Beiträge von trommla

    Hast du das denn auch aus FOH-Perspektive so beurteilt?

    Natürlich ... nicht ;) Aber ich frage eigentlich immer bei kompetenten Ohren nach, entweder die Mischer, mit denen ich vorher abgesprochen habe, meine Mikros zu verwenden. Oder Musiker*innenkolleg*innen im Publikum (das Gendern konnte ich mir nicht verkneifen). Am besten beides.

    Wie gesagt liegt mein Fokus dabei auch nicht auf bestmöglichem, sondern auf praxistauglichem Sound.

    Klirrige und nervige (China-)Höhen sollte man m.E. allerdings schon meiden.

    Das meinte ich oben mit "schlecht klingen". Und mit der Stilistik hast du mich jetzt natürlich voll erwischt. Ich komme mit etlichen Stilen von Jazz bis Classic Rock klar. Aber Metal musste ich noch nie, kann ich auch nicht spielen. Und werde ich wohl auch nicht mehr lernen. Falls doch, hab ich nen Koffer voller Tommikros im Keller. Und mein D6 wär auch Mättl-tauglich. :D

    Viele tolle (und sehr subjektive?) Tipps hier. Mir stellt sich bei solchen Verläufen immer die Frage, ob es nicht letztendlich halbwegs egal ist für den genannten Einsatzzweck. Ich selbst hab meine Sets ohne Close Miking live aus meinem Fundus schon abgenommen mit NT5, Opus 52 und M201, und ich würde jedes Mal sagen, dass der Gesamtsound der Drums im Bandgefüge bei allen Varianten profitiert hat und es keinen Anlass zu Kritik gab. Natürlich gibt es immer Möglichkeiten, das Ergebnis noch zu verbessern, allerdings stelle ich in den Raum, dass das nicht gelingen wird, so lange man ein günstiges Mikro gegen ein anderes tauscht. Ich lasse mich von den Recording-Profis gerne eines besseren belehren, aber zur gelegentlichen Live-Abnahme nehmen sich die gängigen Budget-Pärchen von 200 bis 300 Euro nicht wirklich viel.


    Im Studio mag man zwar eher Nuancen erkennen, die für den Anwender den Ausschlag geben, aber auch da scheint mir, dass ein wirklich spürbarer Sprung erst auftritt, wenn man die Preislage oder die Bauform wechselt. Wenn ich da nen tollen Sound möchte, greife ich nicht unbedingt zu irgendwelchen Kleinmembranern, sondern halt zu Großmembranern oder Bändchen für deutlich mehr Asche.


    Vielleicht bin ich aber auch zu anspruchslos? Ich würde eine Kaufentscheidung mehr von der Verfügbarkeit und wirtschaftlichen Gedanken abhängig machen als von Empfehlungen. Insbesondere, da guter Klang sehr viel schwerer objektivierbar ist als schlechter. Oder anders ausgedrückt, es ist immer relativ verlässlich, wenn man gehäuft hört oder liest, Finger weg, die Mikros klingen sch***. Die Aussage, Mikro A klingt ok, Mikro B aber besser, finde ich hingegen wenig verwertbar, da meine Vorstellung von Klangästhetik genau entgegengesetzt sein kann. Ich glaube, jeder der sich mit Sound befasst, hat solches schon mehr als einmal erlebt.


    Insofern einfach ne Liste aller hier genannten Modelle machen, die Mikros streichen, bei denen irgendein Ausschlußkriterium zum Tragen kommt, durchrechnen, welche Kombinationen ins Budget passen, Verfügbarkeit neu und gebraucht prüfen, und dann kaufen, was gefällt. Einen Fehler machst du auf dem Weg mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.


    👍 hab ich für 40€ auf Kleinanzeigen ergattert 😉

    Und, bist du zufrieden?

    SM58 für Snare würde ich lassen, ist zwar die gleiche Kapsel wie Sm57, aber man kommt nicht nah genug ran

    Kann man m.E. so pauschal nicht sagen. Wenn du einen Sound bevorzugst, bei dem der Korb schon am Fell "klebt", bist du mit dem SM57 etwas im Vorteil. Die wenigsten Drummer und Tontechniker gehen meiner Erfahrung nach so dicht ans Fell, da die Betonung der Oberschwingungen gar nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Insofern klappt das mit dem SM58 durchaus annehmbar. Ich würde allerdings den umgekehrten Weg gehen und einfach mal auf dem Gebrauchtmarkt schauen, welches der einschlägigen Snaremikros gerade günstig zu schnappen ist. Die Soundunterschiede spielen an sich erst ne Rolle, wenn man wirklich Wert auf produktionstechnische Feinheiten legt. Für erste Erfahrungen und primär Liveabnahme tut's jedes von denen. Möchte noch das Beyerdynamik M201 nennen, welches etwas zurückhaltender klingt, aber sehr vielseitig und zur Not (als dynamisches Mikro) auch mal als Overhead nen brauchbaren Job tut.

    Weniger ist mehr. Leg Dir ne Grenzfläche in die BD. Dann sparst Du Dir auch nen Ständer

    Für mich aktuell der Geheimtipp: Behringer BA 19 A. Hab vor einigen Monaten für deutlich unter 100 Euro eines gekauft, mehr Sound gibt es nicht für's Geld. Man kann sogar umschalten zwischen Pre-EQ ("Badewanne") und linear. Als Badewanne in der Bassdrum hast du ein unkompliziertes, modernes Signal, was zwar geringfügig anders als z.B. das Shure Beta 91 klingt, aber nicht besser oder schlechter. Ist ne Geschmacksfrage.

    live wird meistens zuerst die Bassdrum verstärkt (Stichwort kleine Gigs mit 30-50 Zuschauern)

    Für kleine Gigs im Freien machen Overheads ggf. schon Sinn, um den Drumsound etwas anzufetten. Man wird zwar in Bühnennähe sicher was von den Drums hören, aber gegen verstärkte Vocals und Amps klingt's mit OH's für meinen Geschmack schöner. Bei Kondensern bei Open Air an Poppschutz denken, sonst gib's tolle Windgeräusche über die PA.

    Was Trommla meint, ist sinnvoll, der Ausgangspunkt ist so ein Anderer:


    Wenn man die Hihat separiert betrachtet und deren Treten auf dem Off-Beat als gesonderte Zusatzbewegung zu Handsatz und Bassdrum ansieht, wirds anfänglich tatsächlich eventuell hakelig.


    Viel einfacher ist es, die Bewegung der Füsse als einheitliche ("Geh"-)Bewegung anzusehen und über den abwechselnden rechterFuss-linkerFuss-Ostinato den Handsatz drüberzulegen. (Das ist dann tatsächlich so, als wenn ich gehe und dazu nsp. klatsche.)


    Zusätzlich kann man das Erlernen der Unabhängigkeit auch noch dadurch erleichtern, dass man nicht nur die Füsse bewegt, sondern wirklich die ganzen Beine (und so anfänglich regelrecht im Sitzen aufstampft) Die Bewegung "unten" ist dann weniger störanfällig und läuft ebenmässiger-stabiler.

    Danke für die gute Übersetzung ;)

    Ne ich versuch nur, die Sachen nicht zu verkopft anzugehen und alltagstaugliche Eselsbrücken zu finden. Abwechselnd rechts und links aufzutreten tun doch wirklich die meisten Menschen jeden Tag, oder? Anders wäre es, wenn der Offbeat mit der Hihat unabhängig laufen müsste, da könnte ich jede Irritation verstehen.

    Was ist das Problem mit der Hihat auf "und"? Stell dir einfach vor, du läufst durch die Gegend, da bewegst du auch rhythmisch beide Beine abwechselnd. Kannste beim Train ebenfalls machen.

    1 und 2 und 3 und 4 und.

    Auf jede Zahl ne Bass Drum, auf jedes "und" ne Hihat treten. Schon läuft das sauber durch. Oder stolperst du im Alltag durchs Leben? ;)

    Okay, aber wenn du jetzt dazu trommeln müsstest, würde sich doch ein Train Beat gut machen, oder?

    Abso-fucking-lutely ;)


    Kannst du 😅 und wenn er blöd schaut, schickst ihm dieses Tutorial 😂

    Danke, wusste ich nicht, hab noch nicht mal nen herausragenden Country-Klampfer, mit dem ich gespielt habe, davon sprechen hören. Schön, dass man immer dazu lernt.


    das es imho keine feste "Regeln" gibt,

    ...sagen meist die Leute, die entweder keine Ahnung haben oder sich schwer tun, Regeln zu akzeptieren. Als Musiker in den einschlägigen Genres weiß man i.d.R. recht genau die verschiedenen Varianten des Trainbeats anzuwenden. Da Country nicht gerade die progressivste Musik auf dem Erdball ist, dürfte sich der Bedarf an "freigeistigen" Interpretationen eher in Grenzen halten.


    genauso wenig wie Den (einen, richtigen) Trainbeat.

    ... hat imho auch niemand behauptet

    Ist doch auch ein Train Beat, oder? Also einer ganz ohne Drums!

    Also wenn ich nach Train Beat google, erhalte ich nur Ergebnisse zum Thema Drums. Ich gehe, ohne eine allgemeingültige Festlegung zu kennen, davon aus, dass Train Beat genau diese Gruppe von Schlaugzeuggrooves meint, nicht das zugrunde liegende Feeling. Insofern wäre die Antwort auf deine Frage ein klares Nein. Es gibt keinen Trainbeat ohne Schlagzeug. Oder hat schon mal jemand zum Gitarristen oder Bassisten gesagt "Spiel mal nen Train Beat"?


    Man sollte zwei Dinge nicht verwechseln. Während z.B. Swing, Reggae oder Bossa sowohl einen Schlagzeuggroove als auch einen Musikstil bezeichnet, ist das beim Train nicht der Fall, soweit ich weiß. Ebensowenig beim Second Line, was eindeutig und historisch gewachsen eine bestimmte Art des Drummings bezeichnet.


    Ich gebe zu, ich kann das auch nur aus Erfahrung und Internetrecherche einschätzen, habe nämlich kein vollständiges "Kompendium der musikalischen Stile unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung des modernen Drumsets", erschienen beim Verlag "Voggenreiter Beliefe & Science" o.ä.

    orinocco

    hab leider schon wieder mal Probleme zu verstehen, was du uns mitteilen möchtest.


    Lexikon75

    Um mich selbst zu zitieren

    Generell ist Trainbeat auch so ein Ding, das man schlecht in Noten transportieren kann, weil es wesentlich vom richtigen Feeling abhängt.

    Und Feeling für die Musik bekommt man nur durch hören und spielen. Nicht nur mal eine Lektion im Lehrbuch, sondern intensiv über längere Zeit, am besten gemeinsam mit anderen Musikern. Die spiegeln dir nämlich ziemlich unmittelbar, ob das Feeling stimmt oder nicht. Zumindest, wenn wir von einigermaßen guten Musikern sprechen.


    Wenn die Möglichkeit nicht gegeben ist, helfen Playalongs sicher auch erst mal. Aber wichtiger als spielen ist m.E. bewusst hören. Wenn ich ein Konzert aus einem mir wenig vertrauten Genre spiele, hilft mir davor immer intensiv hören, um das Vokabular der entsprechenden Stilistik zu lernen. Meist hakt es zumindest bei mir nämlich nicht an der technischen Umsetzung, sondern am Verständnis.

    Oh wait… am Ende spielt er mit der rechten auch auf dem Ride.

    Aber das ist dann kein Train mehr. Das zeigt er ja vorher auch mit dem Double Shuffle (=Texas Shuffle). Verschiedene Beats, die trotzdem das Feeling weiterführen, und wie man es im Country (-Rock) häufig anwenden kann.

    Also kein Grund für Verwirrung. Ich denke, wir können uns (ohne den Segen des Weltschlagzeugrates) darauf einigen, dass ein Train Beat auf der Snare gespielt wird, man ein passendes Feeling aber durchaus auch mit anderen Orchestrierungen erreichen kann und dieses sich dann gut mit nem Train kombinieren lässt. Alle einverstanden?

    Ist es üblich, dass man einen Trainbeat auch als Paradiddle spielt? Wenn man auf der HiHat spielt wäre es von Vorteil, wenn man mit Rechts auf die Snare geht.

    Nein, ist es sicher nicht, denn damit kommt der Sache das Rollende abhanden. Ein Zug mit Achsschaden ;)

    Aber s.o. typischerweise spielt man nen Train nur auf der Snare.


    Statt über Handsätze zu grübeln, wäre es vermutlich hilfreich, wenn du dir mal Songs mit Trainbeats anhörst, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Es ist nämlich nicht nur das Spielen von 16teln auf der Snare mit Betonungen auf der UND, sondern häufig kommen beim Train noch bestimmte Elemente dazu wie beispielsweise bei jedem 4ten Akzent ein "Vorschlag", also zwei Akzente hintereinander auf 1 e + e.


    Generell ist Trainbeat auch so ein Ding, das man schlecht in Noten transportieren kann, weil es wesentlich vom richtigen Feeling abhängt.


    Edit: Wenn man's beherrscht, geht auch der Paradiddle, und ich muss meine obige Aussage revidieren 8| 8|

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    Du hast auch Recht: im Original von Locomotive B. ist immer ein Leer-Takt mit nur Bass Drum und Hihat.

    (Auch ich hätte allerdings - wie alle anderen - schwören können, dass da ein 8tel Tom Puls durchgeht. Liegt wohl daran, dass man die spätere Live-Version mit Barriemore Barlow besser im Ohr hat, als das tatsächliche Original: BB spielt da nämlich die von vielen erinnerten 8tel - auch alle anderen Tull Drummer später).

    Wow, danke, das war mir nicht bekannt. Dann befinde ich mich mit meiner Fehleinschätzung wenigstens in guter Gesellschaft. Locomotive Breath ist aber auch ne Nummer, die ich mir daheim NIE anhöre, weil man sie eh ständig im Radio hört. Zumindest als "Best-Ager", der Sender mit Rockklassikern bevorzugt.



    Die Snare liegt nicht auf dem "Und", sondern in dem Ausschnitt ein 16tel weiter.


    Spannend, ich hör das wieder ganz anders (die Elvis Nummer). Für mich klingt der beat so: 1+a 2+a 3+a 4…. Wobei ich den Puls stark auf 1 und 3 höre, als ob die snare auf 1 und 3 kommt.

    Habt ihr vielleicht nur den Drumtrack gehört? Mit Gesang und Band sollte man anhand der harmonischen Abläufe erkennen können, wie der Hase läuft, nämlich das die Bass Drum den Viertelpuls spielt und die Snare auf 1 UND kommt. Man braucht also keine Vermutungen anstellen, sondern einfach der Musik lauschen. Find ich jetzt nicht sooo herausfordernd.


    Für mich ist halt trainbeat immer auf der snare gespielt, ich käme nicht auf die Idee einen Beat mit 16tel auf der HiHat, egal wie betont, als trainbeat zu bezeichnen.

    Interessant, geht mir genauso, obwohl es vermutlich wie für so vieles keine festgeschriebene Definition gibt.

    Jedenfalls schafft es Ronnie Tutt in der Aufnahme, einen Trainbeat erklingen zu lassen, ohne einen zu spielen. Ich behaupte, ohne exaktes Hinhören hätte ich auf nen Trainbeat geschworen.

    beeindruckend wie es einigen Drummern/Drummerinnen leicht fällt in einen Song einzusteigen und dann nach mit so einem Beat.

    Die eigentliche Leistung ist an der Stelle, die Eins zu treffen, ohne vor Schreck den Kaffee zu verschütten. Der Groove an sich ist nicht schwer, wenn man regelmäßig solche Genres spielt. Nicht viel anders als ne beidhändig gespielte 16tel Hihat. Nur viel cooler ;)

    Folsom Prison Blues

    Eher Mystery Train vom King. Für Folsom zu schnell und falsche Tonart. Wenn dann deutlich bearbeitet.


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