Ich habe das unglaublich gerne gespielt und in der Zeit bei Gigs gar nichts anderes mehr mitgenommen.
Die Phase gab's bei mir auch, ehe ich mir das Sonor Vintage geholt habe ![]()
Ich habe das unglaublich gerne gespielt und in der Zeit bei Gigs gar nichts anderes mehr mitgenommen.
Die Phase gab's bei mir auch, ehe ich mir das Sonor Vintage geholt habe ![]()
Zu den auf dieser Seite verlinkten Sets ein paar Gedanken:
Tama Silverstar: gutes Mittelklasseset, aber deutlich zu teuer. Sabian XS20 kann man zum Wiedereinstieg nehmen, ist aber m.E. nix für ewig.
Pearl Masters: klasse Set, es bliebe genügend Budget für Becken. Ich persönlich mag keine Hängetoms als Standtoms, war früher mal angesagt
Mapex Saturn: klasse Set in einer schon recht alten Baureihe, nur Kesselsatz, dann geht sich's mit Becken und Hardware mit 2000 nicht aus. Auch wieder hängendes Floortom
Tama Superstar: nicht so hochwertig wie ein Pearl Masters, wär bei dem Preis aber mein Favorit, weil alles in annehmbarer Qualität dabei ist und dabei das Budget noch nicht mal zur Hälfte ausgereizt ist. Die Werksfelle sind fast noch neu, aber Werksfelle tauschen wir doch eh meistens ![]()
Plus echtes Floor Tom ![]()
Nachtrag: Mapex (unten, Ballroom Schmitz): stimmt, billiger kommt man nicht weg, aber Optik und Power Toms sind schon arg retro, ohne Stil zu haben.
Kann wer erkennen, was man da für ein Badge sieht? Die Snare ist Permier und sicher deutlich jünger als der Rest, den ich nicht identifizieren kann.
Na ja, wenn ich mir ein Stage Custom kaufe, dann doch nicht, um gleich alles umzubauen. Klar, wenn ich es schon habe, dann ist ein Upgrade vielleicht einer Neubeschaffung vorzuziehen. Aber für neue Folie, Umrüstung von 6 auf 8 Lugs usw. gehen ja auch nochmal ein paar Hundert Öcken über den Tresen.
Was anderes wäre ein gebrauchtes SC in Bopgrößen, da lohnt sich das vielleicht sogar. Aber gebraucht gibt es die Konfiguration eher selten.
Engineer Eugen war sichtlich erfreut - alleine schon über die Tatsache Yamaha Drums zu recorden
Das glaube ich sofort, da hat Yamaha einen untadeligen Ruf, auch wenn's kein RC ist.
Die letzten Vorschläge waren ja noch etwas kompakter als ein Bop-Kit, was mich auf die Frage bringt, wozu du das Set nutzen willst. Es gibt seit etlichen Jahren so einen Trend zu Kompaktkits, den ich ganz witzig finde, mehr aber ehrlich gesagt auch nicht. Wo ein Bop-Kit, mit Einschränkungen bei der Bass Drum, noch ein vollwertiges Set darstellt, werden noch kompaktere Maße irgendwann hörbar. Ich bin beeindruckt, welche Sounds man dennoch da rausholen kann, zumal wenn man wirklich grooven kann, aber so ganz ersetzt es ein normales Schlagzeug dann doch nicht.
An den Kauf eines solchen Sets würde ich nur sehr pragmatisch rangehen, nämlich wenn es wirklich handfeste Gründe gibt. Und als Gründe fallen mir da im Moment nur ein
1) überwiegend so kleine Bühnen, dass man selbst mit einem Bopkit regelmäßig keinen Platz findet
2) ein soooo kleines Auto, dass man ein normales Set nicht verladen kann
3) gar kein Auto, wenn man das Set ausschließlich mit Öffis transportieren muss
4) wenn einen die Optik total anmacht
Wenn man zum Gig mit so einem Sammelsurium an Brotzeitdosen kommt, werden sicherlich viele Leute das wahrnehmen und manche begeistert sein, was da raus kommt, aber der Effekt alleine wäre mir keine hunderte von Euro wert.
Na eben die Angst den maximalen Gegenwert für mein Geld zu verpassen, bzw ein besseres Set als die von mir gesehenen.
Unter anderem deshalb kaufe ich eher intuitiv und mit starker Bewertung der Optik. Meine gedankliche Herangehensweise ließe sich so beschreiben.
Step 1: Budget und Anforderungsprofil festlegen
Step 2: schauen, welche Instrumente in Frage kommen
Step 3: schauen, welches mich optisch davon am meisten anspricht
Step 4: überprüfen, ob es Gründe GEGEN mein Wunschinstrument gibt
Step 5: falls ja, zurück zu Step 2, falls nein, weiter zu
Step 6: kaufen
Wie du siehst, stelle ich mir die Frage nach der Qualität gar nicht bzw. grad anders herum, nämlich nur, reicht mir die Qualität, die ich für mein Geld bekomme. Dabei kann es sowohl vorkommen, dass ich mein Budget nicht ausschöpfe, als auch, dass ich mit mir selbst nachverhandeln muss, weil mein ursprünglich angedachtes Budget nicht ausreicht. Gerade beim Klang von Drums gibt es so viele Stellschrauben, an denen ich drehen kann, dass Aussagen wie "das Set X klang besser beim Anspielen als Y" wenig zielführend sind. Entscheidend ist, gefällt mir der Klang, dann kann ich mit den Fellen meiner Wahl das optimale rauskitzeln. Und ob nun die Kesselhardware bei Set X etwas hochwertiger wirkt als bei Set Y, ist ebenfalls egal, so lange sie bei Set Y ebenso hält und sich die Stimmschrauben vernünftig drehen lassen. Da kann ich beim Gretsch Catalina zumindest berichten, dass nach 10 Jahren auch ohne Polierarien die Verchromung noch glänzt und nichts gerissen oder gebrochen ist. Mein Fazit zu o.g. Fragestellung: ja, die Qualität reicht mir, alle Anforderungen erfüllt!
So, zum Vergleich Sonor Vintage und Catalina Club Jazz muss ich ja wohl was schreiben, da ich beide Sets im Keller habe. Allerdings vergleichen wir da eindeutig Äpfel mit Birnen. In meinem Fall sogar doppelt, da ich das Vintage in 22/16/13 habe. Insofern ist der Einsatz der beiden Sets bei mir schon im Ansatz unterschiedlich. Das Gretsch kommt immer dann mit, wenn ich entweder wenig Platz oder für Proben wenig Bock auf Schlepperei habe. Das Catalina ist ein echtes Leichtgewicht, was nicht unbedingt mit den Kesselgrößen zu tun hat, sondern mit der leichten Kesselhardware. Die Lugs sind tatsächlich sehr zierlich und in keinster Weise massiv. Dazu kommen 1,6mm Stahlreifen und Kessel aus Lauan, die auch eher "hypodens" sind (mal im medizinischen Wörterbuch nachschlagen
) und damit Gewicht sparen.
Das Sonor ist ein Strich-Achter Mercedes, schwer und solide, obwohl die Kessel dünner sind als alte Phonics oder gar alles, was quadratisch war. Insofern kann man ein Vintage noch gut ohne das Risiko eines Bandscheibenvorfalls schleppen. Es gibt Leute, die sich über die Verarbeitung der Vintage-Series beschweren, und vermutlich stimmt es, dass ein SQ2 in allen Belangen noch mal ne Schippe draufpackt. Für mich reicht die Qualitätsanmutung immer noch aus, um von einem gut verarbeiteten Set zu sprechen. Kritik gibt's von mir an einigen Brackets, es ist schon etwas hakelig, die Floor Tom Beine zu montieren. Das können andere Hersteller besser. Da verhält sich ein Catalina auch nicht anders, aber das kostet auch nur ein Viertel des Preises. Ansonsten habe ich in 10 Jahren damit nie Probleme gehabt. Die luftigen Lugs funktionieren nach wie vor tadellos, nur laufen sie klassentypisch nicht ganz so geschmeidig wie bei Edelsets. Die Stimmung hält das Gretsch damit aber ebenso wie das Sonor.
Nun zum Klang, da kann ich vorneweg sagen, beide Sets klingen amtlich, wenngleich recht unterschiedlich. Während ich beim Sonor recht schnell einen annehmbaren Sound hatte, brauchte ich beim Gretsch deutlich länger. Das lag primär an der schlecht konstruierten Tomaufhängung und den ungefederten Floortombeinen als totale Sustainkiller. Beides lief auf einen Austausch raus, und erst nach Montage einer normalen Rims-Style Aufhängung (12er) und gefederten Pearl-Füßen war der Klang voll und rund. Meine Lieblingsbefellung sind Renaissance Ambas mit klaren Resos, das funzt für mich. Und zwar sowohl bei jazzigen als auch rockigeren Stilen.
Das Vintage hat im Vergleich einen viel charakteristischeren Sound, etwas dirty-angezerrt, den ich insbesondere mit coated Emperors richtig geil finde. Die Werksbefellung könnte ich mir in ner hohen Bebop-Stimmung gut vorstellen, für meine eher punchy Soundvorstellung waren sie nicht optimal. Ansonsten bediene ich auch damit alle möglichen Genres, und ich würde das Set ebenfalls als vielseitig bezeichnen.
Ok, und welches soll man nun kaufen? Das hängt für mich nur vom Budget ab. Wer nicht so viel Geld investieren kann oder will, kann beruhigt das Catalina nehmen, wer auch das Vintage im Budget hat, kauf das, was ihn optisch mehr anspricht. Bei den Finishes sind leider beide Serien limitiert, und außer Bronze Sparkle spricht mich aktuell beim CCJ nichts so richtig an, allerdings sind klassische Holzfinishes für ein Bop-Set auch nicht verkehrt. Beim Sonor hätte Rot aktuell die Nase vorn, wobei ich mein Vintage Pearl immer noch sehr hübsch finde. Eine Frage, die sich beim Kauf meines Vintage noch nicht stellte, war die der Rosette mit Tomhalterung. Die gabs zu Beginn nämlich nicht. Optisch finde ich die Bügeleisen-Rosette sehr passend, aber irgendwie hat Sonor es verpennt, einen passenden Tomhalter auf den Markt zu bringen. Die so genannten Vintage Halter sind nämlich nicht viel anderes als die ganz normalen Tomarme, nur mit Vintage- Flügelschrauben. Da mir das optisch überhaupt nicht zusagt, bleibe ich entgegen meiner ursprünglichen Planung gerne beim Snareständer.
Wie schon gesagt, ich vergleiche Äpfel mit Birnen, bin mir aber sicher, dass meine Beschreibung auf ein Vintage in Bop-Konfiguration ebenso anwendbar ist.
Und deine Abneigung gegenüber DW/PDP teile ich von ganzem Herzen ![]()
Edit: da bei mir die Optik auch immer ein wichtiger Kaufaspekt ist, habe ich zu deinen anderen Vorschlägen nichts geschrieben. Das SC wäre definitiv mein Favorit, wenn mir ein Finish davon gefiele. Es hat gegenüber Gretsch qualitativ klar die Nase vorn, meiner Meinung nach. Der Rest deiner Vorschläge ,na ja...
Bei einem Hocker geht so ziemlich alles worauf man sitzen kann. Hauptsache die Höhe passt
Das kann ich so nicht stehen lassen. Der Hocker ist das Teil am Set, was man als einziges wirklich ständig nutzt. Wenn man jung ist oder als älteres Baujahr keine Rückenprobleme hat, mag deine Aussage stimmen, aber ich möchte nicht mehr auf wackeligen, harten Holzbrettern ohne Polsterung sitzen müssen. Mir ist bequemer und gleichzeitig stabiler Sitzkomfort enorm wichtig, und da empfehle ich auch jedem Drummer, ein paar Euro mehr zu investieren.
Das wichtigste ist doch, dass du überhaupt wieder einsteigst!
wenn man auf manche Türken zurückgreift. IStanbul, Masterwork, Anatolian,... alles gute Becken
Da möchte ich noch die Thomann-Hausmarke Zultan ergänzen. Von der Vielfalt und Klangqualität war ich bei meinem letzten Besuch sehr angetan. Was man da für handgemachte B20-Türken bezahlt, ist echt ein Witz. Sofern man auf Türken steht. Paiste 2002 klingen zwar auch gut, ist aber was anderes. Und deutlich teurer ![]()
Von diesem Set bin ich irgendwie sehr angetan. Leider recht teuer, wenn ich die restlichen Investitionen so ansehe
Ich habe Null Ahnung von Premier, kann daher nicht einschätzen, ob das Set den Preis wert ist. Da gibt es kompetentere Kollegen hier.
Aber 800 Euro lassen dir mehr als genug Spielraum für eine super Komplettausstattung.
Set: 800,- Euro
Hardwarepack: 400,- Euro (Yamaha HW780 Pack)
Hocker: ca. 100,- Euro (+x, falls beim Rest was übrig bleibt)
Becken: 700,- Euro (z.B. Masterwork Custom Set 459,-)
Bleiben noch 240,- Euro für ein zweites Crash mit Ständer, und fertig ist die Laube
Das ist nur ne Beispielrechnung, es gibt auch (noch) günstigere Hardware, die was taugt. Ich spiele z.B. die einstrebige Tama Stagemaster Hardware, seitdem steht mein Case mit Roadpro-Stativen nur noch im Keller rum. Lang nicht so schwer, genauso flexibel, gut verarbeitet und ausreichend stabil für jede Bühne. Dafür habe ich im Set ohne Fußmaschine knapp über 200,- gezahlt. Für die Differenz zum Yamaha-Pack gibt's dann als FuMa schon ne DW5000 und vergleichbare.
Haaaaalt, bei dem Set ist ja keine Snare dabei. Ok, dann geht meine Rechnung nicht auf. Aber irgendwo 200 Euro abzwicken und in eine ordentliche gebrauchte Snare investieren schaffen wir auch noch.
Voila (Der Verkäufer ist unser Fürst hier aus dem Forum, da kann man sich drauf verlassen)
Aber auch hier: warum sollte eine Einzelkette "reißen"?
Fahren Radprofis Doppelkette?
ääähmm... ich?
Ob du allerdings den durchschnittlichen Anfänger repräsentierst, lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen ![]()
mit Marmor, Stein- und Eisen bricht
Haha, das war eines meiner ersten Lieder, was ich semi-öffentlich auf der Gitarre gespielt und gegrölt habe ![]()
Allerdings erst um '80 rum, '65 konnte ich noch nicht wissen, in welche schräge Welt ich da mal reingeboren werde.
Um nochmal auf die Ausgangsfrage Kette vs. Band einzugehen, ich find's vom Spielgefühl ziemlich unerheblich. Allerdings ist das Band meinem Eindruck nach geräuschärmer. Die Kette hört man je nach Spielweise und Einstellung schon mal ein wenig. Besonders bei Modellen wie der alten Camco, wo die Kette über ein Ritzel läuft, nicht zu vernachlässigen.
Aber unterm Strich behaupte ich mal, an einer intakten IC200 kann man absolut ausreichen längere Zeit spielen. Ich hatte an einem Dienstset mal so ein schnuckliges Modell, wobei ich den Hersteller nicht kenne. Als OEM gibts das Gerät unter diversen Namen. Selbst das reicht völlig zum Spielen aus, wenn man nicht Geschwindigkeitsexzesse betreibt.

Haha, erst dacht ich, was macht denn Gunter Gabriel da bei euch an der Gitarre. Sauber, beide Bands ![]()
Du wirst reduziertes Spielen lernen und die Akzente dort setzen, wo sie im Verbund mit dem Bass perfekt passen
Vor allem lässt einen der Bassist auch wissen, was gut ist, und was man vielleicht noch verbessern könnte. Man selbst ist da ja eher limitiert, wenn man nicht schizophren ist.
Ein großer Teil meiner musikalischen Entwicklung ist davon beeinflusst worden, dass irgendwer mich bat, was bestimmtes zu spielen, worauf ich selbst vielleicht nie gekommen wäre.
... und führe uns nicht in Versuchung... ![]()
Das tät mich ja auch jucken, gerade die flache 18er macht viel aus. Da ich mobil bin, komme ich zwar auch gut mit meinem Bop-Kit hin, aber wie oft hab ich mir schon gewünscht, einfach alles mit den Öffis transportieren zu können. Parkplatzsuche in der Großstadt nervt ![]()
Und der Kontrabass schaugt im WoZi narrisch guad aus, auch ein bleibender Effekt ![]()
Meine Idee ist es, nicht nur ein neues Instrument zu lernen, sondern die Struktur und das Zusammenspiel der Instrumente noch besser zu verstehen.
Nicht nur Drummer zu sein, sondern noch Harmonieinstrumente zu lernen, ist sicher sehr sinnvoll. Um das Zusammenspiel besser zu verstehen, muss man aber auch zusammen spielen wollen, was du in einem anderen Beitrag ja ausschließt. Wenn du - gilt für beide Instrumente - wirklich lernen willst, was Zusammenspiel ausmacht, dann solltest du deine Abneigung gegen Bands irgendwann aufgeben. Alles andere ist Käse. Mir käme das vor, als ob jemand eine Sprache lernen wollte, ohne jemals in dieser Sprache Konversation zu betreiben. Da bleibt dann wie im Lateinunterricht in der Schule nur bruchstückhaftes Wissen übrig.
Ich behaupte mal ganz steil, jemand der quasi nie mit anderen gemeinsam musiziert hat, wird nie ein guter Drummer oder Bassist werden, egal wie viel Technik er übt.
Auf Klavier, Gitarre oder Akkordeon als Harmonieinstrumenten klappt das, denn man kann ja Solonummern spielen oder komponieren, die sich trotzdem vollständig anhören.
Schlagzeug und Bass sind Instrumente, die hingegen primär dazu da sind, andere Musiker zu begleiten und Klangfarben hinzuzufügen, welche die anderen Instrumente nicht selbst mitbringen. Klar gibt es auch Solowerke für oder von Drummer oder Bassisten, aber seien wir ehrlich, wer außer Drummern oder Bassisten kann sich sowas denn anhören? Das mag sogar im Einzelfall unter dem Label "Innovativ" aufgeführt sein, aber am Ende spielen Drummer seit der Erfindung des modernen Drumsets vor ca. 100 Jahren dann doch immer wieder Bumm Tschack, und das aus Überzeugung ![]()
Das Sabien QuietTone
... wäre auch meine Empfehlung. Wer etwas Geldknappheit hat, findet es auch häufig in den Kleinanzeigen gebraucht. Zum Beispiel aktuell gerade hier.
In 14 Zoll und nicht kleiner!!! Ist nicht das Modell, welches man zum Gig mitnimmt, um sich vorher aufzuwärmen, sondern das ist ne echte, ausreichend leise Übehilfe für daheim. Wenn ich vorübergehend nur ein Teil meines Equipments nutzen dürfte, würde ich mich dafür entscheiden und hoffen, dass die Sticks inbegriffen sind ![]()
Zum Rest wurde schon alles gesagt. Ich gehöre ebenfalls zur Fraktion derer, die "Behelfsschlagzeuge" ala Cajon-Kits für Unfug wenig geeignet halten. Zumal du für den Gag auch rund 500 Euro oder gar mehr veranschlagen musst. Für das Geld ziehe ich ein gute Snare deutlich vor.
Wenn Federn als ganzes quietschen, also nicht nur die Kontaktstellen an den Lagern, packe ich etwas Schaumstoff in die Feder. Beeinträchtigt nicht die Funktion, dämpft aber Geräusche effektiv.
Es muss so Ende der 1970er gewesen sein, dass mich das Schlagzeugvirus gepackt hat. Meinen ersten Unterricht hatte ich mit 13 oder 14, also um '80 rum. Bis zum Abi hatte ich insgesamt 3 Lehrer, zunächst Hobbydrummer aus der Nachbarschaft, dann einen studierten Jazzer alter Schule. Während ich bei ersteren viel zu Playalongs spielte, stand beim Jazzer Stick Control und Traditional Grip auf dem Programm. In der Schule war ich aktiv in der Jazzgruppe und dem Schulorchester, das waren dann auch die allerersten vereinzelten, öffentlichen Auftritte. Was Lampenfieber ist, lernte ich jedoch eher beim Schultheater kennen, wo ich zumindest mal reinschnupperte.
Seit Ende der Schulzeit stand ich viel auf der Bühne und war in diverse Projekte involviert. Wir hatten in unserem Städtchen eine recht aktive Musik- und Theaterszene, daher wurden diverse Musiktheater inszeniert, bei denen ich meist als Drummer und/oder Bassist dabei war. Intensive Probenzeit und jeweils 20 bis 25 Vorstellungen unter professioneller Leitung, das fand ich damals schon sehr spannend. Bands gabs zwar auch immer mal, aber das typische wöchentliche Rumgeprobe für zwei bis drei Auftritte im Jahr schien schon damals nicht so meine Welt zu sein. Eigentlich wollte ich zunächst Musik zu studieren, entschied mich aber letzten Endes dafür, es beim Hobby zu belassen und materiell nicht darauf angewiesen zu sein.
Wie bei vielen anderen kam es auch bei mir in den späten 90ern zu einer mehrjährigen Pause, in der ich mein Instrumentarium eingelagert hatte und sogar über den Verkauf nachdachte. Als dann aber 2002 mein Telefon klingelte und jemand aus der alten Theaterszene, die seit vielen Jahren kein Musiktheater mehr auf die Beine gestellt hatten, mich wegen eines neuen Musicals anfragte, packte es mich wieder, und seitdem bin ich wieder voll dabei. Neben meiner Mitwirkung in diversen Bands und Projekten unterrichtete ich zeitweise an der Musikschule und auch privat, musste aber weiterhin nie meinen alleinigen Lebensunterhalt damit bestreiten.
Bis auf die Pandemiezeit, in der ich zusammen genommen vielleicht bisher 10 Konzerte und ein paar Studiotage hatte, kam ich in den vergangenen Jahren meist so auf 20 bis 30 Konzerte im Jahr.