Beiträge von trommla

    Aber ich nehme an, dass die Geschwindigkeit von alleine kommt.

    Von alleine eher nicht, aber durch jahrelanges Üben schon ;)


    Edith: der Fred zeigt wieder mal sehr eindrücklich, weshalb es nicht viel bringt, solche Fragen zu stellen. Hier diskutieren dann nämlich munter Leute aller Erfahrungsstufen miteinander, manche (leider immer weniger) wirklich erfahrene und versierte Drummer, viele (selbst noch kaum den schlagzeugerischen Kinderschuhen entwachsen), von denen man zumindest annehmen muss, dass sie selbst noch am Anfang ihres Weges ins gelobte Doublestroke - Land stehen. Und der unerfahrene Fragesteller mittendrin nimmt erst mal jeden Hinweis für bare Münze, weil er's nicht einzuordnen weiß. Der Vorteil eines guten Schlagzeuglehrers ist nicht, dass er weiß, welche Technik "Die Richtige" ist, sondern dass er den Weg dahin mit allen Höhen und Tiefen selbst schon durchschritten hat.

    flowison vergiss mal für nen Moment alle Tutorials und schau einfach mal verschiedenen Topdrummern auf die Hände, wie sie wirbeln. Du wirst merken, dass ihre Handhaltung bei double Strokes ganz unterschiedlich ist, sie also anscheinend unterschiedliche Techniken verwenden. Gut klingen tut's bei allen, weil sie man ne Zeit lang sechs bis acht Stunden täglich an Set und Pad geübt haben. Ob nun Moeller, Push-Pull oder Gladstone, sch*** egal.


    Meine Devise beim Üben ist sehen - hören - fühlen

    - Sehen: wie sehen meine Bewegungsabläufe beispielsweise im Spiegel aus (dabei kann man durchaus den Vergleich zu Videos bekannter Drummer heranziehen)

    - Hören: Klar, hier kommt die Präzision der Schläge zum Click

    - Fühlen: wie fühlt sich meine Muskulatur bei den Schlägen an. Den Fachbegriff Propriozeption kennst du als Physio vermutlich. (=erst wenn ich eine Tempostufe so hinbekomme, dass sich meine Muskulatur dabei immer noch locker anfühlt, gehe ich den nächsten Schritt).


    Bei entsprechender Disziplin entwickelt sich das nach wenigen Jahren zu guter Schlagtechnik, kombiniert mit dem nötigen Tempo. (~ 200 bpm bei Doubles). Wenn man ein Übefaultier ist wie ich früher, kanns auch mal länger dauern ;)


    Falls übrigens der erste Abschnitt meines Beitrages auf manche wieder mal unfreundlich oder hochnäsig wirken sollte, möchte ich mich prophylaktisch dafür entschuldigen, is sicher nicht so gemeint, aber es bringt in meinen Augen selten was, wenn der Blinde dem Tauben die Welt erklären möchte. Dann lieber mal klare Ansagen wie von Seelanne.


    Ups, schon wieder so viel geschrieben, wollte ich gar nicht...

    Ich spiele beispielsweise mit den gleichen dünnen Sabian HH (dark und washy) alles von Jazz über Pop bis Classic Rock und klassischem Hardrock. Bisher hat keiner gemeckert. Mag jeweils sein, dass ich mir für spezielle Stile auch speziellere Bleche aussuchen könnte, aber ich bin nun mal in vielen Stilen unterwegs. Da mag ich meine Allrounder.

    Jetzt musste ich doch glatt mal kontrollieren, was bei mir voreingestellt ist. Und siehe da, ohne 1. Bei mir auch sinnvoll, denn in meinen derzeitigen Programmen kommen aktuell neben 4/4 noch so vor: 2/4, 3/4, 6/8, 5/4, 7/8 und 11/8. Und von Zeit zu Zeit schleicht sich auch in geraden Songs mal unauffällig ein halber Takt oder ne extra Viertel ein.


    Zum Üben im stillen - dann lauten - Kämmerlein übe ich gerne zum "Offset-Click", der um ne Achtel oder Sechzehntel verschoben ist. Mit ner betonten 1 wird das bei mir nix.

    Beton ist nicht der beste Baustoff für gute Raumakustik. Hatte selbst einen 22 qm Keller mit Betonwänden, der ziemlich dröhnte und aufdringlich klang. Teppich auf dem Boden ist schon mal nicht ganz verkehrt, aber Noppenschaumstoff wird dir nicht allzu viel helfen. Noppenschaum bekämpft nur hochfrequente Schallanteile und zerstreut z.B. übermäßigen Hall. Gegen Dröhnen brauchst du Breitbandabsorber, die auch tiefe Frequenzen im Zaum halten. Wenn die Bässe zu intensiv sind, gibt es noch Bassfallen. All das kann man für überschaubares Geld selbst bauen, wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat. Generell kann man sagen, je dicker diese Elemente, umso tiefer die Frequenzen, auf die sie wirken.


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    Was als improvisierte Breitbandabsorber ganz gut funktioniert, sind Matratzen, die du im Raum positionieren kannst, bis du den besten Effekt wahrnimmst. Apropos positionieren, wo das Schlagzeug im Raum steht, ist entscheidend. Am besten mit nem Tom in der Hand rumgehen und ausprobieren, wo dir der Sound am besten gefällt.


    Pauschalaussagen sind beim Thema Raumakustik nicht zielführend, man muss eigentlich immer mit offenen Ohren (Profis nehmen Messmikros) den Raum beurteilen und gezielt Störfrequenzen bekämpfen. Hinzu kommt, dass jeder Raum anders ist. Ein quadratischer Raum ist z.B. anfälliger für Raummoden als ein Raum mit willkürlichen Seitenverhältnissen. Ich kann dir leider auch nur wiedergeben, was ich mir selbst angelesen habe.


    Gemütliche Möbel, und zwar viele davon, machen übrigens auch den Sound gemütlich. Ob das nun ne Couch, Bücherregale oder Sessel sind, das alles verschlankt den Schall im Raum.

    Ehe hier für oder wider Heavy Hitting diskutiert wird: Randy Cooke zeigt es eigentlich sehr deutlich, wie man ohne Verlust der spielerischen Attitüde die Lärmbelästigung reduziert. Meist liegt es bei den "zu" lauten Vertretern unserer Spezies doch daran, dass alles gleichermaßen laut gebashed wird. Ein solider Backbeat reicht für den richtigen Ausdruck, klingt mit dezent gespielter rechter Hand um Klassen besser und wirkt unaufdringlich. Der Rest vom Mulm ist in den meisten Rockbands (zumindest bei vielen Amateuren) dem Pegel der Saitenfraktion geschuldet, und wenn schon der Sänger knapp an der Feedbackgrenze singt, weißte eigentlich, was Sache ist.

    Dass es unter Profidrummern Leute wie Dave Grohl gibt, bei denen Dreschen zur Kunstform erhoben wird, sollte btw. nicht der Maßstab sein. Der darf das halt.

    In den meisten Bands und Projekten wird dir das eher wenig Freunde einbringen.

    Bei einem Doublestroke Roll kann der Dauemn ja nicht obenauf (wie beim French Grip) liegen, weil dadurch der rebound zu kurz kommt, oder?

    Wieder nein, das hängt nur davon ab, wie fest der Daumen auf dem Stick liegt. Und das ist bei "relativen Anfängern" vermutlich zu fest. Aber French und Rebound haben wenig bis nix miteinander zu tun. Bei jeder Technik sollte man mit der Zeit lernen, den Stick gaaaanz locker, und trotzdem kontrolliert führen zu können. Dann klappt's auch mit dem Rebound.

    diddles, die bei allem was ich gelernt hab, doch ein bissi anders sind als doubles

    Wie leider (glücklicherweise?) so oft, ist das glaube ich nicht klar definiert. Letztendlich sind wir Drummer doch mehr Künstler als Wissenschaftler. Auch wenn hier mancher nen Hang hat, Drumming nen Tacken zu verkopft systematisieren zu wollen ;)


    Mir ist der Diddle als Synonym für Double absolut geläufig, dazu fällt mir spontan Dorothea Taylors Paradiddle-Lesson bei Drumeo ein. "Put the Diddle in the Middle", falls es wer gesehen hat.

    Der erklärts genau richtig für mich!

    Das freut mich. So, und nun ans Pad oder Set und üben, üben, üben. Ich trommle schon recht lange und diddele seit über 40 Jahren vor mich hin. Auch nach so langer Zeit merke ich, dass ich nach intensiven Übephasen immer noch Fortschritte mache.

    Zu glauben, man könne das in ein paar Wochen hinbekommen, ist verlockend, klappt aber nicht, leider. Schneller als bei mir könnte es mit etwas mehr Disziplin aber gehen ;)

    „verlieren“ sie ihn beim ersten Stroke gänzlich, weil sie sich strecken?

    Nein. Also zumindest bei mir nicht. Die Fingersollen ja den Rebound des Sticks kontrollieren, das wäre mit einer Streckung kaum möglich. Ich führe die Schläge im Wesentlichen aus dem Handgelenk aus, die Finger umschließen dabei locker den Stick. Eine Bewegung, wie wenn man einen Basketball auf den Boden tippt.

    Sind sie nicht ;) Aber soweit bist du ja mittlerweile auch, mehr oder minder.


    Wenn es für dich selbst leiser klingen soll: Gehörschutz

    Wenn es für alle in der Band leiser klingen soll: komplette Schlagzeugabnahme und IEM, dann ist Lautstärke dosierbar.

    Wenn es ohne deutliche Investition für alle leiser klingen soll: leiser mit Sticks spielen lernen.


    Klingt komisch, is aber so. Und da sind wir eben doch beim Benzinvergleich. Zwischen manchen Dingen besteht nun mal ein eindeutiger kausaler Zusammenhang, ob man es akzeptiert oder nicht.

    Hallo Leute,

    Ich möchte im proberaum die Lautstärke des drums reduzieren.


    Einfach mit normalen sticks und so leiser spielen ist keine Option. Wenns mich packt hau ich drauf

    Hallo Leute,

    ich möchte gerne den Benzinverbrauch meines Autos sowie den Verschleiß an Reifen und Bremsen reduzieren. Habt ihr Tipps für mich? Langsamer fahren ist keine Option, wenn ich hinter dem Steuer sitze packts mich einfach.


    Wenn man ohne drastische Soundeinbußen leiser klingen will, muss man üben, leiser zu SPIELEN. Alles andere halte ich für Humbug. Deine MItmusiker werden es dir ebenfalls danken.

    Gute Drummer erkennt man daran, dass sie ihre Lautstärke spielerisch im Griff haben und an Situationen anpassen können, ohne deshalb lasch zu klingen. Schau dir mal bekannte Rockdrummer an. Die klingen mit PA natürlich riesig und fett, aber die allermeisten trommeln sehr entspannt, weil sie wissen, dass mehr Power gar nicht nötig ist.


    Ergänzung: wenn ich leise Musik spielen muss, kann das mit 7A klappen. Wenn ich "laute" Musik leise spielen soll, nehme ich schwerere Sticks, denn die klingen auch leise gespielt voller als so leichte Zahnstocher. Das müssen keine Baumstämme sein, schon der Wechsel zu 5A und mehr noch 5B ist hörbar.

    Generell schreibst du, du suchst eher nicht zu helle schneidende Becken und wirfst dann AAX ins Rennen, die genau das sind

    Findest du? Ich war mal beim Kauf eines AAX-Beckensatzes dabei (gezahlt hat ein anderer) und wirklich überrascht, wie warm und rund die klangen. Natürlich "eher" auf der hellen Seite, aber ziemlich flexibel einsetzbar. Ein absolut stimmiger Satz.

    Ich geh ins Musikgeschäft, sag was ich mir vorstelle und der/die VerkäuferIn gibts mir dann.

    Das heißt, der/die VerkäuferIn muss die Eigenschaften kennen.

    Wenn du dem guten Fachverkäufer (zum Glück gibt's das bei Instrumenten noch) mal nicht zuviel abverlangt. Der Beckenmarkt ist heute so unübersichtlich, gleichzeitig ist Beckengeschmack so individuell, dass das nix werden kann. Sonst könnte man ja auch wie in der Apotheke am Tresen Becken holen. Im Laden findest du Beckendisplays, die du durchtesten kannst. Dort lässt sich dein Geschmack eingrenzen, und anhand dessen könntest du den Verkäufer fragen: "Mir gefällt XY recht gut. Was könntest du denn noch ähnliches empfehlen? Vielleicht ne Spur weniger ... , aber so die Richtung."

    Ums Anspielen und selbst für gut befinden führt leider (eigentlich ja zum Glück) kein weg herum.

    So ganz verstehe ich gerade deinen beinahe missionarischen Eifer nicht ;)

    Lass die Leute doch so, wie sie wollen. Hier hat ja niemand behauptet, Anfänger müssten TG spielen, selbst die Traditionalisten haben nur erzählt, dass sie selbst eine gewisse emotionale Verbundenheit dazu haben, ohne das aber zu verallgemeinern.

    Eine Pronation und Supination und die Schwerkraft kann nicht so gut mit einbezogen werden.

    Doch, das geht. Allerdings ist genau die Begrenzung der Supination mein Problem, weshalb ich mich im TG mit kräftigen Backbeats schwerer tue. Eine Pronation bis zum Bewegungsmaximum findet ja gar nicht statt, sondern bei typischem Aufbau findet der Fellkontakt des Sticks etwa bei Neutralstellung statt (Daumen nach oben, Handfläche nach medial). D.h. der Weg, den die Stockspitze bei der Supination zurücklegt, ist gar nicht so weit, sofern man nicht den ganzen Unterarm anhebt. Beim MG ist die Bewegung viel weniger limitiert, gleichzeitig kann man viel mehr aus dem Handgelenk machen und den Unterarm unterstützend viel dosierter heben.


    Insofern bin ich eigentlich bei dir, dass MG unter dem Blickwinkel der Ergonomie am Set Vorteile bietet. Aber TG schaut halt cool aus, und wenn man sich individuell auch noch gut damit fühlt, ist das finde ich schon ein Votum dafür, es zu machen. Ich finde das Thema tatsächlich der Frage nach Open Handed Playing nicht unähnlich. Da ist m.E. OH eindeutig unergonomischer, da einerseits die schwächere Hand die häufig anspruchsvolleren Parts übernehmen muss, andererseits der Arm bei Stadardaufbau so eng am Körper geführt werden muss, dass man sich damit bewegungsmäßig limitiert. Anderseits eröffnet es dem Drummer alternative Möglichkeiten, seinen Drumpart zu orchestrieren (z.B. nen Backbeat auf den Toms o.ä.). Wer das gerne in sein Spiel einbaut, sollte sich schon mit OH vertraut machen, ehe man sich unrettbar verknotet. Wer wirklich nur "normale" Rockgrooves abfeuert, kann aber durchaus sorglos überkreuz spielen, da bringt OH nix.

    Die kompromissloseste und klanglich fetteste Lösung wäre auch die teuerste: Set mikrofonieren, sauber abmischen und mit guten Kopfhörern bzw. Ohrhörern auf die Ohren geben, wahlweise auch mit zusätzlichem Gehörschutz. Zusätzlich noch den Raum optimieren... ;)

    Die vernünftigste und kostengünstigste Lösung hingegen wäre, die eigenen Ansprüche zu hinterfragen.

    Die "alten Säcke" werden sich erinnern: früher hat man sich gefreut, überhaupt zur Musik spielen zu können und hat sich irgendwelche Kopfhörer an irgendein Tapedeck gehängt. Dass weder das Playback noch der akustisch wahrgenommene Drumsound besonders hochwertig klangen, hat man einfach hingenommen und mangels Alternativen gar nicht hinterfragt. Das war halt so.

    Mir hilft das heute, nicht jeden Hype mitzumachen und nen Haufen Geld verbrennen zu müssen, nur weil es für fast alles technische Lösungen auf dem Markt gibt. Üben mit Kopfhörer und Monitormix, ja geht's eigentlich noch??? ;)


    Früher war sicher vieles gar nicht besser als heute, aber als Drummer konnte man viel schneller mit dem Spielen anfangen, da man sich nicht im Ansatz so viele Gedanken über Equipment machen konnte/musste. Heute fragt man gefühlte tausend Leute, was denn die beste Investition/Schlagtechnik/Selbstorganisation für angehende Drummer ist, da hatte wir damals schon die ersten 5 Bands hinter uns, sicher nicht optimiert und effizient, aber leider geil :D

    Sag mal, verstehe ich es richtig, dass du ein Akustik-Set ohne Mikrofonierung spielst und nur einen Zuspieler für Playbacks brauchst? Dann suchst du die eierlegende Wollmilchsau, die es m.E. nicht gibt. Entweder guter Gehörschutz oder geiler Drumsound, beides zusammen wäre mir nicht bekannt, sofern man das Set nicht abgenommen und gemischt über den Kopfhörer aufs Ohr kriegt. Je geschlossener ein Kopfhörer, umso dumpfer der Natursond. Deshalb habe ich für dieses Szenario immer halboffene KH verwendet. Hält Druckspitzen vom Akustikset fern, lässt aber noch erträglichen Drumsound an mein Ohr. Die Wiedergabe des Playbacks ist ebenfalls ok, definitiv besser als von den meisten Ohrstöpseln. Zu diesem Zweck reicht mir auch ein einfaches älteres Superluxmodell vom T., Typenbezeichnung müsste ich nachschauen.