Klingt insgesamt leider relativ bescheiden, obwohl du wirklich gutes Material zur Verfügung hast. Hast du schon irgendwas daran gedreht?
Beim Mischen würde ich in deinem Fall erstmal das Schlagzeug allein mischen. Bei den Rohspuren anfange und von da drehen, was nicht passt.
Das BD-Mikro solltest du eventuell neu positionieren oder die BD umstimmen - für ein passables Klack kann sie sehr tief gestimmt sein, dann das D112 einfach ran ans Schlgafell, ca. 10 cm vom Auftreffpunkt der Beater entfernt. Die Aufnahme kannst du dann mit EQs beschneiden, je nach Bedarf in den Höhen (bei ca 2-4 kHz, nach Geschmack und BD) schmalbandig den Kick rein und untenrum boosten wenn nötig; ein paar Mitten drinlassen, aber den Matsch
bei 250 rausziehen. Komprimieren etc dann obendrauf.
ABER: du solltest dir vor allem Gedanken über deine Spieltechnik machen! Die BD-Schläge sind extrem unterscheidlich in der Lautstärke, und diese übertriebene und ungewollte Dynamik wegzukomprimieren kann nicht der Weg sein. Üb also, alle Schläge gleichlaut hinzubekommen. Dann kannst du auch das Signal insgesamt hochregeln, ohne dass es clippt. Als Soforthilfe mach erstmal einen Limiter rein, das kann aber nicht die Lösung für die Zukunft sein! (!!!)
Snare ist zu leise, scheint aber ein ganz vernüftiges Signal zu sein. Dem ganzen Mix fehlen Höhen, auch in der Gitarre. Wie hörst du ab?
Die OHs sind so leise, dass ich kaum hören kann, ob du sie Stereo gemischt hast. Der ganze Mix klingt sehr mittig und platt.
Bass würde ich später über DI aufnehmen, Gitarren mit den MD421 und 441. Aber wenn ich ehrlich bin, würde ich auch das Schlagzeug nochmal einspielen, bis es fehlerfrei sitzt. So eine Aufnahme ist auch immer eine gute Möglichkeit sein Spiel zu kontrollieren. Diese Möglichkeit solltest du ausgiebig nutzen.
Genug gemeckert, Übung macht den Meister. Mit diesen Mikros wirst du richtig gute Ergebnisse erzielen können.
Viel Spaß,
Matti