Beiträge von JohnDrum

    Ich hatte beim letzten Mal mehreren Beiträgen 7 Pkt. gegeben, weil ich viele in dem Bereich gleichauf gesehen habe.

    Ich habe auch mehrfach die gleichen Punkte vergeben. Das ist fairer, als zwangsweise eine Reihenfolge zu bestimmen.

    Und irgendwie auch einfacher, wenn man das Gefühl hat, dass welche ähnliche Leistung (auf die eine oder andere Art) erbringen.

    Ich habe so gevotet:

    10 Punkte sind perfekt.

    Darunter abgestuft: Kleine Schwächen oder größere Schwächen.


    Bei der Jazz Challenge: Nachdem ich in den 80er und 90er Jahren sehr viel Jazz gespielt hatte: Mein Verständnis vom Jazz- Schlagzeug: Aufeinander hören und als Drummer der Rhythmusgruppe zuarbeiten. Deswegen war mir das Hören auf das Piano am wichtigsten und darauf haben manche nur bedingt gehört.


    Wenn andere aber eine Rangfolge machen und einfach von 10- 1 Punkt runterstufen, dann kommt kein vernünftiges Ergebnis zustande. Besonders, wenn beide Herangehensweisen gemischt werden.

    Eine Jury würde ich nicht machen, weil zu aufwändig.

    Ich habe keine Unterschiede festgestellt. Und ich habe in den vergangenen Jahren einige Felle verschiedener Serien verbraucht.

    Und wo ist der Link?

    Oder hast du gekauft?

    Super Preis!

    Alleine die Mikrofone!

    Eine solche Challenge ist aber problematisch, wenn jeder bei der Beurteilung bzw. beim Voten andere Ansätze hat! Der eine gibt Punkte zwischen 5 bis 10 und der andere von 1 bis 10. Hinzu kommt, dass jeder von der Musik/ Jazz was anderes versteht.

    Taten bringen wenig, wenn ein gemeinsamer Ansatz beim Voting fehlt.

    Ich weiß jetzt nicht, was bei mir nicht auf dem Raster war. Meine linke Hand hat weitgehend alle Betonungen vom Piano mitgespielt. Und wenn ich Jazz in diesem Tempo spiele, dann spiele ich nach vorne und treibe die Band bei dieser Nummer an. Laid back war ich meiner Meinung nicht. Und wenn man auf dem Punkt spielt, dann kann man häufig nicht mehr von Jazz reden.


    Insgesamt waren hier eher Solisten unterwegs, als Schlagzeuger, die sich in einer Rhythmusgruppe (Piano, Bass) integriert haben.


    Die eine oder andere Schwäche habe ich bei mir rausgehört. Das Timing hat aber gestimmt. Und die Nummer gehört eher nach vorne gespielt.

    Ich würde mir 8-9 Punkte geben.


    Hier mein Leadsheet (Tonhöhe ist uninteressant):


    Gratulation


    Hier meine Bewertung:


    Meine Bewertungskriterien:

    Ein Schlagzeuger begleitet eine Jazzband, indem er nicht nur den Takt hält, sondern aktiv mit den Solisten interagiert, den "Swing"-Groove erzeugt und die Dynamik des Stücks mitgestaltet. Die Begleitung ist eine Mischung aus festem Grundrhythmus (Timekeeping) und spontaner Reaktion (Comping).


    Besonders wichtig für mich:

    Comping (Interaktion): Während der Ride-Rhythmus weiterläuft, setzt der Schlagzeuger mit Snare-Drum und Bass-Drum akzentuierte Schläge ("Comping"). Diese Schläge sind oft improvisiert, reagieren auf die Melodie oder Solisten und ergänzen bzw. betonen deren Phrasierung.

    Jazz ist ein Gespräch. Der Schlagzeuger hört zu, antwortet und betont.

    Kein Overplaying: Das "Comping" sollte den Solisten unterstützen und nicht übertönen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Jazz-Schlagzeuger das rhythmische Rückgrat bildet, das gleichzeitig Struktur (Time) und künstlerische Freiheit (Interaktion) bietet.


    Die Teilnehmer:


    O: sehr gut gespielt, Interaktion/ Unterstützung des Pianos könnte mehr sein.

    Sound passt für den Jazz nicht. Gerade die Toms. Habe ich aber nicht in die Bewertung einfließen lassen.


    X: weniger ist mehr, gerade für den Anfang. Einfach eine gute Stütze für die restliche Band sein! Solisten sind andere in der Band.


    L: gut gespielt, Interaktion/ Unterstützung des Pianos könnte mehr sein.

    Der eine oder andere Schlag könnte etwas synkopischer gespielt werden.


    S: sehr gut gespielt, Interaktion/ Unterstützung des Pianos am Anfang vorhanden. Danach nicht mehr.


    J: Vieles unsauber gespielt. Aber: Interaktion/ Hören auf das Piano war beim Besenspiel zu hören und auch häufig beim restlichen Stück! Sehr gut! Aufmerksamer Schlagzeuger!


    H: Gut gespielt. Der eine oder andere Schlag war etwas schräg. Interaktion ist bis zu einem gewissen Grad vorhanden.


    V: Am Anfang nicht die Hihat 1/4 durchlaufen lassen. Im zweiten Teil nicht die BD auf 1 und 3. Hier könnte die BD dann, wenn schon, 1/4 durchlaufen. Ansonsten gut gespielt.


    B: Insgesamt etwas zuviel getrommelt, ansonsten gut gespielt. Nicht immer dem Song dienlich. Interaktion zum Ende gut vorhanden.


    W: Das Schlagzeug ist zu gerade gespielt (Snare). Becken swingt schon. Viele Schläge hinken hinterher.


    Y: Becken, Hihat swingt. Linke Hand etwas manchmal holprig. Interaktion / Verstärkung Piano nicht vorhanden.


    P: Sehr gut gespielt. Interaktion schön vorhanden. Anfang der zweiten Hälfte etwas übertriebenes Spiel. Ansonsten sollte es so sein!


    F: Anfang: Gut gespielt die durchlaufende Hihat und die Betonung mit der linken Hand! Auch sonst gut gespielt, Interaktion vorhanden, könnte aber noch mehr sein! Sehr schön!