Beiträge von trommla

    Bin zwar kein E-Drummer, aber ich verdächtige bei solchen Problemen auch typischerweise meine Fußtechnik. Während sich meine Hände ständig irgendwo rhythmisch betätigen, mal mit Sticks, mal ohne, auf Trommeln, Pads, Sofakissen und Pizzakartons, haben meine Füße diesen Dauerbetriebsmodus nicht und sind technisch lang nicht so flexibel. Da merke ich bei jeder neuen FuMa, Bassdrum oder sogar Stimmung ne Irritation, die ich spieltechnisch in den Griff bekommen muss. Mal geht das nebenbei, manchmal muss ich richtig lange Trockenübungen machen, um an den Punkt zu kommen, mich wieder wohlzufühlen.


    Meines Erachtens ist vieles von dem, was ich als "falsches" Spielgefühl empfinde, eher eine Folge mangelnder oder zu laxer Übung. D.h. das "gute" Spielgefühl bedeutet eigentlich, dass sich meine technischen Unzulänglichkeiten auf meine Konfiguration eingestellt haben. Sobald es eine (oft nur kleine) Abweichung gibt, läuft mein Fuß nicht mehr geschmeidig, und ich suche die Ursache wie die meisten bei den Werkzeugen statt bei mir. Technisch bedingtes falsches Spielgefühl entsteht bei meiner Spielweise primär durch extrem hart gespannte Feder und lässt sich glücklicherweise ohne Aufwand korrigieren.


    Mai-Carsten hat imho einen guten Punkt genannt, der jedem Drummer zumindest eine zusätzliche Option gibt.

    Insbesondere bei Aufnahmen kann es mal sein, dass das Teppichrascheln zum Problem wird.

    War bei der "korrekten" Teppichansprache mit eingeschlossen. ;)

    Wenn unschönes Mitrascheln der Saiten auftritt, würde ich schon auch untenrum mal korrigieren.

    Dann hilft eine Stimmung mit hoch gestimmtem Schlagfell und tiefer gestimmtem Reso (flache Zone), die aber auch gut ist, wenn es trocken knallen soll.

    Das muss ich mal testen, hab ich noch nie gemacht. Frage dazu: wie negativ wirkt sich das auf Teppichansprache und Dynamik aus? Wenn es wirklich nur "knallen" muss, klingt der Ansatz gut, aber was, wenn auch noch Ghost Notes vorkommen? Bleiben die dann schön filigran?

    Die Kapelle hat sich zwischenzeitlich aufgelöst.

    Für mich der Hauptgrund, mir kein Bandlogo auf die Bass Drum zu machen, wenn's nicht aus der Bandkasse bezahlt wird. Ein schönes Motiv hätt aber was.

    Bin überrascht, dass die Preise anscheinend doch sehr unterschiedlich ausfallen zwischen den Anbietern. Da hätte ich erwartet, dass der deutlich teurere schnell weg wäre.

    Für Piccolos gilt grundsätzlich die gleiche Herangehensweise wie für jede andere Snare und wurde schon dutzendfach, sogar in den letzen Tagen, hier diskutiert. Mal wieder an dich der Tipp, erst mal die Suche zu bemühen, YT-Videos zu studieren, und dann selbst zu probieren. Ich sprech' mal nur für mich, diese Verweigerung, sich selbst zu bemühen und stattdessen ungefiltert irgendwelche Foren zu fragen, finde ich ganz schön arm. Lust, trotzdem drauf zu antworten, habe ich da auch keine mehr.

    Aber pssst, ganz im Vertrauen, ich bin mir fast sicher, dass manch anderer hier es recht ähnlich empfindet.

    Wenn es um härtere Spielweise geht - wo sie ja eh zu Hause sind

    Das sag mal diversen Jazzern oder Bernard Purdie.


    Über Beckenverschleiß hatten wir ja schon die eine oder andere Diskussion, wenn ich mich gaaaanz dunkel an früher erinnere, insofern nehme ich dich da besser nicht als Maßstab. :D

    Aber ich bin ja immer noch China-frei, sollte zum Verschleiß eigentlich deshalb komplett den Mund halten.

    DAS ist ein Drumsolo. Zwar geringfügig länger als 32 Takte, trotzdem gut. Weil's Musik ist, nicht nur Angeberei.

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    Ich finde aber doch, dass man seinen Stil zu spielen finden kann, auch wenn man "nur" in die Bücher schaut.

    Ohne das Ziel zu benennen bzw die Messlatte zu definieren, kann ich dir im Moment weder zustimmen noch widersprechen.

    Für deine Anwendung stimmt das sicher, um ne Band davon zu überzeugen oder gar bei nem Topact gebucht zu werden, hätte ich meine Zweifel.

    Um sich wirklich den verschiedenen Genres anzunähren ist es bestimmt nicht verkehrt, wenn man da ein Leitfaden hat.

    Das allerwichtigste ist, es mit Leuten, die den Stil drauf haben, gemeinsam zu spielen. Trockenübungen helfen m.E. nur bedingt. Zumindest habe ich keinen Stil durch irgendwelche Kompendien gelernt, bin dafür aber vielleicht auch nicht akademisch genug veranlagt.

    Mehr Bauch machen vor allem 5 Bier am Tag. Wenn diese Begriffe nur alle eindeutig wären :D


    Früher habe ich das Reso immer angeknallt wie ein Ochse, inzwischen lass ich das. Mir scheint, ohne über die Expertise von nils zu verfügen, dass viel wichtiger ist, in welchem Verhältnis die beiden Felle zueinander sind. Wie bei Toms eben auch, nur dass die Snare noch sauber ansprechen sollte.

    Am Snarereso stimme ich persönlich aber nicht rum, wenn ich nen anderen Sound suche. Wenn die Ansprache passt, dann Finger weg!!!

    Alles gut ;)

    Warum fällt mir grad Friedemann Schulz von Thun ein?


    Vielleicht schließe ich auch zu sehr von mir auf andere, aber ich bräuchte kein kollektives Feedback, um zu wissen, wo meine spielerischen Schwächen liegen, die ich gerne noch eliminieren möchte. Ebenso kenne ich die "Schwächen", für deren Beseitigung ich Stand heute keine große Mühe mehr aufwenden werde. Double Bass Drumming wäre so ein Thema.

    Daher analysiere ich hier vorgestellte Videos nicht kleinteilig nach untighten Doubles oder zu spät gesetzter Bassdrumschläge, denn der/die Betreffende weiß das meistens selbst recht genau, so meine Erfahrung. Wenn nicht, handelt es sich häufig um eher wenig selbstreflektierte Zeitgenossen, die interessiert das dann aber auch nicht.


    Wichtiger finde ich, Dinge zu nennen, die einem selbst vielleicht nicht sofort ins Auge fallen, bzw. Tipps, die man im Laufe eines Drummerlebens lernt, nachdem man schon etliche Jahre in Bands hinter sich hat. Oder Aspekte, an denen man sich selbst lange die Zähne ausgebissen hat, bis dann mal ein Schlüsselmoment kam, an dem alles anders wurde ;)

    Unsaubere Doubles oder Paradiddles gehören definitiv für mich nicht dazu, denn wenn ich keine Vermeidungsstrategie fahre, merke ich bei jeder Übesession (mit Metronom!) selbst genau, dass sie noch nicht perfekt sind.


    Um aber noch mal auf Dr. R_o_c_k einzugehen, finde ich deine Handtechnik etwas auffällig. Die Hände sehen nicht aus, als ob du daran arbeitest, die Bewegungsmuster rechts und links einigermaßen identlisch zu halten. Die rechte Hand wirkt auf mich fast schon etwas steif im Handgelenk, die linke dafür übertrieben "dynamisch". Da geht das Handgelenk vor dem Schlag nach oben, als wenn du ne Marionette wärst und jemand am Faden zieht. Kann man machen, ist aber ziemlich unergonomisch in meinen Augen. Wie viel deine Finger noch zum Schlag beitragen, kann ich nicht exakt sehen, es scheint aber keinen kontinuierlichen Übergang zu geben, denn bei Ghost Notes fehlt dir die Kontrolle, was dafür spricht, dass die Finger der linken Hand bei dir eher eine untergeordnete Rolle spielen, um es vorsichtig zu formulieren.


    Drum Bee ist das ein Feedback mehr nach deinem Sinn? ;)

    Ich bin aber nicht sein Lehrer, sondern beurteile exakt das Ergebnis, welches er öffentlich präsentiert. Wäre ich sein Lehrer, würde ich versuchen, ihm genau aufzuzeigen, mit welchen Übungen er die Dinge erlernen kann, die er momentan noch nicht sauber kann. Dann bekäme ich aber Geld dafür ;)


    Im übrigen ist das keine ganz neue Weisheit, dass einen guten Drummer nicht auszeichnet, was er kann, sondern dass er genau weiß, was er nicht kann. Denn nur dann hört sich das Ergebnis solide und bestenfalls professionell an.


    Ihm dann zu sagen, dass man nur das zeigen sollte, was man nach eigener Überzeugung fast tadellos spielen kann, find ich irgendwie doof.

    Jetzt hab ich mir sogar extra meinen gesamten Beitrag noch mal angesehen und mich gefragt, ob du begriffen hast, was ich da schreibe. Manchmal fällt es mir nicht ganz leicht, bei solchen Rückmeldungen nicht unfreundlich zu reagieren :wacko:

    Das kann jede!!! Snare, auch deine Mapex (ohne sie zu kennen), wahrscheinlich sogar ne Piccolo mit 3" Tiefe.

    Was nicht jeder Drummer kann, ist mit der richtigen Aufnahmetechnik das richtige draus zu machen.

    Das ist nämlich bei Inflames - natürlich - ne hochbearbeitete Studioaufnahme, live im Raum wird keine Snare so klingen.


    Allerdings würde ich das Fell eher nicht zu locker spannen, sondern eher mittel bis hoch, und dann z.B. nen Snare Donut obendrauf legen, den man sich auch aus nem alten Fell schneiden kann, statt (zu)viel Geld dafür auszugeben, nur dass ein Logo draufprangt. Die Snare hat auf der genannte Aufnahme durchaus ordentlich Attack, den du mit lockerer Stimmung nicht bekommst. Der Donut macht dann den Sound insgesamt schon tiefer, ohne aber den Knack zu verlieren.

    Die Welt braucht keine neuen Snares. Felle und Stimmen machen den Unterscheid.

    Emotional bin ich da komplett bei dir. Aber es ist nun mal die Musikalienindustrie. Wenn die Industrie nur noch auf den Markt bringt, was wirklich gebraucht wird, gibt es bald keine Schlagzeughersteller mehr, und wir schauen alle in die Röhre. In anderen Lebensbereichen wären die Auswirkungen noch dramatischer.


    Allerdings glaube ich, man hätte auch ohne Tamtam einfach ein paar Metallsnares in bestehende Serien integrieren können, das hätte zumindest (bei mir) absolute Zustimmung statt Stirnrunzeln hervorgerufen, denn Metallsnares gehören einfach seit Jahrzehnten dazu.


    Dass Sonor mal eine Serie Metallsnares inkl. Aluminium und "Black Beauty" startet, war doch längst (!) überfällig.
    Wer erwartet denn da bitte, dass hier das Rad neu erfunden wird ?!

    Absolute Zustimmung. Mir ist nur die Präsentation ne Nummer zu dick aufgetragen für Trommeln, die wirklich NICHTS haben, was nicht viele andere Hersteller ebenso (oder besser bzw. günstiger?) liefern. Wenn's wenigstens schee warn.