Beiträge von trommla

    Hat das Fell irgendeinen Aufdruck? Bei dem kleinen Format lässt sich nichts erkennen, aber vielleicht könntest du mal den Aufdruck aus der Nähe fotografieren?


    Wenn kein Aufdruck darauf ist, schließe ich Remo mal aus. Selbst die billigen Asien-OEM-Felle von Remo haben eigentlich immer ein Krönchen drauf, nur halt dann mit Remo UT oder ähnlichem Hinweis. Sind das denn sicher Werksfelle? Das Sonic Plus war zwar nicht gerade aus der stärksten Phase in Sonors Firmengeschichte, aber völlig ungebrandete Felle ab Werk kenne ich eigentlich höchstens von irgendwelchen No Name Sets

    Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber zähl doch einfach mal mit. Der Clou ist ja gerade, dass die HiHat einen 7/8 Rhythmus suggeriert und damit den 6/8 verschleiert. Den Auftakt darfst du natürlich nicht mitzählen ;)


    Wobei die Noten am Ende tatsächlich in die Irre führen, da das Hihat Ostinato als 7/8 durchläuft und sich daher verschiebt. Also 7 gegen 6. Die 2 notierten Takte zu wiederholen, klappt also nicht.


    Prima Unabhängigkeitsübung, Knopf (=bayrisch für Knoten) im Hirn garantiert.

    Ich glaube, unser Problem als Drummer ist, dass wir gewöhnt sind, überall relativ fest draufzuschlagen und eher mal das Feedback zu bekommen "geht's auch a bisserl leiser".
    Wenn wir mit nem Cajon ähnlich grobmotorisch umgehen, klingt das Ding einfach nicht, dafür tun uns nachher die Hände weh.


    So locker und leicht, wie die Cajon-Könner es uns vormachen, fühlen wir uns aber auch nicht wohl, weil wir dann das Gefühl bekommen, uns selbst nicht mehr zu hören. Also treten wir lieber mit nem Pedal gegen die olle Kiste, das ist für uns vertrautes Terrain und erfordert keine Auseinandersetzung mit einem ANDEREN (man kann's nicht oft genug betonen ;)) Instrument. Klingt nur eben relativ bescheiden...


    Aber wenn die Kiste nun schon mal im Haushalt rumsteht, verstehe ich, dass man sie nutzen möchte, ehe man extra was neues kauft. Und als Blumenständer sind zumindest gute Cajones zu schade.

    Würde mich über weitere Meinungen darüber freuen, ob die Kombi Cajon/normale Snare funktionieren kann. Oder könnte eine andere Art Snare funktionieren? Habe ein Video gesehen, in dem jemand eine Jingle-Snare genutzt hat, und zwar diese hier:


    Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Drummer ticken. Das wäre auch mein Einwand gewesen, und ich würde, wenn schon Cajon als Bass Drum missbraucht werden soll, eher eine kleine Jungle-Snare o.Ä. dazu stellen. Die Kombi Cajon und "Fullrange"-Snare passt für meinen Geschmack hinten und vorne nicht.


    Vor ner Weile hab ich ne regionale Band in ner Kneipe gesehen, da hatte der Drummer einen robusten großen Versandkarton zur Bass Drum umfunktioniert, hübsch beklebt und ne Jungle-Snare sowie ein kleines Becken einfach oben auf die Fläche draufgeschnallt. Das fand ich ne witzige Lösung, und mit Sicherheit in Summe nicht teuer. Klang ähnlich wie ne Cajon Bass Drum, durch die Größe vielleicht nen Tacken lauter.

    (laut Verkäufer nicht so tollen) Fußmaschine die aber für den Anfang reichen sollte


    Bei solchen Aussagen krieg ich immer Magengrummeln. Wenn sich "nicht so toll" nur auf die Preisklasse bezieht, ist gegen diesen Satz nichts einzuwenden. Wenn jedoch das Spielgefühl "nicht so toll" ist, würde ich dir noch ein günstiges Pedal mit guten Laufeigenschaften ans Herz legen. An so genannten Profi-Maschinen kann man meist alle möglichen Dinge individuell einstellen. Budget-Pedale bieten da weit weniger, aber es gibt trotzdem Geräte, die ausreichend stabil sind und ordentlich laufen,
    neu z.B. die Einstiegsmodelle von Tama. Oder auch gebrauchte Markenware der einschlägigen Hersteller wie ne alte Camco (=Tama), DW, Yamaha oder Sonor. Bei diesen Herstellern weiß man, dass sie Hardware können.


    Ich musste zum Teil schon mit "nicht so tollen" Fußmaschinen an irgendwelchen Proberaumsets spielen, die schwergängig waren, quietschten oder sonst irgendein Problem hatten, da vergeht auch einem Anfänger schnell die Lust. Ich würde auch als Anfänger wollen, dass mein Equipment meine Entwicklungsmöglichkeit nicht behindert.
    Man gibt dir ja auch keine Kochlöffel statt Sticks und behauptet, die tun's schon für den Anfang. Gerade an die"Eingabegeräte", also Sticks und Pedale, darf man als Anfänger einen gewissen Anspruch haben.

    Nö, was sollte ich da? Ich habe genügend Leute in meinem Leben getroffen, die für irgend wen große Idole waren, habe selbst Autogramme für was weis ich was gegeben, weil Leute dachten, ich wär einer von den "tollen Hechten". Das ist mehr Projektion als sonstwas, und aus der Ferne erscheint alles groß und leuchtend.


    Die wirklichen Cool Cats sind die, die sich nicht drum reißen, zu den Cool Cats zu gehören, sondern einfach ihr Ding durchziehen, ob nun andere jubeln oder nicht.


    Mal ne andere Frage, du bist Bassist, sagtest du. Machst du das in der Freizeit, oder musst du davon leben?


    Na da sind wir uns zumindest mal alle einig. Ich beschwer mich nur nicht ständig über Dinge, die sich nicht ändern werden. Und davon bin ich überzeugt, die All-in-One-Lösung ohne PC-Anbindung wird den Software-Samplern immer deutlich hinterher hinken. Alles andere wäre aus marktwirtschaflichen Erwägungen in meinen Augen völlig abwegig, wenngleich aus Sicht von uns Drummern wünschenswert. Wir sind einfach nicht die Kernzielgruppe dieses Marktes.

    In den USA würde sich niemand über ein Kind aufregen, das auf Youtube spielt.


    Da hast du natürlich ein starkes Argument gebracht. USA war ja schon immer ein Vorbild, wenn es darum ging, Maßstäbe für soziales Miteinander zu setzen. Wo sonst könnte man besser lernen, dass sich die Starken für die Schwachen einsetzen und sich die menschliche Solidargemeinschaft als verbindlicher Konsens bewährt? ;)


    Mal ganz im Ernst, gerade die derzeitige Krise sollte jedem denkenden Menschen sehr deutlich vor Augen führen, dass Amerika eine völlig dysfunktionale Gesellschaft ist. Wir täten gut daran, uns von solchen "Vorbildern" zu lösen und unseren eigenen Stärken wieder mehr zu vertrauen.

    Ich würde Option 2 streichen. Da wäre mir die Angst zu groß, dass das tolle Becken danach anders klingt.


    Zwischen 1 und 3 könnte ich mich spontan nicht entscheiden. Ich kenne mich, selbst wenn das Becken noch so toll klingt, bräuchte es schon ne Menge Autosuggestion, um mir klar zu machen, dass ein schiefes Becken keinen Mangel, sondern eine Besonderheit aufweist. Wohl dem, der gelernt hat, seinen Intuitionen vertrauen zu können.

    Check mal ganz unbearbeitete simple Default-Sounds aus neueren SDX-Packs wie Death&Darkness, Decades und The Rooms Of Hansa und vergleich mal mit dem G9...


    Aber genau das meine ich doch. Mir und 90% aller Drummer ist es vermutlich total wumpe, ob irgendwelche Software-Lösungen besser klingen. Die Anwendung ist mühsam (zumindest ohne Hintergrundwissen), also lässt man es und ist mit dem zufrieden, was Roland & Co von der Stange anbieten. Weshalb sollten die Firmen sich um "Besserung" bemühen? Die paar Kunden mit deinen Qualitätskriterien verschmerzen die locker ;)


    Oder anders rum gesagt, erst wenn ein überwiegender Teil aller E-Drum-Nutzer über alle Gruppen hinweg (Kinder, Anfänger, Mietwohnungsbewohner, Partyband-Trommler, Musiklehrer etc.) plötzlich nicht mehr zu den Produkten greift, die die Etablierten im Portfolio haben, wären diese gezwungen, ihre Politik zu überdenken. Da die Kunden es mehrheitlich komfortabel und praktisch wollen, erwächst aus den Software-Lösungen keine Konkurrenz. Zumal viele Drummer ja auch leidenschaftlich musizieren, ohne ihre akustischen Trommeln halbwegs stimmen zu können.


    Um mal wieder einen meiner leidigen Kfz-Vergleiche ins Rennen zu schicken, vom Fahrspaß mögen Sportwagen die Nase deutlich vorne haben, trotzdem bauen so gut wie alle Hersteller mehrheitlich praktische und komfortable Autos, statt Sportflitzer zu entwickeln. Und wir Drummer sind die ersten, die das verstehen und sagen "was soll ich mit nem Auto, mit dem ich kein Drum Set transportieren kann" ;)

    Es wird jedenfalls nicht an diverse Soft-Sampler heranreichen, da bin ich mir sicher.


    Das dürfte auch nicht die Intention des Herstellers sein, da die Zielgruppe keine Nerds, sondern stinknormale Drummer sind. Solche wie ich, die im Zweifel einfach aufbauen, einschalten und zufrieden sein wollen, ohne sich über Schnittstellen, Latenzen, Mapping und Co. Gedanken machen zu müssen. Oder die zwar Budget, aber keine Ahnung von Schlagzeugen haben und bei diesem Standard jubeln.


    Deine Ansprüche sind zu hoch, als dass man auf diesem Niveau einen großen Markt erschließen könnte. Und die leidige, alte Frage, weshalb die Hersteller nicht von sich aus deutlich nachlegen, kann wieder mal nur damit beantwortet werden, dass es offensichtlich reicht, um die Mehrheit der Kunden zu bedienen, ohne zusätzliche Mittel in die Entwicklung stecken zu müssen. Ich gehe schwer davon aus, dass die Verantwortlichen auch nicht blöd sind, sondern sehr genaue Marktanalysen durchführen und exakt wissen, was die Zielgruppe erwartet.

    Was genau findest du so abschreckend?


    Nachdem ich es gesehen habe, weiß ich im Grunde einmal mehr, dass Eric Moore aufregende Chops drauf hat, das war mir vorher schon bekannt. Über das Arbeitsgerät weiß ich de facto nichts, außer dass es wie viele andere klanglich nicht mit einem guten Akustikset mithalten kann. Was sich mit dem Teil sonst noch so anstellen ließe, geht aus diesem Werbevideo nicht hervor. Na ja, immerhin sehe ich schon mal, dass es optisch einem Schlagzeug näher kommt als einige andere Modelle.


    Wenn ich zum Gegenwert eines halben Kleinwagens ein E-Drum kaufen wollte, wäre es selbstverständlich, alle entsprechenden Systeme auf Herz und Nieren zu prüfen. Was dann die Kaufentscheidung ergäbe, hängt von so vielen Faktoren ab (Robustheit, Spielgefühl, Schnittstellen, Werksounds, Menüführung, Optik etc. pp.), dass ein Werbevideo nicht mal ungefähr eine Aussage erlaubt, ob so ein Produkt die Chance zum Favoriten hat.


    Hat's schon mal wer unter den Sticks gehabt?

    Um wirklich alternativlos zu trommeln muss ich ein Schlagzeug spielen können. Das erspart schon mal alle anderen Überlegungen...


    Dieser Aussage möchte ich wenigstens teilweise zustimmen. Um ernsthaft Schlagzeug zu praktizieren, also jedes Lernpotential zu nutzen, führt kein Weg daran vorbei, AUCH ein echtes Set zur Verfügung zu haben. Sich extra dafür einen Proberaum anzumieten, ist für entsprechend finanzstarke Schlagzeuger eine tolle Option, steht aber sicher einem Durchschnittsverdiener, der vielleicht auch noch Familie zu ernähren hat, nicht so selbstverständlich offen.


    Wenn es in deiner Umgebung tatsächlich keine Chancen gibt, sich irgendwo einzumieten (nicht jede Band übt jeden Tag der Woche 24h lang ;)), dann entscheidet nicht zuletzt das verfügbare Budget. Da haben das Pearl sowie das DW eindeutig die Nase vorn. Das DW nutze ich seit kurzem selbst und finde es als Übungspad Deluxe absolut hilfreich zur Verfestigung der Koordination am Set. Das Pearl kenne ich nicht, die Option auf eine Spur "Trommelsound" hat aber vielleicht auch was. Und selbst zwei Silent Stroke Heads dazu könnte man noch verkraften.


    Davon, irgendwelche Cajon-Varianten zum Üben zu verwenden, halte ich nicht viel, denn Cajon ist ein eigenständiges Instrument mit völlig anderen Spieltechniken, völlig anderem Reboundverhalten usw. Klar kann man mit solchen Dingen interessante Sachen machen, aber es ersetzt genauso wenig ein Drum Set wie ein Satz Congas. Wir als Drummer können zwar unser Rhythmusverständnis auch an Holzkisten anwenden, aber darauf Schlagzeug üben geht eher so la la. Zumindest nicht besser als auf einem Satz Pads, als dass es den deutlichen Mehrpreis für mich rechtfertigen könnte.


    Zusammengefasst: wenn du nicht entweder aktuell in einer Band spielst, die so ein Cajon-Set braucht, noch in Zukunft für exakt solche Anwendungen vorbereitet sein willst, vergiss diese Variante, spare etwas Geld und klappere auf Pads rum. Suche dir lieber ne Band mit Proberaum, in den du auch mal für dich alleine üben kannst.


    Ich mache das in den letzten Jahren fast durchgehend so, dass ich für mich alleine nur an Pads übe und am echten Set in diversen Bands spiele. Die Kombination funktioniert leidlich, wenngleich die Füße tatsächlich nicht ganz mit den Händen mithalten können. Zum entspannten Bandspielen reicht es aber allemal, wenn man nicht gerade Extreme-Metal machen will, und ich stelle durchaus positive Entwicklungen meines Spiels fest. Ich hoffe, nicht nur ich ;)