Beiträge von trommla

    Ach verdammt, das ist echt ärgerlich. Klingt tatsächlich, als ob der Gitarrist nicht nur für Zwölfeurofuffzich Probleme macht und man auf ihn eigentlich verzichten sollte. Aber dass der Raum weg ist, scheint doch ein wenig auch deinem "Verhandlungsgeschick" geschuldet. Ich glaube nicht, dass ich mich von nem Mitmusiker so hätte beeindrucken lassen, dass ich mich als Hauptmieter 1:1 mit seiner Position in die Verhandlungen begeben hätte. Müßig, drüber zu spekulieren, aber ne Lektion für die Zukunft.

    Das finde ich am Sichersten bezüglich brauchbaren Sound.

    Haha, ich komme mir gerade total abgefuckt vor. Ich komme mit ner amtlich gestimmten Bude an, und was irgendwer damit am Pult macht, ist mir sowas von wurscht ehrlich gesagt. Mein Job ist das gute Eingangssignal (auch spielerisch!), nicht mehr und nicht weniger. Bislang hat mich noch niemand wegen schlechtem Sound zu Schadensersatz verpflichten wollen ;)

    Also der Unterschied ist das true solid kessel keinen Leim an irgendeiner stelle haben und der Kessel somit komplett einheitlich ist während der steambend Kessel an der verbindungsstele der Enden der Holzplatte geleimt werden muss und somit ist dieser nicht ganz einheitlich.

    Richtig, das gehört zu den handwerklichen Besonderheiten. Aber meine Frage bezog sich ja auf die Unterschiede bei der fertigen Trommel. Bei meiner Stave-Snare von Pommerenke sagte mir Pommes beispielsweise mal am Telefon, dass das Holz im Vergleich zu Laminat mehr arbeitet und es deshalb gelegentlich zwischen den Dauben zu feiner Rißbildung kommen kann, ohne dass die Trommel deshalb kaputt sei.


    Klanglich ist mein Stavekessel eher rund und voll und eher trocken, was aber ebenso an der runden Gratung liegen könnte. Ob ein Vollholzkessel sich davon rein wegen des Kessels nochmal hörbar unterscheidet, das wär eigentlich die Frage. Und da scheint es nach den bisherigen Einschätzungen eher keine eindeutigen Zusammenhänge zu geben. Is halt anders aufgebaut, hat aber klanglich keine bestimmbaren Vorteile, technisch aber durchaus potenzielle Nachteile (Gewicht, Rundheit, Aufwand beim Biegen oder ausfräsen).


    Ich halte also fest: für Fans des Besonderen abseits der Sachargumente ne schöne Anschaffung, aber nicht völlig grundlos nicht der heutige Standard beim Schlagzeugbau. Würdet ihr da mitgehen?

    Ist denn eigentlich mit dem Vermieter schon das letzte Wort gesprochen? Scheint von allen Möglichkeiten in Summe doch immer noch die beste sprich auch günstigste Lösung zu sein. Wenn er sich doch zu einer Verlängerung des Vertrages bewegen ließe, könntest du ggf. die 12,50 für den Gitarristen erst mal mit übernehmen oder durch 3 teilen. Scheint ja trotzdem besser zu sein als jeder neue Proberaum, den man aktuell so findet und sollte m.E. unabhängig vom Gitarristen betrachtet werden.


    Wegen 12,50 jetzt die Grundsatzfrage zu stellen, fände ich nämlich auch nicht angemessen, wenn ihr als Band ansonsten Spaß habt. Gerade angesichts der jüngsten Preisentwicklung sollte man akzeptieren, dass manche Menschen möglicherweise selbst Kleinbeträge hinterfragen (müssen?). Schließlich kann man aus den unterschiedlichsten Gründen zum Sparen gezwungen sein (ärztl. Behandlungskosten, Schulden, uneheliche Kinder etc.)

    bei musik produktiv

    Das wär bei ner MP-Hausmarke auch meine erste Anlaufstelle. Allerdings hat MP keine Magnum-Sets mehr im Portfolio, soweit ich erkennen konnte, nur noch Hardware-Ersatzteile. Ich rechne also nicht damit, dass du fündig wirst. Diese Set dürfte (aus der Erinnerung raus) etwa vor 15 Jahren erhältlich gewesen sein, und wer aktuell noch eins hat, wird es vermutlich nicht in EInzelteilen verkaufen. Das ist eher so ein typisches ordentliches EInsteigergerät, was man abgibt, wenn man sich was besseres leistet und kein Zweitset für den Proberaum braucht.

    Mit Glück und Geduld findet sich mal eins auf dem Gebrauchtmarkt, ob dann das FInish passt, ist natürlich die große Frage. Man könnte das ggf. als Bastelprojekt sehen und lackieren oder folieren, aber rein sachlich vom Wert des Sets betrachtet stünde der Aufwand wohl nicht dafür.

    +1 für das Behringer. Nutze ich selbst und würde es für aktuell ~ 75 Euro uneingeschränkt empfehlen. Kann durchaus mit etablierten Modellen für deutlich mehr Geld mithalten. Klingt gut und ist robust, zudem mit der schaltbaren Mittenabsenkung recht vielseitig.


    Ansonsten würde ich es davon abhängig machen, was du hören willst bzw wie ihr als Band klingen wollt. Solche kompakten Sets können für die Größe erstaunlich fett klingen, aber auch mikrofoniert klingen sie natürlich noch lange nicht wie ein großes Set. Die Beschreibung eurer Musik liest sich, als ob es nicht um maximal modern produzierten Drumsound geht und es durchaus im positiven Sinne akustisch klingen darf, daher fahre ich bei solchen Situationen einen Ansatz wie nils und st_b. Wenn am Pult 3 Kanäle frei sind, würde ich nicht anfangen mit Submix und Pipapo, keep it simple. Was nicht da ist, kann auch keine Fehler verursachen. Wenn ich auf was keinen Bock habe, sind es Irritationen beim Soundcheck wegen technischer Probleme.


    Das EAD10 kenne ich nur von YT-Beispielen und finde ich ne spannende Geschichte. Würde ich mir aber nicht primär kaufen, sondern erst mal die Basisversion mit 3 Mikros ins Bandpult testen.

    Auf der anderen Seite fühlt es sich als Trommler schon teilweise wie eine andere Band an und es war sehr viel Geballers von Josh.

    Wird etwas Zeit brauchen, bis es sich für mich so stimmig anfühlt wie noch mit Taylor!

    Geht mir total ähnlich. Bin kein besonderer Fan, aber (noch?) hat das alles für mich viel weniger eigenständigen Charakter als mit Taylor. Zum Foo-Fan werde ich mit Josh Freese eher nicht mehr.

    Es ist ein Tool aus der Marching Serie

    Unter der Rubrik ist es auch auf der Tama-Seite gelistet, aber weshalb man das Ding dort nutzt, wissen wir leider immer noch nicht. Hat niemand ne Ahnung?


    Kann nur jedem empfehlen mal Los Cabos auszuchecken. Super Sticks!

    Blöde Frage, haben die spezielle Modelle, die man bei anderen Herstellern nicht bekommt? Preislich sind sie ja ganz normal wie VF und Co., zudem bislang nicht extrem verbreitet im Einzelhandel. Für Standardsticks wie 5A hätt ich jetzt wenig Not, sie zu testen. Bunte Farben sind zwar im Regal hübsch anzusehen, aber auf dem restlichen Equipment ein Graus. Farbig lackierte Sticks kommen mir daher erst in die Stocktasche, wenn ich nen Backliner bezahlen kann, der mit den Kram dann wieder putzt :D

    Und zur Not kann man eine 16" tiefe Trommel ja auch immer noch kürzen lassen.

    Klar, aber wegen der 2" Unterschied muss man sich keinen großen Kopf machen, kann man beides bedenkenlos verwenden, das wollte ich damit sagen. Trommel kürzen ist mit Kosten/Aufwand verbunden, die ich wegen eines so geringen Unterschieds zu 100% nicht bräuchte.


    Edit:

    Ich habe im Kölner Umland auch genügend Bands live erlebt, die das auch mit einer 18er schaffen - alles nur eine Frage der Stimmung, Dämpfung und vor allem des Frontfelles!

    Das kann ich bestätigen. Meine 18" Bassdrum kann schon auch ganz schön Druck machen. Ich nutze sie häufig für Proben in ganz unterschiedlichen Stilen, weil sie einfach so schön leicht zu transportieren ist. Aber mit Mikro drin funzt das auch auf der Bühne für Rock, wenn's denn mal sein muss. Allerdings bevorzuge ich dafür schon der Optik wegen größere Bassdrums und lande dann meist bei einer meiner 22er. An sich hätte ich ja sogar gerne mal was in 24x14 oder 26x14, was den Transport natürlich etwas erschwert.

    Das Thema Kesseltiefe ploppt ja immer wieder mal auf. Ich persönlich hab nie einen direkten 1:1 Vergleich gemacht, kann aber sicher sagen, dass von meinen zwei 22"-Bassdrums die kurze mit 14" den schöneren und fetteren Sound besitzt. Insofern würde ich flacheren Bassdrums tendenziell den Vorzug geben. Rick Beato zu diesem Thema:

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    Wenn es meine Traumbassdrum aber nicht in 14", sondern nur in 16" gäbe, wäre das für mich keinesfalls ein Ausschlusskriterium. Aus einer 16" tiefen Yamaha-BD habe ich letztens durchaus einen seeehr anhörbaren Sound herausbekommen.

    Danke dir für die Erläuterungen. Das entspricht ziemlich exakt meiner Vermutung, der Rest ist dann eben ein Hauch Exklusivität aufgrund der geringe Verbreitung. Die enormen Preise für Slingerland Radio Kings auf dem Gebrauchtmarkt führe ich auch ein wenig darauf zurück, dass die Snares aus dem vollen Holz gezimmert wurden. Ich erinnere mich, dass DW mal ein paar Vollholzsnares auf den Markt brachte, ich meine sogar, die waren auch aus nem Baumstamm gefräst. Außer einem Artikel in D&P hinterließen sie aber wohl wenig "Impact", obwohl natürlich der Sound erwartbar hochwertig war.

    Klar lässt sich das alles mit einer 20er Bassdrum gut spielen. Manche schwören regelrecht auf diese Größe, ich bevorzuge eher 22" Bassdrums. Allerdings sind mir 20" Tiefe deutlich zu viel, 14" oder max 16" reichen locker. Am Ende hängt vieles von ner guten Stimmung ab, ob nun 20 oder 22.


    Weder Größen noch Marken eignen sich gut oder schlecht für bestimmte Stile, es sind immer der Spieler und der gewünschte Sound, die die Eckdaten setzen. Wenn du dich aus Gründen der Ergonomie an kleinen Bassdrums wohler fühlst, ist das die richtige Entscheidung. Sowohl Tama als auch Mapex bauen tolle Drums, das tun Pearl und Sonor aber auch. Welcher Hersteller dich anspricht, hängt oft mehr von Image und Optik ab, weniger von objektiver Qualität, und das ist gut so!

    Ich bin übrigens kein Mapex-Fan, aber Saturns habe ich als superb klingende Sets erlebt.


    Insofern: geh nach deinem Gefühl und kaufe, was dir am meisten Freude verheißt. In der Preisklasse findest du selten minderwertige Instrumente.

    Definitiv schöne Teile dabei. Mir fehlt aber immer noch komplett die Vorstellung, ob ein Vollholzset anders klingt oder sonstige Vorteile bietet, die man bei Plywood oder Stavebauweise nicht bekommt. Einige Nachteile wurden ja schon genannt und klingen plausibel.

    Im Moment sehe ich darin nur eine vermutlich recht archaische Spielart des Trommelbaus, die man sich als Liebhaber und Sammler zulegen kann, aber keinesfalls muss. Am ehesten vielleicht vergleichbar mit Naturfellen auf Schlagzeugen. Früher die einzige Möglichkeit, heute eine Facette für besondere Wünsche und angesichts des technischen Fortschritts nicht die praktikabelste aller Möglichkeiten.

    danyvet

    Ich dachte und wartete natürlich schon drauf, dass du deine Aussage differenzieren kannst, weil ich dich ja anders kennen gelernt habe. Ich bin da - weniger dogmatisch - schon weitgehend bei dir. Gerade das Beispiel mit der Gitarre sehe ich aber komplett anders. Es macht klanglich einen gewaltigen Unterschied, ob man ein Stück mit Akustik oder E-Gitarre begleitet. Manche Songs mögen mit beidem funktionieren, andere tun das aber einfach nicht, bzw. es klingt halt dann sch***. In so einem Fall bin ich eher der Auffassung, dass der Gesamtklang über der Schlepperei stehen sollte. In deiner Position würde ich als Kompromiss sogar anbieten, ihr die Gitarre vom Auto zur Bühne zu tragen, und natürlich nach dem Auftritt auch zurück, wenn sie sie dafür gut spielt ;)


    In zwei Bands habe ich jeweils immer ein ziemliches Sammelsurium an Instrumenten dabei, da es Teil des Konzepts ist, unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen. Klar könnte ich sagen, das geht schon alles irgendwie nur mit Cajon alleine, und spare mir den restlichen Kram. Da aber genau die klangliche Vielfalt die Musik bereichern soll, beiße ich halt in den sauren Apfel und schleppe alles mit. Wenn ein neuer Song anstünde und irgendwer die Idee hätte, eine angeknallte Piccolo wäre besser als mein Balladeneimer, sag ich auch nicht, Snare ist Snare, sondern dann bringe ich halt beim nächsten Mal die angeknallte Piccolo an den Start.


    Für mich wird eher umgekehrt ein Schuh draus. Eine Band ist wie eine Beziehung, man macht eben Kompromisse, manchmal vielleicht mehr, als man eigentlich möchte. Wenn es sich in Summe aber noch rausgeht und ich mich nicht komplett unterdrückt fühle, tu ich das trotzdem gerne zum Wohle des Zusammenlebens. Wenn die Balance komplett verloren geht und man gemeinsam keine Lösungen mehr findet, ist es Zeit zu gehen. Da würde auch niemand sagen, ich mach das jetzt aber genau, wie ich das möchte, und lasse mir nicht reinreden, aber der Beziehungsstatus soll bitteschön bestehen bleiben.

    Da hast du uns/mich jetzt aber falsch verstanden.

    Ne, diese eine Aussage kam ja gar nicht von dir, wir haben möglicherweise eine Spur zeitversetzt aneinander vorbei geschrieben. Drum Bee war's, sie hat Swing und Jazz als zwei verschiedene Stile bezeichnet, obwohl Jazz ein Oberbegriff ist und Swing gemeinhin als Teilmenge gesehen werden kann.


    Im Jazz gibt es in völlig unterschiedliche Feelings und Sub-Stile, während Swing ein spezielles Feeling bezeichnet. In Bigband-Sheets findet man dann beispielsweise wörtlich ausgeschrieben (exemplarisch) Swing - Two Beat - Swing etc. Wohlgemerkt in Noten binär aufgeschrieben ;)

    Beides "swingt" natürlich irgendwie, ist also ternär, hat aber eine andere musikalische Aussage.


    Es macht wirklich wenig Sinn - zumindest für aktive Musiker - solche Dinge akademisch zu zerlegen. Das mag als Krücke zunächst hilfreich scheinen, aber das korrekte Feeling all dieser Stilistiken lernt man durch hören und spielen. Gerade Dynamik und Microtime des Jazz erfordern zwar auch ein gewisses Maß an grundlegender Technik, aber selbst abgefahrene Techniker anderer Genres schaffen es häufig nicht, Swing zum klingen zu bringen. Da ist es bei aller Akkuratesse dann häufig zu steiff und zu präzise.

    Aber Schlagzeugunterricht beginnt in der Regel mit binärer Spielweise. Warum? Keine Ahnung. Ist es einfacher?

    Ich halte tatsächlich einen gleichmäßigen binären Rhythmus für das natürliche, angeborene Feeling. Schon im Mutterleib spürt ein Kind die Schritte der Mutter als gleichmäßigen Puls (zumindest wenn die Mama nicht Alkoholikerin ist und ständig torkelt), und auch das Herz schlägt üblicherweise binär. Wenn dann im Laufe des Lebens Musikgeschmack und Hörgewohnheiten sich ausprägen, mag man das umtrainieren können. Inzwischen würde ich zumindest ternäres Feeling als meine "zweite Haut" sehen, die ich mir durch langjähriges ternäres Getrommel übergezogen habe, und die ganz gut passt. Aber trotzdem bleibt die Affinität zum geraden Beat in mir drin.

    Ist ein Lehrer 1920-1960 von Anfang an nur auf ternär gegangen?

    DAS wär wirklich mal interessant herauszuarbeiten. Gibt's hier keinen Musikwissenschaftler, der sich demnächst promovieren möchte?