Hier vom großen Meister demonstriert: Steve Gadd: Things Ain't What They Used To Be - YouTube
Das ist ganz große Kunst!
... aber kein Swing
Klar kann man die Nummer als Shuffle spielen, im Fall von Steve Gadd auch logisch, der ist ja nu nicht unbedingt als Swing-Spezialist bekannt. Der Tipp vom Trommelmann ist aber trotzdem gut.
trommla hast du mal ein Beispiel bei dem Softlys A-Teil als Latin gespielt wird
Ich glaube, das war tatsächlich unsere eigene Interpretation, auf die irgendwer spontan kam. Wechsel zwischen straighten und swingenden Parts kommen aber bei verschiedenen Standards vor z.B. Night in Tunisia oder Caravan.
Hab mir dieses Jahr nen Schlagschrauber zum Reifenwechsel gegönnt, dieses mühsame Radmutter runter- und wieder raufschrauben ging mir schon lange auf den Sack. Ist ja auch was für die Musik, schließlich reden wir von meinem XXXL Rollencase, mit dem ich mein Equipment zum Gig transportiere.
Wie, 4 Stunden alt, und es hat sich noch niemand zu Wort gemeldet???
Dann will ich mal der erste sein, der dir ein paar Kommentare da lässt.
Schöne gediegene Auswahl an Nummern, die sich gut eignen, um so ein Grundgefühl für traditionelles Jazzdrumming zu entwickeln. Nicht zu schnell, nicht zu kompliziert, schöne eingängige Melodien. Komisch, bei Softly war ich erst mal irritiert, weil wir das im A Teil immer als Latin gespielt hatten, und ich hatte gar nicht mehr auf dem Schirm, dass man das auch anders machen kann
Gut, nun zu deinem Drumming. Fnde ich für jemanden, der quasi noch nie vorher Jazz gespielt hat, gar nicht schlecht. Mir sind die Becken etwas zu dominant, was aber auch an der Mikrofonposition liegen kann. Insgesamt konzentrierst du dich (noch) auffällig auf's Timekeeping und wenig aufs Comping, was anfangs gar nicht schlecht ist. Die Time könnte für mein Gefühl etwas leichtfüßiger daherkommen, wie man das im Jazz halt so gewohnt ist. Nicht alle Schläge gleich laut, sondern dieses typische Tanzen des Sticks auf den Becken, dazu die getretene 2 und 4. Das Ridepattern (ebenso Hihat) hört sich aktuell noch sehr konzentriert an, Ziel sollte es aber sein, es total beiläufig klingen zu lassen, auch durch sehr zurückgenommene Lautstärke. Dazu dann o.g. Comping, bei dem vor allem die linke Hand Melodieführung bzw. Phrasierung des Solisten auf der Snare (Toms, Hihat, whatever) unterstützt. Das ist natürlich ein Prozess, in dem man als Drummer einerseits seine Bandkollegen musikalisch einschätzen lernt, andererseits auch ein Standardvokabular entwickelt, was zu den allermeisten Solisten passt. Dadurch bekommt der Zuhörer den Eindruck, man sei total aufeinander eingespielt, weil gewisse Noten gemeinsam akzentuiert werden, obwohl man vielleicht zum ersten Mal gemeinsam spielt. Wichtig: immer auf den Solisten hören und an den wichtigen Stellen rhythmisch bei ihm sein.
Insgesamt würde ich mal sagen, es klingt genau so, wie es bei den meisten Drummern geklungen hat, als sie anfingen, Jazz zu spielen. Dranbleiben, das wird!
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Oh, hatte ich noch nie gesehen, dass T. die Dinger gelistet hat. Hab aber vorhin gelesen, dass DS inzwischen doch versucht, global aufzutreten. Würde ja passen.
Für mich fiele DS augenscheinlich sofort raus, da offensichtlich nur ungebohrte Bass Drums angeboten werden. Und es bliebe die Suche nach dem Alleinstellungsmerkmal. Auf jeden Fall gibt's nette Finishes, mit der Lackspritze können se umgehen.
Die 10,5 mm sind eigentlich Standard bei Floortom-Beinen. Hab mir bei meinem Catalina und beim Sonor solche Teile nachgerüstet, ging zwar beim Sonor etwas streng drauf, hat aber funktioniert. Optisch gibt's eh keine ansprechenderen Lösungen zum Nachrüsten, aber da unten sieht's keiner.
Sind das überhaupt originale Gretsch- Brackets? Das Catalina Jazz hatte zu der Zeit beispielsweise die Brackets mit der rautenförmigen Grundplatte. Wäre überraschend, wenn man innerhalb der Catalina-Reihe zur gleichen Zeit unterschiedliche Kesselhardware verbaut hätte. Wir sind ja hier nicht bei Sonor
Erfahrungen hab ich damit keine, aber die Firma ist schon ne ganze Weile auf dem Markt. Erstmalig bin ich glaube ich Mitte der 2000er drauf aufmerksam geworden.
Bei mir hat sich der Eindruck sehr ordentlicher Drums festgesetzt, die es im Wesentlichen aber nicht über Italiens Grenzen hinaus geschafft haben. Ob das so gewollt ist oder man nicht konkurrenzfähig ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das Problem solcher Sets ist halt immer, man kann sie kaum weiterverkaufen, wenn man sich mal verändern will. Und dann sollte man schon überlegen, ob die Dinger einen Mehrwert gegenüber gängigen Herstellern bieten, der das rechtfertigt.
Gibt es denn einen deutschen Vertrieb, über den zumindest die Ersatzteilversorgung sichergestellt ist?
Aber vielleicht wurden diese Teile im Laufe der Jahre auch geändert
Davon ist wohl auszugehen. Es gab bei den Catalinas ja diverse Facelifts mit Änderung des Hardware-Designs, bei denen auch funktionale Defizite korrigiert worden sein können. Hast du Fotos deiner Brackets? Dann könnte ich mal vergleichen. Am besten solche, wo man auch Details der Klemmung sieht (oder wenigstens ahnt 😉)
Wenn du eh eine direkte Klemmung bevorzugst, führt m.E. kaum ein Weg dran vorbei, die Brackets zu tauschen. Theoretisch könnte man zwar ggf ein Gewinde ins Loch schneiden und dann passende Gewindeschrauben einsetzen. Aber für 13 Euro/Stück bekommst du komplette Brackets von Gibraltar neu, da lohnt m.E. der Aufwand einer Individuallösung nicht. Zumal die Beschlagteile der Catalinas eher "Leichtbauweise" sind und du gar nicht weißt, ob sie den Bearbeitungsversuchen mit dem Gewindeschneider standhalten.
Physiotherapeuten und Ärzte können da sicher genauer Auskunft geben. Kann bei Gelegenheit ja mal einen fragen ...
Gute Ärzte werden das ebenso evidenzbasiert beurteilen. Da es vermutlich hierzu keine Studien gibt (Drummer gibt es schlicht viel zu wenige, als dass man über Aufwand und Kosten für Studien nachdenken würde), wirst du auch dort nur eine halbwegs belastbare Antwort erhalten, wenn schon mal Schlagzeuger von ihnen wegen durch Drumming ausgelösten Beschwerden behandelt wurden.
Aber klar, fragen kostet nix, wenn es dir sooo wichtig vorkommt.
An meinem Catalina (etwas jünger, ich meine 2012) hab ich keinerlei Probleme. Hab auch diese (L)Ösung, wenn ich das grad richtig im Kopf habe, werd nachher mal nachschauen. Kann es sein, dass du deine Standtoms auf unorthodoxer Höhe hast, wo die Beine keine Riffelung haben?
Davon abgesehen denke ich allerdings schon, dass OH grundsätzlich eine natürlichere und auch gesündere Körperhaltung am Schlagzeug erlaubt. Zumindest beim Spielen auf der Hi-Hat.
Genau das meine ich mit meiner Kritik. Wo ist die Evidenz für diese Behauptung? Hat jemals irgendein Fachmann diese Aussage überprüft?
Mich strengt OH deutlich mehr an, obwohl ich meine linke Hand versuche zu trainieren. Ich empfinde die Haltung meines linken Armes auf der Hihat als spürbar unkomfortabler. Also kann ich behaupten, für MICH ist OH unnatürliche und ungesünder (was immer das praktisch bedeutet) als Überkreuz. Jeder Versuch der Verallgemeinerung ist Spekulatius. Damit bin ich jetzt aber auch raus aus dem allgemeinen Rumphantasieren.
Bei mir alles wie die letzten Jahre. Erst ein paar Dinge auf dem Schirm gehabt (Gitarre, Snare, ein hübsches Becken), die ich mir selbst schenken könnte. Am Ende aber doch festgestellt, dass das Geld besser bei meinen Kindern aufgehoben ist, weil ich eh alles hab, was ich brauche. Und das schönste Geschenk für mich sind die strahlenden Gesichter meiner Töchter.
Aber du hattest ja grooven für dich zuerst definiert mit
Haha, ich merke gerade, dass selbst diese Definition gar nicht so eindeutig ist. Wobei Gadd dem schon gerecht wird, Greb aber definitiv nicht, da bin ich bei dir. Muss wohl selbst erst mal rausfinden, warum ich Gadd und Greb geil find, Philips und Hessler hingegen stocklangweilig. Wobei, nö, Hessler find ich hochinteressant, wenn es z.B. um die Hintergründe des Basler Drummings geht. Aber sein Bandzeuch geht mir am Allerwertesten vorbei.
Bei deiner Haltung zum Thema lese ich schon irgendwie eine Voreingenommenheit und Hang zum Verteidigen der eigenen Spielweise und (durchaus nachvollziehbaren) Überzeugung heraus. Die m.E. gar nicht notwendig sind.
Dann liest du falsch
Ne, ich finde tatsächlich, dass jeder so machen sollte, wie er/sie es für angemessen hält. Ich lasse mir nur ungern erzählen, dass OH "viel ergonomischer" sei. Das stimmt nämlich für mich schlicht und einfach nicht. Ich spiele durchaus ab und an mal OH, um die Kopplung von Abläufen etwas aufzubrechen. Aber MIR bringt es für MEINE Spielweise und MEINE Musik nullkommanull Vorteile, es regelhaft zu praktizieren. Und ich finde es unfair vor allem gegenüber Anfängern, ihnen ständig erzählen zu wollen, was für sie besser ist. Eher trifft das umgekehrte zu, die OH-Player, da in der deutlichen Minderheit, scheinen andauernd betonen zu müssen, weshalb ihr Weg der überlegene ist. Was natürlich völlig normales Verhalten für Menschen ist, die sich abseits der Norm bewegen, da man nicht die schweigende Akzeptanz der Mehrheit hinter sich weiß.
Den sehr subjektiven Eindruck von "Groove" an einer Technik ausmachen zu wollen, naja.
Hab ich nicht getan
Groove hat mit OH nicht viel zu tun, nur haben mich halt die Protagonisten dieser Mode und deren Genres nie sonderlich beeindruckt, daher habe ich intuitiv wenig Verlangen gehabt, sie imitieren zu wollen. Meine Vorbilder spiel(t)en alle über Kreuz. Nenn's meinetwegen altmodisch, mag durchaus sein.
Mich nerven einfach diese Versuche, das eine oder andere mit rationalen Scheinargumenten begründen zu wollen, deshalb provoziere ich ein bisschen. Eigentlich kann man nämlich die Frage eines Anfängers, was sinnvoller sei, ganz einfach beantworten: "Probier aus, womit du dich wohler fühlst". Mehr braucht man nicht sagen, und mehr gibt's auch im Grunde nicht zu sagen. Wurde hier ja auch schon festgestellt.
Benny Greb groovt wie Hund, "obwohl" er sehr oft bzw. in deinem Sinn ununterbrochedn frickelt und ganz viel ghostet. Oder Gadd
So unterschiedlich kann man Dinge wahrnehmen. Sowohl Greb als auch und besonders Gadd empfinde ich im Gegensatz zu den übrigen als Drummer, die ihre Technik nicht zum Selbstzweck einsetzen.
Von Gadd gab es in den 80ern in D&P oder Fachblatt mal ein Zitat, dass er zwar vermutlich Dinge spielt, die nicht jeder kann, aber er immer versucht, sie einfach klingen zu lassen, damit jeder das Gefühl hat, sein Spiel verstehen zu können. Also ziemlich das Gegenteil dieser Schneller-Höher-Weiter-Angeberei. Das war damals im Grunde wie heute einer meiner größten Einflüsse, weshalb mich Schlagzeugartisten und Bpm-Fetischisten einfach nur anöden.
Aber fragen wir erst mal andersrum: Wer groovt denn auffällig für dich (damit man weiß, wovon du sprichst)?
KÖNNEN tun die drei genannten es mit Sicherheit, wenn sie müssen. Nach meiner Definition ist ein Groovedrummer halt das Gegenteil vom Frickeldrummer. Jemand, der den Groove ohne Schnörkel und Eskapaden auch mal minutenlang durchzimmert, ohne dass ihm und dem Zuhörer fad wird. Ob du jetzt die alten Motowndrummer wie Zigaboo nimmst oder Frank Beard mit seinen grandiosen Texas Shuffles, ist gar nicht so wichtig. Auch Chad Smith, der in Montreal auf dem Drum Festival einfach mal kommentarlos 5 Minuten ohne Wenn und Aber stoisch nen Groove nagelt, während andere wild solieren.
weil das, was und vor allem wie man es auf der Snare macht imho in der Regel für den Groove etwas wichtiger ist, als was man auf der HH macht. Nur so ein Gedanke ...
Seh ich komplett anders. Was nen Groove ausmacht, ist der gleichmäßige Flow, der ohne Holpern läuft und läuft und läuft. Die Leitplanke für den Groove ist m.E. die unbeirrbare Führhand, während die andere Hand je nach gewünschtem Ausdruck unterstütz (Backbeat) oder kontrastiert (Synkopen). Beides verzeiht gleichermaßen minimale Irritationen der Time eher, als wenn die Führhand zu stolpern beginnt. Wobei man die Führhand nicht von der Bassdrum loslösen sollte, denn von unten kommt ganz wesentlich der Puls.
Wie machen Kinder es? Die sind immer ein guter Indikator, was wirklich natürlich ist. Wenn ein Kind zum ersten Mal an einem Schlagzeug sitzt - wohin schlägt es intuitiv mit welcher Hand?
Bin mir nicht sicher, ob man das so pauschal postulieren kann. Nicht immer ist das, was intuitiv geschieht, auch am effektivsten. Dazu fällt mir immer ein Freund ein, der lange Zeit aktiver Kendoka war, ich glaube zweiter oder dritter Dan. Er hat mir mal erklärt, dass die meisten Anfänger intuitiv ihr Schwert mit der starken Hand greifen und mit der schwächeren führen wollen. Der Kendoka lernt aber, es genau umgekehrt zu tun, da die "starke" Hand vor allem feinmotorisch überlegen ist (Zielgenauigkeit), wohingegen die schwache Hand durchaus die erforderliche Kraft für den Schlag aufbringen kann (Impuls).
Übertragen aufs Drumming muss m.E. die Führhand dynamisch viel facettenreicher agieren als die "sekundäre" Hand auf der Snare, die im Grunde mit zwei Dynamikstufen innerhalb eines Beats gut bedient ist. Laut für alle Akzente, leise für dazwischen liegende Ghostnotes. Natürlich bedarf es etwas Übung, die Ghosts auch wirklich leise, fast unhörbar, zu spielen. Und selbstverständlich sollte man den jeweiligen Groove in unterschiedlichen Dynamikabstufungen spielen können. Vielen Freizeitdrummern fällt es schwer, auch leise zu grooven, weil sie genau das nie wirklich geübt haben.
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