Ich muss grad mal blöd fragen, weil ich's glaube ich nicht verstanden habe. Worin besteht im Endeffekt der Unterschied, ob ich mit Iron Sticks gezwungenermaßen langsam übe oder mit normalen Sticks freiwillig? Dass es der Präzision des Spiels zuträglich ist, sehr langsam und kontrolliert zu üben, ist ja keine ganz neue Erkenntnis.
Beiträge von trommla
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Ich finde im Gegenteil, so ein kompakter Aufbau fördert die Kreativität ungemein. Und wenn es ein ernstzunehmender Wiedereinstieg ist, war das sicher nicht das letzte Set, was Einzug hält

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Na ja, vielleicht sind ja die vielen bunten Bilder mal aktualisiert worden.

Ich glaube, anders sähe es aus, wenn es sich um ein gewerblich vertriebenes Werk handeln würde. Interessante "Updates" - falls es neue Ansätze gäbe - fände man im Netz, keiner nutzt ja vermutlich die DTB exklusiv und nur offline, nehme ich zumindest an.
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7A obwohl ich immer mit 2B spiele
Das ist aber auch ein extremer Sprung.

Da würde ich nicht mal mehr auf meinem eigenen Set gut spielen können. Bei mir halt umgekehrt, spiele eher 7A als 2B.
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Paiste hat den Vorteil, das viele Paiste-Spieler anscheinend Überzeugungstäter sind. Dich haben sie ja auch gekriegt

Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber Paiste scheint irgendein Alleinstellungsmerkmal zu haben, was sie vom Rest des Marktes abhebt, deshalb können sie es sich wohl leisten, diesem Konkurrenzdruck etwas mehr aus dem Weg zu gehen. Vielleicht bilde ich mir das aber auch ein.
So ein bisschen das Apple-Phänomen, einen exklusiven Nimbus, den man sich nicht immer so genau erklären kann.
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Schön mal wieder was von dir zu sehen und zu hören. Hattest du ne längere Spielpause oder nur keine Zeit zum Recorden?
Vom Spiel her habe ich fast den Eindruck, ersteres hat zu einem massiven Motivationsstau geführt, so wie du dich diesmal reinhängst. Lasch trommelst du ja generell nicht, aber diesmal hat dein Drumming eine Power, die ich glaube ich in der Form bei dir noch nicht gesehen habe. Geil!
Stellenweise dachte ich mir, will der sein Set kurz und klein hauen?
Ganz sachlich: natürlich tight auf den Punkt wie immer.
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werde ich das Gefühl nicht mehr los, das man mehr nach Optik als nach Sound bastelt.
Davon kann man wohl getrost ausgehen. Irgendwie muss ja der Markt am Laufen gehalten werden. Und nachdem wir ja alle wissen, dass wir bei Blindverkostung meist recht aufgeschmissen sind, Unterschiede zu hören, zu beschreiben und den entsprechenden Instrumenten zuzuordnen, braucht's natürlich ne aussagekräftige Optik.
Wie mein Bruder gerne zu meinen Lieblingsbecken sagt "naja, macht halt Zisch
"Scheint ja immer mehr, als hätten wir denselben Geschmack.
Den Eindruck könnte man fast haben

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Fu**, sind die hässlich! Back to the roots, erinnert mich von der Anmutung an Meinls frühe Beckenserien.
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Edith meint, sie fände es spannend, wenn eines Tages ein Festival stattfindet, auf dem alle Bands der DF-Mitglieder auftreten und dann möchte Edith sehen, wie die Drummer/innen miteinander klar kommen...und wer wohl das Rumpfset stellen würde?
Das wäre mal ein wirklich geiles "Forumstreffen". Mach dich gleich mal an die Umsetzung

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das liegt aber vielleicht daran, dass meine bassisten entweder eher melodie spielen als rhytmus oder einfach achtel durchschrummen, ohne betonungen.
Tja, man muss halt nehmen, was so kommt

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Das hat weniger von einem Konzert als von einem Musical.
Das trifft allerdings nicht nur auf Arch Enemy zu, sondern findet sich in vielen größeren Shows wieder. Wenn man sich vor Augen führt, welcher Aufwand dahinter steckt und wie viele Menschen im Verborgenen dazu beitragen, eine gute Show zu machen, sind die Musiker als "Produkt" letztendlich auch nur ein Teilchen im Räderwerk. Da muss einfach viel mehr festgelegt werden, als wenn du als Band kleine Clubgigs spielst.
Das andere sind die geänderten Erwartungen an eine Show seitens des Publikums als auch der Finanziers. Aber diesen Faden möchte ich in diesem Fred nicht weiterspinnen, sonst sind wir völlig weg vom Thema.
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Ja, diese Metal-Geschichten empfinde ich tatsächlich als ein völlig "anderes" Drumming, bei denen man völlig andere Herangehensweisen braucht. Nicht nur, dass es mehr Noten unterzukriegen gilt und man dadurch Aufbau und Bewegungsabläufe stärker optimieren muss.
Als erstes fiel mir auf, dass viele Metal-Drummer immer davon erzählen, dass man vor allem mit der Gitarre zusammen sein muss. Öh, ich kenn das so, dass der Basser das Maß aller Dinge sein sollte.
Und manchmal habe ich den Eindruck, dass alles viel "ausgezirkelter" ist und man mit Improvisation nicht so viel anfangen kann, während im Jazz, Blues und Rock daraus gelegentlich grandiose Momente entstehen können.
Und dann ist es völlig logisch, dass jede Abweichung von der Norm einen aus dem Tritt bringt.
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Viele Schläge kann man auch ohne Doppelhuf spielen
Hihi, aber der Groovedrummer hat erkannt, das viele Schläge außer für's Ego gar nichts bringen, man dafür viel mehr üben müsste, aber für die meisten Jobs mit einfachen Sachen genauso in Frage kommt, sofern man die dann gut spielt. Ich sach nur Phil Rudd, oder in der deutschen Szene Bertram Engel.
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Die Kollegen aus Stilrichtungen, wo viele Schläge und Doppenfuß-Kicks zum guten Ton gehören, dürften da stärkere Einbußen haben.
Ja, die guten alten Groover-Drummer, ob nun Rock, Funk oder Jazz, sind da im Vorteil

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Zu dem Thema hat sich das DF schon viele Gedanken gemacht z.B. im
Ich putze meine Becken von Zeit zu Zeit, weil ich die Optik lieber mag, der etwas "aufgehellte" Klang danach mir nichts ausmacht, und Ideologien mir zuwider sind.
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im HighEnd HiFi gibts ne Menge Voodoo die man in den Sand setzen kann, warum dann nicht auch LS.
Da hast du sicher nicht unrecht, die Erklärung mit der Quarzsandfüllung fand ich aber im Gegensatz zu manch anderem Hifi-Voodoo schlüssig. Und meine Selbstbau-Grundplatte vom Subwoofer funktioniert auf diese Weise hervorragend, war aber deutlich günstiger als eine massive Granitplatte. Ok, den Beweis mittels objektiver Messergebnisse muss ich schuldig bleiben, aber dass die Nachbarn nicht jedesmal über die Bässe jammern, wenn ich etwas lauter Musik höre, ist mir Beweis genug. Und ich habe ziemlich resonierenden Boden im Wohnzimmer sowie extrem lärmempfindliche Nachbarn unter mir.
Ein Podest irgendwie zu bedämpfen, um möglichst wenig Mitschwingen zu erzeugen, halte ich für sehr sinnvoll.
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Wobei bei mir der ganze Raum auf den Entkoppelelementen steht
Das dürfte dem TS vermutlich zu viel Aufwand sein

Aber es zeigt, dass effektive Schallschutzmaßnahmen nicht Ohne sein können und Podest nicht gleich Podest ist. Wer sich ohne eingehende Recherche in Unkosten stürzt, läuft Gefahr, Geld zu verbrennen.
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Ich bring mal noch ne andere Note rein, damit nicht drüber diskutiert werden muss, wieviel Prozent Leistungseinbuße erlaubt sind

Ich kenne auch den umgekehrten Fall, dass ich an ein fremdes Set komme, welches mich plötzlich in einer Weise inspiriert, dass ich das Gefühl habe, besser zu spielen als je zuvor. Ungewohnte Beckensounds, ne andere Stimmung, tolle Raumakustik, was auch immer diese Wahrnehmung begünstigt.
Mattmatt da stimme ich dir absolut zu. Wie oft stand man schon auf irgendeiner Bühne und hatte das Gefühl, eine ziemlich mäßige Leistung abgeliefert zu haben, und die Mitmusiker schauen dich mit großen Augen an, weil keiner was gemerkt hat.
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Sand funktioniert nicht!
Doch. Im Hifi-Bereich werden z.B. Lautsprecher auf Podeste gestellt, die mit Quarzsand gefüllt sind. Der feinkörnige Sand wird durch Schwingungen angeregt, die Schwingungsenergie wird dadurch in Wärmeenergie umgewandelt und abgestrahlt. Somit kommt nur noch wenig Schwingungsenergie im Untergrund an. Der Rest der Schwingungsenergie wird dann, wie du schreibts, durch gummiartige Puffer absorbiert.
Also Sandkasten, der direkt auf dem Boden aufliegt, schlecht, sandgefülltes Gehäuse ohne direkten Bodenkontakt, gut, wenn noch Böckchen drunter kommen.
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Ich hab das mal in den 90ern im Prä-E-Commerce-Zeitalter gemacht und mir ausm Baumarkt selbstklebende Gummipuffer gekauft. Ich glaube das waren 16 Stück, die ich unter meine Konstruktion auf die Kanthölzer geklebt habe. Hab leider kein BIld gefunden, das ich dir hätte verlinken können.
Bin mir aber nicht sicher, ob deine Umsetzung so gut funktionieren wird. 4 Holzplatten ohne tragenden Unterbau werden möglicherweise schwingen wie ein Lämmerschwanz. Und dann stellst du dein Schlagzeug auf diese Membran und verstärkst damit vielleicht das Geschepper noch. Selbst wenn nicht, macht es keinen Spaß, auf so wackeligen Untergründen zu spielen. Jeder der häufiger live auf der Bühne steht, hat das schon mal erlebt.
Ich würde mir einfache Kanthölzer nehmen, daraus eine Rahmenkonstruktion mit zusätzlichen Längs-, Quer- oder Diagonalverstrebungen bauen, und die dann mit Platten belegen. Das braucht kein MDF sein, wenn eh Teppich draufkommt, sondern irgendwas billiges.
Etwas mehr Masse ist in keinem Fall verkehrt für dein Podest, denn Masse absorbiert die Schwingungen.