Beiträge von trommla

    (und vor Allem unnötig)

    Ich hab immer mal wieder solche Dämpfarien beseitigen wollen und dabei festgestellt, es war doch nötig, weil die Eigentümer null Plan vom Stimmen hatten. Gegen nervtötende Oberschwingungen hilft halt entweder, neue Fell und Stimmen lernen (teuer und langwierig), oder Tempos und Gaffatape (günstig und schnell). Ist doch klar, wofür sich die Leute entscheiden, zumal nicht jeder Schlagzeugbesitzer auch Schlagzeuger ist und besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß, als an einem Drumset rumzuschrauben.

    Kenn ich. Wobei es sich bei mir primär manifestiert durch Snare und Pedale. Ne Snare ohne Crack in der Art eines Balladeneimers kann ich nicht, schwergängige Pedalerie bringt mich auch aus dem Tritt. Wenn es nur die Federspannung ist, könnte man ja nachjustieren, aber der Eigentümer des jeweiligen Sets möchte wohl auch spielen können, also stell ich da besser nicht dran rum und bring mein eigenes Zeug mit.

    Der Rest ist mir relativ, weil ich so oft an fremden Sets sitze, dass ich weiß, wie ich damit umgehen muss. Alles eine Frage der Gewohnheit.

    Bekehren wird mich das wohl auch nicht, da die Kosten-Nutzen-Abwägung für mich ganz persönlich nicht passt. Hab gestern mal spaßeshalber auf der Drumtec-Seite geschaut, da sind wir dann mindestens beim Faktor 2,5 gegenüber dem Efdings. Das ist mir für ein Spielzeug, und sei es noch so elaboriert, zu viel. Ich bin überwiegend mit Bands auf Bühnen unterwegs, gelegentlich auch mal im Studio, und für all das brauche ich Natur. Zumal ich ja meist eher jazziges Zeug spiele. Die Bezeichnung "Spielzeug" bitte ich nicht abwertend zu verstehen, damit meine ich einfach etwas, was man gerne zum Spaß nutzt, ohne es aber wirklich zu brauchen.

    Und aus nem Akustikset gute Sounds rausholen macht mir auch viel Spaß. ;)

    Aber das ist hier ja nicht Thema und wurde glaube ich schon mehr als ausführlich diskutiert.

    häää? Ich find die Sounds vom Efnote nicht gut, was hat das mit anderen (gscheiten?) E-Drums zu tun?

    Wobei du Recht hast, außer im Laden hab ich noch nie auf solchen Elektrodingern gezockt. Aber wenn überhaupt, hat mich in der Summe das TD50 gefallen. Das fällt aber wohl auch nicht unter gscheit?

    Ich glaube, das liegt an den relativ wenigen Betriebsstunden. Ich höre seit Jahren kaum noch Musik über die Anlage ;)

    Wobei, den Lautsprechern hab ich mal ne Generalüberholung inklusive neuer Sicken spendiert. Die waren schon ganz schön durch.


    Edit: ach ja, und den Tonarm meines Linn habe ich mal beim Spezialisten revidieren lassen. Kostete keine 100 Euro, und jetzt muss ich leider meine LP's wieder mit umziehen :wacko: :D

    Oh, das ist hart. Derartiges konnte ich bei mir nicht feststellen, und nach mehreren Fellwechseln weiß ich auch sicher, dass die Gratungen in Ordnung sind. Nicht so elegant wie bei höheren Serien, aber das hätte mich auch überrascht ;)


    War das ein Ur-Catalina mit Mittelböckchen an der Bass Drum, oder hatte es schon die Einzelböckchen wie die aktuelle Baureihe? Über die erste Version habe ich nämlich häufiger Kritik gelesen. Meins ist aus der zweiten Generation mit viereckigem Badge, aber schon "normalen" Bass Drum Lugs. Und das klingt, wie ein Set klingen soll. Es gibt Sets mit mehr Sustain, aber das wusste ich vorher, und das brauche ich auch nicht. Ich hab's eh lieber definierter.


    Generell sollte man nach dem Kauf insbesondere günstige Sets immer genau auf Verarbeitungsmängel kontrollieren. Wir wissen ja, dass der Rotstift nur allzu gerne bei der Qualitätskontrolle angesetzt wird. Das spricht aber nicht gegen das Catalina im speziellen, das ist eine typische Begleiterscheinung der kostenoptimierten Fernostproduktion.

    Wobei ich mal ne Lanze brechen muss für die Catalina-Snare. Mit dem Skyntone drauf gibt sie bei mir ein prima Fotorequisit für Shootings, bei dem ich keine Angst haben muss, falls doch mal jemand unsachgemäß damit umgeht. Und zumindest live hab ich sie schon gespielt, das ging tatsächlich. Nur wenn's drauf ankommt, hab ich natürlich bessere im Schrank.

    Das Catalina ist ... naja... ich würde es nicht kaufen. Alleine schon die Splitteranfälligkeit des recht weichen Holzes an den Gratungen (Die Kessel lassen sich kaum vernünftig nachgraten) schreckt mich persönlich ab

    Hast du damit persönliche Erfahrungen gemacht? Diversen Holzlexika nach zu urteilen soll sich die Lauan/Meranti/Balau-Familie nämlich leicht verarbeiten.

    Ich zitiere mal

    <<<Das mässig harte Holz ist dauerhaft und witterungsfest. Es lässt sich leicht bearbeiten, gut messern und schälen, normal Leimen und polieren>>>


    Es ist nicht das härteste Holz, liegt aber vom Brinell-Härtegrad mit Birke und Mahagoni ziemlich gleichauf. Und die (Ex-)Nutzer von Catalinas, mich eingeschlossen, scheinen mehrheitlich sehr zufrieden. Könnte es sein, dass hier umgekehrt ein gelegentlich als "minderwertig" bezeichnetes Holz mehr Mythos als Wahrheit ist? Wie verhält es sich dann deiner Meinung nach mit Kesseln aus deutlich weicherer Fichte? Jeder, der schon mal im Baumarkt Fichtenbretter gekauft hat, weiß, dass Fichte weder hart noch edel ist. Trotzdem haben es renommierte Drumhersteller vor ein paar Jahren als neuesten "heissen Shice" entdeckt.


    Sorry für's Klugscheissen, ich glaub nur nicht, dass unsere Einstufung von Lauan immer ganz faktenbasiert ist. Und die der Fachpresse sicher ebenso wenig.

    Hehe, ich glaube wir reden grad aneinander vorbei. Ich bezog mich auf noch kleinere Formate als 18/12/14. Diese ganzen Travelkits, ob sie nun Safari, Midtown oder sonstwie heißen, sehe ich für Jazz auch klanglich gegenüber der klassischen Bop-Konfiguration nicht im Vorteil. Eher im Gegenteil. D'accord?

    5) Wenn man damit Jazz spielt

    Abgesehen davon, dass Jazz ja sehr vielgestaltig ist, warum sollte Jazz ein Grund für son Pocketschlagzeug sein? Ich spiel Jazz meist auf meinem 22/13/16. Vielleicht "in the pocket" (hoffe ich wenigstens), aber allein die Idee, Jazz müsse man auf nem Bop-Set spielen, ist eigentlich ein historisches Mißverständnis, nur weil man im Bebop mal damit angefangen hat, Fußtoms statt Bass Drums zu nehmen. Aber bis dahin hatte man oft Bass Drums, die John Bonham neidisch gemacht hätten.


    Ich habe das neue Renown immer als eine etwas abgespeckte Version des alten gesehen. Vielleicht liege ich da aber auch falsch.

    Das deckt sich mit meinen Infos, ich habe dazu allerdings auch nur verschiedenes gelesen. Sicher trotzdem ein gutes Set.