Beiträge von trommla

    Generell schreibst du, du suchst eher nicht zu helle schneidende Becken und wirfst dann AAX ins Rennen, die genau das sind

    Findest du? Ich war mal beim Kauf eines AAX-Beckensatzes dabei (gezahlt hat ein anderer) und wirklich überrascht, wie warm und rund die klangen. Natürlich "eher" auf der hellen Seite, aber ziemlich flexibel einsetzbar. Ein absolut stimmiger Satz.

    Ich geh ins Musikgeschäft, sag was ich mir vorstelle und der/die VerkäuferIn gibts mir dann.

    Das heißt, der/die VerkäuferIn muss die Eigenschaften kennen.

    Wenn du dem guten Fachverkäufer (zum Glück gibt's das bei Instrumenten noch) mal nicht zuviel abverlangt. Der Beckenmarkt ist heute so unübersichtlich, gleichzeitig ist Beckengeschmack so individuell, dass das nix werden kann. Sonst könnte man ja auch wie in der Apotheke am Tresen Becken holen. Im Laden findest du Beckendisplays, die du durchtesten kannst. Dort lässt sich dein Geschmack eingrenzen, und anhand dessen könntest du den Verkäufer fragen: "Mir gefällt XY recht gut. Was könntest du denn noch ähnliches empfehlen? Vielleicht ne Spur weniger ... , aber so die Richtung."

    Ums Anspielen und selbst für gut befinden führt leider (eigentlich ja zum Glück) kein weg herum.

    So ganz verstehe ich gerade deinen beinahe missionarischen Eifer nicht ;)

    Lass die Leute doch so, wie sie wollen. Hier hat ja niemand behauptet, Anfänger müssten TG spielen, selbst die Traditionalisten haben nur erzählt, dass sie selbst eine gewisse emotionale Verbundenheit dazu haben, ohne das aber zu verallgemeinern.

    Eine Pronation und Supination und die Schwerkraft kann nicht so gut mit einbezogen werden.

    Doch, das geht. Allerdings ist genau die Begrenzung der Supination mein Problem, weshalb ich mich im TG mit kräftigen Backbeats schwerer tue. Eine Pronation bis zum Bewegungsmaximum findet ja gar nicht statt, sondern bei typischem Aufbau findet der Fellkontakt des Sticks etwa bei Neutralstellung statt (Daumen nach oben, Handfläche nach medial). D.h. der Weg, den die Stockspitze bei der Supination zurücklegt, ist gar nicht so weit, sofern man nicht den ganzen Unterarm anhebt. Beim MG ist die Bewegung viel weniger limitiert, gleichzeitig kann man viel mehr aus dem Handgelenk machen und den Unterarm unterstützend viel dosierter heben.


    Insofern bin ich eigentlich bei dir, dass MG unter dem Blickwinkel der Ergonomie am Set Vorteile bietet. Aber TG schaut halt cool aus, und wenn man sich individuell auch noch gut damit fühlt, ist das finde ich schon ein Votum dafür, es zu machen. Ich finde das Thema tatsächlich der Frage nach Open Handed Playing nicht unähnlich. Da ist m.E. OH eindeutig unergonomischer, da einerseits die schwächere Hand die häufig anspruchsvolleren Parts übernehmen muss, andererseits der Arm bei Stadardaufbau so eng am Körper geführt werden muss, dass man sich damit bewegungsmäßig limitiert. Anderseits eröffnet es dem Drummer alternative Möglichkeiten, seinen Drumpart zu orchestrieren (z.B. nen Backbeat auf den Toms o.ä.). Wer das gerne in sein Spiel einbaut, sollte sich schon mit OH vertraut machen, ehe man sich unrettbar verknotet. Wer wirklich nur "normale" Rockgrooves abfeuert, kann aber durchaus sorglos überkreuz spielen, da bringt OH nix.

    Die kompromissloseste und klanglich fetteste Lösung wäre auch die teuerste: Set mikrofonieren, sauber abmischen und mit guten Kopfhörern bzw. Ohrhörern auf die Ohren geben, wahlweise auch mit zusätzlichem Gehörschutz. Zusätzlich noch den Raum optimieren... ;)

    Die vernünftigste und kostengünstigste Lösung hingegen wäre, die eigenen Ansprüche zu hinterfragen.

    Die "alten Säcke" werden sich erinnern: früher hat man sich gefreut, überhaupt zur Musik spielen zu können und hat sich irgendwelche Kopfhörer an irgendein Tapedeck gehängt. Dass weder das Playback noch der akustisch wahrgenommene Drumsound besonders hochwertig klangen, hat man einfach hingenommen und mangels Alternativen gar nicht hinterfragt. Das war halt so.

    Mir hilft das heute, nicht jeden Hype mitzumachen und nen Haufen Geld verbrennen zu müssen, nur weil es für fast alles technische Lösungen auf dem Markt gibt. Üben mit Kopfhörer und Monitormix, ja geht's eigentlich noch??? ;)


    Früher war sicher vieles gar nicht besser als heute, aber als Drummer konnte man viel schneller mit dem Spielen anfangen, da man sich nicht im Ansatz so viele Gedanken über Equipment machen konnte/musste. Heute fragt man gefühlte tausend Leute, was denn die beste Investition/Schlagtechnik/Selbstorganisation für angehende Drummer ist, da hatte wir damals schon die ersten 5 Bands hinter uns, sicher nicht optimiert und effizient, aber leider geil :D

    Sag mal, verstehe ich es richtig, dass du ein Akustik-Set ohne Mikrofonierung spielst und nur einen Zuspieler für Playbacks brauchst? Dann suchst du die eierlegende Wollmilchsau, die es m.E. nicht gibt. Entweder guter Gehörschutz oder geiler Drumsound, beides zusammen wäre mir nicht bekannt, sofern man das Set nicht abgenommen und gemischt über den Kopfhörer aufs Ohr kriegt. Je geschlossener ein Kopfhörer, umso dumpfer der Natursond. Deshalb habe ich für dieses Szenario immer halboffene KH verwendet. Hält Druckspitzen vom Akustikset fern, lässt aber noch erträglichen Drumsound an mein Ohr. Die Wiedergabe des Playbacks ist ebenfalls ok, definitiv besser als von den meisten Ohrstöpseln. Zu diesem Zweck reicht mir auch ein einfaches älteres Superluxmodell vom T., Typenbezeichnung müsste ich nachschauen.

    Wusste nicht, dass dieses Thema do emotional ist!

    Ich glaube, damit bringst du im Grunde die Thematik auf den Punkt. Man kann historisch erklären, wie es zu den verschiedenen Techniken kam, was aber die "richtige" Technik" als heutiger Drummer ist, lässt sich im Grunde logisch nicht erklären. Bis in die 60er dachte man nicht groß drüber nach, und die meisten spielten Traditional-Grip. Unter anderem durch Ringo als Multiplikator sah plötzlich die Drummerwelt, dass es ja auch anders geht. Inzwischen nutzen die meisten Schlagzeuger wohl Matched-Grip, weil es sich am Drumset besser anfühlt. Die Entscheidung für oder gegen Trad--Grip fällt mit Sicherheit aufgrund emotionaler Aspekte, sei es weil z.B. das große Idol XY so spielt, oder weil man nicht im Mainstream mitschwimmen möchte. Aber ist deshalb Traditional überflüssig oder gar falsch? Ich glaube nicht.

    Wenn ja, würde ich jetzt polemisieren, ist nicht Schlagzeugspielen an sich überflüssig? In Zeiten von Telefon und Internet fällt mir kein rationaler Grund ein, noch weiter zu trommeln ;)


    Wichtig ist glaube ich nur, die Technik, die man nutzt, ordentlich zu üben, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Wer die Zeit für Traditional aufbringen möchte, darf das gerne tun, wer es für überflüssig hält oder einfach keinen "emotionalen Bezug" dazu findet, lässt es halt weg. So einfach ist's letztendlich.

    Wer mit matched keine Dynamik, kein feel hinbekommt, sollte mehr üben. Ja, ist böse und überheblich

    ...und intolerant und ziemlicher Quatsch. Warum sollte jemand, der mit Trad. gut klar kommt, auf Teufel komm raus umschulen?

    Ich verstehe natürlich, was du meinst, aber ich fühle mich im Jazz einfach mit traditional Grip meist wohler. Ist so, war so, wird vermutlich so bleiben.

    Um auf die Frage zurückzukommen, es spricht nichts dagegen, wenn du matched spielst, es gibt ja genügend Beispiele von Drummern, die im matched Grip hervorragend jazzen. Und sicher genauso viele, auch große, denen auf die eine oder andere Art das Feeling für Jazz fehlt

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    das feeling kommt doch eh aus der rechten hand? zum swingen, oder nicht?

    Eher nicht, bzw. beide Hände haben unterschiedliche Rollen. Während rechts das typische Swingpattern durchläuft, muss die linke mit viel Feingefühl akzentuieren und Solisten begleiten. Das sog. Comping. Und das fühlt sich bei mir im trad. Grip besser an. Den Punch eines soliden Backbeats schaffe ich damit leider nicht. Letzten Endes Übungssache, hat sich bei mir halt so entwickelt

    Siehe #130

    Tony Williams bringt es für mich auf den Punkt. Ich nutze beides, und ich brauche beides. Klassischen Jazz spiele ich nur Traditional, weil ich matched das Feeling nicht habe. Bei Rock spiele ich nur matched, weil mir sonst die Power fehlt.

    keine Zeit für Fragen. Das ist innerhalb von Minuten weg

    Die Erfahrung musste ich vor ein paar Tagen auch machen, als in München ein Satz Aveden für 300 Euro VB angeboten wurden. Statt sofort ins Auto zu springen, verhandelte ich über Anspielen/Abholen gegen Ende der Woche. Eigentlich dachte ich, wir seien uns einig. Der Verkäufer hatte allerdings bei der Masse der Interessenten schnell den Überblick verloren und sie versehentlich wem anders gegeben. Da hilft dann auch nicht, dass er sich dafür entschuldigt hat :(

    Leider ist das. was er ab min. 42 über die Gratung sagt sachlich falsch. Form, Winkel und Biegeradius der Gratung bedingen die resultierende Kontaktfläche zwischen Fell und Kessel.

    Ich glaube, dann hast du ihn falsch verstanden. Er bezog sich nur bei scharfer Gratung (rund bzw. verrundet kam gar nicht zur Sprache) auf die darunter liegende Schräge der Gratung ohne direkten Kontakt zum Fell. Und da glaube ich ihm durchaus, dass es keinen hörbaren Unterschied macht, ob nun 30 oder 45° geschnitten sind. Auch wenn er mehr so der Praktiker ist, der es möglicherweise nicht rechnerisch beweisen könnte ;)


    Ich gebe dir aber Recht, manches kam mir auch etwas substanzlos vor, und dieses Rumreiten auf dem Begriff "Tuning" vs. "Tensioning" würde einer Sekte zur Ehre gereichen, ist aber für Schlagzeuger m.E. völlig überflüssig. Buddy Rich hin oder her, seine Sets klangen eher nicht so berauschend und taugen für mich nicht als Referenz. Btw. das was Ronn Dunnett da lustlos an Sound in sein Tom reingeschraubt hat, find ich auch nicht so dolle.


    Trotzdem eine nette, sympathische Gesprächsrunde mit einigen netten Gedanken zu unserem Instrument.

    Und Ronn im Santa-Look hat was :D

    Becken 18/22 oder 16/20?

    Wie kommst du denn auf diese Festlegungen? Ich schrieb von 18/20, nirgendwo steht geschrieben, dass der Größenunterschied 4 Zoll betragen muss. Ich spiele häufig 20/21, selbst die beiden vertragen sich ohne Streit.

    Der Drummer in Video crasht beispielsweise sein Crash durch, das klingt mit nem 16er einfach dünn.

    Ist das eine 22er bassdrum?

    Dürfte ne 20er sein.

    Will einfach die möglichkeit haben auch mal Jazz zu spielen, ohne dabei ein neues Drumset zu brauchen!

    Ich hab mit jedem meiner Sets schon so ziemlich alle Stile gespielt, die ich bedienen kann. Keine Sorge, das geht. Stilistisch war bei mir in den letzten Jahren so einiges dabei, z.B. Country, Deutschrock, Reggae, Jazz, Klezmer, Latin, Rockabilly, Classic Rock, Bigband, Gospelchöre, Musiktheater. Vielleicht nicht immer der "klassische" Sound für die jeweilige Musik, aber nicht unpassend. Wenn nötig, wird halt etwas umgestimmt.

    Oder haben die Leute mich nur aus Höflichkeit nicht drauf angesprochen, wie bescheiden das Set zur Musik passt? ;)

    KKKDahlem

    Na dann herzlichen Glückwunsch und lange Freude mit dem neuen "Spielzeug". Das mit den Werksfellen hab ich kommen sehen. Ist aber überhaupt kein Beinbruch, denn wenn man richtig einsteigt, wird man sowieso bald auch mit verschiedenen Fellen experimentieren wollen. Dass die Snare euch beiden gut gefällt, freut mich, denn das ist bei diesen "Beipack-Snares" eher günstiger Sets leider keine Selbstverständlichkeit. Da sparen auch renommierte Hersteller gerne an Qualität. Kann man zwar mit Fellen und Teppich in Grenzen verbessern, aber ne schlechte Abhebung oder ein lieblos gefrästes Snarebed zu korrigieren, bedeutet dann schon nen Aufwand, der dem Preis nicht mehr gerecht wird.

    Ich muss mich mal wieder als Pragmatiker outen. Klar hört man einen Unterschied, und ich höre auch, dass das SM57 für mich etwas besser, "runder" klingt. Andererseits finde ich die klanglichen Unterschiede gering genug, um zu glauben, dass man mit sehr begrenztem Budget eben doch auch vorzeigbare Aufnahmen machen kann. Die Frage ist halt immer, wie lange muss man am Signal noch rumschrauben, bis es vorzeigbar klingt. Wenn ich aber einen Rough Mix mit deiner Aufnahme vom MB75 zu hören bekäme, würde ich mit absoluter Sicherheit nicht bemerken, dass ein Budget-SM57-Clone an der Snare stand. Vor allem nicht mit Band drumrum. Insgesamt paart sich bei der Klangbeurteilung von Mikros manchmal Geschmack mit etwas Voodoo, ist mein Eindruck.