Beiträge von trommla

    Find ich völlig normal, dass man Abläufe, die man eigentlich sicher zu beherrschen glaubte, plötzlich versemmelt. Mir geht das regelmäßig bei Bandarrangement so, man übt und bereitet sich zuhause darauf vor, und beim ersten Zusammenspiel klappt plötzlich nichts mehr wie erwartet. Ich kann mir das nur so erklären, dass neben der akustisch neuen Situation (Band statt Click) die Konzentration auf andere Dinge gelenkt ist. Während ich mich daheim komplett darauf konzentriere, meine Bewegungsabläufe auf den Click zu synchronisieren, muss ich plötzlich darauf achten, die Temposchwankungen der Band mitzugehen und sie gleichzeitig einzufangen, die passende Lautstärke zu "bedienen", und gleichzeitig noch auf den Sänger, Dirigenten oder Solisten zu achten. Für die Kontrolle meiner Muskulatur bleibt plötzlich nicht mehr viel "Hirnschmalz" übrig. Ähnlich stelle ich es mir bei deiner Situation vor. Du bist konzentrationsmäßig noch sehr vom neuen Pattern gefangen, gleichzeitig vielleicht auch leicht euphorisiert über den vorangegangenen Übefortschritt, was deine Konzentration ablenkt. Und das führt dann dazu, dass du dem alten, vermeintlich sicheren Pattern plötzlich nicht mehr die Konzentration widmest, die er immer noch braucht. Da hilft nur weiter üben, bis sich alles so gesetzt hat, dass es sogar weiter läuft, während du über den nächsten Urlaub oder die letzte Nacht mit deiner Frau nachdenkst.


    Insofern wäre der nächste logische Schritt eigentlich, bewusst die Konzentration auf andere Dinge zu lenken, während du deine Patterns weiter übst. Dazu könntest du statt strengem Click passende Musikstücke "begleiten". Sowas mache ich auch mal gerne daheim im Wohnzimmer am Pad, um mich während des Übens bewusst etwas ablenken zu lassen. Und der Erfolg richtet sich dann weniger an der akustischen Präzision als am völlig fließenden Körpergefühl aus. Training der Propriozeption statt der akustischen Rückkopplung quasi.

    Bei dem Amp braucht man bis zu mittelgroßen Bühnen kein extra Licht. Erst war ich so geblendet, dass ich nicht mal den Basser erkannt hab, der da so entspannt im Publikum sitzt.

    Es ist schon herrlich, wieder in nettem Ambiente vor Livepublikum auftreten zu können. Wobei ich schon den Eindruck habe, es trauen sich noch wenige Gäste, Konzerte zu besuchen. Wir mussten schon mehrere absagen wegen fehlender Reservierungen. Wenn du in deiner Stammkneipe gegen Freibier spielen kannst, nicht schlimm. Aber sobald noch Fahrtkosten anfallen, überlegt man sich schon sehr genau, ob man noch auf Hut spielen will.

    Kleine Becken sind zwar physikalisch leiser, fallen aber von der Frequenz eher auf. Meine 13er HHX Fierce hats zB empfinde ich als wesentlich lauter als die 15er Groove hats, weil eben viel heller

    Da wird's dann eh noch mal spannend. Findest DU sie vom Fahrersitz aus lauter, heißt das noch nicht zwingend, dass sie im Gesamtbild gerade - im dargestellten Kontext wohl - unabgenommen lauter sind. Aber die Hihat macht bei Akustischen Sessions in kleinem Rahmen auch noch den geringsten Ärger. Das Hauptproblem dürften in erster Linie die Crashes und je nach Modell das Ride sein. Gerade bei meinen Crashes komme ich stellenweise an Punkte, wo ich mir für die entsprechende Location oder Musikrichtung noch feinfühligeres Blech als meine eh schon dünnen Teile wünsche. Und ich kann durchaus leise, wenn man lieb drum bittet!!! ;)

    Ich behaupte mal, erst mal sind für die genannte Anwendung alle dünnen B20-Becken geeignet, insbesondere wenn sie nicht zu groß sind. Den Rest kann man mit Spieltechnik lösen, denn gute dünne Becken entfalten ihren Klang ja eben schon bei leichtem Anschlag. Hätte auch spontan an die Zultan Caz gedacht, allerdings bietet der Beckenmarkt inzwischen so große Vielfalt, dass ich das meiste gar nicht aus eigener Erfahrung kenne. Mir persönlich haben die Zultan Heritage auch hervorragend gefallen, allerdings erinnere ich mich spontan auch an einen User ein, der sie gruselig findet. Am Ende hilft nur, selber rausfinden und uns an den Eindrücken teilhaben lassen.

    Sina??? Letztere darf noch ein bisschen reifen, bevor es soweit ist (jedenfalls, wenn ich das zu sagen habe

    Sina hat alles, was man heutzutage braucht, um im Dickicht der Medienlandschaft aufzufallen. Dass sie keine herausragende Drummerin ist , kann man vermutlich vernachlässigen. Die weibliche Konkurrenz ist immer noch so überschaubar, dass ihre Fähigkeiten ausreichen. Wäre sie ein Kerl, behaupte ich nach wie vor, würde sie hier im DF ehrlich gemeinte "Super getrommelt, weiter so!" ernten, und das wär's dann.

    Als Frau ist sie Inspiration/Motivation für anscheinend nicht wenige Mädels, sich ernsthaft mit dem Schlagzeug zu beschäftigen, und das macht sie aus. Also: weiter so!

    Frau Nilles zieht ihr Ding durch, und für sie freut es mich, solch ein Engagement erhalten zu haben.

    Wie siehts eigentlich mit Acryl aus? Ist dieses Material rein optisch nice? In wiefern wirkt es sich auf die Akustik aus?

    Meine persönliche Ansicht, Acryl finde ich nur als komplettes Set optisch interessant, die Snare alleine sieht kein Mensch. Nicht mal der Drummer selbst, wenn er am Set hockt und nur von oben aufs Fell schaut. Die Acryldrums, die ich gespielt, gesehen und gehört haben, klangen halt so, wie sie befellt und gestimmt waren. Überwiegend seltsamerweise eher nicht so dolle, weil die Besitzer glaubten, sie täten sich was gutes, Evans Hydraulic oder andere Pappkarton-Derivate zu verwenden. Selbst welche besessen oder über längere Zeit Erfahrungen gesammelt mit Acryldrums habe ich leider nicht.

    Als Kesselmaterial ist Acryl im Vergleich am anfälligsten für irreparable Schäden, denke ich. Schäden an Metall und Holz kann der Fachmann oder u.U. sogar der Drummer selbst recht gut reparieren. Bei Acryl lassen sich Defekte selten optisch unauffällig beheben, da muss man sich mit der Wiederherstellung der Funktion begnügen.

    Sie sind eher aus der Mode und da wird versucht das irgendwie logisch zu begründen.

    Sie sind eher aus der Mode und da bleiben nur Logik und Erfahrung, um Gründe für oder wider zu finden ;)


    Ein Bekannter von mir spielt seine Sonor HLD588 seit 30 oder 35 Jahren, bis heute gab es keinen Grund für ihn, was anderes auszuprobieren. Geschmäcker und Bedürfnisse sind halt verschieden, und wer unbedingt tiefe Eimer spielen möchte, wird sich von Einwänden sowieso nicht abhalten lassen.

    Ein Bild zum Sound wäre hilfreich, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass das Fell der Mainsnare etwas dezente Dämpfung erhalten hat. Ganz offen ist das m.E. nicht. Und vermutlich war hier auch ein Tonmensch am Werk, der weiß, was zu tun ist. Der handelsübliche Festivaltech ist meiner Erfahrung nach bei offenen Snaresounds schnell überfordert.

    Sieht exakt nach der gleichen Snare aus. Interessant die Rezension bei Thomann "Ich hatte diese Snare auch noch in 14 x 6,5 und muss sagen, dass die 1,5 Zoll mehr für mich keinen Unterschied gemacht haben."

    Ich sehe es ähnlich, eine 8er kann nichts besser als ne 6.5er, aber ein paar Dinge schlechter (Aufbauhöhe, Teppichansprache, Gewicht). Wär ich ne Backline-Company, würde ich vermutlich der Vollständigkeit halber eine anschaffen, für mich selbst eher nicht. Der Vorteil bei den 6.5ern, es gibt viel mehr bezahlbare Modelle ^^

    Ich hatte dir auf die Frage nach Ausleuchtung schon was geschrieben. Dieser Fred definiert ja den Anwendungsbereich, da würde ich spezifizieren: von vorne schräg rechts und links je 1 weiße Lampe (evtl 1 direkt, 1 über eine Styroporplatte bouncen. Oder mit Softbox, gäbe es auch im Zubehörhandel. Spitzlich dann mit ner schönen Farbe nach Gusto, auf jeden Fall nicht weiß.

    ich lerne jetzt schon Latin

    Warum auch nicht. Für die Unabhängigkeit ein gutes Training, und wenn ein Lehrer es beherrscht, macht es ja vielleicht sogar Spaß. Ich spiele das Zeug ja auch, rein technisch gesehen, aber es fühlt sich einfach nicht "rund" an. Und ich kenne kaum Musiker in D, die es drauf haben, von denen man das richtig lernen könnte. Komisch, Künstler*innen werden wegen "Kultureller Aneignung" ausgeladen, weil sie als Weiße Dreads tragen. Aber jeder darf ungestraft irgendein Latinzeug spielen, der Lateinamerika nur aus dem TV kennt. Ich schweife ab..


    Ich finde die Herangehensweise veraltet, Technik als zwingende Grundlage zu lehren, auf der alles andere aufbaut. Warum nicht anhand diverser Grooves mit der Zeit aufzeigen, wie man diese mit entsprechenden Techniken noch verfeinert? Technik nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck rüberbringen, gewissermaßen.

    Mein erster Lehrer mit 14 (ne, war schon der zweite, aber der erste zählt nicht) hat mich vor 40 Jahren nur Playalongs machen lassen, zu einer Zeit, wo Fun noch in vielen Fällen zweitrangig war. Rudiments und Co kamen viel später, nachdem ich selbst die Erkenntnis hatte, dass man so Zeug ja auch brauchen kann.

    Für mich war das die beste Entscheidung überhaupt, denn ich durfte noch vor der ersten Band das machen, worauf es beim Trommeln meist ankommt, nämlich songdienlich zu grooven. Klar sind dann keine vertrackten Rhythmen möglich, und mit Latinzeugs ärger ich mich bis heute rum. Aber hey, Leute, Ringo ist damit Multimillionär geworden.

    Erlaubt ist, was gefällt ;)

    Schau dir für's Grundverständnis mal diesen Artikel an.

    Für ein spannendes Licht sind 3 Scheinwerfer nicht verkehrt, die man entweder durch Dimmen oder durch unterschiedliche Farbfilter (oder natürlich beides!) noch gestalten kann. Ich finde am wichtigsten für die Atmosphäre das sogenannte Spitzlicht oder Spitze". Es wird typischerweise von hinten oben eingesetzt, um deinem Set und dir schöne Konturen zu geben und dich vom Hintergrund abzuheben. Bei Personen ist es der typische Glanz auf den Haaren im Gegenlicht. Bei Spitzlicht alleine sieht nun der Zuschauer aber nicht viel mehr als Konturen, also braucht es von vorne zum Aufhellen Gegenlicht. Da frontale Scheinwerfer alles flach erscheinen lassen und dich darüber hinaus blenden könnten, würde ich je einen Scheinwerfer von rechts und links, ungefähr 45° von der Seite und von oben aufhängen. Unterschiedlich eingefiltert arbeitest du damit ein schönes Bild mit dreidimensionaler Wirkung heraus. Mit welchen Farben du welche Intensität erreichst, musst du ausprobieren. Sofern du nicht filmst, bist du völlig frei in der Gestaltung. Mit Video sind noch Farbtemperaturen zu beachten, insbesondere wenn der Raum Fenster hat und sich Tageslicht und Kunstlicht mischen.

    aber da hats mich immer zerwürfelt

    Haha, mich hätt's schon bei 00:0245 Minuten zerwürfelt, bei dem was du mit den Füßen machst. Man hat mir schon attestiert, ich könne jeden Stil überzeugend spielen, aber wenn ich dich höre, erkenne ich, dass das bestenfalls für alles gilt, was man mit nem Singlepedal spielen kann. Doppelhuf müsst mer halt irgendwann auch mal üben :/