungerade Takte fest? Bei 7/8 (und entsprechend 7/4) dominieren im Rock/Pop meist die Gruppierungen 2+2+3 oder 3+2+2. Rund 90 % der modernen Grooves setzen auf 2+2+3, da sich daraus ein fließender Rhythmus ergibt. Beispiel 2+2+3: Man zählt „1-2, 1-2, 1-2-3“. Häufig liegt die Bassdrum auf den Beats 1 und 3, die Snare typischerweise auf der Zählzeit 5 (dem Übergang zum letzten 3er-Block). Genau dieses Pattern findet sich z.B. in Rush’ Tom Sawyer (hatte ich erwähnt, wie viel Musik ich derzeit während der Arbeit an dem Teil wieder höre 🤯). Oder anderes Beispiel 3+2+2: Man zählt „1-2-3, 1-2, 1-2“. Hier drückt der starke Beat stärker auf 1, und üblicherweise füllt die Snare die Zählzeiten 3 oder 6. Viele LehrerInnen nutzen diese Aufteilung zum Zählen, aber im Groove-Fluss ist 2+2+3 oft natürlicher.


    Ihr merkt, was es alles zu berücksichtigen gilt, und dass wir eben klare Entscheidungen treffen müssen. Eine Alternative wäre natürlich, euch als Nutzer die Wahl der Gruppierung zu überlassen. Aber das wäre ein ungemein größerer Aufwand, und dann würde das UI irgendwann so komplex, dass keiner mehr durchsteigt. Hier wird auch der Unterschied zwischen „mal eben einen 7/8 per Hand als Übung notieren“ und dem dahinter stehenden Regelwerk für so einen Generator erkennbar.


    Hallo, wir haben die Akzente und Zählzeiten jetzt zentriert. Das macht das Gesamtbild harmonischer.


    Generell bin ich selbst nach 40 Jahren Drumming überrascht, wie viel ich beim Realisieren dieses „Generators” über Rhythmik noch lernen kann. Bei Stichworten aus der Programmierung, wie z.B. „Deskriptor”, „RhythmConsolidator” oder schlicht grundlegende Regeln für die Gewichtung möglichst plausibler Handsätze, wird mir klar, wie tief man sich mit Rhythmik eigentlich beschäftigen kann und in all den Jahren doch nur an der Oberfläche gekratzt hat. Die App wird über 50 Einzelfunktionen haben, die teils ineinander greifen, und die müssen alle möglichst sinnvoll auch an den gängigen Methoden des Schlagzeugunterrichts für den Generator reglementiert werden. Und in so einem Umfang habe und brauchte ich bisher im Drumming nie analytisch denken. Ich finds super spannend.


    Dann kommt noch die Erkenntnis dazu, dass nicht jede Idee, jede Übungsart/Notierungsart einfach „mal eben“ umgesetzt werden kann, sondern wieder ziemlich viele Schritte und Regeln braucht, damit etwas Sinnvolles herauskommt. Sprich: Wir müssen uns festlegen und eingrenzen. Aber wir wollten einen deterministischen Generator haben und gerade nicht, dass unkontrolliert ein "Zufallsbrei gewürfelt wird". Das wird immer noch gehen, aber unsere ganzen Regeln dahinter ermöglichen durch die Wahl der Einstellungen ganz gezielte Übungen. Man muss bei der Nutzung dann nur wissen, was man tut, und braucht ein Grundverständnis von Schlagzeugnoten. Deshalb arbeiten wir auch an einem FAQ Bereich und versuchen ganz am Ende, das UI so Userfreundlich wie möglich zu gestalten.


    Hier noch ein komplexes, allerdings „frei gewürfeltes” Muster. 3/4, Übungsart „Ghostnotes”, Pausen, Zählzeiten. Wie gesagt, durcheinander gewürfelt und so kaum spielbar, auch keine sinnvollen Handsätze. Die Herausforderung war, Regelwerke und Unterfunktionen für die notwendige Ordnung einzubauen. Einfach „Erzeuge Ghostnotes mit Pausen in 3/4” ergibt so ein Zufallsbild aus "Phase 22" (vor allem sollten wir uns endlich mal ans eigene, zuvor entwickelte Pflichtenheft halten, statt immer wieder abzuweichen und "noch einer Idee" zu folgen...) ;)



    Mit entsprechenden Einstellungen kommt dann Ordnung in die Übung. Wie viel Ordnung, welche Notenwerte, welches Instrument usw. ist u.a. pro Takt wählbar.



    Also, es geht langsam, aber stetig vorwärts. Meine Intention ist schon seit Jahren, die Übungsarten, die ich seinerzeit von meinem Freund und Mentor Huub Janssen in den Jahren 1990 bis 2008 lernte und über die Jahre nach seinem Tod selbst unterrichtet und weiter ausgebaut habe, schnell und einfach automatisiert in Noten fassen zu können. Und das klappt bisher ganz gut...

    Moin! Hier ist nun das finale Beispiel zur Notendarstellung. Im Generator wird es ein „Standardset” geben, das aus Snare, Tom1, Tom2, Standtom, Bassdrum, Hi-Hat, Ride und zwei Crashbecken besteht. In diesem Beispiel sind die Abstände, die Zählzeiten, die Notenwerte, alle Toms und eine Standardfußbegleitung, die immer zugeschaltet werden kann, implementiert. Außerdem gibt es die Übungsart „Akzente” mit der wählbaren Unteroption „Auf dem Backbeat – 2 und 4”. Es handelt sich also um eine echte Übung.


    Das könnte die Übung "Schlangenmensch" sein. Watt fürn Handsatz!

    😂 Der Handsatz spielt bei den meisten Schnipseln, die ich hier poste gar keine Rolle. Es sei denn, ich weise darauf hin. Ein Nutzer vom Generator hat schon jetzt sehr viele Möglichkeiten, Einfluss auf den Handsatz zu nehmen. Daneben bleibt aber immer die Möglichkeit des zufälligen Handsatzes – und dann kommt so etwas dabei heraus. Betrachtet meine Bilder hier also nicht als komplett durchdachte, fertige Beispiele. Wie bereits gesagt, geht es in diesem Bild nur um die Positionierung.

    Moin! Was sagt ihr?


    Auf dem Bild ist das eigentlich ein Positionierungsfehler der Zählzeiten. Wir tüfteln noch daran. Aber ist dieser „Fehler” vielleicht ein glücklicher Zufall? Normalerweise sollen die Zählzeiten selbstverständlich in einer Linie über dem Akzent liegen. Ihr seht ja, wie es momentan aussieht. Was meint ihr? „Fehler” lassen oder nicht? In allen anderen bisher getesteten Fällen liegen die Zählzeiten natürlich in einer sauberen Linie.


    Und ihr merkt, welche Sisyphusarbeit es ist, solche grundlegenden Dinge einmal universell für jedes eventuell kommende Notenbild festzulegen.


    Moin! Die zweite Übungsart „Akzente“ ist gerade im Entstehen. Die erste Hürde bestand darin, die Zählzeit, die Akzente und den Handsatz sauber zu positionieren. Die Zählzeit ist immer optional zuschaltbar, muss dann aber für jede Übung optisch sitzen. Es wird mehrere wählbare Positionen für die Akzente geben. Diese befinden sich jeweils auf dem „und”.


    Wow.

    Super Leistung.

    Danke dir, aber ich möchte erst einmal abwarten. Eine solche App lokal auf dem eigenen Rechner zu realisieren und auszuführen, ist das eine. Sie später aber auch online stabil und möglichst fehlerfrei zu realisieren, ist noch einmal etwas ganz anderes. Wie gesagt: Es ist eine ganz frühe Alpha-Version ohne jede Garantie auf Erfolg.


    Ich nehme eure Hinweise gerne mit auf: Die Pausen bzw. die entsprechend längeren Notenwerte werden optional ein- und ausschaltbar sein. Wie die meisten Funktionen. Beispielsweise sind auch die Zählzeiten, die ihr aus den Beispielen schon kennt, ein- und ausschaltbar. Außerdem gibt es die Option, die Zählzeiten durchgehend oder nur für die ersten Takte anzeigen zu lassen.


    Und ich habe die Drum-Legende schon gemäß PAS/Weinberg-Standard angepasst. Genau solche grundlegenden Dinge müssen ganz am Anfang umgesetzt werden.


    Händisch und „subjektiv“ gesehen gibt es gerade bei Schlagzeugnoten natürlich zig verschiedene Möglichkeiten, die Noten zu schreiben und zu arrangieren, und jeder hat so seine Vorlieben und Lesarten. Für die App muss ich mich jedoch für eine Schreibart entscheiden, was auch von der verwendeten Backend-Technik abhängt. Zudem muss diese grundlegend festgelegte Schreibweise am Ende alle geplanten Übungsarten sauber abbilden. Das sind die Herausforderungen am Anfang.

    Vielen Dank für euer Feedback! Stimmt, "mein Tom1" wäre nach PAS/Weinberg das High-Tom und ist eigentlich das Ride. Das werde ich noch anpassen. Andere Notenwerte statt Pausen ist bewusst nicht gewählt worden. Es geht ja ums Pausen lesen können. Das war und ist immer mein Ansatz. Gerade die Pausen werden im Schlagzeugunterricht oft "unterschlagen". Aber eventuell könnte ich beides einbauen. Wenn Pausen gewünscht sind, diese entweder durch angepasste Notenwerte "verschlucken" oder tatsächlich ausschreiben. Eine Unterfunktion zur Pausenfunktion. Mal sehen...

    Danke dir. Pausen sind bereits enthalten (momentan wählbar: ~10 %, ~20 %, ~30 %). Einiges andere wird nach und nach hinzugefügt. Es wird 4tel, 8tel, 16tel und 32tel geben. Die Grundidee ist zunächst 4/4 und 6/8, binär bzw. ternär. Inwieweit auch andere Takte möglich sind, wird sich noch zeigen. Allein auf Basis von 4/4 und 6/8 mit Pausen und den von mir vorgesehenen Übungsarten werden schon „unendliche” Kombinationen für Übungen möglich. Je mehr unterschiedliche Takte, desto komplizierter wird es am Ende.


    Aufgrund der Einstellmöglichkeiten im späteren Frontend und der im Code hinterlegten Regeln sollen letztlich sinnvolle Übungen entstehen. Die Beispiele, die ich hier zeige, sind noch sehr rudimentär und dienen nur als Funktionstests.



    Moin! Einige von euch wissen bereits, dass ich an einem Online-Schlagzeugnoten-Generator arbeite. Ob und wann diese Online-App tatsächlich in den Livebetrieb geht, kann ich zwar noch nicht sagen, aber ich möchte euch gelegentlich an der Entwicklung teilhaben lassen. Zumindest dann, wenn es etwas zu berichten gibt und sich alles weiterhin so gut entwickelt.


    Sollte daraus tatsächlich einmal ein fertiges Produkt entstehen, wird es auf jeden Fall einen kostenfreien Betatest geben. Danach würde ich eine Gebühr berechnen. Einen Release gäbe es aber erst, wenn ich mit der App absolut zufrieden wäre.


    Die Entwicklung befindet sich noch in einer sehr frühen Alpha-Phase. Derzeit steht zunächst die saubere Abbildung des Notenbildes im Vordergrund. Hier ist ein kleines Bild, das den aktuellen Stand der Dinge zeigt. Schon die Darstellung der Handsätze und Zählzeiten neben den eigentlichen Noten war keine einfache Angelegenheit.



    Der aktuelle Stand ist folgendermaßen: Vor der Implementierung weiterer Funktionen muss das Notenbild erst einmal absolut sauber stehen. Ich finde aber, dass es schon gut aussieht. Was meint ihr? Noch eine kurze Anmerkung: Die Übungen sind noch „Dummy-Übungen“, erst einmal geht es um das Notenbild. Das heißt aber nicht, dass die Übungen nicht spielbar wären ;)

    Aus meiner Sicht als Sozialpädagoge und Schlagzeuglehrer gilt generell für mich: Individuell auf den jeweiligen Stand des Schülers zugeschnittene Übungen, die methodisch-didaktisch aufgearbeitet sind und sich optimalerweise auch am Lerntempo und Charakter des Schülers orientieren, ohne zu überfordern und mit möglichst viel Motivation, sind für mich der einzig gangbare Weg. Mit passenden Noten und Lehrmaterial zur Begleitung.


    Ganz klar: Hausaufgaben dienen dazu, zu Hause zu üben und Gelerntes zu verinnerlichen. Die knappe Zeit der Unterrichtsstunde ist dafür nicht gedacht.


    Freestyle in dem Sinne, dass ich als Lehrer keinen Plan habe, die Inhalte der letzten Stunden, den aktuellen Wissensstand und die Motivation des Schülers usw. nicht kenne (oder vergesse), ist für mich nicht akzeptabel.


    Jeder hat sein eigenes Lerntempo und sein eigenes Motivationslevel. Und auch sein eigenes Talentlevel. Das insgesamt zu erkennen und darauf aufbauend motivierend zu arbeiten, ist doch das Ziel. Es ist übrigens nicht meine Aufgabe, ungefragt zu beurteilen, ob der Schüler das Wahnsinns-Talent hat oder nicht. Am wichtigsten ist, dass er Spaß hat, mit eigener Motivation dabei ist und einfach wirklich Schlagzeug spielen möchte.

    Deinem Generator eigentlich anbieten willst, was nicht jedes andere Programm längst schon kann

    Genau darum geht es. Meines Wissens gibt es derzeit noch gar keinen Generator, der ähnliche Funktionen hat oder die Kombinationen an Funktionen bietet, die meiner können soll, wenn ich es denn hinbekomme. Welche das im Detail sind, möchte ich zu diesem frühen Projektstatus nicht beschreiben. Im Kern geht es um die Automatisierung und nicht darum, Noten manuell mit einer Software zu schreiben. Mir sind keine vergleichbaren Generatoren für Schlagzeugnoten bekannt, die auf Basis verschiedener Einstellungen automatisch entsprechende Übungen erstellen.


    Weil ich mit den verfügbaren Programmen immer unzufrieden war und letztlich doch alles selbst mit Notationssoftware geschrieben habe, sollte damals diese individuelle Lösung her. Falls ich die ganz neue und weiter ausgebaute App bis zu einem guten Betastatus bringe, melde ich mich wieder. Mit diesem Post wollte ich lediglich klären, ob überhaupt Interesse besteht.