Vielleicht noch ein Tipp als Ergänzung von jemandem, der schon oft solche Frischluft-Konzerte gegeben hat. Ich hab mir so ziemlich abgewöhnt, mir groß Gedanken über den Sound zu machen. Da das Publikum bei solchen Events fast ausschließlich aus musikalischen Laien besteht (wenn man nicht blöderweise die Kumpels aus anderen Bands eingeladen hat), konzentrier ich mich darauf, mit meinen Mitmusikern Spaß zu haben. Wenn auf der Bühne ein paar Leute miteinander offensichtlich Party haben und lachen, fällt KEINEM auf, ob es toll klingt oder man sich granatenmäßig verspielt.
Wir haben bei einem kurzfristigen Gig ohne vorherige Probe sogar mal eine Nummer in zwei verschiedenen Tonarten gleichzeitig gespielt, also Gitarre und Sax in G, der Bass in D, und auch aufgrund der mauen Akustik hat keiner exakt gehört, wo der Fehler lag. Also haben wir eisern und ziemlich schlapp vor Lachen bis zum Schluss durchgespielt. Am Ende kamen die Gäste und haben Komplimente gemacht, weil die Nummer so toll war 
Wichtig ist eigentlich nur, dass man den Leadgesang hört (fürs Publikum, aber auch für die Band als Orientierung) und der Groove nicht abreißt, der Rest ist total nebensächlich. Je mehr Wert ich bei solchen Veranstaltungen auf guten Sound lege, umso wahrscheinlicher ist es, dass ich Stress habe, wenn er doch nicht so klasse ist. Falls ich meine Mitmusiker oder mich selbst nicht so richtig höre, dann isses halt so. Man sollte - insbesondere in ungewohnten Formationen - sowieso immer mit deutlicher Körpersprache spielen, damit alle auf der Bühne wenigstens sehen, wo die Wechsel sind, wenn man im Soundbrei schwimmt 