Weil ich diese Einteilungen, die ich mal wo im Netz gefunden habe, als sehr grob empfinde. Da war bei einer Seite, wo man nach Bands suchen oder selbst eine Anzeige aufgeben kann nur die Auswahl Anfänger, Fortgeschrittener, Semi- Profi und Profi. Wie ja auch schon so beantwortet, ist der Bereich des Anfängers ja recht gross. Sucht man nach passenden Leuten, wäre es ja auch schön zu wissen, wie man sich selbst einschätzt und was man zu erwarten hat, wenn andere einen bestimmten Status angegeben hat.
Das mit der Selbsteinschätzung ist u. U. natürlich so eine Sache. Es gibt Anfänger, die überschätzen sich (wie meiner Meinung nach das Mädel aus o. g. Doku, die gleich den Job hinschmeißt, aber noch nicht mal den Punk-Beat aufrecht halten kann - wäre sie sich dessen bewusst, würde sie wohl erstmal nur Viertel spielen...), und es gibt "fortgeschrittene Anfänger", die sich unterschätzen und sich mehr aus der Reserve locken lassen sollten. Der "Fortgeschritten"-Zustand ist ja ein nahezu unendlicher Bereich, eigentlich alles über dem Anfänger-Status, wenn man so will. Man müsste fortgeschritten eigentlich mit erfahren ersetzen. Es braucht mit Sicherheit auch "böse" Erfahrungen wie eine peinliche Probe oder Auftritt, vor der man sich überschätzt hat und die einen dann erdet. Ich meine, es gehört zum gesunden Menschenverstand, dass man sich gewisse Schwächen eingesteht und dann bewertet, ob man diese durch andere Dinge ausgleichen kann und es dann reicht für eine bestimmte Formation. Pauschal würde ich sagen, ich merke es selbst, wenn ich so fortgeschritten bin, dass ich in der Lage bin, in einer Band zu spielen. Dann kann ich es wagen, es mal auszuprobieren und ggf. habe ich wenigstens eine Erfahrung mehr gesammelt:
Man kommt bei der Musiker/Bandsuche auch gut komplett ohne solche Pauschaldefinitionen aus. Allgemein hilft eine vernünftige Selbstreflektion und individuelle Beschreibungen. Hilfreich können auch Videos mit eigenen Darbietungen sein. Das Sprichwort "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" lässt sich auch darauf übertragen.
Es dauert in der Regel auch ein bisschen, bis man im Getümmel der Bandaktivitäten seinen Weg für sich findet. Also "einfach mal machen" ist schon ok, solang es nicht in blinden Aktionismus ausartet. 
Ein gewisses Selbstbewusstsein muss daher schon sein und unter Wert muss man sich nicht verkaufen. Wenn man dagegen seine Schlagzeugschule einmal von vorne bis hinten durchspielen kann, mehr aber nicht, dann wäre ich vorsichtig - das was jetzt etwas böse ausgedrückt.
Selbstkritik ist ebenso wichtig. Aber wenn sich jemand fragt, ob er/sie nun Anfänger oder schon fortgeschritten ist, dann ist das ja schon mal ein gutes Zeichen, dass man sich seiner Schwächen bewusst sein wird.
Letztendlich gibt es doch nur "Anfänger" und "Fortgeschrittene", letztere in allen Ausprägungen. Der Semi-Profi und der Profi verdienen noch Geld damit und sind musikalisch gesehen auch "nur" Fortgeschrittene" und berufsbedingt "Erfahrene, wobei der Profi halt komplett davon lebt und der Semi-Profi nur so halb (bin ich als Fortgeschrittener in einer nebenberuflich als GbR angemeldeten Coverband nun Semi-Profi?
).
Ob eine (Hobby-)Band also in ihrer Musikersuche nach (Semi-)Profis sucht, hat nicht zuletzt auch was damit zu tun, ob sie diesen "Profi" bezahlen können/wollen für das, was er bei ihnen tut, da es nun mal sein Beruf ist. Einen selbstständigen Dachdecker stelle ich ja auch nicht nach Feierabend an, mir das Dach zu reparieren, weil er dann nur seinem Hobby/Berufung nachgeht und nichts kostet. 