Beiträge von trommla

    Erfahrungen hab ich damit keine, aber die Firma ist schon ne ganze Weile auf dem Markt. Erstmalig bin ich glaube ich Mitte der 2000er drauf aufmerksam geworden.

    Bei mir hat sich der Eindruck sehr ordentlicher Drums festgesetzt, die es im Wesentlichen aber nicht über Italiens Grenzen hinaus geschafft haben. Ob das so gewollt ist oder man nicht konkurrenzfähig ist, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Das Problem solcher Sets ist halt immer, man kann sie kaum weiterverkaufen, wenn man sich mal verändern will. Und dann sollte man schon überlegen, ob die Dinger einen Mehrwert gegenüber gängigen Herstellern bieten, der das rechtfertigt.

    Gibt es denn einen deutschen Vertrieb, über den zumindest die Ersatzteilversorgung sichergestellt ist?

    Aber vielleicht wurden diese Teile im Laufe der Jahre auch geändert

    Davon ist wohl auszugehen. Es gab bei den Catalinas ja diverse Facelifts mit Änderung des Hardware-Designs, bei denen auch funktionale Defizite korrigiert worden sein können. Hast du Fotos deiner Brackets? Dann könnte ich mal vergleichen. Am besten solche, wo man auch Details der Klemmung sieht (oder wenigstens ahnt 😉)

    Wenn du eh eine direkte Klemmung bevorzugst, führt m.E. kaum ein Weg dran vorbei, die Brackets zu tauschen. Theoretisch könnte man zwar ggf ein Gewinde ins Loch schneiden und dann passende Gewindeschrauben einsetzen. Aber für 13 Euro/Stück bekommst du komplette Brackets von Gibraltar neu, da lohnt m.E. der Aufwand einer Individuallösung nicht. Zumal die Beschlagteile der Catalinas eher "Leichtbauweise" sind und du gar nicht weißt, ob sie den Bearbeitungsversuchen mit dem Gewindeschneider standhalten.

    Physiotherapeuten und Ärzte können da sicher genauer Auskunft geben. Kann bei Gelegenheit ja mal einen fragen ...

    Gute Ärzte werden das ebenso evidenzbasiert beurteilen. Da es vermutlich hierzu keine Studien gibt (Drummer gibt es schlicht viel zu wenige, als dass man über Aufwand und Kosten für Studien nachdenken würde), wirst du auch dort nur eine halbwegs belastbare Antwort erhalten, wenn schon mal Schlagzeuger von ihnen wegen durch Drumming ausgelösten Beschwerden behandelt wurden.

    Aber klar, fragen kostet nix, wenn es dir sooo wichtig vorkommt.

    Davon abgesehen denke ich allerdings schon, dass OH grundsätzlich eine natürlichere und auch gesündere Körperhaltung am Schlagzeug erlaubt. Zumindest beim Spielen auf der Hi-Hat.

    Genau das meine ich mit meiner Kritik. Wo ist die Evidenz für diese Behauptung? Hat jemals irgendein Fachmann diese Aussage überprüft?


    Mich strengt OH deutlich mehr an, obwohl ich meine linke Hand versuche zu trainieren. Ich empfinde die Haltung meines linken Armes auf der Hihat als spürbar unkomfortabler. Also kann ich behaupten, für MICH ist OH unnatürliche und ungesünder (was immer das praktisch bedeutet) als Überkreuz. Jeder Versuch der Verallgemeinerung ist Spekulatius. Damit bin ich jetzt aber auch raus aus dem allgemeinen Rumphantasieren.

    Bei mir alles wie die letzten Jahre. Erst ein paar Dinge auf dem Schirm gehabt (Gitarre, Snare, ein hübsches Becken), die ich mir selbst schenken könnte. Am Ende aber doch festgestellt, dass das Geld besser bei meinen Kindern aufgehoben ist, weil ich eh alles hab, was ich brauche. Und das schönste Geschenk für mich sind die strahlenden Gesichter meiner Töchter.

    Außerdem eine ordentliche Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts.

    Ich seh grad vor meinem geistigen Auge, wie du den Rentierschlitten an der Ampel neben dir stehn lässt :D

    Aber du hattest ja grooven für dich zuerst definiert mit

    Haha, ich merke gerade, dass selbst diese Definition gar nicht so eindeutig ist. Wobei Gadd dem schon gerecht wird, Greb aber definitiv nicht, da bin ich bei dir. Muss wohl selbst erst mal rausfinden, warum ich Gadd und Greb geil find, Philips und Hessler hingegen stocklangweilig. Wobei, nö, Hessler find ich hochinteressant, wenn es z.B. um die Hintergründe des Basler Drummings geht. Aber sein Bandzeuch geht mir am Allerwertesten vorbei.

    Bei deiner Haltung zum Thema lese ich schon irgendwie eine Voreingenommenheit und Hang zum Verteidigen der eigenen Spielweise und (durchaus nachvollziehbaren) Überzeugung heraus. Die m.E. gar nicht notwendig sind.

    Dann liest du falsch ;)

    Ne, ich finde tatsächlich, dass jeder so machen sollte, wie er/sie es für angemessen hält. Ich lasse mir nur ungern erzählen, dass OH "viel ergonomischer" sei. Das stimmt nämlich für mich schlicht und einfach nicht. Ich spiele durchaus ab und an mal OH, um die Kopplung von Abläufen etwas aufzubrechen. Aber MIR bringt es für MEINE Spielweise und MEINE Musik nullkommanull Vorteile, es regelhaft zu praktizieren. Und ich finde es unfair vor allem gegenüber Anfängern, ihnen ständig erzählen zu wollen, was für sie besser ist. Eher trifft das umgekehrte zu, die OH-Player, da in der deutlichen Minderheit, scheinen andauernd betonen zu müssen, weshalb ihr Weg der überlegene ist. Was natürlich völlig normales Verhalten für Menschen ist, die sich abseits der Norm bewegen, da man nicht die schweigende Akzeptanz der Mehrheit hinter sich weiß.

    Den sehr subjektiven Eindruck von "Groove" an einer Technik ausmachen zu wollen, naja. :thumbdown:

    Hab ich nicht getan ;)

    Groove hat mit OH nicht viel zu tun, nur haben mich halt die Protagonisten dieser Mode und deren Genres nie sonderlich beeindruckt, daher habe ich intuitiv wenig Verlangen gehabt, sie imitieren zu wollen. Meine Vorbilder spiel(t)en alle über Kreuz. Nenn's meinetwegen altmodisch, mag durchaus sein.


    Mich nerven einfach diese Versuche, das eine oder andere mit rationalen Scheinargumenten begründen zu wollen, deshalb provoziere ich ein bisschen. Eigentlich kann man nämlich die Frage eines Anfängers, was sinnvoller sei, ganz einfach beantworten: "Probier aus, womit du dich wohler fühlst". Mehr braucht man nicht sagen, und mehr gibt's auch im Grunde nicht zu sagen. Wurde hier ja auch schon festgestellt.

    Benny Greb groovt wie Hund, "obwohl" er sehr oft bzw. in deinem Sinn ununterbrochedn frickelt und ganz viel ghostet. Oder Gadd

    So unterschiedlich kann man Dinge wahrnehmen. Sowohl Greb als auch und besonders Gadd empfinde ich im Gegensatz zu den übrigen als Drummer, die ihre Technik nicht zum Selbstzweck einsetzen.


    Von Gadd gab es in den 80ern in D&P oder Fachblatt mal ein Zitat, dass er zwar vermutlich Dinge spielt, die nicht jeder kann, aber er immer versucht, sie einfach klingen zu lassen, damit jeder das Gefühl hat, sein Spiel verstehen zu können. Also ziemlich das Gegenteil dieser Schneller-Höher-Weiter-Angeberei. Das war damals im Grunde wie heute einer meiner größten Einflüsse, weshalb mich Schlagzeugartisten und Bpm-Fetischisten einfach nur anöden.

    Aber fragen wir erst mal andersrum: Wer groovt denn auffällig für dich (damit man weiß, wovon du sprichst)?

    KÖNNEN tun die drei genannten es mit Sicherheit, wenn sie müssen. Nach meiner Definition ist ein Groovedrummer halt das Gegenteil vom Frickeldrummer. Jemand, der den Groove ohne Schnörkel und Eskapaden auch mal minutenlang durchzimmert, ohne dass ihm und dem Zuhörer fad wird. Ob du jetzt die alten Motowndrummer wie Zigaboo nimmst oder Frank Beard mit seinen grandiosen Texas Shuffles, ist gar nicht so wichtig. Auch Chad Smith, der in Montreal auf dem Drum Festival einfach mal kommentarlos 5 Minuten ohne Wenn und Aber stoisch nen Groove nagelt, während andere wild solieren.

    weil das, was und vor allem wie man es auf der Snare macht imho in der Regel für den Groove etwas wichtiger ist, als was man auf der HH macht. Nur so ein Gedanke ...

    Seh ich komplett anders. Was nen Groove ausmacht, ist der gleichmäßige Flow, der ohne Holpern läuft und läuft und läuft. Die Leitplanke für den Groove ist m.E. die unbeirrbare Führhand, während die andere Hand je nach gewünschtem Ausdruck unterstütz (Backbeat) oder kontrastiert (Synkopen). Beides verzeiht gleichermaßen minimale Irritationen der Time eher, als wenn die Führhand zu stolpern beginnt. Wobei man die Führhand nicht von der Bassdrum loslösen sollte, denn von unten kommt ganz wesentlich der Puls.

    Wie machen Kinder es? Die sind immer ein guter Indikator, was wirklich natürlich ist. Wenn ein Kind zum ersten Mal an einem Schlagzeug sitzt - wohin schlägt es intuitiv mit welcher Hand?

    Bin mir nicht sicher, ob man das so pauschal postulieren kann. Nicht immer ist das, was intuitiv geschieht, auch am effektivsten. Dazu fällt mir immer ein Freund ein, der lange Zeit aktiver Kendoka war, ich glaube zweiter oder dritter Dan. Er hat mir mal erklärt, dass die meisten Anfänger intuitiv ihr Schwert mit der starken Hand greifen und mit der schwächeren führen wollen. Der Kendoka lernt aber, es genau umgekehrt zu tun, da die "starke" Hand vor allem feinmotorisch überlegen ist (Zielgenauigkeit), wohingegen die schwache Hand durchaus die erforderliche Kraft für den Schlag aufbringen kann (Impuls).

    Übertragen aufs Drumming muss m.E. die Führhand dynamisch viel facettenreicher agieren als die "sekundäre" Hand auf der Snare, die im Grunde mit zwei Dynamikstufen innerhalb eines Beats gut bedient ist. Laut für alle Akzente, leise für dazwischen liegende Ghostnotes. Natürlich bedarf es etwas Übung, die Ghosts auch wirklich leise, fast unhörbar, zu spielen. Und selbstverständlich sollte man den jeweiligen Groove in unterschiedlichen Dynamikabstufungen spielen können. Vielen Freizeitdrummern fällt es schwer, auch leise zu grooven, weil sie genau das nie wirklich geübt haben.

    Vielleicht gibt es so etwas ähnliches auch in der Geschichte des Schlagzeugspielens. Dass sich Ideen, Überzeugungen, wissenschaftliche Aspekte und irgendwelche Zwänge von außen eingemischt haben und eine gewisse Natürlichkeit nicht genug beachtet wurde.

    Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, wie ich deine Aussage in Bezug zum Tennis stellen soll. Meinst du damit, OH sei das natürliche, physiologische Bewegungsmuster, welches in früheren Jahrzehnten übergangen worden ist? Bei matched vs traditional könnte ich dem folgen, bei OH eher nicht. Bezüglich OH fiele meine Interpretation genau umgekehrt aus, dass nämlich OH im Bestreben, noch "schneller - höher - weiter" zu trommeln, auf aufgepfropften Scheinargumenten basiert und deshalb (oder dennoch?) bei der Mehrzahl der Drummer bestenfalls als Option für ausgefallene Orchestrierungen angesehen wird.


    Zumal für meinen Geschmack keiner der hochgelobten OH-Protagonisten auffällig grooved, ob nun Philips, Hessler oder Cobham. Letzterer noch am ehesten, aber der ist auch gebürtiger Linkshänder. Vielleicht bin ich aber auch zu einfach gestrickt für solche Perspektiven. Ich will einfach, gerne in ganz simplen Taktarten und ohne Theoretisieren, dass Zuhörer und vor allem Mitmusiker zu meinem Drumming in Tanz- oder zumindest Wipplaune verfallen. Ich steh aber auch auf Lieder mit eingängiger Melodieführung, die man sofort mitsummen kann ;)

    Unterhalten sich zwei Drummer:

    "Du, wie ist denn die Subdominante von F?"

    "Idiot, F ist die Subdominante!!!"


    Sorry, musste sein bei dem Threadtitel.


    Spielst du denn ein Harmonieinstrument oder steht dir eins zur Verfügung? Finde es enorm schwer, sich nur theoretisch damit zu befassen, wenn man es an keinem Instrument umsetzen kann, wie ja Der Dührssen auch schon sagt. Ob nun Keyboard oder z.B. Gitarre, finde ich nicht so wichtig, halt das, womit du dich vielleicht schon ein wenig auskennst. Selbst auf ner Quetschkommode kann man mehr als Polka und Tango spielen.

    bzw. sie grundsätzlich verpackt zu transportieren.

    Versteh eh nicht, dass man immer wieder Drummer sieht, die ihr Set ohne Verpackung zum Gig schleppen. So sehen die dann auch meist aus, und dann leuchtet es sogar ein, weshalb manche Kolleg*innen ihre guten Sets nicht für live hernehmen.


    Übrigens solls vor Weihnachten wärmer werden, also am besten nach einem Blick in die Wettervorhersage zügig bestellen, dann liegt die Protean vielleicht sogar noch ohne Eiszapfen unterm Christbaum ;)

    Konsequent ist natürlich, alles fest mit dem Untergrund verbinden (u.a. bei Chad Smith gesehen) oder mit viel Tape festzukleben (u.a. bei Randy Cooke gesehen).

    Das sind auch alles Leute, die ihre Sets nicht selbst aufbauen müssen. Für den Feld-, Wald- und Wiesendrummer eher nicht zu empfehlen, wenn du gelegentlich auf kleineren Festivals schnell auf- und wieder abbauen musst.


    Tatsächlich bin ich grad ehrlich froh, kein Metaller zu sein. Dieser völlig unnötige Riesenaufbau, den man da braucht. Schlepperei und Auf/Abbau gehören nicht zu meinen Lieblingsdisziplinen, da üb ich lieber Paradiddles ;)


    Im übrigen wundere ich mich, wie ein Snareständer wandern soll. Der ist doch zentral auf dem Teppich zwischen Bd, FuMa und Hihat ziemlich eingesperrt. Also wenigstens bei mir. Und dann wirkt die Kraft auch noch von oben.

    Ich bin da auch eher zurückhaltend. Selbst wenn die Sticks nicht sofort brechen, habe ich wenig bis nichts davon, wenn die Tips nach zwei Songs weichgeklöppelt sind. In Jugendjahren hatte ich mal ne Maple-Phase, und mir gefiel das Spielgefühl damals wirklich nicht schlecht. Aber die Haltbarkeit stand schon deutlich hinter den Pendants aus Hickory zurück.

    Wird wahrscheinlich nur nicht alle vor Ort haben.

    Warum muss es unbedingt Tama sein?

    Ersetze "wahrscheinlich" durch "sicher", das dürfte stimmen ;)

    Ich bin da sehr bei m_tree, Marke spielt keine große Rolle, geh in nen Laden und kauf, was dir gefällt. Für die meisten Drummer und Situationen muss ein Snarestand nicht viel können außer stabil zu halten. Ich wüßte nicht, weshalb man knappe 200 Euro dafür ausgeben sollte, wenn U100 auch taugt.


    Btw hab mir dieses Jahr einen Millenium-Ständer als Fünftausstattung geholt und bin selbst da sehr positiv überrascht. Wenn Geld ein Thema ist, tuts sowas genauso. Vielleicht nicht für die nächsten 100 Jahre wie frühere Sonor, aber 20 Jahre sind auch ok.