Beiträge von trommla

    Vielleicht gibt es so etwas ähnliches auch in der Geschichte des Schlagzeugspielens. Dass sich Ideen, Überzeugungen, wissenschaftliche Aspekte und irgendwelche Zwänge von außen eingemischt haben und eine gewisse Natürlichkeit nicht genug beachtet wurde.

    Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, wie ich deine Aussage in Bezug zum Tennis stellen soll. Meinst du damit, OH sei das natürliche, physiologische Bewegungsmuster, welches in früheren Jahrzehnten übergangen worden ist? Bei matched vs traditional könnte ich dem folgen, bei OH eher nicht. Bezüglich OH fiele meine Interpretation genau umgekehrt aus, dass nämlich OH im Bestreben, noch "schneller - höher - weiter" zu trommeln, auf aufgepfropften Scheinargumenten basiert und deshalb (oder dennoch?) bei der Mehrzahl der Drummer bestenfalls als Option für ausgefallene Orchestrierungen angesehen wird.


    Zumal für meinen Geschmack keiner der hochgelobten OH-Protagonisten auffällig grooved, ob nun Philips, Hessler oder Cobham. Letzterer noch am ehesten, aber der ist auch gebürtiger Linkshänder. Vielleicht bin ich aber auch zu einfach gestrickt für solche Perspektiven. Ich will einfach, gerne in ganz simplen Taktarten und ohne Theoretisieren, dass Zuhörer und vor allem Mitmusiker zu meinem Drumming in Tanz- oder zumindest Wipplaune verfallen. Ich steh aber auch auf Lieder mit eingängiger Melodieführung, die man sofort mitsummen kann ;)

    Unterhalten sich zwei Drummer:

    "Du, wie ist denn die Subdominante von F?"

    "Idiot, F ist die Subdominante!!!"


    Sorry, musste sein bei dem Threadtitel.


    Spielst du denn ein Harmonieinstrument oder steht dir eins zur Verfügung? Finde es enorm schwer, sich nur theoretisch damit zu befassen, wenn man es an keinem Instrument umsetzen kann, wie ja Der Dührssen auch schon sagt. Ob nun Keyboard oder z.B. Gitarre, finde ich nicht so wichtig, halt das, womit du dich vielleicht schon ein wenig auskennst. Selbst auf ner Quetschkommode kann man mehr als Polka und Tango spielen.

    bzw. sie grundsätzlich verpackt zu transportieren.

    Versteh eh nicht, dass man immer wieder Drummer sieht, die ihr Set ohne Verpackung zum Gig schleppen. So sehen die dann auch meist aus, und dann leuchtet es sogar ein, weshalb manche Kolleg*innen ihre guten Sets nicht für live hernehmen.


    Übrigens solls vor Weihnachten wärmer werden, also am besten nach einem Blick in die Wettervorhersage zügig bestellen, dann liegt die Protean vielleicht sogar noch ohne Eiszapfen unterm Christbaum ;)

    Konsequent ist natürlich, alles fest mit dem Untergrund verbinden (u.a. bei Chad Smith gesehen) oder mit viel Tape festzukleben (u.a. bei Randy Cooke gesehen).

    Das sind auch alles Leute, die ihre Sets nicht selbst aufbauen müssen. Für den Feld-, Wald- und Wiesendrummer eher nicht zu empfehlen, wenn du gelegentlich auf kleineren Festivals schnell auf- und wieder abbauen musst.


    Tatsächlich bin ich grad ehrlich froh, kein Metaller zu sein. Dieser völlig unnötige Riesenaufbau, den man da braucht. Schlepperei und Auf/Abbau gehören nicht zu meinen Lieblingsdisziplinen, da üb ich lieber Paradiddles ;)


    Im übrigen wundere ich mich, wie ein Snareständer wandern soll. Der ist doch zentral auf dem Teppich zwischen Bd, FuMa und Hihat ziemlich eingesperrt. Also wenigstens bei mir. Und dann wirkt die Kraft auch noch von oben.

    Ich bin da auch eher zurückhaltend. Selbst wenn die Sticks nicht sofort brechen, habe ich wenig bis nichts davon, wenn die Tips nach zwei Songs weichgeklöppelt sind. In Jugendjahren hatte ich mal ne Maple-Phase, und mir gefiel das Spielgefühl damals wirklich nicht schlecht. Aber die Haltbarkeit stand schon deutlich hinter den Pendants aus Hickory zurück.

    Wird wahrscheinlich nur nicht alle vor Ort haben.

    Warum muss es unbedingt Tama sein?

    Ersetze "wahrscheinlich" durch "sicher", das dürfte stimmen ;)

    Ich bin da sehr bei m_tree, Marke spielt keine große Rolle, geh in nen Laden und kauf, was dir gefällt. Für die meisten Drummer und Situationen muss ein Snarestand nicht viel können außer stabil zu halten. Ich wüßte nicht, weshalb man knappe 200 Euro dafür ausgeben sollte, wenn U100 auch taugt.


    Btw hab mir dieses Jahr einen Millenium-Ständer als Fünftausstattung geholt und bin selbst da sehr positiv überrascht. Wenn Geld ein Thema ist, tuts sowas genauso. Vielleicht nicht für die nächsten 100 Jahre wie frühere Sonor, aber 20 Jahre sind auch ok.

    Der HS40 Stage Master reicht im Grunde für alles.

    Ich verwende genau den, sogar in einstrebig. Reicht mir auch völlig. Lediglich wenn du gelegentlich auf wackeligem Untergrund spielen musst, ist ein schwereres Modell vielleicht vorteilhaft. Zum regelmäßigen Transport waren mir irgendwann die teuren und schweren Modelle zu mühsam, daher suchte ich mir eine der leichtesten Varianten, die nicht Flatbase sind.


    Ob nun Snareständer Kugelgelenk oder andere Gimmicks haben, ist mir völlig wumpe. Charmant am Stagemaster empfinde ich die gefederten Böckchen, gerade für Toms.

    Interessante Fragestellung. Ich finde den Song sehr passend gemischt und wüßte nicht, wie ein der Weite angemessener Mix überhaupt realisierbar wäre. Eher ist mir das Feeling des Songs zu "städtisch" und ruft bei mir völlig andere Bilder hervor als weite Natur. Ich sehe eher marodierende Straßengangs oder andere, latent oder offen aggressive Szenen vor mir. Gerne auch ein Haufen Großstädter auf der Jagd nach dem besten Schnäppchen im Schlussverkauf 😉


    Mag wiederum auch sein, dass mich das Zuviel an Gefuddel der Instrumentalisten aggressiv macht, da ich kein Fan dieser exzessiv zur Schau gestellten Virtuosität bin, und es mir daher kaum Chancen lässt, ruhigere Emotionen zu empfinden. Wie auch immer, die Schere zwischen Bild und Ton empfinde ich ähnlich, nur eben nicht bezogen auf den Mix, sondern die Komposition.