Beiträge von trommla

    die Legenden kann man heutzutage nicht mehr bewundern

    Lebende Legenden sind halt deutlich seltener als verstorbene ;)

    Übrigens gab es mehrere Legenden, die mich live nicht wirklich berührten. Miles Davis z.B. auf seiner letzten D-Tour fand ich so schlecht, dass ich schon überlegt hatte, zu gehen. Wäre ich nicht von einem väterlichen Freund eingeladen worden, hätt ich's wohl auch getan. Aber insgesamt schon oft sehr beeindruckend, die alten Meister zu hören. Dizzy hab ich in ner Turn-/Mehrzweckhalle gehört, und er hat es geschafft, mich dieses unpassende Ambiente völlig vergessen zu lassen.

    Als ich weiter fuhr, verstand ich plötzlich Bluegrass. Es lag in der Luft.

    Wenn man außen vor lässt, dass "alle Zeit der Welt" auch mit einer gewissen Perspektivlosigkeit mancher Regionen in den USA zusammenhängt, hast du Recht. Ich oute mich, Ich mag Bluegrass, bin mir aber manchmal unsicher, ob das nicht auch häufig verklärt wird. Trotzdem cooler Sound.

    Dann behalt‘s für dich. Sorry, nur mein persönliches Empfinden.

    Ich dachte, wir leben noch in einer Demokratie, wo man sagen darf, was man denkt? Sun Ra als anstrengend zu empfinden, ist doch völlig legitim, selbst Wikipedia nennt ihn "umstritten". Hab ihn mal live gehört und fand ihn damals auch nicht wirklich beeindruckend, von seiner Erscheinung auf der Bühne abgesehen.


    Ich versteh noch net ganz, auf welche Einspielung du dich stützt. Was ich in YT finden konnte, ist abgesehen vom dem Piano völlig anders. Einerseits deutlich schneller, andererseits aber auch völlig anders getrommelt, und vor allem: kein Swing-Pattern. Klär uns auf ;)

    Bei Neuerwerb würde ich bei einem Budget von 300 gebraucht kaufen.

    Da nennst du dann aber schon einen exklusiven Anspruch dein Eigen. ;)

    Ich kenne hervorragende Snares für ca. 300 Euro. Gebraucht für's gleiche Geld wird nicht zwingend besser, aber natürlich "deutscher" (alte Sonor) oder "amerikanischer" (alte Ludwig u.a.). Wenn dann beim Anspielen der Rost rieselt, war's eben Sternenstaub.

    Naja, aber dann passt es ja nicht mehr zum Play Along, oder habe ich einen Denkfehler?

    Nein du denkst völlig korrekt. Ohne ein Tool, mit dem man auch das Playalong runterregeln kann, gibt es keinen "Umrechnungsfaktor". Wie schon jemand sagte, könntest du zunächst nur die Viertel durchnageln. Allerdings glaube ich, dass man als Anfänger dann schnell den Shuffle opfert. Meiner Einschätzung nach ist es nämlich noch viel schwieriger, die Bass Drum alleine überzeugend zu shuffeln. Ehe du dich versiehst, bist du in einem straighten Viertelfeeling.

    Wenn es dir um die Begleitung exakt dieser Nummer geht, würde ich eher eine Art Train Beat mit Wechselschlägen auf der Snare vorschlagen. Allerdings sind Shuffles mit 180bpm von Haus aus schon eher sportlich für Anfänger. Ich würde mir Stücke suchen, auf die o.g. Groove passt, die aber d e u t l i c h langsamer sind. Medium Rock Shuffle zum Lernen des Feelings, und wenn der sich gut anfühlt, peu a peu steigern. Irgendwann klappen dann auch schnelle Shuffles.

    Es wird immer bizarrer, welche Preise auf dem Gebrauchtmarkt aufgerufen werden

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    Völlig egal, in dieser Standardgröße gibt es so unendlich viele Modelle, dass jeder Drummer vermutlich ein anderes Modell empfehlen würde. Dass dich das deiner Entscheidung irgendwie näher bringt, bezweifle ich. Ich bin sicher, dass jede Snare in der anvisierten Preisklasse perfekt für deinen Sound präparierbar ist. Fellwahl und Stimmung sind die Schlüsselwörter. Ich würde mir als erstes über die gewünschten Komponenten klar werden. Welche Hoops ziehst du vor? Welche Strainer-Bauform oder konkretes Modell gefällt dir? Welche Form der Lugs magst du besonders? Gibt es sonst Features, die relevant sein könnten.


    Anhand dessen kannst du die Auswahl deutlich eingrenzen und dann noch bei den verfügbaren Finishes Präferenzen einfließen lassen. Bei mir blieben danach schon nicht mehr viele Optionen, und wenn du uns diese dann präsentierst, könnten wir vielleicht konkretere Vor-und Nachteile benennen.


    Allerdings würde ich für dein Genre ja eher 6.5er Modelle anschauen. Die klingen einfach oft fetter, die geringfügig schlechtere Ansprache konnte ich (als überwiegend Jazzer) noch nicht als relevant erkennen. Damit spiele ich eigentlich alles. Sehr hoch gelobte Modelle (in 5 und 6.5) sind die Pearl Special Reserve für 300 Euro, die ich allerdings noch nicht unter den Sticks hatte.

    Bis auf ganz wenige Ausnahmen, der deutschen Teilnehmer in den letzten 25 Jahren, haben die Künstler sich wohl eher keinen Gefallen getan, dort aufzutreten. Karrieremäßig ging es da eher Berg ab, als Berg auf.

    Ganz im Gegenteil. Da die Interpreten ja eigentlich nur die Verkäufer dessen sind, um was beim ESC Komponisten, Texter und Produzenten wetteifern, kann sich doch jede Hupfdohle auf dieser imposanten ESC-Bühne freuen, einmal im Leben dort zu stehen, wovon die meisten nicht mal träumen.

    Wenn man sich vor Augen führt, dass der ESC wohl der größte Wettbewerb für Komponisten/Texter weltweit sein dürfte (korrigier mich wer, falls ich mich irre), kann man eigentlich nur heulen, wie dominant der Kommerz gegenüber musikalischem Anspruch ist. An sich nix neues, aber früher hab ich mir gedacht, kommerziell erfolgreiche Musik spricht zumindest bei vielen ein Gefühl an, aber dieser Einheitsbrei ist ja völlig seelenlos. Eine Armee musikalischer Zombies!

    Einmal kurz ins Video gezappt und direkt Simon Phillips gesehen.

    Hat er dort nen Hausmeisterjob angenommen? Hab nur durchgezappt, aber ich kann mir nicht recht vorstellen, was es für einen international bekannten Drummer auf solch einer Veranstaltung zu tun gäbe.

    Falls du diese Version des Red Garland Trios noch nicht kennst

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    Wobei Trio anscheinend relativ ist, ich höre mindesten 4 Musiker ;)


    Hier eher die Jazzrock-Version, auch im (echten) Trio

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    Nachtrag: Quincy Jones hat's auch getan und dabei der Nummer ganz schön was zugemutet. Aber ich finde diese funky Grundrichtung für einen Rockdrummer zumindest ne Erleichterung.

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    Ich kenne eure Bearbeitung nicht und spiele Manteca nur im Bigband-Arrangement. Aber vielleicht funktioniert ja mein Basisgroove für dich.


    Sidestick auf der Snare, und die Cascara funktioniert natürlich auf Hihat und Ride, um verschiedene Farben reinzubringen.

    Tomfelle sind durch??? Also am Video sieht man ja nicht mal Stickspuren.

    Aber man hört es tatsächlich. Wobei ich wie so oft nicht weiß, ob mir nicht die EC2 einfach ab Werk überhaupt nicht gefallen. Quasi Felle, die schon neu irgendwie "durch" klingen.

    Hab jedenfalls noch nie ein Set mit EC2 gespielt oder gehört, wo mich der Tomsound überzeugt hätte.

    Wie immer hervorragend, locker und doch mit Power getrommelt. Wenn ich mich in deinen Anspruch hineinversetze, glaube ich zwar die "Unsauberkeiten" zu hören, von denen du schreibst, aber für jeden anderen außer dir selbst dürfte das völlig irrelevant sein.

    Was ich grad nicht verstehe, ist das nun eine Eigenkreation oder ein Playalong ohne Playback? Als Playalong fände ich es vermutlich ziemlich amtlich, vorbehaltlich des Songs, den ich ja nicht höre und definitiv nicht kenne ;)


    Als Solostück ist es mir noch ein wenig zu statisch, womit ich nicht die Taktwechsel, sondern die dynamische Ausarbeitung meine. Solodrumming lebt nach meinem Geschmack von dynamischen Bögen, die durchaus im Vergleich zum typischen Songdrumming überzeichnet sein dürfen. Einerseits Unterschiede zwischen den einzelnen Parts, andererseits auch beispielsweise dynamischere Fills, die Aha-Effekte erzeugen. Ob das nun Akzente, Crescendi oder auch einfach mal Pausen sind.


    Mann, wäre ich happy, wenn die wie du die Möglichkeit hätte, so intensiv an meinen Skills zu arbeiten, um solche Sachen abliefern zu können.