Beiträge von trommla

    martinelli

    So ganz klar ist mir nicht, was du mit deinen Einwänden bezweckst. Dieser Fred wurde von nem erfahrenen Drummer/Stimmer gestartet mit dem Ziel, sich weiterzuentwickeln. Muss jetzt jedes Thema anfängerkompatibel sein?


    Oder wolltest du nur die alte Erkenntnis mal wieder unters Volk bringen, dass kein technisches Hilfsmittel die Ohren ersetzt? Wurde hier durchaus schon mehrfach und von mehreren angedeutet.


    Dass sich nicht jeder gute Drummer der Geschichte intensiv mit dem Stimmen beschäftigt hat, ist ebenfalls bekannt. Trotzdem würde ich mal behaupten, stimmen zu können ist ein weiteres nützliches und alternativloses Tool im Werkzeugkasten, wie Rudiments und Dynamik. Wenn du dich wirklich um Anfänger sorgst, dann erwecke doch bitte nicht den Anschein, als ob stimmen überbewertet würde.

    Ich würde den Lehrer darauf hinweisen, solche abfälligen Bemerkungen zu unterlassen, und mich bei der Leitung der Musikschule wegen fehlender pädagogischer Eignung über ihn beschweren. Vielleicht lässt sich damit ja eine außerordentliche Einigung erzielen, um frühzeitig aus dem Vertrag zu kommen.


    Im übrigen ist der Unterricht bis Ende der Vertragslaufzeit die von ihm geschuldete Leistung, das dürfte rechtlich unstrittig sein.


    Weitermachen kann er dann doch anscheinend auch alleine, intrinsische Motivation scheint er zu haben. Und schließlich reden wir von der Freizeitgestaltung eines Kindes, nicht über Karriereplanung für die Zukunft. Hoffe ich wenigstens ;) da ist es sch*** egal, ob der Bub besonderes Talent hat, Hauptsache ist, es macht ihm Spaß, und in dem Moment profitiert er davon.

    Das Meridian war der Nachfolger vom ProM, beides waren sehr alltagstaugliche Sets. Ob ich dafür von Berlin bis nach München fahren würde, weiß ich nicht, da kommen sicher noch mehr geeignete Angebote in der Nähe.

    Thomann hat mit Zultan ne gute, günstige und vielfältige Hausmarke am Start, da solltest du bei Bedarf sicher fündig werden. Persönlich bin ich ja ein Fan von B20-Bronze, also die traditionelle türkische Legierung. Aber auch B8 ist für ne Weile brauchbar. Zunächst wirst du mit der Koordination deiner Gliedmaßen genügend beschäftigt sein, da fallen klangliche Feinheiten noch lange nicht so ins Gewicht.

    Ich weiß, ich wiederhole mich, aber meine Vermutung ist, dass der Rest der Band im Monitor zu laut ist und deshalb die Reizschwelle beim Sänger schon gefährlich niedrig ist. Im Einzelfall mag zwar auch die Position direkt vor den Drums zusätzlich anstrengend sein, aber weder Toms noch Becken werden durchgehend bearbeitet, und ich glaube einfach nicht, dass genau das dje Pegel und Frequenzen sind, die den Sänger belasten. Wenn, dann würde ich eher Crashes für relevant halten, aber Phil Collins ist nicht unbedingt für Durchcrashen bekannt, soweit ich weiß.

    Wäre es ein dusseliger Ansatz alternativ über kleinere/ leisere Becken und Trommeln und/oder Dämpfung wie z.B. Cympads nachzudenken?

    Dazu sollte man wissen, ob die Drums im Mix auch zu laut sind. Oft stimmt der Gesamtsound, nur in der Nähe klingelts halt sensiblen Gemütern in den Ohren. Das kann, muss aber nicht am Instrument oder dem Drummer liegen. Mancher hätte gerne live Verhältnisse wie daheim beim üben, scheint mir.

    wie laut ein Schlagzeug tatsächlich ist

    Auch nicht lauter als ein komplettes Orchester. Die Wände haben insbesondere bei Orchestern eher den Zweck, übersprechen zu vermeiden und damit ne saubere Kanaltrennung zu erhalten. Aber ganz ehrlich, bei Rockbands beschweren sich FOH-Leute weitaus häufiger über die Saitenfraktion, weil die von der Bühne brüllen mit ihren Amps, als über zu laute Drummer. Gegen E-Gitarren und Bässe kommt ein unverstärkter Drummer nämlich nicht an. Er gibt anscheinend nur den besseren Sündenbock ab.


    Meiner Erfahrung nach liegt undifferenzierter Bühnensound selten an der Lautstärke des Drummers, sondern viel häufiger an der fehlenden Disziplin der Saitenfraktion. Wo sollte auch ein Drumset mit den Frequenzen eines Sängers kollidieren?

    Wahrscheinlich muss ich aber meinen Ärger runterschlucken und mich irgendwie damit arrangieren.

    Da möchte ich doch mal reingrätschen und fragen weshalb? Sind die Befindlichkeiten des Sängers wichtiger als die des Drummers? Auf einer kleinen Bühne von 6 x 3 m ist es - zumindest indoor - meist automatisch etwas mulmig auf der Bühne, da kann ich schon verstehen, wenn man nicht gerade begeistert vom Bühnensound ist. Gleichzeitig ist aber der Platz eh schon begrenzt, da muss man sich m.E. genau überlegen, womit man ihn zustellt. Andererseits teile ich deine Aversion gegen diese Aquarien vollumfänglich ;) und würde mich definitiv maximal dann an den Kosten beteiligen, wenn JEDER in der Band den gleichen Anteil zahlt. Aber im Grunde sind es ja die anderen, die sich am Drumsound stören, also sollten eigentlich sie zahlen.

    Vielleicht nach dem Motto Wer am meisten drunter leidet, zahlt am meisten, dann könnte das Begehren mit etwas Glück schnell vom Tisch sein, wenn doch alles gar nicht mehr sooooo schlimm ist.


    Manchmal habe ich den Eindruck, dass viele Musiker heute weniger Kompromisse eingehen wollen als früher, da man unter gutem Sound heute was anderes versteht und die Messlatte viel höher liegt. Früher musste man halt lernen, gut abzuliefern, auch wenn der Bühnensound mal suboptimal war, heute gibt's für fast alles ne technische Lösung.


    Um deine Frage aber noch zu beantworten, ich habe leider mit diesen runden Dingern auch keine Erfahrung.

    Clemensthedoc

    Bezüglich Session bin ich völlig deiner Meinung. Die 300 Euro sind angesichts der Becken vertretbar, aber solche Sets machen nicht mal als Anfänger Spaß, da häufig Tomhalterungen nicht halten, Beckenständer zerbröseln, die Snareabhebung verbiegt und dergleichen mehr. Lieber 200 Euro mehr investieren und mittelfristig ohne Frust trommeln.

    Aber hast du gesehen, dass das verlinkte Export Sabian SBR Becken hat? Das sind billigste Messingteller, da würde ich einen gaaanz weiten Bogen drum machen. Man bekäme (mit Glück beim Verhandeln) für 500 Öcken de facto ein Pearl Export ohne Becken, das finde ich zu teuer.


    Tivaa

    Hier gabs mal nen kurzen Erfahrungsaustausch zum Mapex VX. Vielleicht hilft es dir, das eingangs verlinkte Set besser einordnen zu können. Deckt sich im Grunde mit meiner Einschätzung, und ich halte es nach wie vor mit dem Zubehör für eine denkbare Variante.

    Na ja, das verlinkte Export ist weit weg im Ausland, m.E. noch ne Ecke älter, die Becken sind richtiger Schrott, lediglich das Renommee der Serie ist höher. Ich würde entweder warten (in dem Preisrahmen gibt es immer wieder Komplettangebote) oder das Mapex noch runterhandeln und loslegen. Manche Lehrer sind auch bereit, ihre Schüler beim Gebrauchtkauf zu beraten, bei kurzer Anfahrt vielleicht sogar mitzukommen beim Kauf.

    Hoppla, nach Stunden noch keine Antwort?


    Ich kenne weder die Mapex-Serie noch die Paiste 201, kann daher weder eine Qualitäts-, noch eine Preiseinschätzung abgeben. Anhand der Bilder würde ich das Set altersmäßig auf die Zeit schätzen, in der auch das ProM auf dem Markt war, etwa vor 15 Jahren (?). Da wird es sicher noch vertrauenswürdigere Aussagen dazu geben.

    Linde ist nicht das hochwertigste Holz bei der Schlagzeugherstellung, es handelt sich also sehr wahrscheinlich um ein Einsteigerset, welches ich zur damaligen Zeit für eine Standardkonfiguration auf max. 500 Euro Neupreis schätzen würde. Bei ordentlicher Verarbeitung der Kessel kann so ein Set aber durchaus vernünftig klingen.


    Beim verlinkten Angebot ist ein zusätzliches Hängetom dabei, und neben Becken bekommst du auch einen Satz günstiger Taschen dazu, ich würde also meinen, dass der Preis realistisch ist. Zudem sind keine Billig-Werksfelle mehr drauf, du könntest dir die Investition in neue Felle also ggf. vorerst sparen. Die Becken sind nix weltbewegendes, für jemanden ohne musikalische Vorkenntnisse aber m.E. ausreichend. Meiner Erfahrung nach sind es bei Einsteigerkisten meist die mitgelieferten Snares, die schnell an ihre Grenzen stoßen und ein ansonsten passabel klingendes Set "ausbremsen". Ob eine Anfängerin das tatsächlich hört, ist eine ganz andere Sache.


    Insgesamt kann man für 550 Euro (VB!) keine Wunder erwarten, aber ehe man sich monatelang theoretisch mit der "optimalen Ausstattung" beschäftigt und auf den Megaschnapp wartet, sollte man vielleicht lieber am Set üben. Das erste Set wird bei fortbestehendem Spielspaß sowieso nicht das letzte sein ;)


    Ich hoffe, dir wenigstens ein wenig geholfen zu haben, und wünsche dir viel Spaß bei deinem neuen Hobby :)

    DENKEN tu ich das, was Zuhörer fühlen sollen. Wenn ich vertrackt synkopierten Kram spiele, der trotzdem tanzbar bleiben soll, denke ich die geraden Viertel. Denn nur, wenn ich den gleichmäßigen Puls in mir habe, spüren den auch die Zuhörer.


    Wenn ich nur schwere Viertel spiele, aber leichte 16tel dabei denke, kommen mir automatisch z.B. 16tel-Fills in den Sinn, und schon unterstütze ich zwischen den Zeilen genau DAS 16tel-Feeling, was schon der Shaker und dann auch andere Instrumente liefern. K.A. ob man versteht, was ich meine :/


    Man könnte auch sagen, das Feeling eines Songs ist ne Ebene unter den einzelnen Instrumentalparts, sozusagen das Fundament, und egal was man spielt, man sollte dieses Feeling spüren können, sonst harmoniert der Einzelpart u.U. nicht mit dem Gesamten.

    Dabei würden mich die entstehenden Grundtöne und Intervalle sehr interessieren. So hätte man ja mit gleicher Befellung die "natürlichen" Abstände der Trommeln zueinander. :/

    Genau das ist der springende Punkt. Da ich auf meinen 3 Sets unterschiedliche Schlagfelle hab, würden wohl unterschiedliche Ergebnisse rumkommen (Amba coated vs. Emp coated vs. Renaissance Amba). Aber das Ergebnis funktioniert für mich immer ohne viel Gebastel, ohne sich mit den Mitmusikern zu beißen.

    Klar, je nach Anwendung gehe ich auch mal andere Wege, z.B. habe ich auf meinem Bop-Kit mit den Renaissance relativ hohe Spannung auf dem Schlagfell und die Resos ne Terz tiefer, weil ich das für meine Jazzmucke passender finde.

    Mein „puuuuh“ war nicht wegen anstrengend oder so, sondern ich finds irgendwie langweilig. Es erinnert mich so an stupides headbanging

    Hab mir die Nummer endlich auch mal angehört und kann überhaupt nicht nachvollziehen, was beim Drumming da langweilig sein soll??? Ok, ob die Bass Drum wirklich zwingend Viertel durchtreten MUSS, kann man diskutieren. Aber der Drummer macht so viel quasi unbemerkt "nebenbei", synkopiert 16tel und kombiniert harte Viertel mit 16tel-Feel , das muss man erst mal können. Mir fallen auf Anhieb nicht allzu viele Hobbytrommler ein, denen ich zutraue, den Song annähernd so zu trommeln.


    Insofern muss man m.E. diese Nummer in 16teln denken, während man sich großenteils auf Viertel reduziert, sonst klingt's natürlich kagge. Gegen Ende bei den Soli hört man es dann ganz gut, wie sowohl die Harp als auch die Gitarre mit ner Art Chicken Picking 16tel liefern. Könnte auch ne klassische Countrynummer sein mit nem Trainbeat auf der Snare, so wie das rollt. Nur halt Four on the Floor ;)


    Edit: Nachtrag zu orinocco 's Post unter mir. Der Song hat insofern durchaus mit Dynamik zu tun, dass man die stampfenden Viertel mit dynamisch deutlich zurückgesetzten (bis quasi unhörbaren) 16tel-Elementen unterfüttert, bis eben auch bei den Drums ein subtiles 16tel-Feeling mitschwingt.

    Soweit ich weiß, heißt es "das" Tom.

    Endlich spricht es mal jemand aus ;)


    Ich hab mir bezüglich der absoluten Tonhöhe noch nie Gedanken gemacht, da ich (mal wieder) nicht dem Mainstream folge und keinen Tune Bot nutze, sondern als Hilfsmittel primär ein Drum Dial besitze. Die Schlagfelle der Toms bringe ich damit auf etwa die gleiche Spannung (meist irgendwo zwischen 75 und 78 glaube ich), damit kommen die Toms automatisch in eine harmonische Reihenfolge und fühlen sich zudem im Rebound für mich recht stimmig an. Das Feintuning mittels "Ear Bot" lässt sich damit natürlich nicht vermeiden, aber als Ausgangspunkt funktioniert das gut.


    Wenn ein Tom zur Musik aus der Reihe tanzt, passe ich es eher über die Stimmung des Resos an den Rest an, meist ist allerdings gar nicht viel nötig. Die App Drumtune Pro habe ich zwar auch, nutze sie aber eigentlich nur als digitalen Notizblock, da ich damit besondere Stimmungen ausmessen und für später speichern kann. Beispielsweise halte ich damit die Stimmung fest, in der nach meinem Geschmack eine bestimmte Snare am besten klingt, um nach dem Fellwechsel nicht wieder suchen zu müssen.


    Interessieren würde mich mal, ob und wie stark sich die Messwerte über die Zeit bei älteren Fellen verändern, ob nun Drumtune Pro, Tune Bot oder Drum Dial. Ich brauche zwar keinen über längere Zeit stabilen identischen Drumsound wie m_tree, fänds aber interessant zu wissen. Hat von den Recording-Fachleuten damit wer Erfahungen?

    Es gibt halt nun mal Musik, die von einer härteren Herangehensweise lebt.

    Gerade am WE habe ich mir die Aufzeichnung eines Maiden-Konzerts reingezogen, und siehe da, Nicko trommelt mit Power, aber ganz entspannt. Und auch viele andere Metaldrummer trommeln kraftvoll, aber nicht extrem laut. Ich behaupte, mit der richtigen Einstellung kann man JEDEN Stil in moderater Lautstärke abliefern und trotzdem dem Genre gerecht werden. Ok, Punk mag tendenziell davon ausgenommen sein 😉


    Aber wie auch immer, gut ist, was gefällt, und Dogmen helfen selten weiter.

    Deswegen glaube ich nicht, dass man das aus diesem (oben genannten) Grund deutlich hört, sondern das liegt an den Saiten selber.

    Beides zusammen, denn den Effekt beobachtest du auch, wenn eine Gitarre länger nicht bespielt wurde und "leicht" verstimmt im Koffer liegt, oder du bespielte Saiten aus welchen Gründen auch immer runter- und wieder raufmachst. Da ist die Saitendehnung mit Sicherheit nicht mehr dran schuld. Früher habe ich, wie man es damals eben so machte, Basssaiten ausgekocht, um sie vom Schmodder zu reinigen, da konnte ich den Effekt jedesmal deutlich beobachten.

    ne reine Amateurband Coverband mit 2-3 Auftritten im Jahr.

    Wir proben regelmäßig jeden Mittwoch

    Da visualisiert sich vor meinem inneren Auge gerade noch eins meiner Kriterien. Wie ist das Verhältnis von Proben zu Auftritten?

    Ich habe keine Lust auf Bands, bei denen eine "Proben-zu-Konzert-Ratio" von :1 vorherrscht. Wäre mein 4. Punkt von Jojos 2/3-Liste.


    Ohne jetzt ein exaktes Verhältnis definieren zu wollen, sind Konzerte für mich ein entscheidender Aspekt, getreu dem Motto "so wenig Proben wie möglich, aber so viel wie nötig". Zusammen mit meiner eher etwas perfektionistischen Grundhaltung bin ich dadurch am Ende trotzdem einer von denen, die im Zweifel lieber eine Probe mehr einrichten und sich darauf natürlich gut vorbereiten. Aber jede Woche proben für 3 Auftritte im Jahr ist bei mir nicht, dafür muss ich zu viele verschiedene Bands bedienen.

    Theoretisch ist es ja beim Stimmen von Gitarrensaiten auch so, dass diese den Zug auf den Hals erhöhen und die Stimmung der anderen Saiten auch etwas beeinflusst. Und auch das Herunterdrücken der Saiten auf das Griffbrett verändert ja die Stimmung ein wenig.

    Aber hört man das?

    Praktisch hört man es im ersten Fall deutlich, das kennt jeder, der gelegentlich Gitarren oder Bässe neu besaitet. Das Feintuning der einzelnen Saiten macht man daher erst, wenn alle Saiten grob auf dem richtigen Ton sind. Im zweiten Fall habe zumindest ich das noch nicht gehört, dazu sind meine Ohren wohl zu unerfahren.


    Bei Einzelböckchen müssen wir wohl einfach zur Kenntnis nehmen, dass es Unterschiede zwischen der theoretischen Funktionsweise (gegenseitige Beeinflussung sollte nicht nennenswert stattfinden) und der praktischen Umsetzung (je nach Hersteller und Modell findet man teils deutliche Abweichungen) gibt. Insofern wollte vermutlich niemand Danny Carey 's praktische Erfahrungen mit seiner Snare in Frage stellen, man sollte halt wie so oft nur nicht verallgemeinern.