Das verstehe ich nicht. Bist du jetzt Berufsmusiker oder nicht?
Da sieht man es wieder, Rock'n'Roll ist was für Senioren. Die Jugend macht nur noch vom Reißbrett. ![]()
Das verstehe ich nicht. Bist du jetzt Berufsmusiker oder nicht?
Da sieht man es wieder, Rock'n'Roll ist was für Senioren. Die Jugend macht nur noch vom Reißbrett. ![]()
Ich schreibe wie Nils als einer, der die professionelle Seite des Business kennt, sich aber letztendlich gegen eine Laufbahn als Berufsmusiker entschieden hat. Eigentlich wurden von meinen Vorschreibern alle Aspekte genannt, die es zu berücksichtigen gilt. Vielleicht noch ein paar eigene Eindrücke als Musiker im fortgeschrittenen "Besten Alter" ![]()
Seit Jahren spiele ich regelmäßig auch mit Berufsmusikern, meist natürlich mehr oder weniger in meiner Altersgruppe. Ein paar davon sind tatsächlich schon hochbetagte Jazzer alter Schule mit all ihrer Erfahrung - und allen Zipperlein, die das Alter so mitbringt. Wären sie nicht ihr Leben lang in einem Anstellungsverhältnis gewesen, ob nun in einem bürgerlichen Beruf oder als Musiklehrer, sähe es wohl elend aus. Mit den Profis in der eigenen Altersgruppe tauscht man inzwischen schon mal seine Rentenansprüche aus, und wenn ich die Zahlen höre, wird mir erst klar, dass Altersarmut in diesem Geschäft nicht nur ein Risiko, sondern oft vorprogrammiert ist. Wohlgemerkt, wir sprechen von Musikern und Instrumentallehrern mit Studium, die ihre Einkünfte überwiegend durch Musik generieren. Wer nun ins Rentenalter kommt und vom Staat vielleicht 300 oder 400 Euro Rente bekommt, weiß nicht erst angesichts des heutigen Preisniveaus, dass der Lebensabend wohl ziemlich bescheiden - in vielerlei Hinsicht - wird, und man im Grunde notwendigerweise weiterarbeiten muss, bis man sein finales Zuhause bezieht.
Gleichzeitig merke schon ich als Ü50er, dass Körper und Geist nicht mehr vor Kraft strotzen und man beginnen sollte, sich die Kräfte besser einzuteilen. Auch wenn ich natürlich hoffe, noch in 20 Jahren gelegentlich mal mein Set auf irgendeiner Bühne aufbauen zu dürfen, wird mir schlagartig anders bei der Vorstellung, es im Rentenalter immer noch tun zu müssen, damit am Monatsende noch was zu beißen bleibt. Und zwar egal, ob der Körper gerade mal wieder schmerzt oder einem die zunehmende Harninkontinenz das Leben schwer macht. Von einem unfreiwilligen Sturz mit anschließendem Krankenhausaufenthalt ganz zu schweigen. Insofern bin ich jeden Tag dankbarer dafür, mich in meinem Leben richtig entschieden zu haben.
Und genau das ist am Ende, was zählt. Man muss einen Weg finden, zu dem man auch in einigen Jahrzehnten noch stehen kann. Denn eins ist klar. Man ist nie zu alt dafür, was neues zu beginnen. Aber mit jedem Lebensjahrzehnt wird es schwieriger, große Weichen zu stellen. Wer wie ich immer gespürt hat, zu feige für ein Leben ohne Netz und doppelten Boden zu sein, trifft sicher andere Entscheidungen, als jemand, der das Risiko liebt und es gewohnt ist, auf die Fresse zu fallen, aufzustehen und weiterzumachen, bis man das nächste mal am Boden liegt usw usf.
Solange man zu seinem Weg stehen kann, statt zunehmend wegen vertaner Chancen dem Selbstmitleid zu verfallen, ist eigentlich alles ok. Nur kann ich dir da konkret halt wenig raten. Außer vielleicht, den Weg eines "normalen" Berufes in Kombination mit der Musik nicht außen vor zu lassen. Mit einer Festanstellung im Rücken hast du nämlich auch die Option, die Gewichtung zu verschieben, wenn die Musik so richtig gut läuft. Statt 5 Tage die Woche nur noch 3 zu arbeiten, oder halbtags nur Vormittags, schafft immer noch Sicherheit, aber eben auch Freiräume für die Musik. Und wenn die Musik langfristig nicht läuft, beißt man halt in den sauren Apfel und buckelt wieder in Vollzeit.
Ach ja, die Frage zum Studium war ja auch noch. Ich kenne alle Arten von Musikern, Hochschulabsolventen, Absolventen freier Musikschulen, Musiker ohne Abschluss. Die Probleme sind bei allen gleich, sofern sie nicht in einem Orchester angestellt sind. Aber die gehen ja auch zum Dienst, nicht zum Gig ![]()
Sehr schön! Das ist so ein erhebender Moment, wenn nach dem (korrekten) Zusammenbau alles erstrahlt wie neu. Hab das mit meiner alten Slingerland Sound King nach dem Erwerb gemacht, und welche Überraschung, das alte Trömmelchen ist seither meine meistgespielte Snare, zumindest bei jazzigem Zeug. Aber ich spiel ja meistens Jazz ![]()
Trotzdem versteh ich nicht, wie man sich freiwillig ne Parallelabhebung antut. Früher war's der heißeste Shice, aber die Justage und vor allem die Ersatzbeschaffung neuer Teppiche ist echt lästig. Wobei ich mich manchmal doch ärgere, meine HLD582 verkauft zu haben.
Bobby Chouinard
Danke für's teilen. Bin mir nicht sicher, ob ich diesen Namen jemals gehört oder gelesen habe. Hab zwar sogar eine Billy Squier LP im Plattenregal, aber wer liest schon das Lineup durch. Heute sogar eher als früher, weil es ja inzwischen schon auffällt, wenn mal die Musiker erwähnt werden.
Was kommt als Nächstes? Die Kleine Trommel aus Bambus?
Gabs doch schon.
Diese hier hat dir aber schon wer weggeschnappt.
DDrum und DW gäb's auch noch, also ganz so exotisch scheint Bambus nicht mehr zu sein.
Ich glaube, diese Differenzierung wurde hier schon etliche Male von etlichen Drummern vorgenommen. Aber allein deiner schöne Noten-Handschhrift wegen darf deine Ergänzung nicht fehlen ![]()
eine 6,5er Supra
Ich meine mich auch zu erinnern, das sei sein Standard-Modell gewesen.
Aber ob der Kollege das nach 14 Jahren noch wissen will?
Wir werden hier wohl ebenso viele Befürworter wie Gegner von Racks zusammenbringen. Ist letztendlich wie die Frage gebohrte vs. ungebohrte Bass Drum, einfach Geschmackssache. Ab einer gewissen Größe mag es stimmen, dass Racks Vorteile bieten, aber ab einer gewissen Dimension bietet aber dem durchschnittlichen Amateurdrummer die Größe des Sets an sich schon Nachteile. ![]()
Ok, ich hatte nie ein Rack, und mein "größtes" Set hat 5 Toms und 1 Bass Drum, kann das also nur theoretisch betrachten. Aber: wer schleppt den ganzen Kram und wie groß muss das Kfz dafür sein? Wie oft reicht der Platz auf der Bühne gar nicht aus für ne riesige Ballerburg? Wie kann ich dann ohne Streß mein Setup verkleinern? Mit nem Rack sicher schwieriger als mit Ständern, die ich ja nicht noch zusätzlich mitschleppen will.
Größer ist aber schöner
Alles relativ. Ich bevorzuge z.B. eindeutig die klassischen 4teiligen Aufbauten.
dass das ganze Zeug ohne ein Rack aufgebaut ist.
Hatte er je eins? Ich glaube, Racks mag man, oder man hasst sie. Mir käm keins ins Haus, soviel ist sicher. ![]()
Aber jetzt mal ehrlich. Außer dass er der letzte Mensch der Welt ist, der noch quadratische Kessel spielt und damit "Sonderanfertigungen", ist sein Set doch seit Jahrzehnten immer gleich. Lediglich das Artwork ändert sich. Es bekäme kein Mensch mit, wenn sein Tourset bis zur nächsten Tour einfach abgeschliffen, ausgebessert und neu lackiert würde. Klar, die BDC braucht so ne Präsentation ab und an, damit außer echten Gourmets auch die restliche Drummerwelt sich erinnert "die gab's ja auch noch".
Bei dem unverwechselbaren Humor dieses Gentleman freu ich mich über jedes dieser Videos. Da könnte er aber ebenso seine neue Kaffeemaschine präsentieren, oder den Eddie-Powerbreeze-Haartrockner.
und was ich persönlich darunter verstehe.
Der Satz bringt die Krux eurer Diskussion auf den Punkt. Jeder meint unter dem Begriff Triplet-Feel etwas zu verstehen, aber im Grunde scheint mir das kein feststehender Begriff zu sein.
Ihr könntet euch da jetzt seitenlang drüber auslassen, welche Schläge wo stehen könnten und was ein Triplet-Feel definiert. Aber wär das nicht eher was für ein gemeinsames Bierchen am Stammtisch?
Ich schlage folgende Lösung vor: Triplet-Feel ist der Oberbegriff aller nicht straighten Rhythmen, also aller ternär gespielten Grooves. Dann haben nämlich alle irgendwie recht, und jedem bleibt mehr Zeit, Swing und Shuffle zu üben, bis das Zeug wirklich sitzt.
so dass die Differenzierung bzw. deren Versuch rein akademisch ist.
Nein, weil es eben auch auf den Kontext ankommt. Wenn mir wer nen Swing vorgibt, spiele ich schon anders, als wenn Shuffle in den Noten steht.
Der Groove am Anfang des ersten Videos erinnert mich an das hier:
Haha, da hast du jetzt nen Song mit Swing und Shuffle rausgesucht. Das Intro/Zwischenspiel ist ein Swingpattern, der Rest ein Shuffle.
Ähnlich hier
Na klar geht das. Aber nur hören, was der Drummer macht, erfordert mehr Erfahrung, als wenn man noch das Bild dazu bekommt. Ob nun live oder Video. Ging jedenfalls mir früher so. Heute höre ich vieles auch ohne Bild, aber ich hab 40 Jahre Übung darin. Und wenn ich nicht genau höre, was passiert, hilft mir immer noch das Ansehen.
Ich hab immer am meisten mitgenommen, wenn ich Konzerte besucht habe und den Drummern ein wenig auf die Finger schauen konnte. Da hört man nen coolen Groove, versucht sich auf die Schnelle an der Tischkante klar zu machen, was passiert, und dann übt man daheim, was man glaubte gehört zu haben.
Früher gabs dafür diverse Musikkneipen mit unterschiedlichen Genres, heute muss Youtube das wohl ersetzen. Aber nicht unbedingt irgendwelche Tutorials, sondern Livemitschnitte. Denn entscheidend ist die Erkenntnis, was zur Musik passt Und wie soll man das ohne Musik nur am Set begreifen?
Meine Frage wird in Posting #3 deutlich. Hat der Drummer andere Rhythmen zu spielen, oder entsteht der Stil mehr durch Gesang und die übrige Instrumentierung?
Sowohl, als auch.
Korkis Darstellung bezieht sich auf das Grundfeeling. Im Swing wird das meistens von der führenden Hand definiert, also Ride oder Hihat. Hinzu kommen typischerweise die getretene Hihat auf 2 und 4, sowie je nach gewünschtem Ausdruck die Snare als Backbeat oder in typischer Comping-Maniert mit synkopierten Einwürfen. Kann aber auch mal mit Sidestick oder auf den höheren Toms passieren.
Im Shuffle kann das Grundfeeling zwar auch nur auf Hihat oder Ride mit Backbeat gespielt werden, aber ebenso häufig findet man Double- oder Texas-Shuffle, wo die linke Hand den Shuffle synchron auf der Snare spielt, oder die Rechte Hand Viertel oder sogar ein Swingpattern spielt. Oder die Hihat spielt Viertel, die Snare den Backbeat, und nur die Bassdrum shuffelt.
Du siehst vielleicht schon, um die Stilistik begleiten zu können, benötigst du einen Fundus an verschiedenen Rhythmen. Ein einziger geht zur Not auch, aber dann hört es sich halt auch nach Notlösung an.
Aber natürlich muss auch die restliche Band die richtigen Dinge spielen, damit der Stil rüberkommt. Ich helfe gelegentlich in einer Bigband aus, die leidenschaftlich irgendwelche Latin-Nummern ins Programm nimmt. Nur gibt es so ziemlich keinen in der Band, der das nötige Gefühl dafür hat, deshalb hört sich alles Sch**** an. Zwar haben die Bläser alles vor sich in den Noten, aber wie so oft sind halt die Dinge die wichtigsten, die nicht in den Noten stehen.
Nachtrag: nicht unwesentlich ist natürlich auch dein persönliches Ziel dabei. Falls du als Anfänger nur nen Haken dahinter machen willst, kannst du wie Lexi dran gehen, weil im Vordergrund nur deine persönlichen Skills stehen. Um Mitmusiker zu überzeugen und bandtauglich zu spielen, braucht's schon mehr Auseinandersetzung mit der Stilistik als "Gesamtkunstwerk". Ne ungeübte Band mag wiederum schneller zufrieden gestellt sein als Routiniers oder gar Profis, wo man dann schon wirklich einsteigen muss, wie Two es beschreibt.
Vielleicht reden wir aber auch aneinander vorbei, wenn wir Stilistiken und Rhythmen gleichstellen. Swing und Shuffle sind nicht nur Rhythmen, sondern Stile. Handsätze für bestimmte Grooves mag man auf der Tischkante üben, Stile eher nicht. Denn dazu gehört die Gesamtheit aller Elemente, nicht nur der Part des Drummers. Swing klingt erst nach Swing, wenn ihn alle Musiker eines Ensembles begriffen haben. Deshalb klingen manche Amateurbands besser, manche schlechter
Selbiges gilt für Shuffle, Latin, Reggae oder was auch immer. Jede dieser Richtungen hat charakteristische Bestandteile auch am Schlagzeug, aber mit einem einzigen Rhythmus kann man es eben nicht erfassen.
Auf den ersten Blick ist das für mich etwas verwirrend.
Für mich auch ![]()
Die Übungen mögen hilfreich sein, um die technischen Grundlagen ternärer Musikstile zu erarbeiten. Würde mir aber beim Verständnis der Stilistik nicht wirklich weiterhelfen. Vielleicht schließe ich da jetzt aber auch zu sehr von mir auf andere. Verschiedene Stile begreife ich durch Hören und Verstehen des jew. Genres, nicht durch isolierte Drumparts.
Dann mit Worten?
Ich hatte ähnliches im Sinn, wie Korki es beschrieb. Vielleicht noch ergänzend, Swing ist etwas "fließender" mit mehr Gewicht auf den Vierteln, also 1 2 3 4. Shuffle hebt mehr die Offbeats dazwischen hervor und dadurch etwas "hüpfender".
Hier gabs vor langer Zeit schon mal nen Fred dazu.
Triplet-Feel ist nur der Amerikanismus für "triolisch" und impliziert im Gegensatz zu den beiden anderen Feels keinen Musikstil. Wärend man durchaus nen mitreißenden Swing hört oder einen coolen Shuffle, habe ich noch nie irgendwo nen "Triplet" gehört. Deshalb funktioniert Korkis Ansatz für mich gut, Triplet-Feel als durchgehende Triplets abzugrenzen.
Wirklich eindeutige Definitionen gibt es eh nicht...
Hallo,Antwort auf deine Frage.Da gibt es keinen Unterschied.
Ich gehe davon aus, dass die Antwort bewusst provokativ (und wenig zielführend) formuliert ist. Das ist so natürlich nicht richtig.
Ich glaube die meist gestellte Frage dazu ist. Ist Swing ternär oder binär?
Komisch, das hab ich mich noch nie gefragt ![]()
Ich denke schon, dass man Swing grundsätzlich eher als ternär bezeichnen würde. Schließlich findet sich in vielen Noten der entsprechenden Hinweis, dass notierte (gerade) Achtel triolisch zu interpretieren sind. Allerdings ist der Spielraum recht groß und geht tatsächlich insbesondere bei Uptempo-Swing mehr in Richtung gerade.
Ich vermute, statt sich über die Interpretationen diverser Drummer dem ganzen nähern zu wollen, wäre es zielführender, sich in die Genres einzuhören, zu verstehen, was Band und Drummer da so machen, und dann mitzuspielen. Das hört sich zunächst wahrscheinlich noch nicht richtig "echt" an, wird aber mit der Zeit hoffentlich immer besser. Etwa so wie dein Beispiel mit Bluegrass. Irgendwann legt's nen Schalter um, und du verstehst, "what it is all about".
Wurde das Ding von der Hochofen-Combo im Stahlwerk gespielt??
Ich glaub das ist ein Fehler. Das Ding kostet nicht 175 Euro, sondern es beinhaltet nen 175 Euro Gutschein für's neu Verchromen.