Gratulation
Hier meine Bewertung:
Meine Bewertungskriterien:
Ein Schlagzeuger begleitet eine Jazzband, indem er nicht nur den Takt hält, sondern aktiv mit den Solisten interagiert, den "Swing"-Groove erzeugt und die Dynamik des Stücks mitgestaltet. Die Begleitung ist eine Mischung aus festem Grundrhythmus (Timekeeping) und spontaner Reaktion (Comping).
Besonders wichtig für mich:
Comping (Interaktion): Während der Ride-Rhythmus weiterläuft, setzt der Schlagzeuger mit Snare-Drum und Bass-Drum akzentuierte Schläge ("Comping"). Diese Schläge sind oft improvisiert, reagieren auf die Melodie oder Solisten und ergänzen bzw. betonen deren Phrasierung.
Jazz ist ein Gespräch. Der Schlagzeuger hört zu, antwortet und betont.
Kein Overplaying: Das "Comping" sollte den Solisten unterstützen und nicht übertönen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Jazz-Schlagzeuger das rhythmische Rückgrat bildet, das gleichzeitig Struktur (Time) und künstlerische Freiheit (Interaktion) bietet.
Die Teilnehmer:
O: sehr gut gespielt, Interaktion/ Unterstützung des Pianos könnte mehr sein.
Sound passt für den Jazz nicht. Gerade die Toms. Habe ich aber nicht in die Bewertung einfließen lassen.
X: weniger ist mehr, gerade für den Anfang. Einfach eine gute Stütze für die restliche Band sein! Solisten sind andere in der Band.
L: gut gespielt, Interaktion/ Unterstützung des Pianos könnte mehr sein.
Der eine oder andere Schlag könnte etwas synkopischer gespielt werden.
S: sehr gut gespielt, Interaktion/ Unterstützung des Pianos am Anfang vorhanden. Danach nicht mehr.
J: Vieles unsauber gespielt. Aber: Interaktion/ Hören auf das Piano war beim Besenspiel zu hören und auch häufig beim restlichen Stück! Sehr gut! Aufmerksamer Schlagzeuger!
H: Gut gespielt. Der eine oder andere Schlag war etwas schräg. Interaktion ist bis zu einem gewissen Grad vorhanden.
V: Am Anfang nicht die Hihat 1/4 durchlaufen lassen. Im zweiten Teil nicht die BD auf 1 und 3. Hier könnte die BD dann, wenn schon, 1/4 durchlaufen. Ansonsten gut gespielt.
B: Insgesamt etwas zuviel getrommelt, ansonsten gut gespielt. Nicht immer dem Song dienlich. Interaktion zum Ende gut vorhanden.
W: Das Schlagzeug ist zu gerade gespielt (Snare). Becken swingt schon. Viele Schläge hinken hinterher.
Y: Becken, Hihat swingt. Linke Hand etwas manchmal holprig. Interaktion / Verstärkung Piano nicht vorhanden.
P: Sehr gut gespielt. Interaktion schön vorhanden. Anfang der zweiten Hälfte etwas übertriebenes Spiel. Ansonsten sollte es so sein!
F: Anfang: Gut gespielt die durchlaufende Hihat und die Betonung mit der linken Hand! Auch sonst gut gespielt, Interaktion vorhanden, könnte aber noch mehr sein! Sehr schön!