Beiträge von trommla

    Für das Sonor spricht die deutsche Qualität

    Ich gehe sogar so weit, das Gegenteil zu behaupten. Sonor ist bei gleicher Qualität oft eher etwas teurer als andere Marken, da man sich die deutsche Qualität vergangener Tage immer noch bezahlen lässt.

    Gretsch Catalina Club Jazz

    Spiele ich selbst, ist für mich größenmäßig gerade noch groß genug, um in vielen Situationen selbst unmikrofoniert zu funktionieren. Zudem ist es leicht , da Holz und auch Kesselhardware nicht gerade schwer gebaut und bei mir dennoch seit gut 10 Jahren ohne Mängel sind. Diese Mode ultrakompakter Sets konnte ich bislang nicht nachvollziehen, haben mich klanglich nie überzeugen können. Gerade (zu) kleine Bass Drums lassen doch erheblich zu wünschen übrig, ich will auch nicht ständig hören "für so ein kleines Ding echt gut", sondern ich möchte nen objektiv geilen Bass Drum Sound ohne Einschränkung. Das ist schon bei 18" schwierig, also warum noch kleiner?

    Zudem sehe ich den Nutzen nicht, wenn man wie ich doch jeden Gig mit dem Auto erledigt. Wer in der Großstadt 3 Gigs pro Woche mit den Öffis macht, der mag tatsächlich von Miniatursets profitieren, trifft aber wohl auf die wenigsten zu.

    Lohnt es sich Comping-/Unabhängigkeitsübungen abwechselnd mit Swingpattern und Viertel auf dem Ride auszuführen?

    Lohnen tut sich alles, bei dem du einen Fortschritt spürst bzw. noch nicht da bist, wo du hin willst ;)


    Ich denke, das Ist individuell recht unterschiedlich, wer womit zu kämpfen hat. Ich übe z.B gezielt die Dinge, die ich musikalisch verwenden will, aber noch nicht komfortabel spielen kann. Wenn der beschriebene Wechsel bei dir holprig ist, lohnt es sich für dich wohl schon. Das Ziel ist ja, das Swingfeeling beizubehalten, egal wie du gerade dein Spiel orchestrierst. Ich würde auch z.B. die Viertel durchspielen und nach und nach die Skipnotes einbauen, bis du beim durchgehenden Swingpattern angelangt bist. Erst alle 4 Takte ein Ding-di-Ding, dann alle 2, dann am Ende eines jeden Taktes, und schon bist du beim durchgehenden Ridepattern. Ich hoffe, man versteht, was ich meine. Das Ridepattern quasi Stück für Stück "wachsen" lassen.


    Und meiner Meinung nach solche Sachen nicht nur zum Metronom üben, sondern zum Audio eines einfachen Jazzstandards. Playalong hilft nämlich, das richtige Feeling zu entwickeln.

    Super interessante Infos. Aus ner alten Eichenschrankwand könnten so einige paar Sticks gefertigt werden, vielleicht solltest du es mal versuchen, eine Sonderedition (zum 10. Firmenjubiläum?) selbst zu bauen. Zu jedem Original Midmill-Set gibt's dann als Geschenk ein Paar Original Midmill-Sticks dazu.

    Mir zum Beispiel wären lackierte Kessel lieber als folierte, obwohl ich das rational gar nicht begründen kann.

    Ups, Bluesmaker war schneller. Zumindest braucht man sich bei der Qualität heutiger Folien keine Sorgen über klangliche Auswirkungen machen, wenn ordentlich verarbeitet.

    Auch wäre mir eine ungebohrte Bassdrum, also ohne Tomhalter, wichtig.

    Da frage ich doch mal gleich provokativ nach: warum?

    Klar kenne ich die meist genannten Antworten selbst auch, aber man sollte vor einem Kauf die SInnhaftigkeit seiner Wünsche hinterfragen, ehe man beispielsweise an einem Set vorbeischaut, nur weil es dummerweise eine Rosette obendrauf hat. Ich hab z.B. mal ne Snare bauen lassen und bildete mir Gußreifen ein, weil ich dem Marketing auf den Leib gegangen war, Gußreifen seien besser als Stahlreifen. Erst der Trommelbauer klärte mich dann über Vor- und Nachteile (ja, die gibt es bei Gußreifen!!!) auf, und im Laufe des Gesprächs fand ich heraus, dass Stahlreifen für meine Soundvorstellungen viel geeigneter sind.


    Zum Thema gebohrt vs. ungebohrt. Gegen optische Präferenzen kann man sachlich nicht argumentieren. Klanglich ist den meisten Drummern mittlerweile klar, dass sich das bei den gängigen Erwartungen an guten BD-Sound überhaupt nix schenkt. Man will Punch, dazu nimmt man vorgedämpfte Felle, ggf. sogar in Kombi mit Kissen o.ä., und somit macht etwas mehr Masse am Kessel wirklich nullkommanull aus. Ob man Toms auf der BD oder an Beckenständern aufhängt, ist Geschmackssache. Insbesondere bei unorthodoxen Tompositionen hilft einem die Tomhalterung nicht immer weiter. Andererseits stört eine Rosette funktional auch nicht bei anderen Aufbauten. Hatte jahrelang eine ungenutzte Rosette, irgendwann entdeckte ich meine wiedererstandene Liebe zur klassischen Aufbauvariante und hatte jede Option, mir eine Halterung für die Bass Drum nachzukaufen. Auf einer anderen - ungebohrten - Bassdrum musste ich extra Tomhalterung und Rosette nachrüsten, was zusätzlichen Aufwand und Kosten mit sich brachte. Heute würde ich immer die gebohrte Variante vorziehen, da ich sie für flexibler halte. Zwingt mich ja keiner, sie zu nutzen ;)


    Ich stimme die beiden Toms gern auf eine Quinte Abstand. Wäre das mit 12/14 überhaupt möglich?

    Absolut, zumindest bei ordentlichen Kesseln mit normaler Tuning Range. Ich habe teilweise klanglich nen größeren Abstand, geht sogar gut bei meinem Billig-Gretschchen Catalina Club Jazz. Und das sind wahrlich keine Luxuskessel. Insbesondere wenn du dein Floortom richtig schön tief mit Bumms stimmst, hast du obendrüber ja tonal ganz viel Platz. Wenn das FT schon jazzig - hoch gestimmt ist, kommst du mit dem Racktom natürlich schneller in den kritischen Bereich, klar.

    Wie, Robert Habeck macht auch Musik? 8)

    Coole Mucke, so hör ich Akkordeon gerne.


    Ansonsten würd ich gerne mal ein Audio vom Slingerland hören, auf die Gefahr hin, dass ich mir doch mal wieder ne Dummheit in den Kopf setze.

    Mapex gehört wie Sonor zu den Firmen, die mich designmäßig überhaupt nicht abholen, was schade, oder ein Glück ist. Denn dadurch laufe ich nicht Gefahr, mein Geld für ein geil klingendes Saturn auszugeben, was ich im Grunde gar nicht brauche. Diese erlesen hässlichen Tomhalterungen tun ihr übriges dazu, geht gar nicht, sowas.

    Du glücklicher kannst mit deinem Budget nahezu alles in Erwägung ziehen, was nicht völlig exklusiv ist, wenn du den Gebrauchtmarkt mit einschließt. In dieser Preis- und Qualitätsstufe kann sich kein Hersteller erlauben, Gurken zu produzieren, somit wirst du aus jedem in Frage kommenden Set einen hervorragenden Sound herausbekommen (sofern du stimmen kannst ;) ). Meine Herangehensweise wäre eher, nach optischen Aspekten (Finish und stimmiges Gesamtbild) zu wählen statt nach akustischen Unterschieden, die es zwar geben mag, die ich aber unter den Händen eines erfahrenen Stimmers und Spielers für vernachlässigbar gering halte, insbesondere mit der Option, durch passende Fellwahl noch so manches rauszukitzeln. Schließlich will ich mich an meinem neuen Set auch optisch lange Zeit freuen.


    Für ein Allroundset würde ich nach Allroundgrößen Ausschau halten, also typischerweise ne 20er oder 22er Bassdrum (meine Wahl wären 22 Zoll, aber hier gibt es auch viele, die 20 Zoll für die optimale Allroundgröße halten). Mein Geschmack wäre dabei eine eher geringe Tiefe von 14 bis 16 Zoll, das macht gut Dampf, ist aber vom Handling angenehmer als lange "Kanonenrohre".

    Dazu ne Tomkombination von 12/14, 12/16 oder 13/16, aber auch da gibt es "Abweichler" wie z.B. Benny Greb mit 10/16, der nun wirklich lecker klingt.


    Eine wichtige Frage wäre noch die Art der Spannreifen. Willst du eher nen knalligen, attackreichen Sound, sind Die Cast Hoops ne gute Wahl (z.B. häufig serienmäßig bei Tama und Gretsch), wenn es eher in die wuchtige, bassige Richtung gehen soll, nimm Triple Flanged Hoops. Oder teste dich durch exotischere Varianten wie S-Hoops, SIngle Flanged Hoops oder Wood Hoops. Gibt es alles auch auf Toms, ist aber vermutlich dann weniger Allround. Wenn du eher im leiseren Lager zuhause bist, können dünne Kessel von Vorteil sein, für Powerrocker darf die Wandstärke auch dicker ausfallen.


    Auf jeden Fall finde ich die Aussicht, das neue Jahr mit einer solchen Aufgabenstellung zu beginnen, beneidenswert und wünsche dir ganz viel Spaß dabei.

    Alt gegen neu finde ich immer schwierig. Nach deinen Audios liegen die Emperors für mich klanglich vorne, allerdings vermute ich, dass die EC2 unter Closemikes für manchen Drummer ihre Stärken ausspielen. Sind sicher gut kontrollierbar und liefern ein leicht zu handelnden Eingangssignal.


    Für mich, der überwiegend live und nur sporadisch im Studio spielt, isses doch eher der etwas lebendiger Klang der Emps, denen ich bei Bedarf mit etwas zusätzlicher Dämpfung zu Leibe rücken kann.

    Bin ich der einzige, dem das hier spanisch vorkommt? Ihr sucht seit nem halben Jahr nen Drummer, versprüht eine hochprofessionelle Attitude, und müsst dementsprechend sicherlich bereits gebuchte Konzerte sicherstellen sowie neue Termine verhandeln. Da sollte sich doch ein (angehender) Profi zur Verstärkung der Band auftreiben lassen. Oder aber, ihr seid doch nicht so professionell, wie ihr gerne wäret, und die Interessenten nicht so blauäugig, wir ihr von der großen Musikkarriere zu träumen.


    Erzähl doch mal, welche Diskrepanzen es bei den bisherigen Bewerbern gab. Vielleicht hilft ja ein Blick von außen, herauszufinden, weshalb sich niemand geeigneter findet.

    Hier vom großen Meister demonstriert: Steve Gadd: Things Ain't What They Used To Be - YouTube


    Das ist ganz große Kunst!

    ... aber kein Swing ;)

    Klar kann man die Nummer als Shuffle spielen, im Fall von Steve Gadd auch logisch, der ist ja nu nicht unbedingt als Swing-Spezialist bekannt. Der Tipp vom Trommelmann ist aber trotzdem gut.

    Haha, das ist mir gar nicht aufgefallen. Bei welchem Stück war das?

    Blue Monk beim Einstieg der Trompete, also Wiederholung des Themas.

    trommla hast du mal ein Beispiel bei dem Softlys A-Teil als Latin gespielt wird

    Ich glaube, das war tatsächlich unsere eigene Interpretation, auf die irgendwer spontan kam. Wechsel zwischen straighten und swingenden Parts kommen aber bei verschiedenen Standards vor z.B. Night in Tunisia oder Caravan.

    Hab mir dieses Jahr nen Schlagschrauber zum Reifenwechsel gegönnt, dieses mühsame Radmutter runter- und wieder raufschrauben ging mir schon lange auf den Sack. Ist ja auch was für die Musik, schließlich reden wir von meinem XXXL Rollencase, mit dem ich mein Equipment zum Gig transportiere.

    Wie, 4 Stunden alt, und es hat sich noch niemand zu Wort gemeldet???

    Dann will ich mal der erste sein, der dir ein paar Kommentare da lässt.


    Schöne gediegene Auswahl an Nummern, die sich gut eignen, um so ein Grundgefühl für traditionelles Jazzdrumming zu entwickeln. Nicht zu schnell, nicht zu kompliziert, schöne eingängige Melodien. Komisch, bei Softly war ich erst mal irritiert, weil wir das im A Teil immer als Latin gespielt hatten, und ich hatte gar nicht mehr auf dem Schirm, dass man das auch anders machen kann :D


    Gut, nun zu deinem Drumming. Fnde ich für jemanden, der quasi noch nie vorher Jazz gespielt hat, gar nicht schlecht. Mir sind die Becken etwas zu dominant, was aber auch an der Mikrofonposition liegen kann. Insgesamt konzentrierst du dich (noch) auffällig auf's Timekeeping und wenig aufs Comping, was anfangs gar nicht schlecht ist. Die Time könnte für mein Gefühl etwas leichtfüßiger daherkommen, wie man das im Jazz halt so gewohnt ist. Nicht alle Schläge gleich laut, sondern dieses typische Tanzen des Sticks auf den Becken, dazu die getretene 2 und 4. Das Ridepattern (ebenso Hihat) hört sich aktuell noch sehr konzentriert an, Ziel sollte es aber sein, es total beiläufig klingen zu lassen, auch durch sehr zurückgenommene Lautstärke. Dazu dann o.g. Comping, bei dem vor allem die linke Hand Melodieführung bzw. Phrasierung des Solisten auf der Snare (Toms, Hihat, whatever) unterstützt. Das ist natürlich ein Prozess, in dem man als Drummer einerseits seine Bandkollegen musikalisch einschätzen lernt, andererseits auch ein Standardvokabular entwickelt, was zu den allermeisten Solisten passt. Dadurch bekommt der Zuhörer den Eindruck, man sei total aufeinander eingespielt, weil gewisse Noten gemeinsam akzentuiert werden, obwohl man vielleicht zum ersten Mal gemeinsam spielt. Wichtig: immer auf den Solisten hören und an den wichtigen Stellen rhythmisch bei ihm sein.


    Insgesamt würde ich mal sagen, es klingt genau so, wie es bei den meisten Drummern geklungen hat, als sie anfingen, Jazz zu spielen. Dranbleiben, das wird! :thumbup:

    Gibt tolle Tutorials im Netz z.B.

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    Ist ne ganze Serie, hochinteressant.

    Oh, hatte ich noch nie gesehen, dass T. die Dinger gelistet hat. Hab aber vorhin gelesen, dass DS inzwischen doch versucht, global aufzutreten. Würde ja passen.

    Für mich fiele DS augenscheinlich sofort raus, da offensichtlich nur ungebohrte Bass Drums angeboten werden. Und es bliebe die Suche nach dem Alleinstellungsmerkmal. Auf jeden Fall gibt's nette Finishes, mit der Lackspritze können se umgehen.

    Die 10,5 mm sind eigentlich Standard bei Floortom-Beinen. Hab mir bei meinem Catalina und beim Sonor solche Teile nachgerüstet, ging zwar beim Sonor etwas streng drauf, hat aber funktioniert. Optisch gibt's eh keine ansprechenderen Lösungen zum Nachrüsten, aber da unten sieht's keiner.


    Sind das überhaupt originale Gretsch- Brackets? Das Catalina Jazz hatte zu der Zeit beispielsweise die Brackets mit der rautenförmigen Grundplatte. Wäre überraschend, wenn man innerhalb der Catalina-Reihe zur gleichen Zeit unterschiedliche Kesselhardware verbaut hätte. Wir sind ja hier nicht bei Sonor ;)