Beiträge von trommla

    ähh wäre ja der total Stilbruch, wenn ich da mit meinen Rockknüpoeln ankommen würde, oder?

    5A würde ich jetzt nicht als DIE Rockknüppel schlechthin bezeichnen. ;)

    Damit lässt sich noch wunderbar jazzen, auch wenn sie nicht meine erste Wahl wären. 5A ist in meinen Augen eher so ein Universalmodell, mit dem eigentlich alles geht. Sie klingen halt anders als tyische Jazzer-Zahnstocher.

    werd ich wohl wegwerfen, der Stick springt so dermaßen hoch leises spielen ist nicht möglich.

    Dann wirf sie bitte in meine Mülltonne. Ich bin mir (fast) sicher, dass es sich um einen Anwenderfehler handelt. Das Fell als Ursache auszuschließen, dazu müsste man wissen, welches du genau drauf hattest.


    Das Ludwig (heavy entspricht bei Ludwig Fellen der normalen Amba oder G1 Stärke) fühlt sich beim Spielen generell eher weicher an, ist mein Empfinden.

    Alle Verbindungen und Gelenke kontrollieren, die ständig beansprucht werden. Vor allem ausgeschlagene Kardangelenke und Scharniere der Trittplatten verursachen Nebengeräusche und u.U. ein komisches Spielgefühl. Wenn da alles passt, go for it.


    Mit diesem Pedal hat Mapex erstmals eine wirkliche Alternative zu Tama, DW und Co auf den Markt gebracht. Bin allerdings gerade über den aktuellen Neupreis gestolpert. Ich hatte etwa 100 Euro weniger bei Markteinführung im Hinterkopf, was ich einen enormen Anstieg finde.

    Ich gebe diesmal zu, nicht den gesamten Verlauf gelesen zu haben, da mich dieser Hype ums Open Handed Drumming eher langweilt. Aber grundsätzlich sehe ich es folgendermaßen:


    "Necessity is the mother of invention"


    Ich habe von Beginn an klassisch über Kreuz gelernt. Ein für mich schlüssiger Grund (wenn nicht der einzige plausible), einen anderen Weg zu suchen, ist der, mit dem bisher gewohnten meine Ideen nicht umsetzen zu können. Also wie Simon Phillips beispielsweise mein Drumming so orchestrieren zu wollen, dass ich die rechte Hand für die Toms freihalten muss. Grundsätzlich bietet OH in meinen Augen überhaupt keine Vorteile (irgendwer schrieb von Ergonomie :/ ), sondern ich halte es immer erst mal für vorteilhaft, wenn die stärkere Hand den Job übernimmt, der mit mehr "Feinarbeit" verbunden ist. Erst wenn der gewünschte musikalische Ausdruck damit nicht in Einklang zu bringen ist, macht Umlernen Sinn, bleibt aber in meinen Augen eine Krücke. Dass SP nach 40 Jahren natürlich auch das zu einer gewissen Perfektion gebracht hat, ist unstrittig. Dass ihm das neue spielerische Möglichkeiten eröffnet hat, ebenso.


    Wenn ich aber solche Dinge für mein Spiel nicht einsetze, kann ich mir OH schenken. Was tatsächlich immer sinnvoll ist, und was auch die klassischen Über-Kreuz-Spieler seit jeher beherzigen, ist ein gezieltes Trainieren der "Beidhändigkeit", mit beiden Händen wenigstens annähernd gleich gut zu spielen. Dann kann man auch bei Bedarf mal mit der Linken auf die Hihat wechseln, wenn es im Kontext passt. Z.b. Steve Smith, der meist über Kreuz spielt, aber mit Don't Stop Believing einen grandiosen open Handed Groove für die Ewigkeit geschaffen hat.

    Technisch ist das sicher machbar. Wenn du es einem Profi gibst, stellt sich mir die Frage, ob der Wert des Sets den Aufwand lohnt. Das Force 507 ist wirklich Einstiegsklasse, und jeden Tag verkauft bei Ebay Kleinanzeigen jemand seins inklusive allen Zubehörs für ein paar hundert Euro. Ich habe eine Zeit lang auf einem Force 2007 Proberaumset gespielt, welches meines Wissens ne Ecke über dem 507 lag, und selbst das fand ich grenzwertig. Meine Pedanterie würde verlangen, alle Toms entsprechend zu kürzen, wobei ich keine Preise kenne. Im Hinterkopf habe ich gerade 25 Euro für ne neue Gratung, mit Kürzen der Toms vermutlich etwas mehr.

    Das Geld wäre schon ne gute Anzahlung für ein besseres Gebrauchtes, finde ich.

    Ich muss grad mal blöd fragen, weil ich's glaube ich nicht verstanden habe. Worin besteht im Endeffekt der Unterschied, ob ich mit Iron Sticks gezwungenermaßen langsam übe oder mit normalen Sticks freiwillig? Dass es der Präzision des Spiels zuträglich ist, sehr langsam und kontrolliert zu üben, ist ja keine ganz neue Erkenntnis.

    Na ja, vielleicht sind ja die vielen bunten Bilder mal aktualisiert worden. :D

    Ich glaube, anders sähe es aus, wenn es sich um ein gewerblich vertriebenes Werk handeln würde. Interessante "Updates" - falls es neue Ansätze gäbe - fände man im Netz, keiner nutzt ja vermutlich die DTB exklusiv und nur offline, nehme ich zumindest an.

    Paiste hat den Vorteil, das viele Paiste-Spieler anscheinend Überzeugungstäter sind. Dich haben sie ja auch gekriegt ;)

    Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber Paiste scheint irgendein Alleinstellungsmerkmal zu haben, was sie vom Rest des Marktes abhebt, deshalb können sie es sich wohl leisten, diesem Konkurrenzdruck etwas mehr aus dem Weg zu gehen. Vielleicht bilde ich mir das aber auch ein.

    So ein bisschen das Apple-Phänomen, einen exklusiven Nimbus, den man sich nicht immer so genau erklären kann.

    Schön mal wieder was von dir zu sehen und zu hören. Hattest du ne längere Spielpause oder nur keine Zeit zum Recorden?

    Vom Spiel her habe ich fast den Eindruck, ersteres hat zu einem massiven Motivationsstau geführt, so wie du dich diesmal reinhängst. Lasch trommelst du ja generell nicht, aber diesmal hat dein Drumming eine Power, die ich glaube ich in der Form bei dir noch nicht gesehen habe. Geil!

    Stellenweise dachte ich mir, will der sein Set kurz und klein hauen?

    Ganz sachlich: natürlich tight auf den Punkt wie immer.

    werde ich das Gefühl nicht mehr los, das man mehr nach Optik als nach Sound bastelt.

    Davon kann man wohl getrost ausgehen. Irgendwie muss ja der Markt am Laufen gehalten werden. Und nachdem wir ja alle wissen, dass wir bei Blindverkostung meist recht aufgeschmissen sind, Unterschiede zu hören, zu beschreiben und den entsprechenden Instrumenten zuzuordnen, braucht's natürlich ne aussagekräftige Optik.

    Wie mein Bruder gerne zu meinen Lieblingsbecken sagt "naja, macht halt Zisch ;) "


    Scheint ja immer mehr, als hätten wir denselben Geschmack.

    Den Eindruck könnte man fast haben :D

    Edith meint, sie fände es spannend, wenn eines Tages ein Festival stattfindet, auf dem alle Bands der DF-Mitglieder auftreten und dann möchte Edith sehen, wie die Drummer/innen miteinander klar kommen...und wer wohl das Rumpfset stellen würde?

    Das wäre mal ein wirklich geiles "Forumstreffen". Mach dich gleich mal an die Umsetzung :thumbup:

    Das hat weniger von einem Konzert als von einem Musical.

    Das trifft allerdings nicht nur auf Arch Enemy zu, sondern findet sich in vielen größeren Shows wieder. Wenn man sich vor Augen führt, welcher Aufwand dahinter steckt und wie viele Menschen im Verborgenen dazu beitragen, eine gute Show zu machen, sind die Musiker als "Produkt" letztendlich auch nur ein Teilchen im Räderwerk. Da muss einfach viel mehr festgelegt werden, als wenn du als Band kleine Clubgigs spielst.


    Das andere sind die geänderten Erwartungen an eine Show seitens des Publikums als auch der Finanziers. Aber diesen Faden möchte ich in diesem Fred nicht weiterspinnen, sonst sind wir völlig weg vom Thema.

    Ja, diese Metal-Geschichten empfinde ich tatsächlich als ein völlig "anderes" Drumming, bei denen man völlig andere Herangehensweisen braucht. Nicht nur, dass es mehr Noten unterzukriegen gilt und man dadurch Aufbau und Bewegungsabläufe stärker optimieren muss.

    Als erstes fiel mir auf, dass viele Metal-Drummer immer davon erzählen, dass man vor allem mit der Gitarre zusammen sein muss. Öh, ich kenn das so, dass der Basser das Maß aller Dinge sein sollte.

    Und manchmal habe ich den Eindruck, dass alles viel "ausgezirkelter" ist und man mit Improvisation nicht so viel anfangen kann, während im Jazz, Blues und Rock daraus gelegentlich grandiose Momente entstehen können.


    Und dann ist es völlig logisch, dass jede Abweichung von der Norm einen aus dem Tritt bringt.

    Viele Schläge kann man auch ohne Doppelhuf spielen

    Hihi, aber der Groovedrummer hat erkannt, das viele Schläge außer für's Ego gar nichts bringen, man dafür viel mehr üben müsste, aber für die meisten Jobs mit einfachen Sachen genauso in Frage kommt, sofern man die dann gut spielt. Ich sach nur Phil Rudd, oder in der deutschen Szene Bertram Engel.