Beiträge von trommla

    stehe aber kurz davor mir das Sabian HHX Complex Promo Set zu holen. Bei den Becken fällt mir die Wahl irgendwie leichter als bei Trommeln :D. Gibt's dazu Meinungen?

    Um den Faden nochmal aufzugreifen, ich war vor 2 Jahren beim Thomann, um mit und für einen Kollegen ein Beckenset zu kaufen. An anderer Stelle hatte ich schon über meine Eindrücke geschrieben. Das Complex Promo Set war auch unter den Kandidaten.


    Zusammengefasst würde ich zwar vom Kauf eines Komplettsets nicht per se abraten. Wer aber schon ein einigermaßen geschultes Ohr hat, sollte sich so ein Set vor dem Kauf anhören. Bei den 8 Sets, die wir genauer unter die Lupe genommen hatten, überzeugten uns letztendlich nicht die, welche wir im Vorfeld anhand von Artikelbeschreibung und Soundfiles für Favoriten hielten. Seitdem weiß ich im übrigen auch, dass ich nicht der Paiste 2002 Typ bin ;)

    Für mich der beste Kompromiss zwischen Hub(p)raum und Transportfreude ist 22x14. Kann Jazz, kann Rock, kann für mich irgendwie alles, auch mal unverstärkt gegen ne Bigband an. Da finde ich ne 20er schon zu wenig (akustisch wie optisch). Man will ja nicht nur sehen, dass der Drummer ins Pedal tritt, weil's Frontfell vibriert.


    Welche Farbe? Am besten eine, die schön kontrastiert. Vintage Pearl, Black sparkle? Oder aber, man findet ein richtig historisches Teil mit Dings und Dongs, das macht immer was her. Am besten mit Motiv auf dem (Natur)frontfell und Innenbeleuchtung ;)

    Wow, ich bin ehrlich verblüfft. In der Masse habe ich das so bislang nicht gehört, ich kenne nur mehr oder weniger zufriedene Gretschspieler. Dann ziehe ich meine Einwände zurück und freue mich, dass es in meinem Umfeld offensichtlich noch niemand so arg getroffen hat.

    War gar nicht auf dich gemünzt, Andreas. Auch rostige Schrauben sollen ja erwähnt werden. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die bekannten Hersteller alle mit Wasser kochen und man keine Angst haben braucht, dass Gretsch nur Ärger macht.


    Mir scheint generell, dass Fernost-Hersteller, zumindest die etablierten, in Sachen Fertigungsqualität oft die Nase vor uns Europäern und vor allem vor den Amis haben. Ob das nun Tama, Yamaha, Pearl oder Mapex ist, man liest über die selten Klagen.

    Ich vermute, dass für die Entwicklung ein paar mehr Kisten mit ähnlich traurigen Resultaten entstanden sind, bis man wusste, welche Materialien in welcher Zusammenstellung und Verarbeitung einen reproduzierbar überzeugenden Sound liefern. Das ist einer der Vorteile industrieller Produktion. Bau noch ein paar, analysiere die Veränderungen, und du wirst dein Modell vielleicht auch irgendwann zur Marktreife bringen. 😉


    Auf jeden Fall drücke ich dir die Daumen, dass hier irgendein Nerd rumläuft, der so ein Teil nicht zum Spielen, sondern zum Zersägen gekauft hat und dir wertvolle Infos liefert. Ich kanns leider nicht 😞

    Wenn Gretsch so minderwertige Sets herstellen würde, wie hier suggeriert wird, wäre der Hersteller mit Sicherheit schon lange aus der Riege der Tophersteller verschwunden ;) Selbst mein billiges Catalina funktioniert seit einer Dekade absolut zuverlässig, und ohne sich in eine Rostlaube verwandelt zu haben.


    Manchmal wünsche ich mir, "Kaufberatung" fände im Forum etwas sachlicher und ergebnisoffener statt. Wenn Kolleg*innen stolz ihr erstes Set erworben haben und sich ein Loch in den Bauch freuen, freut mich das ebenfalls. Es taugt aber schon mangels nötiger Erfahrung kaum zur Entscheidungsfindung. Ebensowenig altgediente Kolleg*innen mit einer emotionalen Verklärung deutscher Wertarbeit.


    Ich habe selbst auch noch kein schlechtes Tama-Set erlebt, ebensowenig aber ein schlechtes Gretsch, Pearl oder Sonor. Sicher rutscht allen dieser Hersteller mal einer durch, dem einen etwas öfter, dem anderen fast nie. Wer genau dann "hier" schreit, hat verständlicherweise nen gewissen Frust.


    Für Interessenten sollte m.E. wichtiger sein, auf generelle Sachverhalte hingewiesen zu werden. Gibt es bauartbedingte Vor- oder Nachteile? Erfahrungen mit Ersatzteilversorgung? Einzeltrommelservice ggf. auch nach Jahren?


    Ich bin mit meinem ersten Set nie wirklich glücklich geworden, weil ich nur Mode und Marketing gefolgt bin (Hersteller A=hui, Hersteller B=pfui). Heute kann man sich glücklicherweise viel besser informieren und die Spezifikationen hinterfragen, statt über Hölzer oder "Asien-Schrott" zu philosophieren.


    Und dann idealerweise kaufen, was den EIGENEN Bedürfnissen am besten entspricht.

    Beim T gibt's momentan zum Pearl Masters Maple 3Piece einen Sabian AAX Promo Beckensatz dazu.

    Wenn nicht schon hervorragende Becken am Start sind, wäre das ein herausragendes Kaufargument. Günstiger bekommt man kein Profiset als Neuware. Da wär mir egal, ob ich noch ne Rosette nachrüsten müsste, und selbst ein schlichtes Schwarz wird da sexy ;)

    Qualitativ sind Pearl-Drums eh über jeden Zweifel erhaben.

    DIE Tom ist ne ähnlich in Mode gekommene Aberration wie die BASEdrum. Ich frage mich nur, ob ich mich bis in alle Ewigkeit drüber aufregen soll bzw. ob ich damit die Welt rette. Sprache verändert sich nun mal, ob zum Vorteil oder Nachteil ist höchst subjektiv, und ich bin nicht die Instanz, um darüber zu befinden.


    Glücklicherweise gibt es sprachliche Entwicklungen, die mich deutlich mehr nerven, ob das nun unsägliches "Denglish" ala Rezo und Co ist, oder der Verlust korrekten deutschen Sprachgebrauchs unter denen, deren Handwerkszeug die Sprache eigentlich ist (v.a. Journalisten). Erinnert sich noch wer an den Geh-nie-tief? ;)

    Viel nach bühne-rechts, weil der dortige Gitarrist gut kommuniziert.

    Das finde ich nen guten Hinweis. On Stage geht der Blick häufig zu den Mitmusikern, die ich als besonders aufmerksam empfinde. Das ist in jeder Bandkonstellation und auf jeder Bühne anders. Wenn die restliche Körperhaltung ausgewogen ist, sollte das nicht die Ursache für Fehlhaltung oder Schmerzen sein.


    (Ich darf mir kein Video mit mir selbst ansehen, da mein Kopf ständig wie bei nem Huhn ruckartig hin und hergeht. DAS sollte ich mal vor dem Spiegel üben :D)

    Klasse Tipp. Bei dem Preis kann man sich das ais kleinere Band auch leisten, gute 3 Euro im Monat ist echt machbar. Bei heutigen Proberaummieten fällt das wirklich nicht ins Gewicht.

    Hab nie in ner Sambatruppe gespielt, weil ich schon bei der Drohung, dass irgendwo ne deutsche Trommelgruppe auftritt, das Weite suche. :D


    Mein Eindruck als Hörer und Ex-Proberaumnachbar ist, dass der musikalische Anspruch meist deutlich geringer ist als der Drang zur Selbstverwirklichung bzw. -findung. Dynamik oder gar musikalischer Ausdruck haben da wenig Platz. Die ganze Übung

    gleicht wohl eher einer "musikalischen Urschreitherapie".


    Da hätte die Einordnung als "Kulturelle Aneignung " endlich mal nen Nutzen ;)


    Ich fürchte, deine Eindrücke der letzten Sambagruppe könnten durchaus repräsentativ auf viele andere übertragen werden. Für befriedigendere Ergebnisse würde ich ne Neugründung in Erwägung ziehen, und zwar mit nem musikalischen, keinem pädagogischen Leiter.

    Alles keine schlechten Sets :)


    Das Gretsch Renown ist ja ein Asia-Gretsch und wurde wie auch andere Gretschserien in den letzten Jahren "gefaceliftet". Früher galt das Renown manchen als das "bessere" US-Gretsch, da die Qualitätskontrollen anscheinend in Asien besser laufen. Ich meine mich zu erinnern, dass die aktuelle Generation etwas abgespeckt wurde, möchte mich dazu aber nicht festlegen ;)


    Das Tama Starclassic ist ein moderner Klassiker, da machst du ebenfalls nichts falsch. Das Holz kannst du m.E. getrost bei der Auswahl hintenanstellen, manche hier schwören aber nahezu auf Walnusskessel. "Schlechter" als Ahorn ist die Holzkombi mit Sicherheit nicht.


    Ein paar Dinge sind mir bei deinen Favoriten aufgefallen.

    1. Das Gretsch hat Triple Flanged Hoops, das Tama Gussreifen. Das sind schon zwei paar Stiefel und klanglich vermutlich mehr Unterschied als das Holz. Für deinen Musikstil würde ich persönlich eher zu Triple Flanged Hoops tendieren, das wäre dann also das Gretsch.

    2. Gretsch verwendet beim 12" Tom 5 Lugs statt wie die meisten anderen Hersteller 6. Das kann beim Stimmen etwas mühsam sein, insbesondere wenn man nicht allzu viel Stimmpraxis hat.

    3. Gretsch liefert beim Renown nur 22x18 Bassdrums. Wäre nicht meine erste Wahl, wenn es alternativ 16" und 14" Tiefe gäbe. Tama hat all diese Tiefen im Sortiment.


    Am Ende ist es aber eine emotionale Frage. Zu welchem Set du dich hingezogen fühlst, das würde ich nehmen. Falsch machst du mit keinem was, und alle können alle Stile bedienen. Beim Drumdesign würde ich den Wiederverkaufswert relativieren wollen, denn die Firma ist nicht so bekannt wie die beiden anderen.


    Ansonsten weiterhin viel Spaß beim Aussuchen :)

    Mal wieder einer der Kuriositäten-Freds hier im Forum, finde ich. Eine "normale" Hihat-Position, bei der ein Bein rechts und ein Bein links von der Snare entspannt auf dem Pedal steht, sollte eigentlich jedem Drummer eine entspannte Körperhaltung ohne einseitige Fehlbelastung ermöglichen. Dabei spielt es auch erst mal keine Rolle, ob nun die Bassdrum nach vorne oder zur Seite schaut. Wer dabei eine "Unwucht" empfindet, sollte seine gesamte Körperhaltung mal im Spiegel beobachten und ggf. umtrainieren, wie MoM Jovi es beschreibt. Die Blickrichtung alleine dürfte aber kein Problem sein, sonst wäre es ja per se nachteilig, häufig vom Blatt spielen zu müssen. Zumindest, solange es kein Headup-Display für Schlagzeugnoten gibt ;)


    Anders schaut es wohl aus, wenn der Aufbau keine seitengleiche Position der Pedale ermöglicht. Dann würde ich mir aber generell nen Kopf machen, ob mein Aufbau noch Optimierungspotenzial hat. Wie Drankolz es beschreibt, klingt für mich sehr schlüssig, allerdings würde mich die Kardanwelle über dem Hihat-Pedal vermutlich eher stören. Mein Aufbauansatz ist ansonsten sehr ähnlich, und bislang hatte ich nie Stress mit meiner Hihat. Ich spiele die Hihat eher tief, also nicht extrem höher als die Oberkante der Snare (ca. 15 cm?), damit lässt sich sowohl cross als auch bei Bedarf OH was anfangen. 16"-Hihatbecken würden die Karten wohl neu mischen, wär mal interessant.

    oder einem Snare-Reso fürchte ich, dass es zu dünn für so hohe Fellspannungen sein könnte.

    Gerade ein Snarereso wird doch typischerweise hochgeknallt bis fast ultimo, sollte kein Problem sein. Gibt halt dann nen ähnlich percussiven Gesamtsound wie ne Snare, wäre meine Intention. Kurz und knackig.