Beiträge von trommla

    Ich habe lange nur gespielt und nicht gestimmt, da mich niemand angeleitet hat. Hat mich regelmäßig an die Grenzen meiner Motivation gebracht, weil ich mal wieder euphorisch neue Felle gekauft hatte und das Set danach immer noch schei**e klang. Gaffa war da noch erlaubt, hat aber auch nicht geholfen.


    Früher war eben nicht alles besser, man wusste nur manches nicht besser. In Zeiten von YT und Co. fällt mir manches auf, was ich gerne früher gewusst hätte.


    Gaffa nutze ich tatsächlich heute gar nicht mehr auf Fellen, da es so hässliche Klebereste hinterlässt. Moongel ist mir lieber.


    Edit: wer Gitarre lernt, lernt zu Beginn, sein Instrument zu stimmen. Und Klavier-Eleven würde ich auch nicht erst mal ein schlampig gestimmtes Klavier hinstellen, nur weil der Klavierstimmer zu teuer ist und ich es selbst nicht kann ;)

    Wir Drummer werden manchmal als Musiker nicht ganz ernst genommen. Aussagen wie deine, Schmatzi80, passen möglicherweise ins Bild. Trotzdem teile ich zumindest den Teil deiner Message nur zu sehr, nicht aus allem ne Wissenschaft zu machen, sondern zu spielen.

    Würde das vorherig genannte und empfohlene Mapex nochmal in die Runde werden

    Ich gebe zu, ich kenne weder das Set noch die Becken. Die Becken scheinen ok zu sein, würde sie in die Liga Sabian XS20 einsortieren. Das Mapex Horizon sieht auf den Fotos sehr einfach aus, im Gegensatz zum Pearl und den beiden Tayes ein echtes Einsteigerkit. Die Toms scheinen Powertoms zu sein, also im Verhältnis zum Durchmesser eher tief, wie es mal in den 90ern Mode war. Das ist erst mal kein Nachteil, kann aber den Aufbau erschweren, wenn man eher flache Tomaufbauten bevorzugt. Ich selbst möchte keine Powertoms mehr spielen, denn mehr Power als klassische Maße haben sie nicht wirklich ;)

    Und irgendwelche Sticker auf den Kesseln, die man möglicherweise nicht ohne Rückstände abbekommt, geht mal gar nicht.


    Insgesamt rein vom ersten Eindruck her ist das Mapex kein Angebot, für das ich 100 oder mehr Kilometer fahren würde. Mit etwas Geduld, und falls die anderen Angebote alle nicht klappen, findet sich da besseres. Wie gesagt, eine Einschätzung aus dem Bauch heraus aufgrund langer Erfahrung als Drummer, ohne die Serien zu kennen.

    wer billig kauft, kauft zwei Mal.

    Nun ja, der Spruch ist falsch.

    Und zwar gründlich, wenn man ihn phrasenhaft ohne den jeweiligen Kontext verwendet ;)


    Ich habe mir vor etwa 10 Jahren mein Catalina Jazz neu gekauft, welches nun wirklich nicht im Verdacht steht, teuer zu sein. Bis heute ist es wohl mein meistgespieltes Set, mit gutem Sound und keinerlei Ermüdungserscheinung. Ein hochpreisiges Set hätte mir keinerlei Vorteile geboten. Die Anschaffung wäre teurer gewesen und der Wertverlust bei Wiederverkauf hätte den Wert meines Catalina wohl überschritten. Optisch erkennt man die Preisklasse aus der Nähe, auf der Bühne verspielt sich das.


    Ein Anfänger darf m.E. andere Ansprüche stellen als ein "Alter Hase", ein Gefühl für Klang stellt sich sowieso erst mit der Zeit ein. Und an der Aussage, ein taugliches Gesamtpaket zu suchen, das preiswert und trotzdem geeignet ist, gibt es nichts auszusetzen. Dass man für ein unbekanntes Hobby nicht gleich den Partner fürs Leben sucht, finde ich nachvollziehbar und richtig.

    Die Anatolian Baris waren damals die Basis-Serie in einer eher professionell ausgerichteten Produktpalette, würde ich sagen. Diesen ganzen - entschuldigung - "Wie können wir schon die unerfahrensten Joungsters früh an unsere Marke binden"-Billigdeckel hat Anatolian nicht hergestellt, sondern alle Serien waren durchaus stimmige und gut klingende Becken, vergleichbar den Masterwork Troy, Sonor Armoni etc. Gute und günstige, aber nicht billige Becken aus "guter" B20-Bronze.

    Rock und Metal heißt in dem Zusammenhang nicht, dass nicht auch andere Stile damit zu bedienen wären. Der Klangcharakter ist im Gegensatz zu beispielsweise Jazzbecken eher klar, hell und durchsetzungsfähig statt dunkel, verwaschen und vielschichtig. Der Rest ist Marketingsprech.


    Den Vergleich zwischen Sabian XS20 und Anatolian Baris gewinnt m.E. Anatolian. Die XS20 wiederum sind aber besser als ZBT, MCS oder 201. Beide Taye-Sets würde ich persönlich als geeignet bezeichnen.


    Das erste, von mir verlinkte, sieht hübscher aus und hat zwei Floortoms und einen Teppich dabei, vermutlich auch den Throne. Der Mehrpreis passt halbwegs zum größeren "Lieferumfang".

    Das zweite ist langweilig schwarz, hat nur ein Floortom und keinen Teppich, dafür etwas bessere Becken. Hocker vermutlich auch dabei.

    Fellqualität sieht auf den Fotos recht vergleichbar aus, beide wohl nicht sehr intensiv bespielt.


    Wenn du auf größtmögliche Klanggüte achtest, nimm Set 2. Wenn du ordentlichen Klang gepaart mit hübschem Äußeren vorziehst, wär's für mich eher Set 1. Der Rest ist pragmatisch ne Frage des Aufwandes. Welches Set ist besser erreichbar? Welcher Verkäufer ist unkomplizerter?


    Ergänzung: es wurde als Gegenargument genannt, dass Taye nicht mehr produziert. Ich würde mir da gar keine Sorgen machen. Ein ordentlich konstruiertes Set ist bei guter Pflege geeignet, Jahrzehnte gute Dienste zu leisten. Stimmschrauben von Zeit zu Zeit schmieren und Metallteile auch mal zu polieren, kann Wunder wirken. Und dann sein Set nicht unbedingt im feuchten Keller halten, wo schon das Kondenswasser von der Decke tropft. Die heute unter Fans sehr gefragten Vintage-Drums waren sicher oft nicht halb so solide gebaut wie heutige Mittelklasse und werden auch 50 Jahre später noch gespielt.

    Ja die Becken sind nicht top aber als Anfänger muss man irgendwo Abstriche machen

    Nö, sollte man gerade bei den Becken nicht. ;)

    Ein Schlagzeug klingt immer nur so gut wie seine Becken. Ich behaupte mal, aus beinahe jeder Möhre mit neuen Fellen einen annehmbaren Sound rauszubekommen, sofern keine technischen Defekte das verhindern. Becken hingegen klingen, wie sie klingen. Ich hab schon auf den letzten Gurken gespielt, die aber gut gestimmt waren. Mit ordentlichem Blech dran gab es trotzdem nie ein Problem. Wenn dagegen die Becken mäßig, schlecht oder gar schlimm sind, kommt selbst am DW Collector, Pearl Reference oder Sonor SQ2 keine Freude auf.

    Ich bleibe bei meinem Votum fürs Taye. Kessel vergleichbar, Becken besser, Preis besser, Konfiguration besser, bei der Hardware hat das Yamaha die Nase vorn. Nachteil: eigentlich nur die Anreise.


    Die Entscheidung triffst du ;)

    Da hast du natürlich völlig Recht. Ich denke in die eine Richtung funktioniert der Zusammenhang aber durchaus. Wer Kosten einsparen will, lässt gerne Stimmschrauben weg. Nur ist der Umkehrschluss eindeutig falsch.

    Ich bin genauso ahnungslos wie du. Ludwig schreibt von gebürstetem Aluminium, nix sonst. Weder eloxiert, noch lackiert, noch sonstwie beschichtet. Ich würde ja stumpf Ludwig selbst oder Conn-Selmer anschreiben und fragen, ehe wir hier gemeinsam Kaffeesatzleserei betreiben.

    Ich sehe, was du meinst. Glaube/hoffe aber nicht, dass das Kondenswasser ist. Wer dem Kind gleich höherwertiges Equipment zur Verfügung stellt, weiß in der Regel, dass Musikinstrumente und Feuchtigkeit keine Freunde sind. Und ansonsten sieht das ja tadellos aus, soweit ich erkennen kann.


    Ein kleines Indiz für die etwas höhere Preisklasse sind übrigens die 10 Stimmschrauben an der Bass Drum. Gibt's i.d.R. eher nicht bei Einsteigersets.

    Aktuell noch unklar wie alt es ist

    Das Set dürfte auf den Markt gekommen sein etwa 2008/2009, wenn ich mich richtig erinnere. Dann wär es definitiv jünger als das Yamaha. Also nicht alt. Ein Set ist mit ~10 Jahren nur hin, wenn's tatsächlich in der benutzen Sauna stand.


    Korrigiere, auf der MuMe wurde es 2007 vorgestellt.

    Wär dies eine direkte kaufempfehlung von der Community

    Ich bin nicht die Community, aber es wäre von den bisher geposteten mein Favorit ;)

    Das Tama Imperialstar ist soweit ok, ich persönlich würde es trotzdem NIE (!!!) kaufen, weil es diese unsäglich hässlichen Plastikspannreifen hat. Sowas gehört auf kein Schlagzeug. Falls du da drüberstehst, ist das Angebot aber ok. Becken und Mikros sind nix dolles, aber den Mikrokoffer kann man ja für ein paar Euro verkloppen.

    Ich hab mal ein Konzert auf so einem Imperialstar spielen dürfen, kann aber leider zum Sound sehr wenig sagen, denn der Besitzer hatte es mit Evans Hydraulic Fellen "getötet".

    Also das erste Set ist inzwischen wohl verkauft ;)

    Wenn ich die beiden anderen vergleiche, fällt mir ins Auge, dass die Becken des Pearl-Sets richtiger Mist sind. SBR sind Messingbecken, noch tiefer kann man qualitativ nicht gehen, außer man dengelt sich seine "Becken" aus alten Filmdosen selbst zurecht. An sich ist jedoch ein Pearl Export aus gutem Grund ein Klassiker unter den Einsteigerinstrumenten.


    Das Yamaha ist deutlich älter, was bei pfleglicher Behandlung meines Erachtens nicht problematisch ist. Das Stage Custom genießt generell einen exzellenten Ruf unter Drummern, und auch als fortgeschrittener Drummer wird man damit Freude haben können. Ich persönlich empfinde den aufgerufenen Preis für ein 15 Jahre altes Set jedoch als zu hoch.


    Da leider viele Anfänger (bzw. deren Eltern) zu sehr brauchbaren Sets Billigbecken anschaffen, wäre meine Herangehensweise, ebenfalls nach Sets ohne Becken Ausschau zu halten, denn einen wirklich brauchbaren Beckensatz findet man auch mal einzeln.

    Oder bei Komplettangeboten eine gewisse Fahrstrecke in Kauf nehmen, denn selbst bei den derzeitigen Benzinpreisen lohnt sich u.U. ein kleiner Ausflug von 100 bis 200 km.


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    Yeah, geile Nummer, schön gespielt. Mir persönlich nen Tacken zu "brav", aber es kann ja nicht jeder im wilden Westen zuhause sein ;) Für mich ist das Highlight der Band ganz eindeutig die coole Socke, die da an den Drums hockt. Wie beim Original der Brit Turner eben.


    Ja, der MIx ist immer subjektiv, wobei ich die Drums weniger störend wahrgenommen habe. Mir sind die Backing Vocals etwas zu vordergründig und zu wenig rund hinter dem Leadgesang gemischt. Wenn ich jetzt technisch Ahnung hätte, würde ich versuchen, es zu konkretisieren, so lass ich ich es besser, ehe ich mich zum Horst mache.

    Ich hab hier gerade ein 22" Fell neben mir liegen, das misst von Außenrand zu Außenrand knappe 58 cm. Also würde ich vom Boden aus annehmen, dass die Oberkante einer Bassdrum auf etwa 59 bis 60 cm kommt, denn es muss ja noch das Pedal berücksichtigt werden, und natürlich versuche ich die BD auch mit etwas Bodenfreiheit aufzustellen. Herstellerspezifisch erwarte ich keine großen Unterschiede, da ja alle Marken mit handelsüblichen Fellkragen zurechtkommen müssen. Eine Abweichung spielt sich eher im mm-Bereich ab, was durchaus dazu führen kann, dass manche Felle auf manche Trommeln nur schwer aufzuziehen sind. Für die Ergonomie beim Spielen dürfte das hingegen ziemlich irrelevant sein.