Prima, die Videos helfen weiter. Für mich klingt es ziemlich exakt so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ein altes Fell auf einer schlecht/nicht gestimmten Bass Drum, daran ein Drummer mit etwas ungeübtem rechten Fuß, der versucht, mit einer suboptimal eingestellten Maschine zu spielen. Also ein Zusammenwirken verschiedener Komponenten.
Häufig sind solche Probleme bei mir eine Kombination aus Fell- und Federspannung gewesen, insbesondere wenn der Beater im Fell stehen bleibt. Da ich allerdings inzwischen auch (fast) ausschließlich den Beater zurückkommen lasse, funktioniert es bei mir besser.
Zur Lösung deines Problems würde ich mit nagelneuem Fell beginnen und erst mal die BD durchstimmen. Bei mir klappt es i.d.R. gut mit ziemlich losem Schlagfell, das ich je nach Trommel noch etwas zusätzlich dämpfe (Handtuchrolle o.ä.). Das Reso stimme ich etwas höher, um damit den Ton reinzubekommen, der beim Schlagfell fehlt. Also Kick vom Schlagfell, Ton vom Reso. Dann an der FuMa mit der losesten Federspannung beginnen und gerade so viel anziehen, dass die Trittplatte meinem Fuß beim loslassen folgt. Die Platte sollte weder von unten an die Sohle drücken, noch hinterherbleiben. Bei mir ist das Ergebnis immer noch eine ziemlich lose Federspannung, aber damit kann ich dann gezielt trainieren. Wer meint, für schnelles Spiel braucht man ne harte Feder, sollte sich mal Buddy Rich anhören. Der hat mit laschen Federn mit Sicherheit nicht gerade langsam gespielt. Und ich meine mal gelesen zu haben, dass er teilweise ganz ohne Feder geübt haben soll.
In zweiter Instanz kann man auch mal den Beaterwinkel und den Winkel der Trittplatte hinterfragen, das könne den individuellen Spielkomfort noch etwas erhöhen.