Beiträge von trommla

    Vor allem was Präzision und Timing angeht wäre ich über Rat ganz froh!

    Warum? Wenn's Timing passt, gibt's Lob, wenn nicht, kennst du die Antwort. Das ist das böse Wort mit Ü, was man nicht aussprechen und noch viel weniger tun darf :D


    Aber etwas konkreter gesprochen, hier nun mein Feedback. Wie immer gefällt mir die Auswahl deiner Stücke gut, weil nicht irgendwelche Chops im Vordergrund stehen, sondern der solide Groove. Allerdings steckt auch ein wahrer Kern in meinem Eingangsstatement. Du bist technisch noch nicht dort, wo man sein müsste, um die Nummer zu spielen. Bzw. könnte man die Nummer schon spielen, den Groove hast du ja. Nur führen dich nicht wenige Fills und auch die Ghostnote-Triplets auf der Snare an deine spielerischen Grenzen, wo es noch gut klingt. Also mit "gut" meine ich wirklich gut im Sinne professioneller Wirkung, also schon mit Anspruch. Nicht nur ganz ok für nen Freizeitdrummer. Da ist so manches einfach "hingeschludert", und das beste dran ist eigentlich, dass es dich wenigstens meist nicht aus dem Groove bröselt.


    Wenn dir die Zeit zum Üben fehlt, was in den besten Familien vorkommt, besteht die Kunst darin, nur Dinge zu spielen, die wirklich sicher klappen, und alles andere wegzulassen. Ich bin zwar kein Videodrummer, sondern spiele nur Live und im Studio, aber meine Devise ist immer, sobald es öffentlich wird, muss das Ergebnis alle außer mir überzeugen (mich schon auch, aber ich finde halt immer Punkte, die noch zu verbessern wären). Wenn das bedeutet, Dinge zu vereinfachen, dann ist das halt so und wird damit begründet, dass es mein individueller Stil ist. Dass ich etwas nicht kann, geht niemand was an ;)


    Ach ja, richte mal den Scheinwerfer neu ein. Dein Gesicht ist attraktiver als ein käsiger Arm.

    ich hab jetzt nach 5 jahren auch noch kein china, obwohl ich immer wieder überlege. aber irgendwie gehts mir doch ned so ganz ab und zweitens hab ich noch keines gefunden, das auch verfügbar/leistbar ist, das mir wirklich gefällt.

    Haha, ich nach 40 Jahren auch nicht, obwohl ich lose schaue. Ich weiß nur, bei mir wird's kein Paiste :D

    Ich könnte mich einfach selbst zitieren, weiß aber nicht mehr, in welchem Fred zu welchem Instrument ich das schon mal geschrieben hatte.

    Bei der Masse an Beckenherstellern und -modellen macht es überhaupt keinen Sinn, nach Empfehlungen zu fragen, selbst wenn hier gerade ne Tendenz zum Paiste 2002 20" zu bestehen scheint. Selbst wenn ALLE es mögen würden, sagt das nämlich nichts über DEINEN Geschmack aus. Ich mag z.B. die 2002 Becken nicht besonders und würde auch kein China dieser Serie in Erwägung ziehen, wenn die ganze Welt es empfiehlt. Es sei denn, es gäbe gar keine andere Auswahl, aber dann müsste man auch nicht fragen ;)

    De facto kommt aber summa summarum fast immer mehr als eine Empfehlung, die trotzdem nur ein winziges Spektrum der Marktbreite abdeckt.


    Gehe in den Laden testen (ok, könnt schwer werden, weil dort selten viele Chinas hängen), oder vergleiche verschiedene Videos, ohne dabei auf bestimmte Marken oder Urheber zu achten, damit du erst mal eine Idee bekommst, welcher Sound dir in etwa vorschwebt. Ein 16" China ist nämlich was komplett anderes als ein 20", und ein Wuhan kannst du nicht mit nem Sabian oder Paiste vergleichen. Wenn sich herauskristallisiert hat, was du brauchst, dann schränke die Auswahl ein und höre dir deine Favoriten ruhig auch auf verschiedenen Quellen an. Mir haben z.B. irgendwelche YT-Schnipsel von Privatanbietern oft mehr geholfen als High Gloss - Produktvideos, um Becken einzuschätzen.


    Dann, und wirklich erst dann, ist es sinnvoll, ein Forum zu befragen. Das könnte folgendermaßen lauten:

    "Hey Leute, ich möchte mir ein China zulegen und habe anhand von Internetvideos das China XY gefunden, welches mir gut gefällt. Hat jemand Erfahrungen damit? Oder kennt jemand noch Alternativen mit ähnlicher Charakteristik, die ich bisher übersehen habe? Danke für eure Hilfe."


    Sonst hast du schlimmstenfalls exakt so viele Vorschläge, wie es Antworten gab, und bist kein Stück weiter als vorher. Nach deinem bisherigen Beckensetup zu urteilen, hast du noch nicht viel Erfahrung am Drumset, sonst wären die Messingbleche wohl schon längst verschwunden. Daher lautet meine Empfehlung sowieso, schenk dir das China vorerst und investiere in gute Hihat und Ridebecken, das bringt dein Spiel weiter nach vorne als ein zusätzlicher Soundeffekt. Dann lernst du nämlich, wie variabel ein GUTES Becken klingen und spielerisch einbezogen werden kann. Ein billiges China bringt dir EINEN neuen Sound, gute Hihat- und Ridebecken Dutzende.

    Danke für den Link zu einem wirklich spannenden Thema. Leider musste ich mittendrin abschalten, als Vincent mit dem Gendern angefangen hat. Man darf gerne Schlagzeuger*innen schreiben, wenn einem das ein Bedürfnis ist, aber beim gesprochenen Wort ist dieser "Schluckauf" einfach ein Verbrechen an unserer Sprache. Da wird mich schlecht. So, nu isses raus, und ich muss mich wohl jetzt wo anders zu dem Thema informieren...

    Muhaha, zumindest der Text auf der Sonor-Page ist wirklich Spitzenklasse. Geschwurbel at its best:


    Unsere neuen Snare Drums der Kompressor Serie verwandeln Luft in reine Klangenergie, die dir vom ersten Schlag an den Atem raubt. Die sensible Resonanz, der kraftvolle und charakteristische SONOR Sound und die große Auswahl an Materialien und Größen machen diese Snares zu einem echten Arbeitstier, das sich für eine Vielzahl von Musikstilen eignet.

    Dank des verwendeten Optimum Shell Measurements (OSM) können die Trommelfelle durch den leicht reduzierten Kesseldurchmesser freier schwingen. Für maximale Stimmstabilität auch unter extremen Bedingungen sind diese Snares zusätzlich mit TuneSafe Spannböckchen ausgestattet.

    Ach was, passt doch, du must nur noch die Rock-Adaption dazu arrangieren, so mit Stromgitarren und Verzerrer ;)


    Ich will da gar nicht groß drauf eingehen, was du draus machst, ist sauber gespielt, aber kein bisschen jazziges Feeling. Technisch hast du's drauf, aber es ist ALLES zu laut und mit Marius' gar nicht geheimer Superpower getrommelt.


    Es stimmt schon, man merkt das insbesondere bei der Snare. Wenn die Snare nen Backbeat spielen darf/muss, steht das explizit in den Noten, alles andere sind dynamisch Ghost Notes unterschiedlicher Dynamikstufen, die nur zum Compen der Melodieführung mal akzentuiert werden, aber nicht nach vorgegebenen Pattern. Vielleicht solltest du mal genauer die Bewegungsabläufe von Jazzern beobachten, da siehst du, wie die Sticks federleicht auf den Fellen tanzen, statt zu "schlagen". Auf dem Ride verhält es sich im Grunde ähnlich, nur fällt es nicht so ins Gewicht, weil das Swingpattern üblicherweise eh führt und im Vordergrund steht.


    Schau mal hier dem Meister auf die Finger, wie sanft und entspannt er zu Werke geht:

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    A-Drums klingen in echt nicht so wie man es von Produktionen kennt, die auf Mehrfachmikrofonierung setzen und bei der Nachbearbeitung auf Hochglanz poliert werden

    Na ja, wenn ein Set ungestimmt ausgeliefert wird, klingt das nicht nur im Vergleich kagge, das kann übelst frustrieren, wenn man keinen Plan hat, wie es besser geht. Ich hatte lange Zeit Frust, weil ich mein Set nie ordentlich zum Klingen gebracht hab, ohne ne Gaffa- und Temposchlacht zu veranstalten. Völlig planlos eben.


    Weshalb ich nicht komplett das Handtuch geworfen habe, liegt wahrscheinlich daran, dass die Messlatte damals viel niedriger lag und sich ja keiner im Internet informieren konnte. Hauptsache man hatte ein eigenes Set mit ein paar Becken dran, die Details gingen eh im allg. Getöse unter.

    Es ging ja hier darum, das ein Anfänger meint ein edrum wäre eine gleichwertige Alternative zu einem Schlagzeug wenn man sich nicht

    die Möglichkeit schaffen will ein ebensolches zu spielen.


    Weniger Dynamik, geringe Auflösung und dadurch einfacher zu spielen sehe ich nicht als Mehrwert für einen Anfänger.


    Es kommt ja nicht nur auf die zeitliche Abfolge der Schläge an, sondern auch auf Anschlagwinkel und Schlagposition wenn jeder Schlag gleich klingen soll.

    Mit diesen Einwänden hast du sicherlich komplett recht. Ich würde auch niemand empfehlen, sich auf nem E-Drum auf die Aufnahmeprüfung am Konservatorium vorzubereiten ;)


    Die Zielsetzungen sind aber individuell völlig unterschiedlich, und nicht jeder, der Spaß am Schlagzeug hat, sieht das Instrument überhaupt gleichwertig zu Klavier, Geige und Co., in die man als Lernender richtig Zeit und Mühe investieren muss. Für viele geht es beim Trommeln um das schnelle Erfolgserlebnis, ohne große Vorkenntnisse spielerische Erfolge hören zu können. Jeder Rhythmus, den man auswendig neu lernt, ist schon ein Meilenstein, Rudiments, Independence und der ganze Kram hingegen ganz weit weg.


    Schlagzeug gehört m.E. zu den Instrumenten, die nicht nur Laien, sondern auch studierte Musiker lange Zeit komplett unterschätzt haben, es gelegentlich vielleicht immer noch tun. Um einen Großteil populärer Musik begleiten zu können, braucht's ja auch wirklich nicht viel, zumindest nach der Anzahl der Noten zu urteilen. Die üblichen Schlagzeugerwitze habe ja schon nen wahren Kern.


    Wir setzen glaube ich zu oft voraus, dass jeder, der sich für Drums begeistert, deshalb auch Ambitionen hat, richtig gut zu werden. Vielen ist das aber völlig wumpe, sie wollen einfach Fun am Set. Ich wüsste nicht, weshalb das nicht auch am E-Set möglich sein sollte!? Wenn sich mit der Zeit die Erkenntnis einstellt, dass man doch mehr Zeit (und Geld) investieren sollte, um wirklich seriös trommeln zu lernen, wird man eh sein Equipment hinterfragen. Das erleben wir aber doch beinahe alle irgendwann, dass sich die Frage stellt, wie es in der Beziehung zu unserem Instrument weitergeht, ob wir nun akustisch oder elektronisch begonnen haben.


    Und deshalb ist die Behauptung, dass E-Drums und E-Auto die Allheilmittel wären, hier wie da hinterfragenswert.

    Wer hat das behauptet? ;)

    Auf diesen Punkt wird doch in JEDEM vergleichbaren Fred von fast JEDEM hingewiesen. Ich glaube, auch in diesem Handlungsstrang kam der Hinweis mindestens einmal.

    Es ging ja hier darum, das ein Anfänger meint ein edrum wäre eine gleichwertige Alternative zu einem Schlagzeug wenn man sich nicht

    die Möglichkeit schaffen will ein ebensolches zu spielen.


    Weniger Dynamik, geringe Auflösung und dadurch einfacher zu spielen sehe ich nicht als Mehrwert für einen Anfänger.


    Es kommt ja nicht nur auf die zeitliche Abfolge der Schläge an, sondern auch auf Anschlagwinkel und Schlagposition wenn jeder Schlag gleich klingen soll.

    Mit diesen Einwänden hast du sicherlich komplett recht. Ich würde auch niemand empfehlen, sich auf nem E-Drum auf die Aufnahmeprüfung am Konservatorium vorzubereiten ;)


    Die Zielsetzungen sind aber individuell völlig unterschiedlich, und nicht jeder, der Spaß am Schlagzeug hat, sieht das Instrument überhaupt gleichwertig zu Klavier, Geige und Co., in die man als Lernender richtig Zeit und Mühe investieren muss. Für viele geht es beim Trommeln um das schnelle Erfolgserlebnis, ohne große Vorkenntnisse spielerische Erfolge hören zu können. Jeder Rhythmus, den man auswendig neu lernt, ist schon ein Meilenstein, Rudiments, Independence und der ganze Kram hingegen ganz weit weg.


    Schlagzeug gehört m.E. zu den Instrumenten, die nicht nur Laien, sondern auch studierte Musiker lange Zeit komplett unterschätzt haben, es gelegentlich vielleicht immer noch tun. Um einen Großteil populärer Musik begleiten zu können, braucht's ja auch wirklich nicht viel, zumindest nach der Anzahl der Noten zu urteilen. Die üblichen Schlagzeugerwitze habe ja schon nen wahren Kern.


    Wir setzen glaube ich zu oft voraus, dass jeder, der sich für Drums begeistert, deshalb auch Ambitionen hat, richtig gut zu werden. Vielen ist das aber völlig wumpe, sie wollen einfach Fun am Set. Ich wüsste nicht, weshalb das nicht auch am E-Set möglich sein sollte!? Wenn sich mit der Zeit die Erkenntnis einstellt, dass man doch mehr Zeit (und Geld) investieren sollte, um wirklich seriös trommeln zu lernen, wird man eh sein Equipment hinterfragen. Das erleben wir aber doch beinahe alle irgendwann, dass sich die Frage stellt, wie es in der Beziehung zu unserem Instrument weitergeht, ob wir nun akustisch oder elektronisch begonnen haben.


    Und deshalb ist die Behauptung, dass E-Drums und E-Auto die Allheilmittel wären, hier wie da hinterfragenswert.

    Wer hat das behauptet? ;)

    Auf diesen Punkt wird doch in JEDEM vergleichbaren Fred von fast JEDEM hingewiesen. Ich glaube, auch in diesem Handlungsstrang kam der Hinweis mindestens einmal.

    Im Gegensatz zu einem Schlagzeug sind die Möglichkeiten zur Klanggestaltung reduziert auf den Impuls und bei einigen Geräten noch auf einige wenige "Positionen"

    Hätte nicht gedacht, dass ich mal E-Drums verteidige. :D


    Du solltest vielleicht mal weniger darauf schauen, was die Dinger nicht können, sondern was sie eben vielleicht auch mehr oder besser können als Akustiksets. Wüsste jetzt nicht, wie ich mal eben aus meinem Floortom den Sound einer Konzertpauke oder Kirchenglocke rausholen sollte, ohne selbige mitschleppen zu müssen. Und bis ich einen halbwegs guten Sound in meine Trommeln reingestimmt und dann auch noch in guter Qualität auf Band, Verzeihung Laufwerk, aufgenommen kriege, vergehen nicht selten viele Jahre und ebenso viel Geld. Ehrlich gesagt, deine Aussagen klingen stellenweise schon arg geringschätzig, und das finde ich nicht angebracht.


    Aber Schwamm drüber, Glaubensdiskussionen sind an anderer Stelle schon mehr als genug geführt worden.

    Im Gegensatz zu einem Schlagzeug sind die Möglichkeiten zur Klanggestaltung reduziert auf den Impuls und bei einigen Geräten noch auf einige wenige "Positionen"

    Hätte nicht gedacht, dass ich mal E-Drums verteidige. :D


    Du solltest vielleicht mal weniger darauf schauen, was die Dinger nicht können, sondern was sie eben vielleicht auch mehr oder besser können als Akustiksets. Wüsste jetzt nicht, wie ich mal eben aus meinem Floortom den Sound einer Konzertpauke oder Kirchenglocke rausholen sollte, ohne selbige mitschleppen zu müssen. Und bis ich einen halbwegs guten Sound in meine Trommeln reingestimmt und dann auch noch in guter Qualität auf Band, Verzeihung Laufwerk, aufgenommen kriege, vergehen nicht selten viele Jahre und ebenso viel Geld. Ehrlich gesagt, deine Aussagen klingen stellenweise schon arg geringschätzig, und das finde ich nicht angebracht.


    Aber Schwamm drüber, Glaubensdiskussionen sind an anderer Stelle schon mehr als genug geführt worden.

    Zwar kein Meeegaschnapp, aber wer auf der Suche nach nem Rundum-Sorglos-Starterkit ist und ne ausreichend schwarze Seele hat, findet hier m.E. ein gutes Paket zum günstigen Preis (gemessen am aktuellen VK). Becken ok, Felle gewechselt gegen Markenfelle in augenscheinlich noch gutem Zustand, solider Sitz, gute Pedale, was will man mehr. Der Jungmetaller mit schmalem Budget braucht vielleicht noch nen Doppelhuf.


    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/pearl-decade-maple-komplett-set-inkl-meinl-dark-custom-serie/2404554831-74-6476

    rein TECHNISCH hat beeble wohl recht, dass ein edrum einem keyboard näher ist als einem schlagzeug.

    Sorry, das ist doch Unsinn. Ein Keyboard ist einem Klavier etwa so ähnlich, wie ein E-Set einem akustischen Drumset, wenn man schon eine Analogie bemühen möchte. Beide, sowohl E-Drum als auch K-Board, dienen UNTER ANDEREM dazu, das akustische Pendant zu emulieren, was je nach Modell, Preis und Geschmack mal mehr, mal weniger gut gelöst ist. Beides sind aber im Idealfall auch eigenständige Instrumente, was beim Keyboard ja nun schon lange unstrittig ist. Auch beim Keyboard gibt es manche, die felsenfest den Standpunkt vertreten, man müsse zunächst Klavier gelernt haben, ehe man mit Keyboard beginnt, weil man ansonsten keinen guten Anschlag entwickeln könnte. Und trotzdem gibt es viele Keyboard-Eleven, die genau das NICHT tun ;)


    Weshalb ist aber nun das "Iiiih-Drum" auch nach 4 Jahrzehnten noch nicht genauso selbstverständlich auf Bühnen wie in Studios zu finden wie Keyboards? Genau weiß ich es nicht, könnte mir aber vorstellen, dass die technische Herausforderung um ein vielfaches höher ist, die Anschläge ins Elektronische zu "übersetzen", da die Klangerzeugung in mehreren Dimensionen stattfindet und jede Veränderung der Anschlagsposition sofort hörbare Auswirkungen auf den Sound hat. Zudem ist ein Schlagzeug ja nicht EIN Instrument, sondern eine Gruppe verschiedener Instrumente, deren Klänge im Set auch zusammenwirken und -resonieren.

    D.h. ein wirklich glaubwürdiges Set zu bauen, scheint nach wie vor eine gewisse Herausforderung zu sein, während Keyboards ziemlich ausgereift sind und vor allem noch durch Konnektivität punkten.


    Und dann sind eben auch die Aufgaben, für die man eine rein elektronische Klangerzeugung beim E--Set nutzen könnte, schon lange durch Keyboards abgedeckt, dafür braucht man wirklich kein E-Drum. Wenn ich als Drummer mal wirklich Samples abfeuern muss, gibt's dafür Sampling Pads für deutlich unter 1000 Euro, die ich mir ans Set baue.

    rein TECHNISCH hat beeble wohl recht, dass ein edrum einem keyboard näher ist als einem schlagzeug.

    Sorry, das ist doch Unsinn. Ein Keyboard ist einem Klavier etwa so ähnlich, wie ein E-Set einem akustischen Drumset, wenn man schon eine Analogie bemühen möchte. Beide, sowohl E-Drum als auch K-Board, dienen UNTER ANDEREM dazu, das akustische Pendant zu emulieren, was je nach Modell, Preis und Geschmack mal mehr, mal weniger gut gelöst ist. Beides sind aber im Idealfall auch eigenständige Instrumente, was beim Keyboard ja nun schon lange unstrittig ist. Auch beim Keyboard gibt es manche, die felsenfest den Standpunkt vertreten, man müsse zunächst Klavier gelernt haben, ehe man mit Keyboard beginnt, weil man ansonsten keinen guten Anschlag entwickeln könnte. Und trotzdem gibt es viele Keyboard-Eleven, die genau das NICHT tun ;)


    Weshalb ist aber nun das "Iiiih-Drum" auch nach 4 Jahrzehnten noch nicht genauso selbstverständlich auf Bühnen wie in Studios zu finden wie Keyboards? Genau weiß ich es nicht, könnte mir aber vorstellen, dass die technische Herausforderung um ein vielfaches höher ist, die Anschläge ins Elektronische zu "übersetzen", da die Klangerzeugung in mehreren Dimensionen stattfindet und jede Veränderung der Anschlagsposition sofort hörbare Auswirkungen auf den Sound hat. Zudem ist ein Schlagzeug ja nicht EIN Instrument, sondern eine Gruppe verschiedener Instrumente, deren Klänge im Set auch zusammenwirken und -resonieren.

    D.h. ein wirklich glaubwürdiges Set zu bauen, scheint nach wie vor eine gewisse Herausforderung zu sein, während Keyboards ziemlich ausgereift sind und vor allem noch durch Konnektivität punkten.


    Und dann sind eben auch die Aufgaben, für die man eine rein elektronische Klangerzeugung beim E--Set nutzen könnte, schon lange durch Keyboards abgedeckt, dafür braucht man wirklich kein E-Drum. Wenn ich als Drummer mal wirklich Samples abfeuern muss, gibt's dafür Sampling Pads für deutlich unter 1000 Euro, die ich mir ans Set baue.

    Jungs und Mädels, worüber wird hier gestritten? Jede*r hat seine/ihre Erfahrungen und Vorlieben, die Gründe sind in vielen Fällen nicht rational, sondern emotional, wo's mich eben gefühlsmäßig mehr hinzieht. Wer wie dany eindeutig bei A-Drums zuhause ist, für den wird "Iiiihdrum" immer ne Krücke bleiben. Ok, vielleicht nicht, wenn man Tausende von Euro in ein wirklich gutes E-Set (plus Software-Drumming) stecken mag. Wessen Herz aber für A-Sets schlägt, der kauft sich für das Geld lieber noch ein paar schöne Becken oder Snares, und ein Kurztrip ins E-Land kann am Billigset egal welches Herstellers nur enttäuscht enden. Wer aber wie Drum Bee (und sicher nicht wenige angehende Drummer*innen) von den Herausforderungen eines A-Sets abgetörnt ist und lieber sofort mit gutem Sound "einfach nur lostrommeln" will, kann vielleicht auch am günstigen (Marken)E-Drum mehr auf seine/ihre Kosten kommen, als wir "Schlaginstrumentenakustiker" uns das vorstellen können (wollen?).


    Ich find's legitim, wie Dany die akustischen Alternativen zur Lärmvermeidung zu nennen. Aber immer darauf rumreiten, dass ein E-Set mit einem A-Set nicht viel zu tun hat, ist doch wirklich albern, oder? Die meisten von uns haben mal klein angefangen, ob E oder A. Die Grundausstattung war bei uns allen i.d.R. zunächst qualitativ eher überschaubar, das Major Upgrade kam erst nach einiger Zeit, nachdem die Entscheidung gefallen war, dabei zu bleiben. Der Weg ist bei E- und A-Drummern oft vergleichbar. Das schöne - und gar nicht verwerfliche - dran ist doch, man kann bei beiden Instrumenten jederzeit auf die jeweils andere Variante umschwenken, wenn sich Geschmack, Wohnsituation, Einkommen etc. ändern, auch wenn sich die Bedienung tendenziell etwas unterscheidet.


    Der m.E. wichtigste Rat wurde schon gegeben, nämlich Millenium und Co. wegen des Wiederverkaufswerts zu vermeiden und stattdessen lieber auf Markenprodukte zu setzen, ob nun neu oder gebraucht. Gerade, wenn man erst mal schauen will, ob man dabei bleibt. Der Rest ist Glaube/Ideologie und sollte außen vor bleiben.


    Ergänzung: ich bin ja altmodischer Akustiktrommler und habe nicht mal ne Ahnung, wie man ein E-Set verkabelt, könnte vermutlich maximal draufhauen und Presetsounds abrufen. Aber wäre ich passionierter Tanzmusiker, der häufig in Festzelten Covermucke spielt, wäre ich schon längst auf ein hochwertiges E-Set umgestiegen, einfach weil's viel weniger Schlepperei ist, die ganzen flachen Teller in ne einzige Tasche zu packen. Dazu eine Tasche für's Gestänge, und fertig ist die Laube.