Der Punkt ist halt: KI ist letzten Endes keine KK, also künstliche Kreativität. Das ist, vereinfacht gesagt, Statistik. Statistik voll mit Daten, die es vor der KI schon gab und die ohne KI entstehen. Und diesen Selbstbedienungsladen braucht KI um zu funktionieren und all das zusammenzubasteln, was sie uns ausspuckt. Zumindest bisher, bin kein IT Experte und weiß nicht, ob es dahingehend noch andere, KI-inhärente Potenziale gibt. Deswegen war abzusehen, dass es diese Art von Lobbyarbeit geben und dass sie Erfolg haben wird, anders geht ein Zukunfts-Fantastilliardengeschäft wie das ja nicht auf. Die OPEC und Co. haben ja auch schon immer durchgeboxt, was sie wollten - und mit den Trumps und Merzs auf den Chefsesseln der Welt werden da auch viele weitere Einflussnahmen dieser Art auf sehr fruchtbaren Boden fallen... Ob Urheberrecht, Daten- oder Umweltschutz, wenn die dicken, alten weißen Männer mit den Scheinen winken, wackelt das halt... bin da nicht so optimistisch 😞
Edit: Nur mit Blick auf die Musik erinnert mich das ein bisschen an die Moses P. - Kraftwerk Geschichte. Beim Thema Sampling (..is not a Crime...?) wird ja im Prinzip auch was Fremdes in der eigenen Musik verwurstet, die Rechtslage ist da auch nicht so klar. Wird spannend, ob da dann mit zweierlei Maß gemessen wird oder irgendeine "Inspiratorische Unkenntlichkeitsklausel" formuliert wird, bei der das "Geklaute" letzten Endes einfach nur stark genug von der KI abgewandelt bzw. umarrangiert sein muss.
Hier übrigens eine menschliche Version davon, wie ich mir die Arbeitsweise der KI in dem Zusammenhang vorstelle. Das ist dann vielleicht die Grenze - es ist ja nicht, wie beim Sampling, ein unverändertes Fragment irgendwo entnommen.
Achtung, nur Spekulation, aber ich könnte mir übrigens durchaus vorstellen, dass prinzipiell schon länger so gearbeitet und die Arbeit vieler schöpferisch Tätiger maßgeblich von menschlichen Analyst*innen beeinflusst wird... Zumindest im Ganz großen Geschäft wird sich bestimmt nicht mehr nur auf die Intuition und Schaffenskraft der Künstler*innen verlassen. Die Firmen wollen ja wissen, was sich lohnt und dazu schaut man am besten genau darauf, was sich zuvor gelohnt hat... Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt könnte dabei also, neben dem Schöpferischen an sich, Rationalisierung, sprich der Ersatz von teuren, eigenwilligen sowie begrenzt verfügbaren Menschen durch auf Dauer günstige, flexible Maschinen sein. In Fernost gibt es das sogar schon in Form der Interpret*innen (zB Miku Hatsune).