Beiträge von trommla

    Viel nach bühne-rechts, weil der dortige Gitarrist gut kommuniziert.

    Das finde ich nen guten Hinweis. On Stage geht der Blick häufig zu den Mitmusikern, die ich als besonders aufmerksam empfinde. Das ist in jeder Bandkonstellation und auf jeder Bühne anders. Wenn die restliche Körperhaltung ausgewogen ist, sollte das nicht die Ursache für Fehlhaltung oder Schmerzen sein.


    (Ich darf mir kein Video mit mir selbst ansehen, da mein Kopf ständig wie bei nem Huhn ruckartig hin und hergeht. DAS sollte ich mal vor dem Spiegel üben :D)

    Klasse Tipp. Bei dem Preis kann man sich das ais kleinere Band auch leisten, gute 3 Euro im Monat ist echt machbar. Bei heutigen Proberaummieten fällt das wirklich nicht ins Gewicht.

    Hab nie in ner Sambatruppe gespielt, weil ich schon bei der Drohung, dass irgendwo ne deutsche Trommelgruppe auftritt, das Weite suche. :D


    Mein Eindruck als Hörer und Ex-Proberaumnachbar ist, dass der musikalische Anspruch meist deutlich geringer ist als der Drang zur Selbstverwirklichung bzw. -findung. Dynamik oder gar musikalischer Ausdruck haben da wenig Platz. Die ganze Übung

    gleicht wohl eher einer "musikalischen Urschreitherapie".


    Da hätte die Einordnung als "Kulturelle Aneignung " endlich mal nen Nutzen ;)


    Ich fürchte, deine Eindrücke der letzten Sambagruppe könnten durchaus repräsentativ auf viele andere übertragen werden. Für befriedigendere Ergebnisse würde ich ne Neugründung in Erwägung ziehen, und zwar mit nem musikalischen, keinem pädagogischen Leiter.

    Alles keine schlechten Sets :)


    Das Gretsch Renown ist ja ein Asia-Gretsch und wurde wie auch andere Gretschserien in den letzten Jahren "gefaceliftet". Früher galt das Renown manchen als das "bessere" US-Gretsch, da die Qualitätskontrollen anscheinend in Asien besser laufen. Ich meine mich zu erinnern, dass die aktuelle Generation etwas abgespeckt wurde, möchte mich dazu aber nicht festlegen ;)


    Das Tama Starclassic ist ein moderner Klassiker, da machst du ebenfalls nichts falsch. Das Holz kannst du m.E. getrost bei der Auswahl hintenanstellen, manche hier schwören aber nahezu auf Walnusskessel. "Schlechter" als Ahorn ist die Holzkombi mit Sicherheit nicht.


    Ein paar Dinge sind mir bei deinen Favoriten aufgefallen.

    1. Das Gretsch hat Triple Flanged Hoops, das Tama Gussreifen. Das sind schon zwei paar Stiefel und klanglich vermutlich mehr Unterschied als das Holz. Für deinen Musikstil würde ich persönlich eher zu Triple Flanged Hoops tendieren, das wäre dann also das Gretsch.

    2. Gretsch verwendet beim 12" Tom 5 Lugs statt wie die meisten anderen Hersteller 6. Das kann beim Stimmen etwas mühsam sein, insbesondere wenn man nicht allzu viel Stimmpraxis hat.

    3. Gretsch liefert beim Renown nur 22x18 Bassdrums. Wäre nicht meine erste Wahl, wenn es alternativ 16" und 14" Tiefe gäbe. Tama hat all diese Tiefen im Sortiment.


    Am Ende ist es aber eine emotionale Frage. Zu welchem Set du dich hingezogen fühlst, das würde ich nehmen. Falsch machst du mit keinem was, und alle können alle Stile bedienen. Beim Drumdesign würde ich den Wiederverkaufswert relativieren wollen, denn die Firma ist nicht so bekannt wie die beiden anderen.


    Ansonsten weiterhin viel Spaß beim Aussuchen :)

    Mal wieder einer der Kuriositäten-Freds hier im Forum, finde ich. Eine "normale" Hihat-Position, bei der ein Bein rechts und ein Bein links von der Snare entspannt auf dem Pedal steht, sollte eigentlich jedem Drummer eine entspannte Körperhaltung ohne einseitige Fehlbelastung ermöglichen. Dabei spielt es auch erst mal keine Rolle, ob nun die Bassdrum nach vorne oder zur Seite schaut. Wer dabei eine "Unwucht" empfindet, sollte seine gesamte Körperhaltung mal im Spiegel beobachten und ggf. umtrainieren, wie MoM Jovi es beschreibt. Die Blickrichtung alleine dürfte aber kein Problem sein, sonst wäre es ja per se nachteilig, häufig vom Blatt spielen zu müssen. Zumindest, solange es kein Headup-Display für Schlagzeugnoten gibt ;)


    Anders schaut es wohl aus, wenn der Aufbau keine seitengleiche Position der Pedale ermöglicht. Dann würde ich mir aber generell nen Kopf machen, ob mein Aufbau noch Optimierungspotenzial hat. Wie Drankolz es beschreibt, klingt für mich sehr schlüssig, allerdings würde mich die Kardanwelle über dem Hihat-Pedal vermutlich eher stören. Mein Aufbauansatz ist ansonsten sehr ähnlich, und bislang hatte ich nie Stress mit meiner Hihat. Ich spiele die Hihat eher tief, also nicht extrem höher als die Oberkante der Snare (ca. 15 cm?), damit lässt sich sowohl cross als auch bei Bedarf OH was anfangen. 16"-Hihatbecken würden die Karten wohl neu mischen, wär mal interessant.

    oder einem Snare-Reso fürchte ich, dass es zu dünn für so hohe Fellspannungen sein könnte.

    Gerade ein Snarereso wird doch typischerweise hochgeknallt bis fast ultimo, sollte kein Problem sein. Gibt halt dann nen ähnlich percussiven Gesamtsound wie ne Snare, wäre meine Intention. Kurz und knackig.

    Während meine Gitarristen sich nur um ihren eigenen Sound kümmern und dabei winzigste Nuancen diskutieren, die auch nach ihrer Aussage mehr fühl- als hörbar sind, tendieren Schlagzeuger doch tatsächlich häufig dazu, es den Techniker*innen recht machen zu wollen.

    Drummer sind halt eher mit der Vorstellung groß geworden, ihr Job sei es, die Band gut klingen zu lassen. Viele Gitarristen halten sich dagegen ne Band, damit diese sie gut klingen lässt. Und damit sie zwischen zwei Gitarrensoli mal nen Schluck trinken können, dürfen manchmal auch Sänger*innen mitmachen.

    Btw sieh mal wie hoch der Kollege Casagrande sein 10" Tom gestimmt hat, also scheints mit dem Tom doch zu gehen

    Sicher, dass das kein 8er ist? Sieht mir etwas kleiner als das reguläre Hängetom aus, und klanglich denke ich nicht, dass ein 10er so hoch kommt. Mein 8er hingegen schafft das.

    Aber Rotos wären ein guter Ersatz, und vermutlich günstiger zu bekommen als ein einzelnes 8er Tom.

    Ohne Jurist zu sein, glaube ich, dass Umtausch ein aussichtsloses Unterfangen ist. Zumal nach der Zeitspanne du beweisen müsstest, daß der Fehler nicht unsachgemäß durch dich verursacht wurde (Beweislastumkehr nach 6 Monaten).


    Beeble bringt es auf den Punkt. Wenn der Händler blockt, lohnt sich der Rechtsweg nicht.


    Interessant wäre allerdings, welche Substanz so schädlich auf Becken wirkt, wenn es nicht dein Handschweiß ist. Irgend ne Handcreme vielleicht, die du verwendest? Oder irgendwas für besserer Grip auf den Sticks?

    Solche Art von "Markierungen " habe ich bislang noch nie gesehen, hatte aber auch nie K Customs in Gebrauch. Sieht für mich tatsächlich nach ner Art Oxidation durch Fingerkontakt aus und würde mir - technisch gesehen - keine Gedanken machen. Beim momentanen Verteilungsmuster fände ich die Optik auch gewöhnungsbedürftig, da hilft wohl nur mehr spielen, bis die Flecken den Look dominieren. ;)


    Für Raw-Cymbals gibt man ja auch viel Geld aus, um eben keine ebenmäßig schimmernde Oberfläche zu haben. Jazzer freuen sich sogar über jahrzehntealte Patina und scheuen Politur wie der Teufel das Weihwasser.


    Ich weiß, so richtig beruhigen werden dich solche Sprüche nicht, ich wäre auch irritiert. Kann mir aber vorstellen, dass ich bei tollem klang mit der Zeit auch die Patina liebgewinnen könnte. Drück dir die Daumen, dass dir das auch gelingt.

    Hmm, was ist es?


    Hab ich mir noch nie nen Kopf gemacht. Wahrscheinlich die Kombination verschiedener Faktoren. Ich denke, es lässt sich nicht vermeiden, wenn man die gesamte Bandbreite an Drumsounds nicht verlieren möchte. Die findigen Ideen einiger Hersteller (Alusticks, teils mit Plastikspitzen) haben mich nie überzeugt, und ob Sticks aus ultraharten Tropenhölzern ne bessere Alternative sein könnten, will wohl kein Hersteller herausfinden, da der ewig haltbare Stick eher fatal wäre.


    Also: man kalkuliert den Verschleiß einfach ein, in welchem Ausmaß muss jeder selbst feststellen.

    hab ich mal den Eindruck gewonnen, dass hier die meisten (oder zumindest einige) die Sticks sofort komplett aussortieren, wenn ein Splitterchen ab ist (so wie bei mir auf dem Bild).

    Yep, wahrscheinlich unter anderem von mir ;)

    Ist aber nur so ausgeprägt, da ich viel in leisen Jazzstilistiken unterwegs bin, wo man wirklich alle Feinheiten des Ridespiels hört. Für rockiges Zeug könnte man tatsächlich weniger penibel sein, da entscheidet eh mehr der solide Backbeat.


    Nachtrag: ich würd ja eher auf der Probensnare mal das Fell wechseln, statt weiter zu schmirgeln :D

    (die anderen hier dürfen sich auch gerne dazu äusern)

    Manche Köpfe sind durch, obwohl man es ihnen noch nicht ansieht. Wenn ich auf dem Ridebecken spiele und dabei den Stick in der Hand rotiere, beginnt sich irgendwann der Sound dabei mit jedem Schlag zu verändern. Der Klangcharakter wird dabei eher "wattig" weich und matt.

    Das ist ein sicheres Zeichen, dass die Spitze durch ist, und ab dann nutze ich das Paar nur noch auf dem Pad. Eine gewisse Toleranz habe ich zwar während Proben, d.h. der Stick fliegt erst nach der Probe raus aus'm Stickbag. Aber eben spätestens dann, damit sich beim nächsten Gig kein "faules Ei" einschleicht.


    Seelanne danke für die tolle Aufstellung :thumbup: