Beiträge von Surfkoala

    Ich war da! Und es war wirklich sehr, sehr gut.


    12 Übungssets standen bereit und waren alle besetzt. Claus hatte sein Set und ein Pad dabei. Am Set saß er nur kurz am Ende für die Demonstration einiger Übungen. Meist stand er am Pad, gut sichtbar für alle.
    Es gab ein nützliches Handout für alle. Claus Hessler kann unfassbar gut reden und erklären. Die 8 Stunden flogen vorbei. Es gab genug Zeit, um Fragen zu stellen.


    Meine Motivation hinzugehen, waren Claus Hesslers Konzepte für die Hände (Free Stroke, Möller...). Ich hab da jetzt erstmal keine Fragen mehr zu, aber eine Menge zum Üben.


    Empfehlung an alle, die sich tiefergehend mit Technik beschäftigen wollen. Es ging nicht um Licks und Tricks, sondern um die Basis. Tief durchdacht, annähernd wissenschaftlich und in außergewöhnlich anschaulicher Art und Weise aufbereitet und erklärt. Wenig Show-Off, dafür viel Substanz. Hätte ich das alles 15 Jahre früher gewusst, wäre ich sicherlich ein deutlich besserer Drummer als heute.

    So was nennet man dann eine Obsession.
    WIKI sagt dazu: "In der Umgangssprache wird mit "Obsession" auch eine emotional sehr starke Begeisterung für ein bestimmtes Thema, Hobby, eine Arbeit oder Aktion bezeichnet; historisch gesehen auch eine Besessenheit im negativen Sinne.[4]"




    Schwierig. Eine Obsession im medizinischen Sinne ists bei mir nicht. Hab ja keine Angst, dass irgendwas passiert, wenn ich mal nicht mit Becken schachere. Obsession im Sinne einer starken Begeisterung wars auf jeden Fall, aber eben nur eine bestimmte Zeit lang, dann hats mich, wenn ich drüber nachgedacht habe, genervt. Das Interessante war, dass ich aber nicht einfach aufgehört habe. Besessenheit ist weit entfernt, hatte viel zu wenig Einfluss auf mein Leben, einen ausgeprägten Erregungszustand konnte ich nur wahrnehmen, wenn mir ein Online-Verkäufer einen Riss verschwiegen hat und der einzige Dämon, der Einfluss auf mich hatte, heißt Marketing. Schlechte Angewohnheit triffts schon gut. Die wird man manchmal schwer los. Gab auch wirklich typische Situationen in denen ich typischerweise recherchiert habe (z.B. Sonntags nach dem Frühstück, vor dem Schlafengehen, aufm Pott ... =) ).


    Das Phänomen G.A.S. einzukreisen ist schwer, finde ich. Zu individuell und zu unterschiedlich sind die Perspektiven und Deutungsweisen. Ich hab mich letzte Probe mit zwei Mitmusikern unterhalten. Die meinten total überzeugt: "Wir haben kein G.A.S., wir wollen nur optimieren." Wenn man das so sieht, könnte ich zum Beispiel von mir sagen: "Klar hat mich das irgendwann genervt. Ist halt harte Arbeit seine Traumbecken zu finden und kostet daher auch Zeit. Ohne Fleiß kein Preis...." Surfer machen daraus einen Kult und nennen das dann "The Search" ... die lebenslange Suche nach der perfekten Welle. Identitätsstiftendes Element. Grundsätzlich habe ich G.A.S. hier im Forum als etwas fast schon liebenswertes, einen netten Spleen kennen gelernt. Immer wieder tauchte das "G.A.S." in Posts auf, ohne dass es jemand zu ernst genommen hat. Fast schon so ein kleines Erkennungszeichen zwischen Gleichgesinnten. Identitätsstiftendes Element.

    Bin gerade vom Claus Hessler Seminar zurück. War mega!!! Kann ich empfehlen.


    So beflügelt, hab ich mich "getraut" mal wieder hier rein zu schauen. Die Reaktionen auf meine Beiträge hatten mich mehr mitgenommen, als mir lieb war. Vielen Dank aber an diejenigen, die mir den Rücken gestärkt, das Thema versachlicht und mich damit ermutigt haben, hier weiter zu schreiben.


    Wenn ich auf mein persönliches G.A.S. schaue, muss ich Bergheimer zustimmen. Bei mir wurde es zu dem Zeitpunkt ätzend, als ich einen gewissen Leidensdruck verpürt habe. Geld war nicht das Problem...ich hab gebraucht gekauft und verkauft. Alles in allem ging das wohl null auf null auf. Mich hats aber irgendwann tierisch genervt, dass ich soviel Zeit vor dem PC verbracht habe, um nach Paiste-Becken zu schauen. Ich wäre ein merkbar besserer Schlagzeuger, wenn ich die Zeit der "Recherche", des Ankaufs und Verkaufs von Becken stattdessen mit Üben, Musikhören, Lesen oder Sport verbracht hätte. Und trotzdem konnte ich nicht gleich aufhören. Ich würde es nicht Sucht nennen, sondern ein Laster. Eine schlechte Angewohnheit, die man schwer los wird.


    Wie bereits beschrieben, gabs vor kurzem den Moment, dass mich meine neu erworbenen und zuvor lange gesuchten Becken direkt genervt haben. Und mir ist aufgefallen, dass ich meinen ersten Satz Paistes nicht verkauft habe und immer wieder darauf zurückkomme, wenns wirklich mal darauf ankommt (besondere Gigs, Studio). Die behalte ich! Seitdem hab ich tatsächlich nicht mehr ernsthaft geschaut, nix mehr gekauft und die "unnötigen" Paistes bei Ebay zur Auktion eingestellt.


    Um das ganze mal mit Zahlen zu belegen. Ich hab in den letzten paar Jahren bestimmt 30 Paistes gekauft und verkauft. Gottseidank gibts keine Stechuhr, die angibt, wieviel Zeit ich damit verbracht habe. Wenn meine aktuellen Ebay-Auktionen vorbei sind, besitze ich noch 2 HiHats, 2 Rides, 4 Crashes...in der Hoffnung, dass das so bleibt.

    Ach herrje, das ist ja jetzt komplett schief gelaufen.... es war wirklich nicht meine Absicht, eine reale Krankheitsgeschichte vorzutäuschen oder jemand anderem eine Sucht zu unterstellen. Dass das passiert ist, tut mir aufrichtig leid.


    Es gab zwei Ereignisse, die mich veranlasst haben, das Thema zu eröffnen. Der Wikipedia-Eintrag zum Thema G.A.S. und die Reflexion meines eigenen Kaufverhaltens.


    Beim Verfassen meines ersten Beitrags bin ich von folgender Annahme ausgegangen und ich bin offensichtlich fälschlicherweise davon ausgegangen, dass diese Annahme jeder teilt: G.A.S ist keine wirkliche Suchtkrankheit. In der Hinsicht lässt der in meinen Augen humoristische Eintrag bei Wikipedia keinen Zweifel zu. Lest mal hier. Der letzte Satz der Definition lautet: GAS is often the subject of musicians' humorous self-reflection in social media.


    "musicians' humorous self-reflection in social media"... genau das hab ich versucht...und bin total gescheitert. Mehr als eine Person haben aufgrund meines ersten Eintrags gedacht, dass es sich um einen echten Hilferuf handelt. Ich habe da über mich nichts erfunden, aber es sollte doch definitiv eine „musicians' humorous self-reflection“ sein, die dazu anregt auf das Thema einzusteigen.


    Mein zweiter Beitrag, der mit den Zitaten, war nicht geplant, sondern spontan. Als ich eben abends die Kommentare auf meinen ersten Beitrag gelesen habe, hat mich das spontan an meine alte Arbeit erinnert. Niemand den ich zitiert habe, unterstelle ich eine Suchtkrankheit. Es ging mir wieder um „musicians' humorous self-reflection“ und ein zweites Mal bin ich gescheitert.


    Bitte entschuldigt. Ernsthaft.


    P.S. Ich habe in dem Beitrag mit den Zitaten geschrieben, dass ich mich nicht „rechtfertigen“ möchte. Damit habe ich gemeint, dass ich mich nicht für meine Equipment-Käufe rechtfertigen möchte. Denn meine "Rechtfertigungen sähen ja genauso aus wie die zitierten. Auch das war sicherlich missverständlich, wenn jemand davon ausgegangen ist, dass ich tatsächlich an einer Suchtkrankheit leide.

    Ich freu mich über die rege Beteiligung. Bei einigen Äußerungen musste ich echt schmunzeln. Das liegt daran, dass ich einige Jahre als Sozialarbeiter mit den Konsumenten harter Drogen gearbeitet habe. Wir waren ja so ein bisschen darauf trainiert Suchtmechanismen und die zugehörigen Rechtfertigungsmuster zu entlarven. Lest mal folgende Sätze:


    Zitat

    Ich habe zwar viel, manchmal dachte ich zu viel, aber wenn ich sehe was andere hier angehäuft haben, dann spiele ich vergleichsweise spartanisch.


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    Bei mir ist es ja auch so, dass ich vieles angehäuft habe. Zu vieles. Ich bin aber immerhin noch in der Lage, mich von Sachen zu trennen.


    Zitat


    In über 50 Jahren auf der Bühne haben sich 50+ Becken angesammelt - jedes Jahr ein Becken ist doch ok. Im Vergleich zu Briefmarkensammlern... - wenn die jedes Jahr nur ein Briefmarke kaufen würde?!


    Zitat

    Auch bei mir ist über die Jahre natürlich ein gewisser Grundstock zusammen gekommen, allerdings ist meine Hauptmotivation nach wie vor der tatsächliche Nutzen. Gekauft wird eben (meist) nur, was tatsächlich benötigt wird oder wenigstens das Leben erleichtert.


    Zitat


    Natürlich gibt es gelegentlich auch diese "Muss-Ich-Haben"-Käufe ohne Sinn und Verstand, aber es ist doch legitim, sich einfach mal was Gutes zu tun.


    Zitat

    meist hab ich einfach gefunden, konnte mich begeistern und habs gekauft. Aber immer nach dem eisernen Grundsatz: alle Instrumente MÜSSEN durch Einnahmen durch Musik finanziert sein und zwar vorfinanziert!


    Zitat

    Klar bleibt in der heutigen Zeit oft das Gefühl, sich klarer gegen das Konsumdiktat zur Förderung des Wirtschaftswachstums zur Wehr setzen und auch beim Equipment etwas bescheidener sein zu können. Aber das betrifft im Grunde alle Lebensbereiche.


    Und jetzt vergleicht mal mit typischen Sätzen aus der Arbeit mit wirklich suchtkranken Menschen:
    "Ich nehm zwar schon viel zur Zeit, aber gegen den alten Mike ist das gar nix"
    "Klar nehm ich Heroin, aber ich hänge nicht an der Nadel. Ich ziehs nur durch die Nase."
    "Ich nehm das Zeug, könnte aber jederzeit aufhören, wenn ich wollte" (TAUSENDMAL HAB ICH DEN SATZ GEHÖRT)
    "Ich mach das jetzt schon so lange und bin immer noch voll fitt. Wenn ich mir dagegen den John anschau, der ist 20 Jahre jünger und schon total unten."
    "Ich nehms doch nur, wenn ich Party machen will."
    Ich finds einfach geil, drauf zu sein. Tut doch keinem weh."
    "Ich konsumier nur, wenn ich Kohle hab. Nie würde ich dafür anschaffen gehn."
    "Jeder hat doch irgendein Laster, bei mir sinds halt die Drogen"


    Bitte, bitte nehmt das nicht persönlich. Ich war ja echt baff, dass es einen Wikipedia-Eintrag zu G.A.S. gibt. Ich versuch das ganze nicht zu ernst zu nehmen. So war übrigens auch mein erster Post gedacht. Ein bisschen hab ich allerdings den Eindruck, dass das nicht bei jedem so angekommen ist :S . Ich werde jetzt aber den Teufel tun und mich rechtfertigen. Die Sätze würden nämlich genauso klingen wie die obigen Sätze von euch. 8)

    "Hallo, mein Name ist Surfkoala und ich habe das G.A.S."


    ...bedrückende Stille, nervöses Stühlerücken, räuspern....


    "Von der G.A.S.-Selbsthilfe-Gruppe erwarte ich mir den Erfahrungsaustausch mit aktuell betroffenen Schlagzeugern und Schlagzeugerinnen, mit ehemaligen betroffenen und mit Menschen, die resistent sind. Vielleicht können wir uns gegenseitig stärken, Betroffenen Halt und Heilung bieten und jungen Schlgazeugern und Schlagzeugerinnen ein abschreckendes Beispiel sein. Damit unser Leiden nicht umsonst ist.


    Meine Krankheitsgeschichte:
    Ich spiele seit 25 Jahren Schlagzeug. Davon 20 Jahre glücklich und zufrieden. Dann ist mir ein Crash gerissen. Das Beckensetup hatte ich zu dem Zeitpunkt bestimmt 10 Jahre nicht verändert. Ich hatte auch keinen zweiten Satz und auch nur ein Schlagzeug, eine Snare...alles nur einmal.
    Damit hab ich Schlager, Metal, Big Band, Rock und Coverkram gespielt.


    Und dann hab ich angefangen mich schlau zu machen. Eins kam zum anderen. Seitdem hab ich etwa knapp 30 verschiedene Paiste-Becken und 3 Sets zusammen gekauft und wieder verkauft"...wieder bedrückende Stille..."mehr will ich dazu erstmal nicht sagen.


    Mein G.A.S. sieht aktuell so aus
    Ich durchforste jeden Tag das Internet. Neues interessiert mich nicht. Gretsch und Paiste sind meine Leidenschaft. Doch nicht nur der Start dieser Gruppe sollen ein Zeichen setzen und der Anfang vom Ende meines G.A.S. sein.
    Am Dienstag in der Probe hat mich ein echter Ekel überkommen, nachdem ich ein ewig gesuchtes Ride gespielt habe (Sound Creation 20“ Dark Ride) in Kombi mit einem ewig gesuchten Crash (Formula 602 18“ Thin Crash) gespielt habe. Es hat mich richtig angeätzt. Ich kann es nicht erklären, aber das Gefühl des Satt-Seins war körperlich. Und es lag nicht daran, dass die Becken schlecht waren.


    Was habe ich seitdem gemacht:
    Ich habe meine automatischen Suchaufträge alle gelöscht.
    Ich habe alle überflüssigen Becken fotografiert, gewogen und online gestellt.
    Es bleibt ein Standardset (Ride, HiHar, 2x Crash) und ein Alternativset (Ride, HiHat, Crash)


    Ich weiß, jeder langjährige G.A.S.ler schmunzelt jetzt und denkt sich seine Teil....aber ich will es diesmal wirklich schaffen."

    Zitat

    Merci für die Daten.
    Taucht dat wat, der Snareständer?


    Den Snare-Ständer hab ich gar nicht, sondern den Tom-Ständer. Da gibt's tatsächlich Unterschiede. Der Tom-Ständer wäre mir zum Beispiel deutlich zu hoch, wenn ich ihn für die Snare nehmen würde. Die Beine legen weit aus. Das macht den Ständer stabil, aber als Snare-Ständer zwischen den beiden Pedalen würde das sehr eng werden. Auch der Korb ist anders konstruiert. Nach den ersten Proben finde ich das Teil gut. Macht genau das, was er soll. Ich kann die Tom jetzt besser positionieren, weil ich sie näher an die Bassdrum bekomme, sowohl seitlich, als auch von der Höhe.


    Auch die HiHat gefällt mir total gut. Steht fest, wackelt nicht. Ich merke beim Spielen keinen Unterschied im Vergleich zu meinem alten Ständer. Und das ist positiv, denn den spiele ich schon ewig. Und die Fußplatte sieht so gut aus :o


    Ich freue mich schon auf den ersten Gig mit der neuen Hardware. Das Case sollte jetzt weniger als die Hälfte wiegen. Außerdem sind die Preise für die beiden Ständer in meinen en Augen echt gut!

    Zitat

    Jahrzehnte lang war leichte Hardware gleichbedeutend mit minderer Qualität und fehlender Stabilität.


    Das war echt so. Schon in meiner Jugend musste es doppelstrebig sein. Warum eigentlich? Ich hab das nie hinterfragt. Und die Fachpresse auch nicht.


    Das war bei mir bis vor wenigen Wochen immernoch so, auch diesen Thread hatte ich komplett ignoriert. Bis ich eben den Schlagzeuger traf, der seine komplette Hardware in einer kleinen Sporttasche mit zum Gig brachte, und ich mich am selben Abend an meinem Hardware-Case verhoben habe.

    Ich hab mir nach Jahrzehnten der Schlepperei von Tama Superschwer und Pearl Extraheavy was Leichtes geleistet.
    Habs gleich auf die Küchenwaage gepackt:


    Tama HTS58F Classic Tom Ständer 1777 Gramm
    Tama HH55F Classic HiHat 2250 Gramm


    Irgendwie hab ich trotz der vernünftigen Gründe, mit der sich diese Entscheidung rechtfertigen lässt, das Gefühl einem Trend aufgesessen zu sein.




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    Zitat

    Aber wenn das gefällt evtl. auch mal ein 17er oder 18er Paiste Signature fast Crash, für leisen Jazz probieren.


    So eins hatte ich mal. Wirklich dünn und leicht. Die gehen nur vom Anschauen auf. Klingt selbst mit dünnen Sticks nicht wie in dem Dire Straits Song. Echt nicht.

    Schöner Song!
    Von Thin nach Heavy wirds immer höher und klarer. Von klein nach groß wirds immer dunkler und auch klarer. Das aber nur so ganz grob. Das Gefühl beim Spielen verändert sich.


    Ich tippe ebenfalls auf Paiste: Formula 602 Medium Ride 20" oder 22" oder 2002 Medium Ride 20" gepaart mit einem echt guten Touch. Könnte aber auch tatsächlich ein Heavy sein.
    Also ein ähnlicher Tipp wie Hochi. In meinen Ohren kein "typisches" Jazz-Ride.


    Für Bar-Musik hab ich lange Zeit ein Signature 20" Rough Ride benutzt....was zu verkaufen ist. Klingt ein bisschen "besoffener" wie das Ride in dem Dire Straits Stück. Mit leichten Sticks und Rods dennoch sehr klar und pingig.



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    Surfkoala: tut mir ja furchtbar leid, dass ich auf deine Bedenken geantwortet habe und sie für völlig haltlos halte, dir einen Tipp gebe, wie du das Problem lösen könntest, und dass du mich offensichtlich nicht richtig verstanden hast. Gut, dann halte ich halt meine Klappe.


    Hallo Flosch,


    lass uns das Kriegsbeil begraben. Es geht nur um einen Beckenständer. Das ist es nicht wert. Hab wohl auf deine Nachricht etwas überreagiert. Will wirklich nicht, dass du deine Klappe hältst.


    Grüße
    Surfkoala


    P.S. Der Hinweis mit dem 20 cm Mini-Galgen war Gold wert. Der Ständer ist für mich damit vom Tisch. Wenn ich mein kleines Ride spiele, brauche ich ein bisschen mehr.

    Lieber Flosch,


    Zitat

    Ganz ehrlich: was soll da passieren?


    ... , dass der Ständer das Ride einwandfrei hält, dass der Ständer umkippt, dass sich der Galgen nicht sicher arretieren lässt, dass sich der Kopf nicht sicher arretieren lässt, dass sich das Rohr nicht sicher arrretieren lässt, dass der Beckenständer bricht... (durch die Kombination mit einem 3Kilo-Ride). Alles Vermutungen, deshalb hab ich ja gefragt, obs schonmal jemand getestet hat.


    Zitat

    Wenn du das Dreibein falsch ausrichtest, dann fällt dir das Teil auch beim Anspielen eines Splashes um


    Das ist doch mal eine Information: Meine jetzigen Beckenständer fallen nicht um, wenn ich ein Splash anspiele. Auch nicht die ganz leichten. Egal wie ich das Dreibein ausrichte. Das spricht für mich gegen den Kauf des DW 6700UL. Hab allerdings das Gefühl, dass deine Antwort kein wirklicher Erfahrungsbericht ist....oder du benutzt Baseballschläfer anstelle von Sticks.


    Zitat

    Thema Thomann: bestellen, ausprobieren und bei nichtgefallen das Teil zurücksenden, da muss man halt mal Mensch 2.0 sein, auch wen man ggf. lieber die lokalen Händler unterstützt.


    Bevor ich Pakete hin- und herfahre, frage ich nach einem Erfahrungsbericht. Außerdem will ich kein Mensch 2.0. sein. Wer entscheidet denn, dass ich das sein muss?


    So, Klugscheiß-Modus aus. Wieso rechtfertige ich mich eigentlich für die Frage, ob jemand schonmal einen 1,3 kg leichten Galgenständer mit einem 3 Kilo Becken kombiniert hat und wie sich diese Kombination in der Praxis verhält? (Und direkt danach fragt jemand, wie sich die leichten Beckenständer bei plötzlichen Windstößen verhalten .... das schreit für mich nach einer flappsigen Antwort, wie du, lieber Flosch, sie formuliert hat).

    Wann der wo gelistet wurde, ist mir relativ egal. Für mich ist das Thema "leichte Hardware" eh neu. Was ich bis jetzt weiß: der DW 6700 hält mein 3kg Ride wahrscheinlich sicher. Jedenfalls das von Hebbe hält er. Würde den einfach nehmen, wenn es nicht den Ultralight gäbe, der noch leichter ist. Wenn den jemand hat, wäre ich über eine Erfahrungsbericht dankbar. Bin unsicher, ob da ein schweres Ride gut aufgehoben ist.

    Ich hab vor 2 Woche mit den Satelliters zusammen gespielt. Der Schlagzeuger kam mit einer kleinen Sporttasche zum Gig, die seine komplette Hardware enthielt und ich hab mich just an dem Abend an meinem Hardware-Case, was bestimmt 50 Kilo wiegt, verhoben. Alles die guten Tama Roadpro-Ständer, die mich schon viele Jahre begleiten.
    Das war jedenfalls ein Schlüsselerlebnis für mich und ich hab mich hier reingelesen.
    Ich hab mir dann 2 gerade DW Ultralight Ständer gekauft und im Proberaum und gestern live getestet. Beim Spielen merke ich keinen Unterschied zu den Roadpro-Ständern. Und optisch passt das total gut zu meinem 60er Jahre Set.


    Jetzt meine Frage. Ich würde auch gerne meinen dritten Ständer austauschen. Allerdings ist das ein Galgen, um das Ride von der Seite kommend über der Bassdrum zu platzieren. Ich muss den Galgen so ca. 20 cm seitlich auslegen lassen. Mein großes Ride wiegt 3,2 Kilo. Komme ich da mit dem Ultralight Ständer hin oder wird das zu kippelig?


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    Naja, der sucht sich seine Marke ja meist aus, gell? Aber wir schweifen ab. :)


    Ich finde schon, dass das hier reinpasst und ich glaube, dass nur ein Bruchteil der Profis sich die Marke nach Klang ausgesucht hat. Und rausgehört hätten die ihre Marke wahrscheinlich auch nicht.


    Ich persönlich hätte in jedem Fall den bestklingendsten Becken in diesem Shootout die Marke Paiste zugeordnet. Sonst würde ich ja mein Selbstkonzept in Frage stellen. Das fühlt sich nicht gut an. Und wenn ich nicht richtig gelegen hätte, hätte ich so verschiedene Rechtfertigungsmechanismen in Gang gesetzt, die was mit Mikrofonen, Raumklang, Spielweise, Stickauswahl und so zu tun gehabt hätten.
    Um den Kreis zu schließen: Da bin ich nicht anders wie ein Profi. Die wenigsten hätten ihre Beckenmarke rausgehört und im Nachhinein hätten sie ähnliche Rechtfertigungsmechanismen in Gang gesetzt. Allerdings nicht weil ihr Selbstkonzept wackelt, sondern weil sie ihrem Sponsor gerecht werden müssen...so sehe ich jedenfalls die Sache.


    Habe das gleiche schon mit Biersorten durchgemacht, Das ist immer eine Diskussion, wenn da jemand seine eigene Brauerei nicht erkennt!

    Rein nach Name zu wählen ist da seit jeher eher widersinnig. Das wäre dann wirklich ein "Anfängerfehler".


    Oder ein Fehler des Profis, der nur eine Marke spielen "darf".


    Aber recht hast du! Zumindest weiß ich, was du meinst.


    Wobei ich persönlich immer nur nach einer Marke schaue, weil es eben die Auswahl verkleinert. Kleine Auswahl macht es mir leichter und das finde ich prima. Trotz der Engsicht, hab ich nicht das Gefühl was zu verpassen, leider eher im Gegenteil. Wenn ich ein neues gebrauchtes Becken habe, spiele ich es erst alleine, dann mit Band im Proberaum, dann nehme ichs mit Band auf, höre mir das an...und dann verkaufe ich es wieder oder (sehr selten) es darf bleiben und wird live und im Studio benutzt. Oft viele Jahre lang, bis sich mein Geschmack ändert und dann beginnt die zeitraubende Suche von vorne.


    Anhand eines Settings zu entscheiden, welches Becken mir gut gefällt, kann ich nicht. Deshalb hab ichs auch gar nicht erst versucht. Weder der Memphis Drum Shop noch irgendwelche Empfehlungen oder Klangbeispiele von Drumheroes haben mir jemals geholfen. Das was mir alleine am Set gefällt, ist manchmal im Bandkontext total enttäuschend und umgekehrt.


    Ein passendes Becken zu finden ist ein Prozess, für mich jedenfalls.

    Remo bringt Felle in 6 verschiedenen Farben raus: Remo Colourtone.

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    Hab beides gerade verkauft. Für das Giant Beat hab ich 226,00 in einer eBay Auktion bekommen, war allerdings ein 20er. Musste es dann in die USA senden.
    Das 2002er hab ich über eBay Kleinanzeigen für 150 € verkauft.


    Das 20er GB wurde vom Vorbesitzer leider poliert, keine Stempel mehr zu sehen. Sonst aber 1A.
    Das 2002er hatte einen merkwürdigen, kaum zu sehenden und nicht zu spürenden Knick/Verfärbung. Sonst 1A.


    Ich dachte lange Zeit, dass die Pre-Serial GB gesuchter sind und mehr Geld bringen. Hatte es lange inseriert und keine ernsthaften Interessenten. Unpoliert und mit sichtbaren Stempeln gehen vielleicht 300, könnte ich mir vorstellen.


    Die 2002er gibt's oft. Und ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass die Black Label mehr bringen wie die roten.