Ich hab meine Cobra (3. Generation) gebraucht für angemessenes Geld gekauft und finde sie immer noch völlig ausreichend für meine Zwecke. Wichtig bei der IC ist es, sich zu entscheiden, welche Cam (=Kettenblatt) und Zugband man möchte. Ich persönlich bevorzuge Rolling Glide, also rundes Kettenblatt mit linearer Kraftübertragung. Ob nun Kette oder Band wäre mir persönlich ziemlich egal, ich komme mit beidem klar. Was ich allerdings nach dem Erwerb sofort entfernt habe, sind die Cobra Coils genannten Sprungfedern unter der Trittplatte.
Generell sollte man Pedale testen. Ich hatte zunächst z.B. immer ne DW 5002 im Hinterkopf, bis ich mal im Laden eine IC unter die Füße bekam. Dadurch war mir sofort klar, dass mir die Tama besser liegt als irgendein Modell von DW. Ähnliches mit dem Jojo-Pedal. Für mich von Beginn an zunächst völlig uninteressant, da teuer und "Promihype", bis ich den Fehler machte, mal im Laden draufzulatschen. Vom Spielgefühl das beste Pedal, das ich jemals unter den Füßen hatte, und natürlich landete es dann auch bald in meinem Fundus bzw. ist bis heute mein Hauptpedal.
Wenn IC, muss es m.E. kein aktuelles Modell sein. Eine gut gewartete Maschine läuft viele Jahre anstandslos, und wenn wirklich mal was wäre, hat Tama einen Ersatzteilservice, bei dem man so ziemlich alles an Einzelteilen nachbekommt. Ein solches Modell ist mit Sicherheit mehr als ausreichend, um lange damit Freude zu haben. Aber aufpassen, Tama hat irgendwann damit begonnen, alle Pedale Iron Cobra zu nennen und auch Einsteigerhardware unter dem Label zu verkaufen. Die Profimodelle sind nur diejenigen aus der 900 Baureihe, auch wenn man die günstigen "Iron Cobras" wirklich gebrauchen kann.