Beiträge von Surfkoala

    Was ich erkenne:
    - Ein originaler "Renown"-Strainer, der ab den 50er Jahren verbaut wurde. Die Butt-Plate passt dazu, allerdings fehl da das "Klemmteil".
    - Keine Gretsch-Tubelugs.
    - Keine Gretsch-Hoops,
    - 6 Lugs. Es gab 6 Lug Gretsch-Snares. Aber eher so in den 30ern und 40ern. Da gab es den Strainer aber nich nicht. Außerdem hatten die durchgehende Lugs ohne Bohrung am Kessel.


    Bruzzis Theorie mit dem Tom-Kessel könnte daher passen.


    Edit: Es gab auch später noch 6 Lug Snares mit "normalen" Lugs. Aber der Strainer passt nicht zu den geläufigen 6-Lug Modellen. Was ich nicht ganz sicher sagen kann: Das Badge sieht aufgrund der Größe des Lochs eher wie ein Tom-Badge aus. Aber anhand des Fotos eher schwer zu beurteilen.

    Das kommt ein wenig drauf an, finde ich, Es gibt Situationen, da ist ein einheitlicher Satz aus meiner Sicht sinnvoller - vorausgesetzt, er klingt in sich auch stimmig.


    Wer sich bei den Big Beats darüber Sorgen macht, den kann ich beruhigen. Die Big Beats passen sehr, sehr gut zusammen. Oben hatte ich die Unterschiede der einzelnen Becken beschrieben, Die Gemeinsamkeiten sind größer. Dunkler Charakter, vergleichsweise wenig schneidend, bisschen angetrasht - aber tonal untereinander stimmig, Wer alle Singles hat, kann sicherlich Tonleitern spielen.

    "Hans im Glück" ist wirklich ein tolles Märchen. Ein bisschen was vom Hans steckt in jedem Fall in mir, wenns um Becken geht.


    Hier geht es aber nicht um mich, sondern um die Paiste 2002 Big Beats. Um die Sache mit der Optik zu versachlichen. Das Design ist ziemlich eigen. Vor allem die Farbe der Oberfläche kenne ich von keinem anderem Paiste-Becken. Ziemlich dunkel, kupferig. Deutliche Hammernarben Zusammen mit der simplen, schwarzen, fast schon klassisch wirkenden Beschriftung sehen die in meinen Augen sehr gut aus... (und vertragen sich optisch eher wenig mit dem 602er, dass da jetzt wieder hängt :whistling: ).

    Das erste Becken ist das Formula 602 22“ Thin Crash, das zweite Becken das 22“ Big Beat.


    Verwunderlich für mich ist, dass das Thin Crash tatsächlich etwa 150 Gramm schwerer wie das Big Beat ist. Beim Spielen wirkt das Formula 602 aber eher etwas leichter, wabbelt mehr und spielt sich etwas agiler. Das Big Beat ist für das Gewicht recht steif.


    Was mich beim 22er Big Beat zum Stutzen gebracht hat, sind die „Clangy-Obertöne“. Hört man auf der Aufnahme ganz gut. Mir gefällt das Formula 602 „leider“ besser. Ich werde wohl niemals mit einem einheitlichen Beckensatz glücklich werden. „Leider“ aber auch, weil ich für das 602er gebraucht mehr bezahlt habe, wie für das Big Beat neu. „Leider“ auch, weil ich in den letzten 10 Jahren nur 2 neue Becken gekauft habe... und eins davon ist das 22er Big Beat. Da werde ich ein paar Euro verlieren, wenn ich es verkaufe.


    Zu den Big Beats im Allgemeinen.
    Die 16er Hi-Hat finde ich sehr, sehr gut. Die ist leicht, aber klingt nicht dünn. Spricht auch mit leichten Sticks und Besen gut an, Dunkler Sound, der nicht so schneidet im Mix. Und eine 16er spielt sich spitzenmäßig. Probiert das mal aus!
    Das 19er ist ein recht typisches Crash. Durch das geringe Gewicht ist es schnell und „splashig“. Es klingt schnell aus. Ich spiele es eher selten...
    ...da das 20er alles hat, was ich brauche. In einer meiner Bands spiele ich es als einziges Becken. In der anderen Band zusammen mit dem 22er. Man hört es übrigens auch auf der Aufnahme bei den Crash-Akzenten. Ein volles, dunkles Crash. Viel Kraft, aber vergleichsweise geringe Lautstärke. Schneidet nicht so. Saugut als Crash-Ride.
    Das 22er kennt ihr ja jetzt alle. Ich finde es gut, aber dieses Clang gefällt mir nicht so. Und wie Hochi geschrieben hat, alles ziemlich „mittig“. Da hat das 602er „leider“ mehr zu bieten.
    Ich finde, dass die Big Beats im Vergleich zu anderen Paiste-Becken noch einen anständigen Preis haben. Das 20er ist für mich der Hit und die 16er HiHat spielt sich irre gut und ist alles andere als extrem. Das 19er und das 22er sind gut, aber müssen wohl wieder gehen.


    Der Traum vom einheitlichen Beckensatz ist ausgeträumt...


    ...möchte jemand ein Paiste 2002 Big Beat 22“ kaufen (Rechnung September 2019, 2 Gigs, einige Proben).

    Ich hab mir einen Wunsch erfüllt. Ein ganzes Beckenset einer Serie. Hatte ich noch nie!!! Mir hat das auf den Bildern von Moe immer so gut gefallen. Alle Becken das gleiche Design. Ich dagegen: Ein bunter Mix aus 2002, Formula 602 und Signature, von 1970 bis 2015. Ach so: Ich bin auf Paiste festgelegt. Diskutieren ist da zwecklos.


    Die 2002er Big Beat sollten es werden.
    Meine Argumente:
    - Dünn und trotzdem rocktauglich
    - Durch verschiedene Größen sind verschiedene Setups für alle Stile möglich (Ein Case für alle Gigs ist das Ziel)
    - Nicht zu laut (Meine Signature Full Crashes waren auf Bühnen oft zu laut und schneidend)
    - Im Preis noch annehmbar, auf dem Gebrauchtmarkt gut zu bekommen


    Hab ein paar Wochen mit Tausch, Kauf und Verkauf verbracht (ich liebe das!!!).


    Das Ergebnis:
    Weg sind: Formula 602 modern essentials 14“ HiHat, Signature 18“ und 19“ Full Crash
    Noch im Angebot: Formula 602 22“ Thin Crash


    Neu im Proberaum: Big Beat 16“ HiHat und 19“, 20“, 22“


    Hab jetzt die ersten beiden Gigs hinter mir und bin beim 22er unsicher geworden… ist das wirklich „besser“ als das Formula 602 22“ Thin Crash? Sollte ich nicht lieber das behalten und das Big Beat wieder verkaufen? Ich bin das Formula 602 einfach nicht losgeworden und da es bei mir ungenutzt rumliegt, werde ich unsicher. Wenns weg wäre, hätte ich wahrscheinlich keinen Gedanken mehr daran verschwendet. Also hab ich gestern das Formula 602 noch mal aufgelegt und gespielt, hab mich dann mal kurz aufgenommen, da die Becken über Mikros eben auch gut klingen müssen.


    Als ich das eben angehört hab, bin ich auf die Idee gekommen, hier einen kleinen Hörtest zu veranstalten. B20 vs. B8 (oder aber auch 600 € vs 400 €). In meinen Augen ein guter Vergleich: Beide Becken ungefähr im gleichen Gewichtsspektrum und sowohl als Ride als auch als Crash nutzbar.


    Schreibt mal, was Euch besser gefällt und natürlich bin ich auch auf die Tipps gespannt, welches Becken B20 und welches eben das Big Beat ist.

    Dropbox-Link, 2,4 MB, MP3


    Die Auflösung bekommt ihr in ein paar Tage. Dann werde ich auch entschieden haben, welches der beiden Becken bleibt. Und ich werde noch ein paar Worte zu den Big Beats schreiben.

    Das ist allerdings kein Flatbase, sondern "normale" Bauart, allerdings sehr leicht.
    Ich hatte zwei Flatbase HH-Ständer, den DW und den Pearl aber keiner davon konnte mich überzeugen. Der DW (von dem hatte ich sogar 3 verschiedene Exemplare) hatte immer irgendwo Spiel, und der Pearl hat sich bei bestimmten Tempi ungünstig aufgeschaukelt und unangenehm gewackelt.


    Das ist interessant. Ich hab mir den DW zweimal vom Thomann kommen lassen und es hat jeweils immer eine Niete gefehlt. Einen dritten hab ich dann abgelehnt. Zufrieden bin ich nun mit dem Tama-Ständer. Und ich spiele eine 16er Hi-Hat.

    Wenn ich auf anderen Plattformen lese, habe ich manchmal den Eindruck, dass die Menschen, die Intoleranz propagieren, alternative Wahrheiten verbreiten, diffamieren, beleidigen, Angst säen und Fakten leugnen in der Überzahl sind. Hier im Forum ist das anders. Das finde ich gut.


    Trotzdem denke ich, dass auch NoPsycho hier nicht als vogelfrei gelten darf. NoPsycho wird auf seine unsachliche, anmaßende und beleidigende Meinungsäußerung und Argumentationsweise hingewiesen und dafür kritisiert. Ich denke, dass es daher angezeigt ist, insgesamt sachlich und respektvoll zu diskutieren. Ein "Zurückbeleidigen" ist da wenig hilfreich und in meinen Augen ebenfalls zu kritisieren. Was ich hiermit tue.

    Das hat bestimmt mit der Musik zu tun. Nach etwa 4 Stunden Backgebeate immer schön in die Mitte ist die Beschichtung in kleinen Krümeln von der Snare katapultiert worden. Vielleicht hat das auch was damit zu tun, wie lange die Felle nach der Produktion bis zum Einsatz im Regal liegen. Bei einem Remo-Fell hatte ich das übrigens noch nie. Mit Evans und Aquarian hatte ich bis dahin noch keine Erfahrungen auf der Snare.

    Von mir auch ein Update: Als Resofell für die Supra finde ich das Ludwig-Fell sehr, sehr gut. Der besondere Fellkragen sitzt bei mir total gut. Allerdings taugt mir die Beschichtung der Schlagfelle nicht. Das, was einige bei Remof-Fellen berichtet haben, ist mir zweimal bei den Ludwigs passiert: Die Beschichtung ist abgebröselt. Schon nach wenigen Stunden. Ich hab jetzt zum ersten Mal ein UV1 von Evans aufgezogen. Diese Beschichtung ist eigen, aber auf jeden Fall sehr, sehr haltbar.

    Die Wirkzusammenhänge zwischen Musik, Erleben, Gefühlen und Verhalten ist deutlich komplexer als es Miehling darstellt. Jedenfalls sehen das einige Wissenschaftler so. Zum Beispiel hier. Wenn du bei Miehlings Theorien bleiben möchtest, dann muss Dir klar sein, dass Miehling unter "Gewaltmusik" auch die Musik von zum Beispiel Miles Davis und den Beatles anführt.
    Übrigens hasst Miehling das Schlagzeug. Der explosive Sound ist in erster Linie für die ausgelöste Aggression beim Hörer verantwortlich.

    Als bürgerlich verkaufter Aggroscheiß, der mehr mit Kriegslust zu tun hat als mit Musik. Das weiße Hemd, das hier verkauft wird ist eher blutrot und die Provokation die hinter der Musik steckt macht mitverantwortlich für die Folgen. Inspiration für Amokläufer.


    Untentschuldbar, weil es keine Musik ist, sondern eine Waffe.


    Meine Meinung. Könnt ihr natürlich anders sehen. Schließlich leben wir noch in Meinungsfreiheit.


    Zitat

    Das war jetzt Satire, oder? Falls nein: Aua. Bitte noch mal mit dem Genre und vor allem den Hintergründen von Amokläufen auseinandersetzen.



    Beatles zuständig für den allgemeinen Verfall der Sitten, Elvis verführt die Jugend zu sexuellen Ausschweifungen und Led Zeppelin zum Satanismus, Ozzy verantwortlich für Teenager-Selbstmorde und O'MARA für Amokläufe.


    Passt doch :D

    Hat jemand Erfahrung mit Emad oder kickport???


    Mit Kickport hab ich keine Erfahrungen. Aber Emad-Schlagfelle hab ich bereits benutzt, auch an meiner 18er Bassdrum. Selbst mit dem schmalen Dämpfring ist das Fell dann schon gut gedämpft. Es "klingt" bassig. Aber es ist nun auch nicht so tot, dass man keinen offenen Ton mehr aus der Trommel bekommt. Ich mag den Sound der einschichtigen Evans Emad-Schlagfelle. Das ist so genau der richtige Grad an Dämpfung fürs Schlagfell. Ich ziehe mittlerweile aber trotzdem ein EQ4 (ohne EMad) vor. Ist flexibler und gefällt mir optisch besser an meinem 50 Jahre alten Schlagzeug. Für dein Ziel viel Bass zu erreichen ist ein Emad-Schlagfelle meiner Meinung nach durchaus denkbar, aber auch nicht zwingend.


    Ein Emad-Reso hatte ich auch schonmal, allerdings an einer 24" Bassdrum. Da ist der Dämpfring rund ums Resoloch angebracht...das macht bei einer 18" Bassdrum für das Ziel maximalen Bass zu erreichen eigentlich keinen Sinn. Loch nimmt Bass und der Dämpfring rund ums Loch, also auch Richtung Fellmitte, nimmt auch Bass. Das ist aber Theorie, probiert hab ichs bei der 18er noch nicht.

    Vieles wurde schon gesagt, ich schreibs mal zusammen, so wie ich es mache, wenn ich einen soften, bassigen, offenen Sound haben möchte.


    Eine Trommel mit größerem Durchmesser klingt bei höherer Fellspannung „voller“ und „bassiger“ als eine Trommel mir kleinem Durchmesser. Bonham hat die Felle seiner 26“ Bassdrum stark gespannt und so einen lauten, vollen Ton erzeugt. Eine kleine Trommel würde bei gleicher Spannung einen vergleichsweise hohen, nicht so vollen Ton erzeugen.


    Wenn du wirklich Bass (und nicht Lautstärke oder Punch) willst, nutze ein einschichtiges Schlagfell. Bei den Zweischichtigen brauchst du mehr Spannung bis die ordentlich schwingen… und dann klingt die Trommel wahrscheinlich zu dünn. Leicht vorgedämpft geht da auch (Powerstroke 3, Evans EQ 4) Ich würde ein beschichtetes nehmen, das nimmt ein paar Höhen raus und klingt wärmer. Aber so richtig viel macht das nicht aus, finde ich.
    Nutze weiterhin ein einschichtiges Resonanzfell mit möglichst kleinem oder auch gar keinem Loch.
    Dann stimme tief, aber doch so hoch, dass die Felle eine Ton erzeugen.
    Ich würde dann einen weichen Beater nehmen. Wenn du so stimmst, musst du unbedingt aus dem Fell rausspielen und nicht zu hart. Der Beater darf das Fell nach dem Schlag nicht abdämpfen.
    Je nach Geschmack kannst du ein kleines Bisschen dämpfen. Zum Beispiel mit einem Tuch zwischen Fußmaschine und Schlagfell. Aber pass auf, dass du dir nicht den Bass wegdämpfst. Möglichst wenig Dämpfung, möglichst weit am Rand platzieren ist das Konzept.
    Ein Riser hilft meiner Erfahrung auch ordentlich bei ner 18er Bassdrum. Wird dadurch lauter und klingt ein bisschen volle. Ich hab noch einen Wahan-Riser, den ich nicht brauche. Schreib mir bei Interesse.
    So bekommst du viel Bass, aber ob der Sound für Deine Musik taugt, ist ein anderes Thema.

    Hallo Lui,


    ich weiß genau, was du meinst, Auch wenn meine Überoutine ganz anders aussieht wie deine und ich auch aktuell immer mal wieder Unterricht genommen habe. Ich bin nach längerer Recherche beim "Practice Course" von Nate Smith (80/20 Drummer) gelandet. Ein Kurs übers Üben. Ich bin noch nicht ganz durch mit dem Kurs und mir fehlt natürlich auch die Wirksamkeitserfahrung. Die Hernagehensweise jedoch ist interessant und kommt mir total entgegen. Meine Überoutine hat sich dadurch komplett geändert. Allerdings ist der Kurs im Vergleich zu manchem Lehrbuch/DVD sehr teuer (80 €) und nicht sehr umfangreich.


    Der rote Faden, den ich nun aufgenommen habe, lautet: Übe das, was dir am wichtigsten ist. Mein Number One Goal zur Zeit: „Whats the weather like“ so studiofertig und facettenreich (reich an kleinen Details) wie Ash Soan spielen." Anhand dieses Zieles habe ich nun Übungen entwickelt. Nate Smith gibt im Kurs Hilfestellungen, wie man ein Ziel findet, wie man passende Übungen entwickelt und sich überprüfen kann, ob sich was tut.


    Mehr werde ich berichten, wenn ich mehr weiß.


    Grüße

    Noch 5 Gedanken von mir. Ich gehe ein Stück weg von dem vorher gesagten, da es schon gesagt wurde. Damit ich am Ende nicht als Schwarzseher oder Memme dastehe: Es war auch für mich ein Megaerlebnis, hab ein paar Tage abgeschieden im Odenwald gebraucht, um meine Träume davon freizubekommen.


    1. Musikmachen


    Ich hatte leider nie das Gefühl, wirklich Musik zu machen. Ich hab immer nur zu dem Studiotrack (Heimorgel plus Click) gespielt. Vom Gesamtergebnis hatte ich keinen blassen Schimmer. Ab und an hab ich deshalb mal ein InEar rausgenommen: Da war nur undifferenzierter und durch unsägliche Latenzen verzerrter Soundbrei zu hören. Beim Gig selbst hatte ich dann sogar Schwierigkeiten mein Schlagzeug zu hören. Meine Bassdrum (18er) war definitiv zu klein, um durchzukommen. Das wäre für mich der Hauptgrund nicht nochmal an Rockin1000 teilzunehmen.



    2. YouTube-Stars, Influenzer und DSDS


    Am 5. und 6. Juli waren Dieter Bohlen und seine Truppe in der Stadt, um Superstars zu casten. Ich bin mir nun sicher, dass das die eine oder andere Person in einen Gewissenskonflikt gestürzt hat. Sobald irgendwo eine Kamera aufgetaucht ist, wurde eifrig geklatscht, gesungen, getanzt, animiert, alle waren gut drauf und voll dabei. Das mag ich nicht und fühlte da auch am Wochende öfter mal Fremdscham.
    Den Schlagzeugern stellte sich sicherlich nicht die Frage, ob sie lieber zum DSDS-Casting gegangen wären, aber der ausgeprägte Drang zur, in meinen Augen übertriebenen, Selbstdarstellung war auch hier mehr als deutlich.
    Sobald sich eine Kamera näherte, wurden Stöcke gedreht, Haare geworfen, mit einer Hand gespielt, mitgesungen und gewunken. Viele hatten eigene Kameras und Kameraleute, meist die eigenen Eltern, die auch schleppen durften, mit dabei. Manchmal wurden die Kinder von den Eltern gecoacht (Papa kämmt die Haare, während Mama die Finger taped), manchmal waren die Kinder die Chefs im Unternehmen und sprangen mit ihren Eltern wie Sklaventreiber mit ihren Sklaven im alten Rom um. Manchmal beides zu gleich. Sehr amüsant für mich als Außenstehenden.
    Einige der Youtube-“Stars“ zeigten dabei nicht den geringsten Antrieb sich an den Rockin1000-Schwur zu halten, keine Note mehr zu spielen, als durch die Gurus und Charts vorgegeben wurde.
    Für mich persönlich war es besonders ätzend, wenn dann während der Show mit dem Handy oder Smartphone rumhantiert wurde, anstelle eben die Show zu spielen. Zu diesem Zeitpunkt ist man auf der Bühne, Handyvideos drehen ist für die Leute vor der Bühne.
    Das Schöne an der Sache ist, dass ich nun bei Youtube von mir selbst wunderbare Videos finde, da sowohl vor als auch hinter mir Youtuber saßen, in deren Videos ich gut im Bild bin. Muss halt damit leben, dass mir die Person im Vordergrund durch aufgedrehtes Stockdrehen die Show stiehlt ;)



    3. Spielen vor 15000 Leuten


    Ich dachte ja, dass mich der erste Applaus in eine andere Welt beamen würde. So war es aber nicht. Obwohl ich bei den Schlagzeugern in der vierten Reihe saß, bekam ich wenig Energie vom Publikum. Kein Vergleich mit einer Clubshow, bei der die Hütte brennt. Durch das Playback auf den In-Ears fühlte ich mich sicherlich noch zusätzlich isoliert.



    4. Organisation


    Es war eigentlich wie bei fast allen Gigs: Schleppen, langes Warten und schlechtes Catering. Hauptproblem: Nüchtern bleiben bis zum Gig. ;)



    5. Meta-Ebene


    Der Dreamer „Fabio Zaffagnini“ war die ganze Zeit da, hielt sich aber ziemlich im Hintergrund. Für mich waren direkte Ansprechpartner der Drumguru „Lele“ und „Wolf“ der Dirigent. Lele (Borghi) und Wolf (Kerschek) zeichneten sich für mich durch große Ruhe, kompetente und relevante Ansagen und eine positive Herangehensweise aus (Einen Bad Cop gabs übrigens auch, der war nur dafür zuständig, den Leuten zu sagen, dass sie zwischen den Liedern nicht spielen sollen...ich mochte den auch).
    Fabio hat während des Konzerts eine Rede gehalten. Es ging dabei um den ideellen Überbau von Rockin1000, dass jeder Mensch in der Band gleich wichtig ist, dass das Leben wie eine große Symphonie ist und die Menschen sich darauf besinnen sollten zusammenzuspielen. Mich haben seine Worte berührt. Ich nehme ihm das 100% ab. Ich finde es gut, wie Rockin1000 entstanden ist (der eigentliche Grund für mich da mitzumachen) und ich bin fest davon überzeugt, dass dieser ideele Überbau Rockin1000 in Frankfurt mitgetragen hat. Ich bin mir sicher, dass das Kernteam auch aktuell nicht in erster Linie von kommerziellen Gedanken vorangetrieben wird. Ich habe mich als Musiker auch ohne Gage respektiert gefühlt. Ich finde es mega, dass keine nahmhaften Musiker (2 Reihen vor mir z.B. saß Casey Cooper) hervorgehoben genannt wurden. Ich bin der Überzeugung, dass solange der ideele Überbau bestehen bleibt, Rockin1000 eine gute Sache bleibt. Ich bin mal gespannt auf den Film, der im nächsten Jahr erscheinen soll.

    Iconi hat mich angeschrieben mit Handynummer. Ich werde auch am Donnerstag bereits einchecken (also beim Veranstaltungsort). Dann fahre ich aber wieder heim, wohne nicht weit weg.


    18,12,14 (Acryl): Grüne Bassdrum, rote Floortom, gelbe Hängetom - das lässt sich gut finden.

    Hat von Euch schonmal jemand am "Practice Course" vom 80/20-Drummer teilgenommen? Mich würden Eure Erfahrungen interessieren.


    Der Kurs behandelt genau das Thema, mit dem ich mich seit bestimmt zwei Jahren auseinandersetze und bei dem mir keiner meiner beiden Schlagzeuglehrer weiterhelfen konnte: "Wie übe ich effektiv".

    Ich würde dir noch empfehlen, dass du am Ende einer Übesession einige Minuten mit dem Material, dass du geübt hast, improvisierst.
    Dass kann mit- oder ohne Musik erfolgen :)


    Liebe Grüße,
    Dustin


    Danke für den Tipp. Das ist bei Punkt 3 schon mitdrin. Wenn es sich anbietet auch bei Punkt 2. Ganz selten auch mal bei Punkt 1. Ich hab vor ein paar Monaten damit angefangen die besten Idee aus den Übesessions mit Musescore zu transkribieren, damit ich die wiederholen kann.


    Eigentlich wollte ich ja einen Buchtipp. Aber es geht hier im Thema auch viel um die Art und Weise des Übens. Das ist, neben der Auswahl des Materials, die andere große Frage, die mich zur Zeit umtreibt. Da hat mich der 80/20 Drummer gerade am Haken.