Beiträge von trommla

    Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn mich kompetente Menschen von unnötigen Investitionen abhalten. Meist schaffe ich das glücklicherweise selbst. Aber du hast völlig Recht, Hobbies wären natürlich langweilig ohne einen gewissen "Überbietungswettbewerb". ;)

    Ne, ich glaub ich tick da einfach anders. Nicht benötigten Kram empfinde ich eher als Ballast, dafür getätigte Ausgaben als unangenehm, wenn ich mich dafür an anderer Stelle beschneiden muss. Würde sofort die Hälfte meiner Snares verkaufen, wenn das nennenswerte Summen einbrächte. Aber anderes Thema, hier geht's ja um ein konkretes Produkt. Und das wäre schon interessant, falls ich mal wieder in ner Band lande, die komplett auf IEM setzt 8)

    D.drummer

    Das ist ja das schöne, du darfst dir von deinem Geld kaufen, was DU willst, egal was andere davon halten.

    Du darfst dein Geld auch laut singend auf dem Marktplatz zerreißen, wenn du das möchtest. Das gäbe dir mit Sicherheit das größte Medienecho, das du bisher hattest ;)


    Aber es deutet auf eine gewisse Reife hin, Sachargumente abzuwägen und darüber nachzudenken. Gerade wenn man zu denen gehört, die wie du und ich nicht über Reichtum verfügen.

    Anderen Riser verwenden? Der Dixson Bass Drum Lift ist zwar knackig teuer für ein Stück Plastik, aber auch flexibel, da die BD nur aufliegt. Somit lässt sich die Distanz stufenlos "regeln". Ich finde zwar mittig auftreffen gar nicht optimal, aber in der Nähe wär schon gut. Und da teile ich die Einschätzung, dass die Säule das Problem nicht adäquat löst.

    Versteh den Zusammenhang nicht. Distanz der Säule und damit des Beaterkopfes zum Fell ändert man mittels Neigung der Bassdrum.

    Beine weiter raus = beides näher am Schlagfell. Bei eh schon zu dir geneigter BD wird zwar die Distanz mit zunehmender Höhe immer kleiner, aber ne 16" Bassdrum auch noch weit am Rand anschlagen nimmt ihr ja jedes bisschen Sound.

    Klar, aber hier reden wir von nem ganzen Set, das gerade mal 2 Jahre auf dem Buckel hat. Bleibt natürlich das Problem, das du auch mit tollen Customfabrikaten hast. Du bekommst sie nie für den Preis los, die ein ähnlich teures Serienprodukt renommierter Hersteller einbringt. Insofern erwarte ich nicht, dass dieses Set so schnell weg geht. Das würde es aber wohl für 1500 Euro auch nicht, weil die Leute lieber Tama und Pearl kaufen.

    Ich sehe schon populäre Musikerpaare in Scharen zum Gendoktor pilgern, um sich mit der Gen-Schere kleine Mozarts zurechtschneiden zu lassen.


    Das entschlüsseln irgendwelcher Gene überlasse ich den Wissenschaftlern und schau nicht weiter hin. Solche Informationen nähmen dem Musik machen doch restlos seinen Zauber.

    Sind das aufgenommene Samples, unter verschiedensten Bedingungen, Lautstärken,... und Modul und/oder Software wählen dann in Abhängigkeit von Schlagstärke, Position und anderen Faktoren, welcher vorgefertige Sound abgespielt werden soll?

    So wie ich es immer verstanden habe, ist es in etwa so. Wahrscheinlich aus technischer Sicht etwas vereinfacht ausgedrückt.

    Im ersten Fall wäre dann der E-Schlagzeuger so etwas wie ein Künstler, der Collagen macht, während sich ein A-Schlagzeuger vielleicht eher als Maler sieht? Es ist ein Unterschied, aber doch beides Kunst und das eine nicht besser oder kreativer als das andere, oder?

    Zumindest meine Aussagen bezogen sich nicht auf's Spiel. Ein guter Drummer wird auf beidem gut klingen, da er die verfügbaren Klänge musikalisch und groovig einsetzt.

    Mir ging es um die Basis der Klänge. Vorausgesetzt der Drummer kann selbst überhaupt stimmen, kreiert er die Drumsounds im wesentlichen mit Stimmschlüssel (und Dämpfung :evil: ) selbst, während selbst die natürlichsten E-Sounds nicht vom Drummer, sondern von einem (anonymen) Team von Technikern vorgefertigt wird. Ich betone noch einmal, so stelle ich mir das halt vor, habe aber keine Ahnung von Software-Drums. Wenn wir bei der Künstler-Analogie bleiben, könnte man zwischen einem Hobbymaler vergleichen, der ein Bild aus der Vorstellung auf ein weißes Stück Leinwand malt, und einem Hobbymaler, der Malen nach Zahlen macht. Beide sind anschließend zufrieden, jeder kann sich sein Bild stolz an die Wand hängen. Und doch ist (in meinen Augen!!) die kreative Leistung des ersten Hobbymalers höher einzuschätzen, selbst wenn das Malen-nach-Zahlen-Bild manchen besser gefällt.


    Trotzdem ist für mich das musikalische Ergebnis völlig gleichwertig. Musik ist Musik, ob man sie nun auf teuren oder billigen, akustischen oder elektronischen Instrumenten macht.

    Echt schick, die Teile. Schade, dass ich als Jazzer in kleinen, leisen Besetzungen (na ja, die Bigbands sind eher laut, aber akustisch) selten Bedarf für die Dinger hätte. Sollte sich das ändern, wären deine Produkte ganz weit vorn für mich. Aber dann ganz sicher nicht in weiß. Ich hab noch wenig weißes kennengelernt, was nicht mit der Zeit unansehnlich geworden wäre. Außer vielleicht weiße Holzmöbel. Drücke die Daumen, dass marratjs Modell da eine Ausnahme bildet ;)

    weil sonst das problem größer werden könnte

    Ich glaube, dass du da richtig liegst. Ohrstöpsel und ähnliche Utensilien verschlimmern solche Probleme häufig. Aber ist das für dich eine Einschränkung? Ich dachte, angepasste Ohrhörer sind nur da wirklich sinnvoll, wo man einerseits den Audio-Zuspieler braucht, andererseits aber auch eine gute Isolation zum Raum erreichen möchte? Nur um sich im eigenen Proberaum ohne Band ein Audio auf die Ohren zu legen, reichen m.E. in den allermeisten Fällen Inears von der Stange. Oder Kopfhörer, wenn man sich nicht an der Optik stört.

    trommla: Dann geht es dir also eher um den Prozess und nicht ums Ergebnis. Oder besser: Der Prozess ist gefühlt wichtig für das Ergebnis.

    Der eine sitzt an der Werkbank und schreinert Abend für Abend an einem Stuhl, der andere verbringt Stunden damit, CAD Zeichnungen anzufertigen und Geräte zu programmieren, um einen Stuhl herzustellen. Beide haben Spaß und beide können am Ende stolz sitzen. :)

    You got it, man ;)

    Und es dürfte beinahe Common Sense sein, dass viele Menschen beides als Handwerk, das handgeschreinerte Möbel aber auch als Kunsthandwerk (=mit kreativem Anspruch) empfinden. Richtig oder falsch war dabei nie mein Thema. Nur riech ich lieber frische Sägespäne als Tonerkartuschen :D

    Drums als sinnliche Erfahrung!

    komm vorbei (Hannover), setzt dich dahinter und entdecke den Sound und die Möglichkeiten

    Das werde ich mit Sicherheit im Hinterkopf behalten, sollte ich mal wieder in den Norden kommen. Danke schon mal für die Einladung!

    Korki, du warst meine Hoffnung, verstanden zu haben, was ich meinte ;)

    Es geht nicht um die "objektive" Soundqualität, ging es mir nie. Ich beschrieb lediglich meine Wahrnehmung zur Entstehung der Sounds, in meinem Fall zugegebenermaßen ohne jegliche Kenntnis über Softwaredrumming.

    Ich schraube seit vielen Jahren an Drumtunings und deren Abnahme rum. Alleine könnte ich das überhaupt nicht, weil mir die Technik hinter dem Mikrofonkabel nicht vertraut genug ist. Aber mir erscheint, ganz subjektiv und emotional, den Weg zum Topsound wesentlich herausfordernder, langanhaltender und, ja kreativer, wenn ich mit Fellen meiner Wahl auf unterschiedlichen Kesseln in unterschiedlichen Räumen mit unterschiedlichen Technikern abnehme und oft auch experimentiere. In meiner Vorstellung ist der Weg am E-Drum viel klarer, weil ich anhand vorgegebener Parameter vorgegebene Sounds editiere. Es mag sein, dass meine Vorstellung völlig unrealistisch ist, das spielt aber beim Versuch, meine fehlende Faszination für elektronische Drums zu erklären, erst mal gar keine Rolle. Da es für mich aber rausfällt, etliche Tausend Euro in eine Wundertüte zu investieren, von der ich nicht weiß, ob sie am Ende eine ähnliche Faszination auf mich ausüben würde wie ein akustisches Set, schenke ich mir dieses Experiment. Ob ein echter Kenner wie Nick74 die Faszination in mir wecken könnte, vermag ich mangels Gelegenheit in meinem Umfeld nicht zu beurteilen. So lange bleibt meine Einschätzung eben höchst subjektiv, vom "wollen" bzw. eben "nicht-wollen" geprägt. Das habe ich auch versucht, so darzustellen.

    Ok, zeig uns deine Kreativität mit deinen A-Drums

    Du bist herzlich eingeladen, mich auf einem meiner nächsten Konzerte zu besuchen ;)

    Diese Filmerei ist nicht meine Plattform, zumal in meinen Augen sehr viele Präsentationen (meine Versuche wären da keine Ausnahme) kaum Mittelmaß überschreiten. Nur teile ich mein Mittelmaß eben nur live mit ein paar Zuhörern, nicht mit der ganzen Welt.


    Ich denke, für das fehlende Interesse an solchen Darbietungen muss ich mich ebensowenig rechtfertigen wie du für deinen Faible für Softwaredrumming. Aber ich denke langsam, ich versuche einem Blinden die Farbe Rot zu beschreiben, was nicht gelingen kann.

    Wir beide nehmen Musik und Drumming nicht besser oder schlechter wahr, aber sehr, sehr unterschiedlich.


    dass "E-Musikern" teils eine gewisse Kreativität abgesprochen wird, weil mit "vorgefertigten" Sounds gearbeitet wird.

    Nein, das habe ich nicht getan. Es fühlt sich nur für mich ungeeignet an, um mich kreativ zu verwirklichen, das ist was komplett anderes. Sich mit nem Software-Spezi mal an so ne Kiste zu setzen, könnte meine Einschätzung durchaus ändern

    Aber jetzt ist auch gut damit, ich finde nämlich, dass im Moment NICHT ich hier den Krawall forciere. Ich bin raus.