Du glücklicher kannst mit deinem Budget nahezu alles in Erwägung ziehen, was nicht völlig exklusiv ist, wenn du den Gebrauchtmarkt mit einschließt. In dieser Preis- und Qualitätsstufe kann sich kein Hersteller erlauben, Gurken zu produzieren, somit wirst du aus jedem in Frage kommenden Set einen hervorragenden Sound herausbekommen (sofern du stimmen kannst
). Meine Herangehensweise wäre eher, nach optischen Aspekten (Finish und stimmiges Gesamtbild) zu wählen statt nach akustischen Unterschieden, die es zwar geben mag, die ich aber unter den Händen eines erfahrenen Stimmers und Spielers für vernachlässigbar gering halte, insbesondere mit der Option, durch passende Fellwahl noch so manches rauszukitzeln. Schließlich will ich mich an meinem neuen Set auch optisch lange Zeit freuen.
Für ein Allroundset würde ich nach Allroundgrößen Ausschau halten, also typischerweise ne 20er oder 22er Bassdrum (meine Wahl wären 22 Zoll, aber hier gibt es auch viele, die 20 Zoll für die optimale Allroundgröße halten). Mein Geschmack wäre dabei eine eher geringe Tiefe von 14 bis 16 Zoll, das macht gut Dampf, ist aber vom Handling angenehmer als lange "Kanonenrohre".
Dazu ne Tomkombination von 12/14, 12/16 oder 13/16, aber auch da gibt es "Abweichler" wie z.B. Benny Greb mit 10/16, der nun wirklich lecker klingt.
Eine wichtige Frage wäre noch die Art der Spannreifen. Willst du eher nen knalligen, attackreichen Sound, sind Die Cast Hoops ne gute Wahl (z.B. häufig serienmäßig bei Tama und Gretsch), wenn es eher in die wuchtige, bassige Richtung gehen soll, nimm Triple Flanged Hoops. Oder teste dich durch exotischere Varianten wie S-Hoops, SIngle Flanged Hoops oder Wood Hoops. Gibt es alles auch auf Toms, ist aber vermutlich dann weniger Allround. Wenn du eher im leiseren Lager zuhause bist, können dünne Kessel von Vorteil sein, für Powerrocker darf die Wandstärke auch dicker ausfallen.
Auf jeden Fall finde ich die Aussicht, das neue Jahr mit einer solchen Aufgabenstellung zu beginnen, beneidenswert und wünsche dir ganz viel Spaß dabei.