Beiträge von trommla

    Ich bin älter geworden und etwas faul, daher bin ich mit meiner 16er SEHR glücklich. Hab ne ganz leichte FuMa dran und die Trommel braucht auch nicht viel Kraft.

    Es ist hinlänglich bekannt, dass du weißt, wie man Trommeln stimmt. Aber ich behaupte, diese Empfehlung lässt sich, auch deshalb, nicht auf andere übertragen. Da muss das Genre, in dem man unterwegs ist, schon auch mitspielen. Ich habe schon Drummer gehört, die ähnlich dachten, aber für ihre Musik selbst mikrofoniert auf der Bühne keinen überzeugenden Sound boten. Und zwar weder für meine noch für die Ohren anderer aufmerksamer Anwesenden.

    Dann wird sich der Padawan entscheiden müssen, ob er lernen will, die Macht (des Trommelns) nutzen zu lernen, oder ob er die knappe Freizeit lieber mit Dingen verbringt, die mehr Fun bringen ;)


    Ich kann verstehen, dass nicht jede(r) Bock hat, in der knappen Freizeit auch noch so ödes Zeug wie Paradiddles am Set zu üben. Als ich begonnen habe, mich bewusst auf solche Dinge einzulassen, stellte ich glücklicherweise fest, dass es mir durchaus ein gutes Gefühl gibt, dabei Fortschritte zu erkennen. Insbesondere wenn sich die dann am Set mit Band bemerkbar machen, also wirklich beim Musik machen :)

    Wie immer keine Zirkusartistik, sondern ordentlich zu Songs getrommelt, die du magst. Schön, dass du mal weniger Augenmerk auf Schnitt gelegt hast und uns nur die Frontkamera anbietest. Mag zwar optisch dadurch langweiliger rüberkommen, dafür sieht man aber mal deine Bewegungsabläufe mehr oder minder vollständig, zumindest die der Hände.


    Und jetzt wird mir glaube ich auch klar, warum wir manchmal das Feedback geben, die Fills seien nicht so richtig tight. Was man m.E. deutlich sieht, ist eine Handtechnik, die nach wenig Kontrolle und viel autodidaktisch antrainierten Schlampigkeiten riecht. Grooven wie auch Kreativität wird dadurch nicht unbedingt behindert, akkurates Reproduzieren "vorgegebener" Drumparts jedoch leider u.U. schon.


    Mir fällt beispielsweise auf, dass deine Finger in den Grooveparts den Stick recht fest zu umschließen scheinen und ihm dadurch den natürlichen Rebound nehmen. Sobald du in den Fills aber Doubles brauchst, klappt das natürlich nicht, und du musst die Finger, die den Stick eigentlich "führen" sollen, richtig abspreizen und verlierst die Kontrolle. Nach den Doubles müssen die Finger natürlich schnell wieder zugreifen und hindern den Stick wiederum, dem natürlichen Impuls zu folgen. Dazu erinnert mich deine Hand- und Armhaltung an ein Phänomen, das ich früher bei vielen Schülern beobachtet habe (ich unterrichte schon lange nicht mehr). Die Handgelenke knicken zum Körper hin ab, damit die Sticks in einer Art French Grip vor dem Körper dicht zusammen kommen. Kompensatorisch hebt man die Ellenbogen etwas an (schaut zumindest immer so aus), und am Ende wirken an drei Gelenken, nämlich Schulter, Ellenbogen und Handgelenk, seitliche Kräfte, die logischerweise quer zur Bewegungsrichtung der Sticks wirken und die Stickkontrolle stören.


    Diese "Technik" bringt dich schnell an Grenzen, am Set flüssig zu spielen, und das hören wir. Wenn du dich wirklich weiter entwickeln willst, wäre mein Rat, erst mal weniger Zeit auf Covers zu verwenden und stattdessen deine Technik zu verbessern. Die Covers sind nämlich an sich nicht schlecht, die Präsentation für meinen Geschmack sogar ziemlich gut (Ausstrahlung, Studioatmosphäre, Licht), da gibt es auf Amateurniveau gar nicht so viel zu verbessern. Das hilft nur leider wenig, wenn die Spieltechnik dich limitiiert, oder?


    Es gäbe da viele Möglichkeiten, eine davon ist gewiss auch ein Lehrer, der dir ein paar Tipps gibt. Rudiments nicht nur auf der Snare, sondern aufs Set verteilen (inkl. Füßen), Bonham-Triplets übers Set wandern lassen und mal triolisch, mal binär interpretieren. Dergleichen mehr. Und keinesfalls denen glauben, die behaupten, man bräuchte als Drummer keine Double Strokes und Paradiddles!!! ;)

    Aber wer übt, verrät ja bekanntermaßen seine Mitmusiker :D

    Unter deiner Typenbezeichnung kann ich nichts finden, das INet leider auch nicht.


    Wenn du sie als sehr gut empfindest, ist aber doch alles paletti. Daraus lese ich, dass sie dein Spiel nicht behindern, also würde eine (noch) bessere Maschine dein Spiel nicht weiter voran bringen. Aber ich bin da womöglich auch konservativ. Nach neuem Werkzeug halte ich erst ausschau, wenn das vorhandene mich limitiert. Und bei der Bassdrum limitiert mich meine Technik mehr, als es die meisten Markenpedale es je könnten.


    Solange ein Pedal weder quietscht noch klappert und die Lager nicht irreparabel schwergängig sind, komme ich mit so ziemlich allem bestens klar.

    mit 18x16er bzw 20x17er BD, die sind bei verhaltenen Spiel einfach definierter.

    Oooch, meine 22x14 funktioniert da ganz hervorragend und liefert gegenüber ner 18er sogar noch Bass ;)

    Mal ganz ernsthaft, ich glaube, entscheidender ist tatsächlich die Tiefe. Große Durchmesser vertragen sich durchaus mit leisem Spiel, den Zusammenhang zwischen langen/tiefen BD-Kesseln und fehlender Präzision bei verhaltender Spielweise empfinde ich auch so.

    Ist das tatsächlich als so "problematisch" anzusehen?

    Nicht zwingend, aber man weiß halt nicht, wie pfleglich mit dem Material umgegangen wurde. In diesem Fall liest sich das wie ein gewerblicher Proberaumvermieter, der wenig emotionale Bindung ans Equipment hat. "Gebraucht mit Gebrauchsspuren" kann man als runtergerockt interpretieren, sonst würde man eher schreiben, Instrument ist gebraucht, aber in gutem Zustand. Klar, für dich isses schnell erreichbar, und anschauen kostet nichts. Vielleicht ja ne positive Überraschung :)

    Aber: Gustke kanns! Das wirkt bei ihm nicht verkrampft und chaotisch, sondern es groovt.

    Interessant. Ich fands spontan (für Gustke) total ungroovig und rumpelig. Klar, muss man trotzdem erst mal können, aber für mich klingt es, als ob er fast widerwillig alles zukloppt, weils der Komponör so haben wollte. Das Video kann ich mir über die gesamte Distanz jedenfalls nur ohne Ton ansehen.

    Klar kann man auch aus Billigsnares teilweise richtig was rausholen, spricht nichts dagegen, zumal man bei solchen Projekten viel über Snaresound lernt. Allerdings würde ich nicht ohne Ansehen des Badges einkaufen. Bei Millennium weiß man halt aus Erfahrung, dass das Zeug gewisse Qualitäten mitbringt bzw wo der Rotstift angesetzt wurde. Da ist das Pimpen ein kalkulierbares Risiko. Ne gepimpte Power Brass wirst du unter Drummern auch wieder los, ist halt ein geläufiger Geheimtipp.


    Billig aufm Gebrauchtmarkt kann man das schon mal machen. Wenn man ner abgerockten U50 Trommel mit etwas Geld und Liebe neues Leben einhauchen kann, warum nicht?


    Aber Noname für Ü200? Neuer eher!!!

    Klar, Hyperdrive kommt einem da schon in den Sinn. Aber überzeugen die bei "fetten Rocksounds"? Die TS gibt ja als Genre schon eher Rockiges an. Hab noch nie auf nem Hyperdrive gespielt, daher kann ich das nicht einschätzen. Würde aber sicherheitshalber doch eher zu klassischen Tommaßen greifen, da ist seit den Sixties bewiesen, dass die rocken ;)


    Hab gerade mal beim T. nach Shellsets im Preisbereich gesucht, das ist ja eher traurig. Überwiegend Angebote aus dem Land der 7 Zwerge, und normale Sets fast nur mit 22er Bass Drums. Das hier wär bei Neukauf ne Variante.

    An WHD erinnere ich mich mit Grauen. Eine "Snare" dieser Marke hatte ich mir vor vielen Jahren mal bei Ebay gekauft. Das war eigentlich ein Kinderspielzeug, nur dass der Hersteller nicht darauf hingewiesen hat ;)


    Nein, bei der Menge an Markensnares und etablierten Hausmarken auf dem Markt gibt es für mich absolut keinen Grund, solche Angebote zu testen. Zumal ich ne schnöde Kupfersnare jetzt nicht so selten und außergewöhnlich finde. Den Preis ebensowenig.

    Da hat ja jeder individuelle Bedürfnisse. Ich drücke dir die Daumen, dass du auch weiterhin auf deine Kosten kommst. Nicht dass mangels Zuspruch plötzlich keiner mehr fürs Meet and Greet da ist. Deine Heroes waren vermutlich nicht aus Leidenschaft angereist, sondern als Teil ihrer Deals mit den jeweiligen Companies. Und wenn die fehlen, fehlen möglicherweise auch ihre Aushängeschilder. Du wirst es herausfinden :thumbup:

    Für 500 Euro wird's neu nix geben, was es sich lohnt anzusehen. Gebraucht mit etwas Geduld möglicherweise schon. Da helfen wir gerne bei einer realistischen Einschätzung konkreter Angebote.


    2500 braucht man aber definitiv auch nicht, um Spielspaß zu haben. Für Neukauf würde ich summa sumarum 1200 bis 1500 Euro einplanen, dafür bekommt man solides Instrumentarium mit vernünftigem Wiederverkaufswert und stellenweise sogar cooler Optik.

    Den Input findest du mit Hilfe der Forensuche. Diese Frage, insbesondere auch in Bezug auf Kinder, wurde hier alleine in den letzten Monaten mehrfach diskutiert. Seitdem sind weder Schlagzeuge noch unsere Kinder wesentlich anders dimensioniert, du solltest also mehr als genug Informationen und persönliche Einschätzungen finden können ;)


    Ergänzung: wenn dein Budget relativ "elastisch" ist, hast du enorm viel Auswahl, denn dann kommt es wirklich nur auf kindgerechte Größen an. Alle mir bekannten Hersteller bieten im bezahlbaren Rahmen mehr als ausreichende Qualität für Einsteiger und Fortgeschrittene. Nimmt man den Gebrauchtmarkt mit hinzu, sowieso. Macht die Wahl nicht unbedingt leichter, aber recht risikoarm.

    Ich muss die Dinge anfassen und mit eigenen Augen sehen können. Mal abgesehen davon, kommt man so mal raus aus Bude und vor allen Dingen vor die Tür.

    Geht mir ähnlich. Allerdings war schon bei meinem letzten Besuch auf der MuMe 2013 ein Teil der renommierten Hersteller nicht mehr vertreten. Stattdessen viel namenloser Chinakram, für mich ohne Mehrwert. Dieser Trend hat sich wohl fortgesetzt, und wirkliche Innovationen entdecke ich schon lange nicht mehr. Wirklich antesten ist bei dem Geräuschpegel auch nicht, bestenfalls ein ganz grober EIndruck.

    Hinzu kommen weite Laufwege durch's Getümmel und teures Catering. Die Live-Performances waren auch sagen wir mal überschaubar, dann bleibt nicht viel, und am Ende war mein Fazit "außer Spesen nichts gewesen".


    Insofern mache ich lieber einen Ausflug zu einem der großen Onlineanbieter mit Verkaufsfläche und stöbere mich dort durch's Sortiment und informiere mich über Neuigkeiten kostengünstig online. Wenn mal tatsächlich was aufregend neues aufploppt, dann bestell ich's eben.


    Ich erwarte auch aufgrund der sicherlich weiterhin geltenden Besucherbeschränkungen nicht unbedingt, dass die etablierten Hersteller dieses Jahr urplötzlich wieder präsent sein werden, eher werden wir wohl ein weiteres Beispiel chinesischer Expansion erleben. Also was soll's?

    Da ich ausgebildeter Schlagzeuger bin

    ... solltest du wissen, dass es eine ziemlich individuelle Angelegenheit ist, auf welchem Pedal man sich zuhause fühlt und du ums selber testen sowieso nicht rumkommst ;)


    Da ich das Perfect Balance Pedal recht gut kenne, vermute ich einfach mal, du bräuchtest ein Pedal mit etwas mehr Trägheit/Masse unter dem Fuß. Mir fehlte ebenfalls etwas Wumms, allerdings reichte es mir, den Beater zu tauschen und gegen ein schwereres Modell von Sonor zu tauschen. Der hier hat mein Problem gelöst.


    Wenn du dir beim Doppelhuf noch nicht sicher bist, wäre das eine kostengünstigere Variante zum testen. Ich denke nämlich nicht, dass es viele Pedale gibt, die besser laufen als das Perfect Balance. Nur die Power ist etwas begrenzt, und das lässt sich mit dem Beater kompensieren.


    Wenn du aber Hüftschmerzen vom Trommeln hast, würde ich trotzdem mal deine Spieltechnik überdenken. Wenn man, selbst als Heavy Hitter, mehr reinzimmert, als das Equipment oder der eigene Körper vertragen, dann ist selten das Equipment die Ursache. Pro Stunde ein paar Sticks oder am Tag ein Snarefell mag man sich leisten können, aber einen gesunden Körper gibt's nicht bei Thomann.