Vielleicht gibt es so etwas ähnliches auch in der Geschichte des Schlagzeugspielens. Dass sich Ideen, Überzeugungen, wissenschaftliche Aspekte und irgendwelche Zwänge von außen eingemischt haben und eine gewisse Natürlichkeit nicht genug beachtet wurde.
Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, wie ich deine Aussage in Bezug zum Tennis stellen soll. Meinst du damit, OH sei das natürliche, physiologische Bewegungsmuster, welches in früheren Jahrzehnten übergangen worden ist? Bei matched vs traditional könnte ich dem folgen, bei OH eher nicht. Bezüglich OH fiele meine Interpretation genau umgekehrt aus, dass nämlich OH im Bestreben, noch "schneller - höher - weiter" zu trommeln, auf aufgepfropften Scheinargumenten basiert und deshalb (oder dennoch?) bei der Mehrzahl der Drummer bestenfalls als Option für ausgefallene Orchestrierungen angesehen wird.
Zumal für meinen Geschmack keiner der hochgelobten OH-Protagonisten auffällig grooved, ob nun Philips, Hessler oder Cobham. Letzterer noch am ehesten, aber der ist auch gebürtiger Linkshänder. Vielleicht bin ich aber auch zu einfach gestrickt für solche Perspektiven. Ich will einfach, gerne in ganz simplen Taktarten und ohne Theoretisieren, dass Zuhörer und vor allem Mitmusiker zu meinem Drumming in Tanz- oder zumindest Wipplaune verfallen. Ich steh aber auch auf Lieder mit eingängiger Melodieführung, die man sofort mitsummen kann ![]()