weil mir das Zeitgefühl für das Mini-Päuschen fehlt.
nö, es ist nicht das Zeit"gefühl", denn die Länge ist bei ternären Rhythmen genauso klar definiert wie bei binären. Es ist wie Dany schreibt der Bewegungsablauf, den du erst mal intus haben musst. Denn genauso, wie du bei höheren Tempi nicht mehr zählen kannst, kannst du nicht mehr die Länge jeder einzelnen Pause nach Gefühl festlegen.
Ohne irgendwem zu nahe treten zu wollen, ich glaube Tipps mit unterschiedlichen Handsätzen oder gar Quintolen bringen dich nicht weiter. Hör einfach deine Lieblingssongs, die halbwegs in deinem Wohlfühl-Tempo sind, und spiel dazu, immer und immer wieder. Versuch nicht zu verkopfen, sondern einfach beim Spielen das Feeling wachsen zu lassen. Shuffle ist eine Stilistik, bei der man primär keine besondere Technik braucht, sondern das Feeling der Musik erfassen muss. Und das gelingt am besten durch Hören und Spielen. Und wenn deine Bewegungen beginnen, geschmeidig zu werden, wagst du dich ans nächste Level und steigerst das Tempo.
Nur Geduld, das geht nicht innerhalb von Tagen oder Wochen. Ich bilde mir ein, recht passabel zu shufflen, und ich hab das nicht durch Kopf verrenken und losgelöstes Technikgedöns geschafft, sondern indem ich die Songs halt gespielt habe. Hat sich vermutlich auch nicht gleich perfekt angehört, ist aber im Lauf der Jahre immer besser geworden. Dass ich mich heute bei Shuffles um Tempo 200 bpm wohlfühle, war jedenfalls kein Ergebnis nervender Techniketüden, sondern vieler Stunden Musik spielen.