Beiträge von trommla

    Ich persönlich komme mit bereits verwendeten Schlagfellen nicht gut klar, habe beim Entfernen und erneut Aufziehen immer das Gefühl, dass das Fell "unrund" klingt und eher zu unharmonischen Oberschwingungen neigt. Da ich andererseits kein Problem damit habe, neu aufgezogene Felle auf meinen Trommeln in Würde altern zu lassen und manche viele Jahre ihren Dienst gut verrichten, sammeln sich kaum alte Pellen an. Die paar wenigen entsorge ich daher in der Regel ohne Bauchschmerzen.


    Interessant wäre allerdings, ob ich diese Abneigung bei jeder Art Fell hätte. Könnt ja sein, dass Pinstripes oder CS sich anders verhalten als Ambas, wo ich mit Gebrauchtem echt nix anfangen kann. Anders sieht es tatsächlich bei Resos aus, die ja nicht durch Sticks malträtiert werden und nur mit der Zeit ihre Spannung verlieren. Da macht mir Recycling nicht so viel aus.

    Wobei Sonor ja nen L-Rod benutzt, wo man die Toms von oben aufsteckt ;)


    Die übrige Aussage

    Ich würde die so gern gut finden, weil die ganz in der Nähe bei uns sind, aber das ist einfach nicht ästhetisch in meinen Augen. Die Vintage Serie ist das einzige was ich ertragen könnte.

    unterstütze ich von ganzem Herzen. Wobei ich meine Vintage Serie nicht "ertrage", sondern tatsächlich einfach geil finde. Hätte sogar eine mit Rosette gewollt, aber dann wäre ich ja wieder gezwungen gewesen, so nen hässlichen Sonor-Tomhalter draufzustellen. Seitdem ruht mein 13er auf nem Snareständer und fühlt sich da ganz wohl.

    Das Set kam aber auch ohne Memory Locks.


    Ich glaube, von den bekannten Namen wirst du heute im relevanten Preissegment kein Set finden, was klanglich oder verarbeitungsmäßig schlecht ist. Ich würde mir die Sets, die mir ansonsten gut gefallen nach Specs raussuchen, und mich z.B. nicht von UT-Fellen oder fehlenden Memory Locks abschrecken lassen. Locks kosten fast nix, und neue Felle brauche ich sowieso meistens, da mir die Werksfell nicht auf jeden Set gefallen, ob nun Marke oder nicht.


    Ich fänd ja dieses hier ne interessante Option, wenn man den eher klassischen Look mag. Dixon-Sets hatte ich immer mal wieder unter den Sticks und fand die immer überraschend gut. Mapex Saturn ist klanglich ne Ansage bei vernünftigem Preis, ich persönlich mag Mapex optisch halt nicht so gerne. Generell würde ich aber kein Set der Preisklasse zwischen 1000 und 2000 Euro rein nach Klang auswählen. Man hört zwar möglicherweise ein "besser" oder "schlechter", wenn die Sets im Laden nebeneinander stehen. Aber das sind Nuancen, und spätestens im heimischen Keller fallen die nicht mehr ins Gewicht. Wenn nicht sogar ein anderer Platz im Verkaufsraum schon alles über den Haufen wirft. Mit neuen Feller und anderer Stimmung sowieso.

    Völlig egal, nimm den Stick, mit dem du dich am wohlsten fühlst.


    Ich selbst wechsle die Sticks öfter, übe mal mit dicken, mal mit dünnen. Häufig liest man davon, dass Drummer auf dem Pad besonders schwere Sticks verwenden, um Power zu entwickeln. Ich gehe teilweise auch den umgekehrten Weg und nehme die leichtesten und dünnsten Sticks, die ich habe. Manches fällt mir nämlich mit dünnen Sticks schwerer als mit dicken/schweren.


    Hatte aber nie "meinen" Stick, also das Modell, das ich immer und für alles nehme. Das Jojo Mayer Signature Modell mir mal im Laden zwischen die Finger und das fand die genial. Gekauft habe ich die Sticks trotzdem nicht, weil ich a) Signature Sticks generell zu teuer und auch irgendwie albern finde und b) keine farbig lackierten Sticks mag, die dann überall Flecken hinterlassen.

    keine Rosette in der Bassdrum, lackierte Bassdrumhoops und Multiclamps an Floortoms.

    So lange ein Weniger an Ausstattung (keine Rosette) für ein Mehr an Qualität gehalten wird, braucht sich niemand wundern, wenn Hersteller diesen "Weg des Verzichts" weiter beschreiten 😉


    Ansonsten bin ich bei dir, ich würde bei höherwertigen Sets auch lieber weniger Kompromisse machen müssen.

    Was ist denn der gravierende Nachteil zum echte "Trad"

    Ich behaupte mal, das wird dir niemand wirklich beantworten können, weil kaum jemand beides macht :D

    Dadurch dass du ne verbreiterte Auflage und nen weiteren Finger zur Kontrolle des Sticks hast, kannst du vermutlich Dynamik und auch Reichweite am Set besser kontrollieren.


    Ein Richtig oder Falsch gibt es eh nur in den Köpfen der Menschen, ich finds völlig überflüssig, sich darüber Gedanken zu machen. Zum Marschieren scheints zu funktionieren, passt doch.

    Um mal ein bisschen zu meckern: die Frage ist etwa so alt, wie es Rechner zu kaufen gibt, und etwa so sinnvoll wie eine Nagelschere mit Laserzieleinrichtung. Wir wissen nicht einmal, welches Budget dir vorschwebt. Der Markt ist so schier unendlich breit, dass du mit vielleicht ner Handvoll konkreter Empfehlungen am Ende nicht viel mehr weißt als jetzt. Um den Erkenntnisgewinn zu prognostizieren, der wird lauten "Nimm nen Mac, is viel besser". Es gibt dank Internet jede erdenkliche Möglichkeit, sich gezielt zu informieren, ein Forum dürfte mit die schlechteste sein. Aber halt, da müsste man ja mehr Aufwand betreiben, als mal eben in ner Minute ne Frage rauszuhauen. Eigene Recherche? Hab besseres mit meiner Zeit anzufangen... 😉

    Offiziell, also mit Erwähnung in der Literatur, gibt's diese Haltung nicht. Zumindest hab ich noch nie davon gelesen oder in Videos was davon bemerkt. Allerdings ist das genau die Handhaltung, die Anfänger spontan selbst finden, wenn sie den Traditional Grip imitieren. Vielleicht eine Art "instinktiver" Trad. Grip, den in eurer Region seit Generationen nie ein ausgebildeter Schlagzeuger korrigiert hat, und der dadurch fest zu eurem Kulturgut gehört?

    Es ist bestimmt richtig, dass man in einer Band am besten lernt.

    Aber einem Tennisschüler sage ich auch nicht, dass er nur noch mit dem Vereinsmeister spielen sollte, weil er davon am meisten profitiert.

    Denn der Vereinsmeister hat da gar keinen Bock drauf.

    Wenn denn alle Bands auf Meisterniveau spielen würden ;)

    Nein, darum geht es am wenigsten bei der Sache. Ne Band erlaubt dir, eigene Lösungen zu finden, die sich mehr an deinen individuellen Fähigkeiten ausrichten lassen als an Tutorials. Da muss man als Anfänger zwangsweise vereinfachen lernen, um das gewünschte Feeling zu erreichen, statt durch zu viele Noten durchzustolpern. Klar sollte die Qualität der Band mit deinem eigenen Horizont harmonieren. Keine Sorge, es gibt genügend Hobbybands mit eher überschaubaren Skills unter dem Himmelszelt.

    Wie kommst du darauf?

    Persönliche Erfahrung ;)

    Ich meine ,du ūbst einzelne Songs\Beats ganz speziell mit Noten ziemlich kurz\zūgig und gehst zum nāchsten scheint mir.Ich vermute das ist nicht nachhaltig.

    Das ist heutzutage ja immer die Verlockung, für alles ne vorgekaute Lösung finden zu können und keine eigenen Lösungsstrategien mehr zu trainieren.

    Ich glaube, am besten ist es nach wie vor, gemeinsam mit anderen in ner Band zu lernen. Mitmusiker lassen einen ganz schnell wissen, ob die antrainierten Etüden im Zusammenhang funktionieren. Drumming wie einen Wettkampfsport zu trainieren, wie es einzelne hier im DF zu tun scheinen, ist nur ein Teil der Wahrheit.

    So, ich muss mich outen, ich höre wie Drum Bee eine Bass Drum auf 3+ zeitgleich mit dem zusätzlichen Snareakzent, und zwar in allen Varianten, ob nun Originalversion, "Live"-Fassung bei Ilja (eh Playback ;) ) oder bei Mike Barnes. Nun frage ich mich aber, wozu du das Ding übst. Um den Song zu begleiten, würde es völlig reichen, an der Stelle entweder einen Snare-Akzent ODER eine Bass Drum zu spielen. Wichtig ist dieses angeshuffelte Feel in Verbindung mit den Synkopen im jeweils zweiten Takt, und je weniger du koordinativ gefordert bist, umso schneller bekommst du die Nummer zum Laufen. Alternativ gäbe es noch die Variante "Four on the Floor" mit den Snareakzenten deines ersten Notenbeispiels, welche ebenso zum Erfolg führt. Aber es ist und bleibt ein geshuffelter Trainbeat, und allein das ist für uns "marschmusikalisch" sozialisierte Deutsche eine Herausforderung.


    P.S. das von dir angehängte Notenbeispiel kommt übrigens tatsächlich auch vor, und zwar beispielsweise in den Takten nach 0:45


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    Hab ja nur "Unfug" geschrieben, nicht "Grober Unfug". ;)

    Aber lasst uns nicht über meine sprachlichen Entgleisungen diskutieren, hab einfach sehr subjektiv meine spontane Assoziation kund getan.


    Auf jeden Fall führt diese Notation m.E. nicht dazu, den Song mit dem richtigen Feel zu trommeln, selbst wenn man es lange übt. So notiert, hätte der fahrende Zug eher nen Achsschaden, als dass alles rund liefe.

    Die Notation hat jemand erstellt, der sich ausgiebig mit dem Stück beschäftigt hat und auch ein YouTube-Video dazu zur Verfügung stellt.

    Das heißt meiner Erfahrung nach nicht sonderlich viel. Auf Youtube kann jeder irgendein Tutorial verfassen, ob die Interpretation nun stimmt oder nicht. Zumindest würde ich YT-Videos ebenso wenig als Referenz heranziehen wie Transkriptionen in Fachzeitschriften oder im Netz. Habe überall schon eindeutig falsche Notationen gefunden. Da ich selbst häufig transkribiere, weiß ich allerdings auch, dass man durchaus vereinfacht, um einen Auftrag fertig zu bekommen, wohl wissend, dass kaum ein Drummer jede Note exakt nachtrommelt. Da wird aus einem beliebigen Fill schon auch mal ein "Fill ad lib."

    Klar, wenn ich In The Air Tonight transkribieren müsste, würde ich natürlich schon auf Exaktheit Wert legen.

    Man muss aber auch bedenken, dass ein guter Musiker nicht automatisch auch ein gutes analytisches Gehört hat. Das kann man zwar trainieren, ist aber durchaus auch Veranlagung.

    Danke. Das dachte ich mir auch die ganze Zeit. Wer notiert so nen Unfug? Es wäre völlig ausreichend und deutlich grooviger, die zusätzlichen Akzente ENTWEDER auf der Snare ODER der Bassdrum zu spielen und das jeweils andere gerade durchzuspielen. Zumindest vom musikalischen Standpunkt her. Um die Koordination zu trainieren, kann man das aber schon mal machen.

    Unbek.Pferd

    Entscheidend ist ja, dass es für alle funktioniert. Trotzdem stelle ich mal in den Raum, das is ne Notlösung. Keiner außer dem Drummer ist so richtig temposicher, und statt dass alle üben, verlässt man sich drauf: der Drummer wird's schon richten. In einer guten/sicheren Band kann jede(r) das Tempo halten, und man trägt sich gegenseitig. Während bei guten Musikern bildlich gesprochen der Schwerpunkt in der Mitte zwischen allen Musikern liegt, ist er bei euch am Schlagzeug, und alle versuchen sich dran festzuhalten. Welches Gebilde klingt stabiler? ;)

    Am Ende wird man nie sagen können, dass eins von beiden "besser" ist, aber mehr Freiheit bietet die Sichheit, es solide ohne Click zu beherrschen. Daher schadet es sicher keiner Band, aktiv gemeinsam (mit Click ;) ) zu üben, damit man lernt, es ohne zu können.

    Ich benutze immer ein Click um das exakt vorher geimeinsam bestimmte Tempo vorzugeben,

    Das mache ich häufig, denn es gibt Nummern, die sich für mich zu langsam anfühlen, die aber keinesfalls schneller sein dürfen, weil sonst den Bläsern die Puste ausgeht oder Sänger nur noch Buchstabenkauderwelsch rausbringen. Nach dem Einzahlen wird dann aber auch ohne Fangnetz gespielt.

    Unsere Karnevalsauftritte sind oft sehr strikt getimed.

    Na sag doch, dass ihr ne Karnevalstruppe seid. Da geht's ja schließlich drum, komische Sachen zu machen :D


    Klar, wer drauf steht, soll das machen. Gibt auch Menschen, die sich in Gebäude verlieben und sie heiraten wollen. Ich glaube aber trotzdem, dass es als Standardlösung nicht dazu führen wird, dass ne Band live eher überzeugt. Perfekte Time als Selbstzweck ist nicht das, was gute Musik ausmacht. Selbst im Studio, wo Click als Referenz zweifelsohne hilfreich sein kann, gab es schon Sessions, die von nem gemeinsam live ohne Click eingespielten Basistrack profitiert hätten.

    Da wir keine Samples oder Loops oder Ähnliches haben, geht das eigentlich sehr gut.

    Warum braucht man dann überhaupt nen Click?

    Da ist eine kurze Ansage von mir auch unauffälliger als wenn alle den Blickkontakt suchen

    Irgendwie hab ich das Gefühl, bei euch wird versucht, Probleme technisch zu lösen, statt zu üben, miteinander Musik zu machen. Aber so muss das wohl heute in Zeiten, in denen nur noch Einheitsbrei in Perfektion zählt.

    Wenn man dann ein Sinfonieorchester sieht, ich meine, da sitzen zig Leute

    Glaube nicht, dass sich das vergleichen lässt. Bei Recording Sessions kommen Musiker zusammen, um etwas neues zu schaffen. Mal ausnotiert, mal nicht, mal gibt/gab es nicht mal eine exakte Vorgabe, was zu spielen ist. Klar, früher konnte man ja nicht in der DAW alles vorproduzieren, und viele Stars der jeweils modernen Musik konnten wohl eher keine Partituren aus der Vorstellung schreiben. Zumal auch nicht jeder große Musiker im Rock und Jazz perfekt Noten las.


    Orchester reproduzieren meist Werke anderer, die komplett notiert und schon häufig aufgeführt wurden. Ein Orchestermusiker hat also so manches schon im Repertoire und kann den Rest mit Noten und Aufnahmen vorbereiten. Das Feintuning kommt dann vom Dirigenten. Nicht zu vergessen, die meisten Stimmen sind mehrfach besetzt.

    Ich vermisse vor allem das Gefühl bei Durchblättern alter Kataloge. fwdrums hat es auf den Punkt gebracht.

    Vieles daran war genau diese Träumerei, was man sich leisten würde, wenn man es sich als Schüler leisten könnte. Heute säße ich vor Katalogen, würde sie ähnlich zielgerichtet durchblättern, wie ich Internetseiten durchclicke, und würde mich möglicherweise schmunzelnd an meine jugendlichen Träumereien erinnern. Alleine dafür brauche ich heute keine Kataloge mehr, Informationen finde ich im Netz deutlich schneller. Der letzte Versandhauskatalog bei mir war der eines großen Segelzubehörversenders. Lag tatsächlich noch jahrelang irgendwo rum, während ich längst auf der Homepage stöberte und bestellte.


    Alleine die Preisgestaltung ist heutzutage einer so hohen Dynamik unterworfen, dass ein Katalog, der ja früher notwendigerweise eine Preisbindung einschloss, heute als obsolet angesehen werden kann. Zumindest soweit es Consumerprodukte betrifft. Mal ne Gegenfrage: würde heute noch wer die guten alten Falkpläne kaufen, ehe er in Urlaub fährt? Ich bin froh, dass Navis heute selbstverständlich sind und Google Maps dir sogar weltweit den Weg weist.