Beiträge von burned_destroyer

    Hi!

    Die Frage ist, ob das grade bei so nem kleinen Kind nicht "verwirrt".

    Falls sie tatsächlich bald mal Unterricht bekommt und dann, womöglich auch noch vor Ort beim Lehrer, auf nem Standard-Setup gecoacht wird.

    Ich zweifle ein wenig daran, dass sie da die transition vom Übungsschlagzeug auf ihr anderes Setup hinbekommt...

    Was ich bisher als stolzer Papa gelernt habe: sie lernt und merkt sich Dinge generell am besten, wenn es immer die selben Abläufe sind.

    Banal gesagt: "der Lehrer hat gesagt, ich muss da oben links auf die Trommel schlagen, ich hab aber da aber garkeine"

    Ich würde da nicht zuviel rein interpretieren, gerade am Anfang nicht. Grooves spielt man zu 80% mit Ride/Hihat, Bassdrum und Snare. Die Toms sind keine Primärinstrumente und können da mal ziemlich vernachlässigt werden. Außerdem im Gegenteil, es schadet nicht sich da von Anfang an flexibel zu halten. Dann kann man sollte man in einem Song mehr Toms brauchen die auch einfach hinstellen ohne das man nicht weiß was man damit tun soll. Auch andersrum, wenn man live dann plötzlich mit weniger Equipment als im Proberaum spielt, darf das kein Problem sein.



    Und wenn man das Setup aus dem Video ein wenig "standardisiert", also die Hihat links neben die Snare stellt, müsste die Tom ja rechts neben die Basedrum. Dann wären beide Toms auf einer Seite neben der Basedrum.

    Gibt das dann nicht Probleme mit der Erreichbarkeit bei nem kleinen Kind, zumal ja auch die Basedrum noch nach rechts wandert?

    Kurz: Nein. Lang: Die Hängetoms kommen in dem Szenario links neben die Bassdrum, also zwischen Hihat und Bassdrum, vor der Snare. Da würde ich allerdings eher die Gefahr sehen das die Hihat dann zu weit weg ist bei geringer Körpergröße. Man kann bei einer 20er BD je nachdem wie tief die jeweiligen Hängetoms sind, auch nur eine etwas links neben der BD sehr niedrig aufhängen, dann ist die HH näher.

    Und wenn wir uns ehrlich sind, kann man mit 2 Toms eigentlich alles bedienen, alles andere ist, wie der Amerikaner sagt, "icing on the cake".


    lg

    Und darum ging es mir auch nicht. Ich bin mir sicher, dass auch die von mir genannten Drummer ab und an ihre eigenen Songs anders spielen. Ich wollte mit meinem Beitrag nur auf die Frage eingehen, wie man so einen komplizierten Notentext denn jetzt (auswendig) lernt. Oder vielmehr wollte ich anhand der mir bekannten Drummer klarmachen, dass es nicht verwerflich ist, wenn man einen Song nicht 1:1 nachzuspielen schafft (wenn man das denn möchte) - weil man sich ja immer klarmachen muss, dass die Originale kein fertiges Notenblatt zum auswendig lernen bekommen haben, sondern bei der Komposition dabei waren. Wenn es darum geht, etwas wirklich 1:1 nachzuspielen, dann haben die meisten in aller Regel auch mal Noten aufliegen. Man sieht das ja in der klassischen Musik, wo alle - abgesehen von einigen Wunderkindern - nach Noten spielen (müssen).

    Hab ich auch so verstanden, wollte nur auf das Kopieren eingehen. :)


    Aber auch in der Klassik hat man zwar die Notation vor sich liegen, oder eigentlich bei jedem Orchester und Ensemble, dennoch kann man auch dort ein wenig interpretieren, allerdings in einem viel engeren Rahmen, bzw. wird der Dirigent auch klarstellen wie er sich das vorstellt und ggf. etwas ändern.


    lg

    Den Gesichtspunkt ein gewisses Pattern oder eben einen Teil des Grooves zu lernen wenn einem genau dieser Teil gefällt oder man diesen können möchte, finde ich natürlich wunderbar. Ohne diesen könnte ich sicher sehr viel nicht spielen. Nur sehe ich das nicht immer als nötige Voraussetzung ein Lied zu spielen. Ich glaube wichtig ists zu wissen was für die Nummer wirklich wichtig ist, was Schlüsselpassagen sind. Das zu Erkennen mag natürlich nicht immer so einfach sein, aber ist sehr wichtig zu lernen imho. Die erwähnte Sechzehntel vor der 3 ist so ein Beispiel. Coole Idee, funktioniert, nur wenn ich alle 4 Takte oder wie oft das vorkommt was anderes mache, einen anderen Hook dann macht das vermutlich keinen Unterschied.


    Eine Sache würde ich doch noch gerne wissen: Warum immer der Satz" Die anderen merken es eh nicht" ? ;)

    Warum der Satz? Ich würde sagen Resignation. :D

    Man nehme diverse "Musikerkollegen" (gerade in der Schlagerszene) und beobachtet die und denkt sich "Ok, das ist gerade einfach dreist was ihr abliefert, das klingt furchtbar. Das generische Gedudel von Midi Files die Built in Plastikklänge von Bontempi Keyboards ansteuern, Musiker die so tun als ob sie spielen und Sänger die noch nie etwas von Tonhöhen gehört haben." Dann fragst irgendeinen Zuhörer der nicht Musiker ist was er davon hält und der oder die sieht dich nur an mit hochgestreckten Daumen und sagt "Die sind eh voll super". Solange da irgendwas lärmt und sich irgendein Kasperl wo bewegt reicht das den Leuten offenbar. Ich finde das sehr traurig, aber den generischen Nicht Musiker Gast ist es vollkommen egal ob du auf einem Boutique Set spielst welches mehrere zehntausende EUro gekostet hat, oder ob du auf einen mikrofonierten Karton draufhaust.


    Zusätzlich bekommt man von eigenen Mitmusikern auch oft nur das Feedback "Klingt gut" oder "Ich habe keine Ahnung was du da machst, aber das wird schon passen". Gerade wenn man nur Kleinigkeiten ändert merken das nicht mal die Mitmusiker.


    Das erklärt vielleicht meine Einstellung dazu. Auch wenn ich an mich selbst noch Anspruch habe, muss ich mir abhängig vom Genre über das Publikum nicht unbedingt Gedanken machen, bzw brauch mich nicht zu stressen.


    lg

    Es gibt zwar Dinge, wo ich tatsächlich den Anspruch an mich selbst habe, (nahe am) Original zu spielen, aber man muss es ja nicht übertreiben. Und als Anfänger ohne Banderfahrung hat man sowieso genug zu tun, wenn man eine vereinfache Version spielen will.

    Genau! Da ists viel interessanter den Haufen zusammenzuhalten und sich auf das gemeinsame Spiel zu konzentrieren. :)


    lg

    Das heißt nicht, dass die original Drummer sich meistens nicht mehr drum scheren, was sie da aufgenommen haben. Im Gegenteil: Viele können zu mindestens 99% wiedergeben, was sie sich da einmal ausgedacht haben. Todd Sucherman ist so ein Beispiel. Er behauptet von sich, dass er mindestens 99% immer gleich spielt. Das kann er aber wohl nicht, weil er mit Noten arbeitet, sondern weil er bei der Entwicklung des Songs dabei war und es seine Drumparts sind. Ähnlich ist es bei Hena Habegger (Gotthard) und seinem "Drumbook of Bang!". Diese Noten sind nach der Album-Produktion entstanden, weil er für einen Song mit Orchesterbegleitung tatsächlich Noten brauchte. Wenn man sich die Noten so anschaut, überlegt man wirklich, ob er das alles so bewusst gespielt hat!? Aber er ist wohl in der Lage, es immer wieder so zu spielen.

    Das ist relativ interessant, wie ich finde. Ich bin natürlich keine Referenz, weil ich mich da eher in der Holzklasse bewege, aber tatsächlich änder ich Lieder bei deren Entstehung ich dabei war auch immer wieder mal. Klar, es sind dann nur Kleinigkeiten, die Struktur wird dann nicht mehr verändert, aber mir ist es wichtig das Ganze dynamisch zu halten. Ich möchte zB das ein Lied live anders klingt wie auf der Platte, auch als Zuhörer. Wenn es perfekt wie auf der Platte ist, kann ich mir das zuhause auf der Couch auch anhören, das ist gemütlicher und ich kann auf Pause drücken, live möchte ich was anderes haben. Vielleicht ist das auch meine Einstellung, das sich Lieder auch mit den Bands mit entwickeln dürfen, und ich behaupte, dass das auch recht oft vorkommt. Vielleicht wird teilweise eine eins zu eins Kopie verlangt, ich kann damit aber nix anfangen.

    Und das eigene Zeug notieren musste ich im Zuge des Studiums meines Gitarristen auch mal, das macht auch keinen Spaß. :D


    lg

    Imho würde ich nicht mal ansatzweise versuchen das so wie notiert auswendig zu lernen. Denk dir eine 2 oder 4 taktige Phrase für den Vers aus, was gut mit dem Gitarrenriff geht und dann noch eine ähnliche Phrase für den Chorus die halt mehr aufmacht. Fürs Solo mischt den Chorus und Vers Groove zusammen und fertig ists.

    Meiner Meinung ist das komplett egal ob da alle Ghosts wie im Original da sind, bzw müssen nicht mal alle Verschiebungen von Snare, BD oder sonstwas gespielt werden. Ich behaupte dem Zuhörer ists komplett egal solange ein Groove da ist. Ich bin aber so oder so kein Fan etwas 1:1 zu lernen. Ich bin keine Kopiermaschine, ich interpretiere Lieder und ich packe da überall etwas von meiner Persönlichkeit rein. Speziell bei Grooves wie diesen sind die Ghosts nur ein persönlicher Ausdruck. Wichtiger ist das man weiß welche Grooves man für Vers, Chorus, Solo, etc. verwenden möchte und das dann auch durchzieht. Den Rest einfach fühlen, und sich vielleicht fragen, was würde ich in dem Moment im Lied vom Schlagzeug hören wollen.


    lg

    Hach das kenne ich zu gut :D Ich habe einfach alle solange angeschrien bis jetzt alle in Takten reden. Mit Riffs, Parts, Teilen und sonstwas können mich alle jagen. :P Das hat soviel Aussagekraft wie "gehn wir in der Woche ein Bier trinken". Ist zwar schön umrissen, aber nichts genaues weiß man dann halt nicht.


    lg

    Auch mir wurde warm ums Herz beim dem Artsar. Das Set ist komsicherweise schon länger drin, steht zwar 27.10 in der Anzeige, habe das schon vor Wochen entdeckt . Für 295 müsste es doch sofort weggehen.

    Achtung zusätzlich ist es ein Artstar ES. So eins habe ich auch, sind gute Sets, aber Schnapper ist das keiner. Lindenholzmischkessel mit irgendwas anderem, Accutune Plastik Spannreifen auf der BD. Versteht mich nicht falsch, ein gut klingendes Set, das schön 80er Vibe versprüht und sehr gute Hardware verbaut hat (mMn), aber ist was anderes als ein "echtes" Artstar. Falls es doch einer von dem Kollegen holt, ich nehme die Bassdrum :D


    lg

    Ich glaube zu wissen welchen Effekt du meinst (habe auch 10 und 12er direkt vor der Snare), allerdings beachte ich ihn einfach nicht weiter. Ich lasse da einfach alles rascheln was raschelt, für das was ich mache hört das niemand ob da der Teppich etwas zu lange nachsurrt oder nicht. :D

    Allerdings tritt der Effekt beim 10er gefühlt auch stärker auf, aber vermutlich regt von meinen gestimmten Tonhöhen das hohe Tom die Snare einfach mehr an, bzw auch umgekehrt.

    Eigentlich ein relativ sinnloser Post, da ich keine Lösung dafür habe ^^


    lg

    Also mal abgesehen davon, dass wie hier bereits erwähnt alle den Click haben sollten, wie macht ihr das? In der DAW vorspuren? Falls es zu einer Verschiebung kommt, was dann? Augen/Ohren zu und durch?

    Genau, in der DAW gibts dann die Tempomap und dann kommts halt darauf an ob es ein sofortiger Tempowechsel ist, oder ein ritardando bzw accelerando. Auch da kann man bei vielen DAW's einstellen ob es ein linearer Anstieg ist, oder logarithmisch oder was auch immer. Click gibts bei uns nur bei Proben.


    lg

    So wie ich das rauslese lernst du Fills gezielt nur tust dich schwer diese auch wirklich im Kontext einzusetzen. Da hilft mir persönlich immer sich das im Kopf vorzustellen. Kann man auch mittels Airdrumming machen. Die Melodie im Kopf dahindudeln und sich vorstellen wie das Fill klingen soll. Auch wenn du allein am Set sitzt, im Kopf immer die Melodien mit dudeln, dann sollte sich da das Verständnis dafür langsam aufbauen. Das wäre zumindest meine Vorgehensweise, vielleicht hilft dir das.


    lg

    Prinzipiell wurde hier schon alles gesagt, ich möchte nur nochmal auf folgendes eingehen:


    Der Gitarrist spielt ungefähr so lange wie ich und scheinbar üben wir ungefähr gleich viel... wir haben uns letzten Sonntag auf drei Songs geeinigt, die wir bis kommenden Sonntag üben wollen... er hatte einen dabei, den er Null konnte. Gestern (Montag) konnte er das Ding schon auf Gitarre spielen! Und ich eier hier rum mit meinen Sachen. Klar, kann ich auch erstmal NUR den Grundbeat spielen, aber ich möchte gerne auch am nächsten Sonntag etwas vorweisen können (und wenn es nur für mich ist).

    Ich weiss nicht warum ich Sachen so spielen kann, aber sobald ich zur Musik spielen will, klappt es ganz oft nicht. Ich dachfe ja einige Zeit, dass es am Tempo liegt. Dem ist aber nicht so. Zum Metronom in der entsprechenden Geschwindigkeit klappt es, aber im Song dann nicht :rolleyes:

    Manche Songs sind für das eine oder andere Instrumente eben einfacher/schwerer. Das wird immer wieder vorkommen, und ist auch nichts ungewöhnliches. Du musst doch gegenüber Mitmusikern nichts vorweisen, versuch lieber gemeinsam Musik zu machen und sich danach wie ein Rockstar vorzukommen. :D ;)


    lg