Beiträge von trommla

    Ich glaube, das liegt an den relativ wenigen Betriebsstunden. Ich höre seit Jahren kaum noch Musik über die Anlage ;)

    Wobei, den Lautsprechern hab ich mal ne Generalüberholung inklusive neuer Sicken spendiert. Die waren schon ganz schön durch.


    Edit: ach ja, und den Tonarm meines Linn habe ich mal beim Spezialisten revidieren lassen. Kostete keine 100 Euro, und jetzt muss ich leider meine LP's wieder mit umziehen :wacko: :D

    Oh, das ist hart. Derartiges konnte ich bei mir nicht feststellen, und nach mehreren Fellwechseln weiß ich auch sicher, dass die Gratungen in Ordnung sind. Nicht so elegant wie bei höheren Serien, aber das hätte mich auch überrascht ;)


    War das ein Ur-Catalina mit Mittelböckchen an der Bass Drum, oder hatte es schon die Einzelböckchen wie die aktuelle Baureihe? Über die erste Version habe ich nämlich häufiger Kritik gelesen. Meins ist aus der zweiten Generation mit viereckigem Badge, aber schon "normalen" Bass Drum Lugs. Und das klingt, wie ein Set klingen soll. Es gibt Sets mit mehr Sustain, aber das wusste ich vorher, und das brauche ich auch nicht. Ich hab's eh lieber definierter.


    Generell sollte man nach dem Kauf insbesondere günstige Sets immer genau auf Verarbeitungsmängel kontrollieren. Wir wissen ja, dass der Rotstift nur allzu gerne bei der Qualitätskontrolle angesetzt wird. Das spricht aber nicht gegen das Catalina im speziellen, das ist eine typische Begleiterscheinung der kostenoptimierten Fernostproduktion.

    Wobei ich mal ne Lanze brechen muss für die Catalina-Snare. Mit dem Skyntone drauf gibt sie bei mir ein prima Fotorequisit für Shootings, bei dem ich keine Angst haben muss, falls doch mal jemand unsachgemäß damit umgeht. Und zumindest live hab ich sie schon gespielt, das ging tatsächlich. Nur wenn's drauf ankommt, hab ich natürlich bessere im Schrank.

    Das Catalina ist ... naja... ich würde es nicht kaufen. Alleine schon die Splitteranfälligkeit des recht weichen Holzes an den Gratungen (Die Kessel lassen sich kaum vernünftig nachgraten) schreckt mich persönlich ab

    Hast du damit persönliche Erfahrungen gemacht? Diversen Holzlexika nach zu urteilen soll sich die Lauan/Meranti/Balau-Familie nämlich leicht verarbeiten.

    Ich zitiere mal

    <<<Das mässig harte Holz ist dauerhaft und witterungsfest. Es lässt sich leicht bearbeiten, gut messern und schälen, normal Leimen und polieren>>>


    Es ist nicht das härteste Holz, liegt aber vom Brinell-Härtegrad mit Birke und Mahagoni ziemlich gleichauf. Und die (Ex-)Nutzer von Catalinas, mich eingeschlossen, scheinen mehrheitlich sehr zufrieden. Könnte es sein, dass hier umgekehrt ein gelegentlich als "minderwertig" bezeichnetes Holz mehr Mythos als Wahrheit ist? Wie verhält es sich dann deiner Meinung nach mit Kesseln aus deutlich weicherer Fichte? Jeder, der schon mal im Baumarkt Fichtenbretter gekauft hat, weiß, dass Fichte weder hart noch edel ist. Trotzdem haben es renommierte Drumhersteller vor ein paar Jahren als neuesten "heissen Shice" entdeckt.


    Sorry für's Klugscheissen, ich glaub nur nicht, dass unsere Einstufung von Lauan immer ganz faktenbasiert ist. Und die der Fachpresse sicher ebenso wenig.

    Hehe, ich glaube wir reden grad aneinander vorbei. Ich bezog mich auf noch kleinere Formate als 18/12/14. Diese ganzen Travelkits, ob sie nun Safari, Midtown oder sonstwie heißen, sehe ich für Jazz auch klanglich gegenüber der klassischen Bop-Konfiguration nicht im Vorteil. Eher im Gegenteil. D'accord?

    5) Wenn man damit Jazz spielt

    Abgesehen davon, dass Jazz ja sehr vielgestaltig ist, warum sollte Jazz ein Grund für son Pocketschlagzeug sein? Ich spiel Jazz meist auf meinem 22/13/16. Vielleicht "in the pocket" (hoffe ich wenigstens), aber allein die Idee, Jazz müsse man auf nem Bop-Set spielen, ist eigentlich ein historisches Mißverständnis, nur weil man im Bebop mal damit angefangen hat, Fußtoms statt Bass Drums zu nehmen. Aber bis dahin hatte man oft Bass Drums, die John Bonham neidisch gemacht hätten.


    Ich habe das neue Renown immer als eine etwas abgespeckte Version des alten gesehen. Vielleicht liege ich da aber auch falsch.

    Das deckt sich mit meinen Infos, ich habe dazu allerdings auch nur verschiedenes gelesen. Sicher trotzdem ein gutes Set.

    Zu den auf dieser Seite verlinkten Sets ein paar Gedanken:


    Tama Silverstar: gutes Mittelklasseset, aber deutlich zu teuer. Sabian XS20 kann man zum Wiedereinstieg nehmen, ist aber m.E. nix für ewig.

    Pearl Masters: klasse Set, es bliebe genügend Budget für Becken. Ich persönlich mag keine Hängetoms als Standtoms, war früher mal angesagt

    Mapex Saturn: klasse Set in einer schon recht alten Baureihe, nur Kesselsatz, dann geht sich's mit Becken und Hardware mit 2000 nicht aus. Auch wieder hängendes Floortom

    Tama Superstar: nicht so hochwertig wie ein Pearl Masters, wär bei dem Preis aber mein Favorit, weil alles in annehmbarer Qualität dabei ist und dabei das Budget noch nicht mal zur Hälfte ausgereizt ist. Die Werksfelle sind fast noch neu, aber Werksfelle tauschen wir doch eh meistens ;)

    Plus echtes Floor Tom :thumbup:

    Nachtrag: Mapex (unten, Ballroom Schmitz): stimmt, billiger kommt man nicht weg, aber Optik und Power Toms sind schon arg retro, ohne Stil zu haben.

    Na ja, wenn ich mir ein Stage Custom kaufe, dann doch nicht, um gleich alles umzubauen. Klar, wenn ich es schon habe, dann ist ein Upgrade vielleicht einer Neubeschaffung vorzuziehen. Aber für neue Folie, Umrüstung von 6 auf 8 Lugs usw. gehen ja auch nochmal ein paar Hundert Öcken über den Tresen.

    Was anderes wäre ein gebrauchtes SC in Bopgrößen, da lohnt sich das vielleicht sogar. Aber gebraucht gibt es die Konfiguration eher selten.

    Engineer Eugen war sichtlich erfreut - alleine schon über die Tatsache Yamaha Drums zu recorden

    Das glaube ich sofort, da hat Yamaha einen untadeligen Ruf, auch wenn's kein RC ist.

    Die letzten Vorschläge waren ja noch etwas kompakter als ein Bop-Kit, was mich auf die Frage bringt, wozu du das Set nutzen willst. Es gibt seit etlichen Jahren so einen Trend zu Kompaktkits, den ich ganz witzig finde, mehr aber ehrlich gesagt auch nicht. Wo ein Bop-Kit, mit Einschränkungen bei der Bass Drum, noch ein vollwertiges Set darstellt, werden noch kompaktere Maße irgendwann hörbar. Ich bin beeindruckt, welche Sounds man dennoch da rausholen kann, zumal wenn man wirklich grooven kann, aber so ganz ersetzt es ein normales Schlagzeug dann doch nicht.


    An den Kauf eines solchen Sets würde ich nur sehr pragmatisch rangehen, nämlich wenn es wirklich handfeste Gründe gibt. Und als Gründe fallen mir da im Moment nur ein

    1) überwiegend so kleine Bühnen, dass man selbst mit einem Bopkit regelmäßig keinen Platz findet

    2) ein soooo kleines Auto, dass man ein normales Set nicht verladen kann

    3) gar kein Auto, wenn man das Set ausschließlich mit Öffis transportieren muss

    4) wenn einen die Optik total anmacht


    Wenn man zum Gig mit so einem Sammelsurium an Brotzeitdosen kommt, werden sicherlich viele Leute das wahrnehmen und manche begeistert sein, was da raus kommt, aber der Effekt alleine wäre mir keine hunderte von Euro wert.


    Na eben die Angst den maximalen Gegenwert für mein Geld zu verpassen, bzw ein besseres Set als die von mir gesehenen.

    Unter anderem deshalb kaufe ich eher intuitiv und mit starker Bewertung der Optik. Meine gedankliche Herangehensweise ließe sich so beschreiben.

    Step 1: Budget und Anforderungsprofil festlegen

    Step 2: schauen, welche Instrumente in Frage kommen

    Step 3: schauen, welches mich optisch davon am meisten anspricht

    Step 4: überprüfen, ob es Gründe GEGEN mein Wunschinstrument gibt

    Step 5: falls ja, zurück zu Step 2, falls nein, weiter zu

    Step 6: kaufen


    Wie du siehst, stelle ich mir die Frage nach der Qualität gar nicht bzw. grad anders herum, nämlich nur, reicht mir die Qualität, die ich für mein Geld bekomme. Dabei kann es sowohl vorkommen, dass ich mein Budget nicht ausschöpfe, als auch, dass ich mit mir selbst nachverhandeln muss, weil mein ursprünglich angedachtes Budget nicht ausreicht. Gerade beim Klang von Drums gibt es so viele Stellschrauben, an denen ich drehen kann, dass Aussagen wie "das Set X klang besser beim Anspielen als Y" wenig zielführend sind. Entscheidend ist, gefällt mir der Klang, dann kann ich mit den Fellen meiner Wahl das optimale rauskitzeln. Und ob nun die Kesselhardware bei Set X etwas hochwertiger wirkt als bei Set Y, ist ebenfalls egal, so lange sie bei Set Y ebenso hält und sich die Stimmschrauben vernünftig drehen lassen. Da kann ich beim Gretsch Catalina zumindest berichten, dass nach 10 Jahren auch ohne Polierarien die Verchromung noch glänzt und nichts gerissen oder gebrochen ist. Mein Fazit zu o.g. Fragestellung: ja, die Qualität reicht mir, alle Anforderungen erfüllt!