Beiträge von trommla

    Diehoh, schön beschrieben, wie das in der Praxis gut funktionieren kann :)


    Wenn klar ist, dass der Drummer der Chef ist
    Und die schlüsse einleitet, gibts weniger Chaos!


    Und das glaube ich, kann man trotzdem so pauschal nicht festlegen. Oft bietet sich der Drummer an, aber es ist kein Gesetz. Wenn z.B. der Sänger klare Zeichen gibt, kann das auch eine tolle Orientierung sein. Es gibt etliche Frontleute, die das so machen, und bei Frank Zappa hat selbstredend der Chef selbst die Ansagen gemacht.


    Je weniger erfahren die Band ist, umso wichtiger ist es, sich bei den Proben die Schlüsse genau zu überlegen und festzulegen, WER nach WIE VIELEN Takten mit WELCHEM Zeichen WELCHEN Schlussteil einleitet. Ein Schlagzeuger alleine macht schließlich noch keinen Schluss.

    Nö, die Welt ist zumindest in diesem einen Punkt gerecht. Egal wie berühmt oder reich man zu Lebzeiten war, wann der Tod dich erwischt, entscheidet das Schicksal, nicht du selbst. Ich stehe jeden Tag im OP und sehe Menschen viel zu jung auf dem Weg des Sterbens, da habe ich für Promis nicht mehr Mitgefühl als für jeden Normalo. Sorry, musste grad mal raus.


    Trotzdem natürlich mein Mitgefühl für seine Familie, ich hoffe sie hatten gemeinsam in den vergangenen Jahren noch viele gute Momente, ehe die Zeit des Abschieds kam.

    sondern auch der Ruf, oft besser zu klingen als neuere Modelle


    Das ist mir schon auch klar, nur ist diese Aussage in meinen Augen oft nicht mehr als verklärende Behauptung. Zumindest sind mir Aussagen bekannt, die im direkten Vergleich alt gegen neu genau dieses bestreiten.


    Gut, ich bin auch zugegebenermaßen kein Goldohr und verschwende ungern Zeit und Geld mit der Suche nach dem Heiligen Gral der Trommelbaukunst.
    Dazu ist die Möglichkeit der Einflussnahme auf den Sound über Stimmung und Fellwahl zu groß. Solide Trommeln mit gutem Soundpotential können viele Hersteller, der Rest ist eher Image und Optik.


    Für die aktuellen Gebrauchtpreise würde ich vielleicht John Bonhams LM402 kaufen, selbst wenn neben Rost und Pitting noch seine letzte Flasche Whisky auf dem Kessel bappt, aber nicht "irgendein" Stück Altmetall.

    ... was im übrigen nicht heißen soll, dass man nicht doch ein oder zwei solcher Dinger im Programm haben kann...


    Wollte ich gerade sagen ;)
    Manche Songs schreien einfach danach, und für eine Sessionband ist ein Trash Can Ending dankbar, weil man zumindest unter erfahrenen Musikern nicht viel falsch machen kann. Ausser eben, es zu oft zu machen.

    Hmmm, die Verarbeitungsqualität der Ludwigs ist sicher nicht DAS Kaufargument, und überteuert sind sie zumindest hier in Europa mit Sicherheit.


    Ich muss aber auch sagen, dass keine Snare klingt wie eine Supra. Wer exakt diesen Sound mag, bekommt ihn nicht mal eben für günstiger. Zumal ich tatsächlich auch noch keine Snare unter den Sticks hatte, die über alle Dynamikstufen, von der Fellmitte bis an den Rand, ein so unaufdringliches und musikalisches Klangspektrum hatte wie meine LM402. Natürlich Geschmackssache, viele werden das anders empfinden. Bei mir entstand die Supra-Begeisterung auch erst nach dem Anspielen im Geschäft.


    Ich hatte meine Supra ebenfalls online aus UK bestellt und habe keinerlei Beanstandungen. Der Preis lässt mich vermuten, dass es der gleiche Anbieter war, in meinem Fall rund 500 € passt im Verhältnis. Da aber alles zu meiner Zufriedenheit war und ist, hatte ich bis heute noch nicht mal bemerkt, dass das Geschäft anscheinend Geschichte ist.


    Was ich tatsächlich total abwegig finde, sind die Gebrauchtpreise selbst für die rostigsten Kübel. Bei mir isst das Auge mit, und wenn man mal ein relativ intaktes Exemplar findet, zahlt man teilweise fast genauso viel wie für ne neue. Und da neue Ludwig-Schnarren inzwischen tatsächlich auch neue Strainer haben und nicht mehr die "beliebte" P85 ;), war die Entscheidung eigentlich schnell klar. Nun bleibt zu hoffen, dass die Amis bei der Qualität der Verchromung dazugelernt haben und ich mich noch lange im Kessel spiegeln kann.

    Sind Imperial Lugs stabiler als Tubes?


    Was hast du denn mit der Snare vor? Weitwurf? :rolleyes:


    Die Stabilität hängt glaube ich weniger vom Design, als von der Fertigungsqualität ab.
    Und auch wenn man immer mal wieder von gerissenen Böckchen liest, vermute ich, dass dabei oft unsachgemäße Anwendung eine wesentliche Ursache darstellt. Meine Böckchen haben bisher alle gehalten, egal ob unkaputtbare Sonorteile (wahrscheinlich Kruppstahl :D) aus den 80ern oder der "Leichtbau" meines Gretsch Catalina Sets.

    allerdings ist es schwierig zu erkennen mit welchen Tempo es gespielt


    Metronome, auch Apps, haben meist eine Tap-Funktion, mit der bekommst du das Tempo zügig raus.


    Oder du investierst ein paar Euro in die App LiveBpm, die erledigt das bei Bedarf selbstständig. Da die App auch eine grafische Verlaufsdarstellung beinhaltet, lässt sich ebenfalls gut auswerten, ob deine Band das Tempo hält oder schneller/langsamer wird.


    Edit: ach ja, weil du im Verlauf mal fragstest, Tabs kannste vergessen. Ist nur was für Menschen, die sogar zu faul sind, sich schnell ein paar Basics der Notenlehre draufzuschaffen :D
    Ich vergleich das mal mit Fremdsprachen. Letz tohk abaut sie inglisch lenguitsch.
    Wenn du Englisch lernst, notierst du ja auch nicht alles phonetisch, was dann selbst der Muttersprachler nicht lesen kann, sondern bringst Schriftbild und Aussprache in Einklang und schaffst eine Kommunikationsebene, die überall auf der Welt gleich funktioniert.


    Mit Musik und Noten ist es genauso.

    Oha, schon fast 24 Stunden, und keine Antwort.


    Einfach Geschmackssache, welcher Look dir eher zusagt. Die frühen BB's hatten Tube Lugs, dazu aber dann meist noch gravierte Kessel. Inzwischen verbindet man mit Ludwig wohl eher Imperial Lugs, die ich persönlich auch stylischer finde, denn Tube Lugs sind zwar schön, aber heutzutage ziemlich inflationär.


    Logisch gesehen sollten Tube Lugs nen Hauch luftiger klingen aufgrund des geringeren Kesselkontaktes, ob man das aber überhaupt im Blindversuch hören würde, wage ich für Durchschnittsohren zu bezweifeln.


    In verschiedenen englischsprachigen Foren wird deine Frage übrigens regelmäßig diskutiert u.a. Drummerworld Forum, Pearldrummersforum und Vintagedrumforum. Einfach mal bei Guhgel eingeben Black Beauty Tube vs. Imperial Lugs

    Das ist mal wieder so ein Fred,wo mir völlig unklar ist, was du möchtest.


    Erst dachte ich, ich soll eins von meinem Catalina abschrauben und dir kostenfrei senden. Aber du schreibst ja, Aussehen ist völlig egal.


    Soll ich von meinem die Felle abbauen und den Lochabstand messen? Da wirst du dich aber bis zum nächsten Fellwechsel gedulden müssen. Oder bis mir auch ein Böckchen kaputt geht, aber dann bin ich ja selbst betroffen :(


    Herrgott, miss doch bitte einfach den Lochabstand und wende dich vertrauensvoll an die einschlägigen Adressen, nämlich entweder GEWA (Gretsch) oder Teileliferanten wie z.B. ST-Drums o.ä.
    Kostet ein paar wenige Euro und wenig mehr Aufwand als hier nen Fred zu starten.

    Folglich sollte dies in den Bandproben vorher einstudiert werden


    Auch wenn jedes Ending unterschiedlich sein kann, diese eine Aussage trifft auf alle gleichermaßen zu ;)


    Erfahrene Musiker erkennt man unter anderem daran, dass sie auch situativ einen Weg finden, eine Nummer gemeinsam zu beenden. Es gibt nämlich durchaus "Standard-Endings", die jeder auf Zuruf spielen kann, die sich aber je nach Genre unterscheiden.


    Wer, insbesondere bei undefinierter Länge des Endings, das Zeichen gibt, auf das alle hören, kann auch innerhalb einer Band und von Song zu Song unterschiedlich sein. Das kann mal ein prägnanter Drum Fill sein, aber ebenso eine bestimmte Textpassage oder ein auffälliger Gitarrenton.


    Bei meinen Bands läuft das oft in etwa so ab. Alle spielen die Nummer bis zum Ende fehlerfrei durch, nur den Ausstieg haben wir noch nicht definiert.
    Irgendwer fragt in den Raum "und wie beenden wir die Nummer?"
    Alle schauen sich vielsagend an, nicken zustimmend und sagen "Richtig, interessante Frage".
    Dann entsteht manchmal noch mal ein kurzer Moment Durcheinander, in dem jeder ein bisschen rumprobiert.
    Irgendwann sagt jemand "was haltet ihr davon?" und erklärt seine Idee bzw. spielt sie vor.
    Dann entscheiden alle "Lass ma' zusammen probieren"
    Entweder hat man dann die Lösung, die allen halbwegs gefällt, oder man probiert noch andere Ideen aus.


    Vieles kann man ja aus dem Song heraus verwenden. Wiederholung des Intros wurde als Idee schon genannt, manche Nummer haben aber vielleicht markante Akzente, die sich gut als Schluss eignen könnten. Oder wie es z.B. im Jazz manchmal vorkommt, ein Teil des Schlussthemas wird auf Zeichen zwei- oder dreimal wiederholt, und dann kommt ein Abschlag. Möglichkeiten gibt es genügend.


    Wenn ihr keine Ideen habt, dann hört euch doch mal bekannte Songs mit Fade Out an und vergleicht und analysiert die Studiofassung mit Liveversionen. Teilweise sind die Live-Schlüsse echte Kunstwerke, die für jeden Musiker eine Herausforderung sind. Komisch, da fällt mir grad Higher Ground von Stevie Wonder ein oder Rosanna von Toto :D


    Viel Erfolg!

    Meines Erachtens ist das weniger eine Sache der Länge, als der Frequenz des Sustains, die auf irgendeine Raummode trifft. Klar, langes Sustain auf der richtigen (=falschen) Frequenz richtet wahrscheinlich noch mehr Schaden an als kurzes, aber die Tonhöhe zu verändern halte ich schon für einen sinnvollen Ansatz, auch bei bedämpften Fellen. Schließlich ist der BD-Sound der Aufnahme ja alles andere als tot.

    Hast du denn nun schon mal getestet, ob du mit der Stimmung was abfangen kannst? Nichts dass das bei allem technischen Ansatz untergeht. Die Kollegen haben zwar mit Sicherheit völlig recht mit ihren Ausführungen zur Raumakustik (bin ja da selbst Semi-Laie), aber ich bin ein großer Fan davon, den ersten (kostenfreien) Schritt vor dem zweiten (eher kostenintensiven) Schritt zu tun.
    Dass ein 10qm Raum nie an einen durchgemessenen und akustisch optimierten Aufnahmeraum ranreichen kann, ist glaub ich allen hier klar.

    Ist das ein echtes Wummern, oder hast du deine BD mit recht viel Ton gestimmt, der im geschlossenen Raum dann einfach zu stark betont wird? Unter der Annahme würde ich zunächst mal die Stimmung des Resos als potentiellen Verursacher sehen und dieses tiefer stimmen und ggf auch etwas dämpfen.
    Kommt der BD-Sound nur über die OH, oder hast du ein Mikro drin?


    P.S.: Schicker Raum übrigens

    Man dass wird wieder kosten.


    Jaja, unser altes Leiden. Aber ich stelle immer mehr fest, ein stimmiges Setup, welches man innerhalb recht frei kombinieren kann, funktioniert dann auch in vielen Situationen. Ich hatte beispielsweise schon lange keine wirkliche Not mehr, irgendwas musikalisch nicht recht abdecken zu können, und das, obwohl mein Beckenpark ja eher überschaubar ist. Zwei kompakte Sets lassen sich daraus auch jederzeit bestücken, wenn erforderlich.


    Gut, ein Metalbesteck mit drölf Becken bekomme ich nicht hin, aber das brauche ich für meine Musik ja auch nicht. Ein paar Begehrlichkeiten gibt es natürlich trotzdem immer.


    Allerdings würde ich an deiner Stelle nicht zwingend weiter in Alpha-Crashes investieren, sondern hier eher höherwertige Serien bevorzugen. Die mir bekannten Alphas sind zwar ordentliche Einsteigerbecken, ansonsten aber nicht gerade Wunder an Dynamik. Für harte Stile ok, aber wer etwas gefühlvoller spielen möchte, stößt an Grenzen.


    Die Kombi aus guten Chrashes und eher einfachen Rides und Hihats funktioniert eigentlich - zumindest in meinen Augen - fast immer ganz gut. Tolle Rides und Hihats mit einfachen B8-Sheet-Crashes hingegen oft nicht befriedigend. Oder anders formuliert, ich höre an den Crashes meist als erstes, ob an den Becken gespart wurde.

    Ich find das Nashorn gut!


    Die Drums haben echt nen guten Punch, macht Spaß, anzuhören. Auch wenn das nicht so ganz mein Musikgeschmack ist, finde ich die Songs sehr gut hörbar.


    Das Panning der beiden Aufnahmen hätte ich (eben über Kopfhörer angehört) nicht ganz so breit gemacht, der Sänger steht auf diese Weise etwas alleine in der Mitte des Mixes, aber erstens hab ich von Mischen keine Ahnung, und zweitens ist das eine Frage des Geschmacks.


    Spielerisch meine ich ein paar kleine Unsauberkeiten zu hören, die sich aber verspielen. Lediglich der Snare-Roll im Intro hört sich suboptimal an, so ein bisschen hingemauschelt, aber nicht wirklich auf den Punkt. Tut aber dem Rest keinen Abbruch.


    Alles in allem: weitermachen :)

    Für mich wäre die Frage falsch formuliert. Aus welchem Grund willst du diese beiden Serien kombinieren?
    Dass jedes Becken, je nach Typ, musikalischem Kontext und sogar Musikstück, unterschiedlich angespielt werden muss, gehört für mich zu den normalen Dingen des Schlagzeuger-Alltags. Ich persönlich ziehe es vor, mein Setup aus Becken ähnlicher dynamischer Charakteristik zusammenzustellen, um beim Spielen nicht auch noch eine weitere Variable einkalkulieren zu müssen.


    Das ist aber keine Notwendigkeit, sondern hat was mit meiner Komfortzone zu tun. Ein ausgewogener Klang bei den Becken lässt mich einfach entspannter spielen.


    Wenn ich allerdings grad nichts anderes da hab, mein Budget angespannt ist oder der Sound eines Beckens so einzigartig ist, dass ich es um jeden Preis im Setup behalten will, lässt sich eine dynamische Differenz problemlos ausgleichen.


    Wenn sich die Kombination für dich richtig anfühlt, dann hau rein :)

    Ich habe das Gefühl, bei 2:00 sind die Hi-Hat-Schläge alle sechs mit einer Hand gespielt und die anschließenden Snare-Schläge (flach aufgelegter Stock auf dem Spannreifen) mit der anderen Hand


    Dass er das tatsächlich locker mit einer Hand macht, kann man in dem von Soulfinger verlinkten Video ab 00:13 bewundern.