Beiträge von trommla

    Ja, das gute alte Mercy, Mercy, Mercy :)

    Bin bei der Nummer trotzdem immer zwiespältig. Diese "Originalfassung" finde ich deutlich zu langsam, da schlafen mir die Füße ein. Frag mich immer, ob Zawinul in der Nacht davor durchgemacht hat. :D


    Die Bearbeitung der Buddy Rich Band hat zwar das richtige Tempo, mir wird aber bei dem dem völlig unnötigen und m.E. erzwungen klingenden kleinen Terzsprung und danach den eingeschobenen Takten (für Buddys Trommel-Egomanie) fast schlecht beim Hören. Hauptsache anders, Hauptsache Drumartistik =O


    Seitdem frag ich mich wirklich, wie eine so unfertige Nummer trotzdem zum Klassiker geworden ist. Gibt's noch andere außer mir mit so komischer Wahrnehmung? Ist die Idee der Nummer so grandios, dass sie es gar nicht nötig hat, schlüssig durchkomponiert zu sein? Oder nehm ich einfach die falschen Drogen?

    naja und auch mal nur auf der selben trommel, bei gleichem Material.

    Das finde ich genau das entscheidende. Ich höre beispielsweise durchaus Unterschiede und kann auch meine Favoriten eindeutig benennen. Auch erkenne ich die Charakteristiken der Teppiche wieder, die ich selbst im Einsatz habe. Allerdings sind die Nuancen so fein, dass ich diverse der im Video vorgestellten Teppiche auch selbst verwenden würde, wenn grad zur Hand.


    Dass der Gesamteindruck auf ner anderen Trommel ein anderer sein könnte, schließe ich nicht aus bzw erwarte ich sogar.

    Hier als Nachtrag ein recht breit gefächerter Vergleich ganz verschiedener Hersteller. Wer keine Unterschiede hört, braucht sich vermutlich auch keinen allzu großen Kopf machen ;)


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    Snare-Reso ist bei mir recht einfach, da nehme ich ein stinknormales Remo Ambassador Snare Reso. Einzige Ausnahme: ne alte Slingerland-Snare, wo ein normales Reso nicht richtig draufgeht, da funktioniert aber eins in "Classic Fit", also leichter Übergröße. Ein vergleichbares Reso von Evans oder Aquarian wäre ebenso ok, andere Fellhersteller habe ich noch nie probiert.


    Bei Teppichen sieht die Sache für mich etwas anders aus, da sind manche Snares Diven, die nicht mit jedem Teppich optimal harmonieren. Wäre ich aktuell in deiner Situation, würde ich wohl den Canopus Vintage Dry testen, weil ich von Canopus viel positives gelesen habe und den unbedingt mal ausprobieren möchte. Bin aber in meinem Arsenal auch zufrieden mit Puresound und Pearl, jeweils mit 20 Spiralen, die im mittleren Preisbereich sehr zuverlässige Teppiche auf dem Markt haben. Sonor fand ich immer zu teuer und zu " schepperig", um ehrlich zu sein. Mehr als 24 Spiralen habe ich auf keiner Snare, allerdings kenne ich Snares, die gerne weniger Spiralen mögen (12 bis16). Z.b. meine Pommerenke-Snare oder Supra LM400, da finde ich so schmale Teppiche geiler. Diese überbreiten 42-strand-Teppiche wären mir zu raschelig, ich hab gerne noch etwas Kesselton mit dabei. Und bei nem schmalen und/oder tiefen Snarebed können die schwierig sein. Ehe du sowas kaufst, solltest du dir das Bed genau anschauen.


    Generell würde ich eher zu nem mittelpreisigen Standardteppich raten, als zu irgendwas, was "allerfeinste" Ansprache für sündhaft teures Geld verspricht. Sowas hat mich bislang eher enttäuscht im Verhältnis zum Preis.

    Auch die besseren Tama-Teppiche gelten als gut, bei gleichzeitig moderaten Kosten. Gerade bei Teppichen ist aber ausprobieren angesagt, bis man ein Gefühl dafür entwickelt.


    Canopus

    Pearl

    Ich habe in letzter Zeit sowieso das Gefühl, dass es Tama ziemlich gut geht und sich das Marketing so richtig austobt

    Klar, Tama scheint sich auch seit einigen Jährchen so nen Status als "In-Marke" erarbeitet zu haben, da kann man vermutlich eher klotzen als andere.

    Ich werd das Gefühl nicht los, dass Tama hier mehr die Sammelleidenschaft mancher Kollegen befeuert, als wirklich klanglich Eigenständiges zu bieten. Aber ein schöner Rücken ein schönes Finish kann ja auch entzücken.

    Hallo John_Cajon und herzlich Willkommen.

    Es gibt unterschiedliche Varianten des Snaremechanismus. Ein oder zwei solcher halben Teppiche (so nennt man das "Snaregitter"), oder Saiten mit oder ohne Schellen dran. Klingt etwas unterschiedlich, dient aber dem gleichen Effekt.

    Nen Slip gibt es nicht (zumindest nicht als Cajontechnik ;) ), vermutlich meinst du Slap. Schau dir doch auf Youtube mal ein paar Cajon-Tutorials für Beginner an, da sollte es dir klarer werden. Sehen und Hören der unterschiedlichen Schlagarten ist besser als wortreiche Beschreibungen, finde ich.

    stehe aber kurz davor mir das Sabian HHX Complex Promo Set zu holen. Bei den Becken fällt mir die Wahl irgendwie leichter als bei Trommeln :D. Gibt's dazu Meinungen?

    Um den Faden nochmal aufzugreifen, ich war vor 2 Jahren beim Thomann, um mit und für einen Kollegen ein Beckenset zu kaufen. An anderer Stelle hatte ich schon über meine Eindrücke geschrieben. Das Complex Promo Set war auch unter den Kandidaten.


    Zusammengefasst würde ich zwar vom Kauf eines Komplettsets nicht per se abraten. Wer aber schon ein einigermaßen geschultes Ohr hat, sollte sich so ein Set vor dem Kauf anhören. Bei den 8 Sets, die wir genauer unter die Lupe genommen hatten, überzeugten uns letztendlich nicht die, welche wir im Vorfeld anhand von Artikelbeschreibung und Soundfiles für Favoriten hielten. Seitdem weiß ich im übrigen auch, dass ich nicht der Paiste 2002 Typ bin ;)

    Für mich der beste Kompromiss zwischen Hub(p)raum und Transportfreude ist 22x14. Kann Jazz, kann Rock, kann für mich irgendwie alles, auch mal unverstärkt gegen ne Bigband an. Da finde ich ne 20er schon zu wenig (akustisch wie optisch). Man will ja nicht nur sehen, dass der Drummer ins Pedal tritt, weil's Frontfell vibriert.


    Welche Farbe? Am besten eine, die schön kontrastiert. Vintage Pearl, Black sparkle? Oder aber, man findet ein richtig historisches Teil mit Dings und Dongs, das macht immer was her. Am besten mit Motiv auf dem (Natur)frontfell und Innenbeleuchtung ;)

    Wow, ich bin ehrlich verblüfft. In der Masse habe ich das so bislang nicht gehört, ich kenne nur mehr oder weniger zufriedene Gretschspieler. Dann ziehe ich meine Einwände zurück und freue mich, dass es in meinem Umfeld offensichtlich noch niemand so arg getroffen hat.

    War gar nicht auf dich gemünzt, Andreas. Auch rostige Schrauben sollen ja erwähnt werden. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die bekannten Hersteller alle mit Wasser kochen und man keine Angst haben braucht, dass Gretsch nur Ärger macht.


    Mir scheint generell, dass Fernost-Hersteller, zumindest die etablierten, in Sachen Fertigungsqualität oft die Nase vor uns Europäern und vor allem vor den Amis haben. Ob das nun Tama, Yamaha, Pearl oder Mapex ist, man liest über die selten Klagen.

    Ich vermute, dass für die Entwicklung ein paar mehr Kisten mit ähnlich traurigen Resultaten entstanden sind, bis man wusste, welche Materialien in welcher Zusammenstellung und Verarbeitung einen reproduzierbar überzeugenden Sound liefern. Das ist einer der Vorteile industrieller Produktion. Bau noch ein paar, analysiere die Veränderungen, und du wirst dein Modell vielleicht auch irgendwann zur Marktreife bringen. 😉


    Auf jeden Fall drücke ich dir die Daumen, dass hier irgendein Nerd rumläuft, der so ein Teil nicht zum Spielen, sondern zum Zersägen gekauft hat und dir wertvolle Infos liefert. Ich kanns leider nicht 😞

    Wenn Gretsch so minderwertige Sets herstellen würde, wie hier suggeriert wird, wäre der Hersteller mit Sicherheit schon lange aus der Riege der Tophersteller verschwunden ;) Selbst mein billiges Catalina funktioniert seit einer Dekade absolut zuverlässig, und ohne sich in eine Rostlaube verwandelt zu haben.


    Manchmal wünsche ich mir, "Kaufberatung" fände im Forum etwas sachlicher und ergebnisoffener statt. Wenn Kolleg*innen stolz ihr erstes Set erworben haben und sich ein Loch in den Bauch freuen, freut mich das ebenfalls. Es taugt aber schon mangels nötiger Erfahrung kaum zur Entscheidungsfindung. Ebensowenig altgediente Kolleg*innen mit einer emotionalen Verklärung deutscher Wertarbeit.


    Ich habe selbst auch noch kein schlechtes Tama-Set erlebt, ebensowenig aber ein schlechtes Gretsch, Pearl oder Sonor. Sicher rutscht allen dieser Hersteller mal einer durch, dem einen etwas öfter, dem anderen fast nie. Wer genau dann "hier" schreit, hat verständlicherweise nen gewissen Frust.


    Für Interessenten sollte m.E. wichtiger sein, auf generelle Sachverhalte hingewiesen zu werden. Gibt es bauartbedingte Vor- oder Nachteile? Erfahrungen mit Ersatzteilversorgung? Einzeltrommelservice ggf. auch nach Jahren?


    Ich bin mit meinem ersten Set nie wirklich glücklich geworden, weil ich nur Mode und Marketing gefolgt bin (Hersteller A=hui, Hersteller B=pfui). Heute kann man sich glücklicherweise viel besser informieren und die Spezifikationen hinterfragen, statt über Hölzer oder "Asien-Schrott" zu philosophieren.


    Und dann idealerweise kaufen, was den EIGENEN Bedürfnissen am besten entspricht.

    Beim T gibt's momentan zum Pearl Masters Maple 3Piece einen Sabian AAX Promo Beckensatz dazu.

    Wenn nicht schon hervorragende Becken am Start sind, wäre das ein herausragendes Kaufargument. Günstiger bekommt man kein Profiset als Neuware. Da wär mir egal, ob ich noch ne Rosette nachrüsten müsste, und selbst ein schlichtes Schwarz wird da sexy ;)

    Qualitativ sind Pearl-Drums eh über jeden Zweifel erhaben.

    DIE Tom ist ne ähnlich in Mode gekommene Aberration wie die BASEdrum. Ich frage mich nur, ob ich mich bis in alle Ewigkeit drüber aufregen soll bzw. ob ich damit die Welt rette. Sprache verändert sich nun mal, ob zum Vorteil oder Nachteil ist höchst subjektiv, und ich bin nicht die Instanz, um darüber zu befinden.


    Glücklicherweise gibt es sprachliche Entwicklungen, die mich deutlich mehr nerven, ob das nun unsägliches "Denglish" ala Rezo und Co ist, oder der Verlust korrekten deutschen Sprachgebrauchs unter denen, deren Handwerkszeug die Sprache eigentlich ist (v.a. Journalisten). Erinnert sich noch wer an den Geh-nie-tief? ;)