Beiträge von trommla

    Da das Tempo i.d.R. wackelt, weil sich KEINER in der Band mit dem vorgegebenen Tempo richtig sicher fühlt, würde ich nicht unbedingt den Weg gehen, mit Hilfe des Metronoms den Mangel zu verwalten und mich damit als Drummer zu "exkulpieren". Da gehört m.E. schonungslos-ausdauerndes Üben mit Click (idealerweise für alle!) angesetzt, bis alle so exakt auf dem Click sitzen, dass man ihn nicht mehr braucht. Die Kunst ist nur, wie schafft man es, den Rest der Band zu motivieren, statt auf Ablehnung zu stoßen?


    Tight zu spielen lernt man nur mit Metronom, es reicht nicht, das auf den Drummer abwälzen zu wollen. Ich habe bislang die Erfahrung gemacht, dass sehr tighte Bands sich dessen bewusst sind, und jeder einzelne Musiker seinen Kram auch zum Click übt. Schade, viele Hobbybands sehen leider das Ziel nicht vor Augen, wenn der Weg ein wenig anstrengend ist. Lieber wird sich rausgeredet, wir kennen ja alle die üblichen Erklärungsversuche.

    Dann bin ich wohl einfach nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Wenn ich in der Setliste ein ungefähres Tempo notiere, braucht die Nummer auch nur "ungefähr" so schnell gespielt werden. Ich werd nen Teufel tun und ohne Not live nach Click spielen. Tempo halten können wir in meinen Bands auch so, und wenn mal wirklich das Tempo wackelt, war's halt live, und man übt die Nummer bei der nächsten Probe nochmal.

    Schön, dass du dich deinem Ziel schon nähern konntest.

    Puh, bei solchen Summen bin ich allerdings raus und kann nicht mit Einschätzungen dienen, in der Preisklasse fehlt mir jegliche Erfahrung. Wie beim Auto. Warum ne Luxuskarosse kaufen, wenn man mit nem Kombi genauso zum Gig kommt. ;) Mal fahren macht Laune, aber ich würde noch nicht einmal nach dem Preis fragen.


    QAber erstmal habe ich mein 7-teiliges Beckensetup (Paiste Alphas), was mir klanglich deutlich besser gefällt als mein aktuelles Kessel-Set und ich habe daher auch nicht vor, es herzugeben

    Entschuldige, bei der Aussage hatte ich gerade so nen Facepalm-Impuls. Du bist natürlich ein erwachsener Mensch und kannst frei wählen. Wer aber, vielleicht auch nur mittelfristig, ein 8K-Set mit Alphas kombinieren will, hat die Kontrolle über sein Leben verloren (frei nach K. Lagerfeld).


    Um nen geilen Drumsound zu bekommen, wäre m.E. der beste, weil vernünftigste Weg, nen Satz wirklich geiler Becken zu kaufen und jemand anderen notfalls auch gegen Bezahlung zu bitten, dir dein aktuelles Set mit neuen Fellen zu bestücken und zu stimmen. Dein Set mag nicht der Burner sein, aber ich vermute die Quelle des schlechten Klangempfindens ziemlich wahrscheinlich beim Personal, das an den Schrauben gedreht hat. Vielleicht auch an einer unrealistischen Erwartungshaltung, wie ein Set daheim vom Fahrersitz aus klingen kann. Oder es liegen tatsächlich defekte Gratungen vor, dann lässt sich das aber auch für wenig Geld vom Trommelbauer beheben.


    Mein erstes richtig amtliches Set hat mich viele Jahre lang frustriert, weil es zwar vor dem Kauf im Laden und unter den Sticks bekannter Drummer toll klang, ich aber selbst nie in der Lage war, es adäquat zu stimmen. Ich hörte um mich rum besser klingende Sets teils von schlechteren Möhren, verstand aber glücklicherweise instinktiv dadurch, dass das Problem mit dem teuersten Set dieser Welt vermutlich nicht zu lösen sei, was mich vor allzu schmerzhaften Fehlkäufen bewahrt hat.


    Was ich mit all meinem Geschreibe sagen will? Ich glaube, du triffst gerade eine Fehlentscheidung und wirst das möglicherweise noch merken. Da das aber im Moment wohl die einzige Option zu sein scheint, halte ich mich jetzt raus und drücke der Psychoakustik die Daumen, dass sie dich vor Enttäuschung bewahrt 😉

    Ich habe Mühe korrekt zu tappen. Hat jemand einen Tipp?

    Kannst du das genauer beschreiben? Ich hab z.B. mit meiner RW105 beim Tappen Probleme, weil ich erst tappen und dann noch den Modus umschalten und neu starten müsste. Im Eifer des Gefechts 2 "Drücker" zu viel, das funktioniert bei Proben, aber nicht auf der Bühne.


    Wenn das Metronom nur zur Orientierung dient, um das richtige Tempo zu erwischen, würde ich das Tempo halt unauffällig anzeigen, wenn der-/diejenige mit dem Intro sich nicht sicher genug fühlt. Wenn das Intro passt, dann lasse ich das Tappen und steig aufs angeschlagene Tempo ein.

    Wenn tatsächlich die Nummern zum Click gespielt werden, muss doch dann eh das andere Instrument nen Click auf dem Ohr haben. Oder versteh ich das Problem grad nicht?

    Erzähle das bitte einmal den Damen und Herren von der Jazz Fraktion

    Die werden da nicht widersprechen. Allerdings macht sich glaube ich der durchschnittliche Jazzer auch weniger Gedanken um seinen abgenommenen Drumsound. Stilistisch fallen große Teile des Jazz halt nach wie vor unter Akustikmukke, die vom Zusammenspiel der Musiker, nicht der technischen Komponenten geprägt ist. Und Jazzpublikum brüllt halt auch nicht rum, sondern lauscht andächtig ;)

    Danke für deine Mühe. Ich find den Unterschied jetzt auch net so gewaltig, als dass ich mir für ein Schweinegeld nen Woofer kaufen müsste. Ich meine zwar einen Unterschied zu hören, aber die Gefahr besteht, dass da die optische Information etwas "nachhilft". Kann mir allerdings gut vorstellen, dass es sich im Raum anders anfühlt, mehr als man es auf der Aufnahme abbilden kann.

    Aber dein "unique" traditional Grip sieht anstrengend aus. Das wäre nix für mich.

    Denke ich mir auch jedes Mal. Ich spiele ja auch viel Traditional, aber alles, wo Power gefragt ist, geht bei mir deutlich besser Matched. Wenn ich rumspekulieren dürfte, würde ich sagen, das ist eine autodidaktisch abgeschaute Form des "schulmäßigen" Traditional Grip, ein perfektionierter "Bad Habit". ;)

    Hinzusehen tut mir beinahe weh, hinzuhören macht bei deinem Spiel umso mehr Laune, richtig geile Grooves.

    Wäre im Lernprozess ja auch ziemlich doof. Veräppelt man sich ja selbst.

    Unter anderem deshalb gibt es ja manche Drummer, die es für nachteilig halten, auf elektronischen Schlagzeugen zu lernen, weil man nicht diese feine Rückmeldung hat wie beim Akustikset. Selbst bei korrekter Voreinstellung macht das 'nen Unterschied, so ein E-Set beschönigt manches, nicht nur den Sound ;)

    Ein Extraviertelstündchen anhängen an die Probe

    Haha, ja da wär ich schon auch draufgekommen, und wo ein starker Wille ist, wär auch sicher irgendein Weg. Da sich aber in den nächsten Wochen nichts anbietet und ich die Sache nicht interessant genug finde, um wirklichen Aufwand zu betreiben, findet es eben ohne meine Beteiligung statt. Außerdem wisst ihr doch, als Jazzer kann ich eh keinen Achtelgroove 2 Minuten lang durchziehen ;)

    Das wird der Musicstore vermutlich bald merken und dieses Nobelinstrument verschwindet klammheimlich, um dann (bei entsprechend vertraglich festgelegter Stückzahl) unter anderem Namen wieder zu reüssieren. Wahan/Kirchhoff strictly limited MS-Edition würde den Preis zwar immer noch sehr hoch erscheinen lassen, aber vielleicht den einen oder anderen Interessenten eher zum Kauf animieren.

    Mir fehlt leider nach wie vor die räumliche Gegebenheit, außerhalb von Proben für mich alleine zu trommeln, insofern werde ich mich an dieser Challenge nicht beteiligen können :(

    Vielleicht ändert sich das bis zur dritten Auflage in etwa 15 Jahren, dann plädiere ich aber jetzt schon für eine Freigabe des Tempos.


    Edit: das erste Mal, dass ich mir ein E-Set wünsche

    Ich hab noch ein Ride auch von dem Set, das werde ich vermutlich von einer Freundin hübsch bemalen lassen

    Ein Ride wär sogar groß genug für ne Wohnzimmerlampe im "Oma-Style" überm Wohnzimmertisch. Becken als Lampenschirm, und am Rand lauter alte Sticks dicht an dicht ranhängen, damit das Licht vor allem nach unten leuchtet.

    Als Becken-Wandlicht-Besitzer finde ich eine Becken-Wanduhr natürlich super. Vielleicht sollte man Golden Ton (oder wer immer sich dahinter verbirgt) vorschlagen, statt Becken nur noch Wanduhren zu bauen. Dafür taugen die Dinger echt.