Beiträge von trommla

    keine finanziellen oder semi-Profi-Ambitionen.


    Finde ich zu pauschal. Spaß und finanzielle Ambitionen sind kein Widerspruch. Ich sehe z.B. nicht ein, zum Musik machen noch Geld mitzubringen, wenn andere (Clubs, Kneipen) mit meiner Musik den Umsatz ankurbeln wollen. Wenn der Wirt ein paar Scheine für die Band abdrückt, sind wir aber grundsätzlich schon im semiprofessionellen Bereich.
    Wobei es nicht zwingend bedeuten muss, dass jede Gage anteilig ausbezahlt wird, kann ja auch mal in die Bandkasse zur Finanzierung von Studiokosten o.Ä. gehen.
    Aber regelhaft ganz umme sehe ich echt nicht ein.

    Jamsessions habe ich früher eine einzige mitgemacht, war in einem Szenelokal, einmal und nie wieder. Es war das absolute Chaos: Jazz meets Gospel meets RnB meets Schlager meets HM, und das alles gleichzeitig.


    Mein Beileid ;)


    Das Niveau einer Jam-Session hängt wesentlich von der kompetenten und strukturierten Leitung ab. Ich habe sowohl "Jam-Sessions" nach deinem Modell erlebt als auch gut organisierte mit überwiegend fähigen Leuten, bei denen die Leitung darauf geachtet hat, dass die Besetzung funktioniert. Erstes und letztes Set übernahm jeweils die im Vorfeld festgelegte "Hausband" mit einstudiertem Programm, dazwischen war dann - nach Voranmeldung - Open Stage.


    Die musikalisch Richtung steht da in der Regel schon bei der Ankündigung fest z.B. Jazz-Session, Bluesrock-Session, Funk-Session usw., damit auch nur die jeweiligen Spezialisten auftauchen. Solche Sessions bieten dann gute Möglichkeiten, Kontaktdaten auszutauschen.


    Eine dritte Variante, die im Raum München veranstaltet wird, kenne ich bislang nicht, habe aber hoffentlich demnächst die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Die Leiterin, eine Sängerin, wählt im Vorfeld die Besetzung aus und stellt den Kontakt unter den Musikern her. Jeder Musiker darf/muss dann eine handvoll Nummern auswählen, die rumgeschickt und von allen bis zur Session vorbereitet werden. D.h. fremde Musiker stehen gemeinsam auf der Bühne und spielen das festgelegte Programm erstmalig. Sicher reizvoll.

    Weil du München in München erwähnst, ich finde Sessions eine sehr gute Möglichkeit, um Leute kennen zu lernen. Die Musikerpolizei kann dir doch am Allerwertesten vorbei gehen. Entscheidend ist, ob du deine Mitmusiker überzeugen kannst, der Rest spielt keine Rolle. Bei Sessions erkennst du wenigstens sofort, wie die Leute ticken und mit wem man echt Spaß hat, und wer nur autistisch vor sich hin nudelt.


    Ob und was ggf. daraus entsteht, ist ne andere Geschichte. Ich war vor ner Weile auf der einen oder anderen Blues- und Rock-Session und wurde danach mehrfach kurzfristig angerufen. Da ich leider an den jeweiligen Tagen schon mit anderen Gigs gebucht war oder aus familiären Gründen nicht konnte, hat sich das dann aber auch wieder gelegt. Klar, gerade wenn's um schnelle Verfügbarkeit geht, kann man sich gut rein- oder rauskatapultieren. Bei mir ging's in dem Fall raus, macht aber nix, hab noch keine Spinnweben angesetzt.


    Die andere Frage, die einem das Leben schwer machen kann, ist der eigene Anspruch. Ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, dass es mit zunehmender Erfahrung nicht leichter wird, eine passende Band zu finden, wenn man recht spezielle Anforderungen stellt. Nicht zu viele Proben, gutes musikalisches Niveau, ne gute Anzahl Konzerte, flexible Probenzeiten, und dann auch noch ne bestimmte Musikrichtung, das kann dann schon mal eng werden. Wenn ich Anzeigen lese, in der ein fester wöchentlicher Probentag steht, bin ich z.B. schon raus, ebenso wenn Bands Mitmusiker für die Ganz Große Nummer suchen. Ebenso könnten die als Voraussetzung reinschreiben "wenn du eine gute Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität hast, dann melde dich" ;)


    Bei halbwegs seriösen Bands finde ich es aber keinesfalls verschwendete Zeit, zum Vorspielen zu gehen, selbst wenn man nicht auf einen Nenner kommt. Erstens lernt man immer was für sich selbst dazu, und zweitens können auch solche Kontakte eventuell neue Türen aufstoßen.

    ganz allgemein über den Sound der Bob-Kits aus früheren Tagen gequatscht


    Ja, dann erklärt sich das. Kälber früherer Tage hatten halt auch selten durchsichtiges Fell, da war die Kombination vorgegeben.


    Dass gleiche Felle gleich schwingen, ist völlig einleuchtend, aber nur relevant, wenn man auf möglichst resonante Stimmung steht, wo beide Felle auf den gleichen Ton gestimmt sind. Das hatte ich auch mal vorübergehend ausgetestet, wurde aber damit ebenfalls nicht glücklich. Meine Toms brauchen kein langes Sustain, sondern ein schönes. Und das bekomme ich mit nem Intervall zwischen beiden eher hin. Für mein halbwissendes Verständnis auch logisch, denn zwei identische Felle auf den gleichen Ton gestimmt, verstärken die dominaten Frequenzanteile am meisten, und zwar sowohl Grund- als auch (manchmal störende) Oberschwingungen. D.h. der Sound wird zwar länger, aber weniger "rund".

    Jede Snare hat so ihre Eigenart


    Das stelle ich auch immer wieder fest, und man kann die Aussage sicher auch auf andere Trommeln ausweiten. Nicht nur der Drummer, auch die Trommeln haben ihren eigenen Charakter, daher sind generelle Empfehlungen immer schwierig. Ich mag für Jazz z.B. auf Snares gerne die Skyntones, meine Stavesnare von Pommerenke hat sich damit aber gar nicht vertragen. Klang einfach nur nach Pappe.


    Bin gespannt, wie deine Erfahrungen mit den Emperors sind. Ich bin damit auf meinem Sonor Vintage ja sehr happy. Allerdings geht's da erst bei 13" los, bei kleinen Toms, also 10" oder gar 8" würde ich vermutlich eher zu Ambas greifen.

    Auf dem Catalina hatte ich mal coated Resos draufmontiert, glaube das waren Evans G1, weil ich dachte, das passt optisch besser zum klassischen Look (finde ich eigentlich nach wie vor). Trotzdem wurden es nach kurzer Zeit wieder klare Resos, weil mir der Klang einfach besser gefällt. Wie man an meinem Galeriefred sieht, spiele ich häufiger mal Jazz an sonnigen Sommertagen, das ist mir dann warm genug ;)


    Abgesehen davon finde ich Pauschalaussagen wie die deines Lehrers wenig nützlich, insbesondere wenn man bedenkt, was alles unter Jazz subsummiert wird. Orchester spielen ja auch nicht alle Kalbfelle auf ihren Snares, obwohl der Klang gemeinhin als eher klassisch empfunden wird.

    Oder vielleicht doch?!?
    Also zwischen Snare und Bass Drum?


    So hatte ich es jedenfalls verstanden. Hihat an der Stelle, an der ich z.B. mein Hängetom spiele.


    Zum Glück muss ich mir wegen solcher Aufbauvarianten keinen Kopf machen, ich spiel einfach nur simple Oldschool-Beats, die jeder Anfänger drauf hätte. Und das geht mit jedem Standardaufbau :D

    Hängt von verschiedenen Faktoren ab, wobei es sicher noch mehr als diese 3 gibt, mir fällt nur grad net mehr ein.


    a) wie schwer ist das Bandmitglied zu ersetzen?
    Wenn es Noten gibt und es jemanden gäbe, der einspringen könnte, würde ich versuchen, die Kiste mit nem Sub zu stemmen. Falls im 5 köpfigen Bläsersatz das 2. Tenor ausfällt, kann man es ggf ganz streichen.


    b) wie groß ist der Schaden, ganz abzusagen?
    Ein großes, aufwändig organisiertes Festival macht mehr Streß als die Kneipe ums Eck, die zur Not normalen Betrieb fährt.


    c) wie gut seid ihr im Improvisieren?
    Manche Bands sind sehr strukturiert und üben jedes Detail ein bis zum Abwinken. Die tun sich u.U. dann schwer, ganz spontan ne ordentliche Performance mit unüblicher Besetzung zu liefern. Andere sind so routiniert, dass eine Aushilfe dem Konzertbesucher gar nicht auffällt, weil man sowieso jederzeit gewohnt ist, spontan zu reagieren.


    Was ich definitiv scheiße finde, ist ein Notprogramm, bei dem jeder Musiker UND jeder Gast merkt, dass das eigentlich anders klingen sollte. Gerade wenn der Sänger ausfällt und nicht adäquat zu kompensieren ist, sage ich lieber ab, als der Band ein miserables Zeugnis auszustellen. Für eine kurze formelle Erklärung ("wegen Erkrankung abgesagt") hat trotz Enttäuschung letztendlich fast jeder Verständnis, ein schlechtes Konzert, für das ich als Besucher ja u.U. bezahlt habe und andere Dinge abgesagt habe, ärgert mich definitiv extrem.


    Unterm Strich ist es also immer ein Abwägen, wie scheiße welche Variante zu werden droht. Wenn ich schnell und halbwegs sicher ein gut funktionierendes Programm auf die Beine stellen kann, ist das natürlich für alle die erfreulichste Option, sollte aber nicht nach Notlösung klingen.

    Ein einfaches Set klingt mit viel Arbeit anständig, ein gutes Set klingt mit wenig Arbeit anständig und mit viel Arbeit genial


    Das ist ein Pauschalurteil, das wir uns alle gelegentlich wünschen. Das Problem ist jedoch die Zuordnung zu der einen oder anderen Kategorie. Bzw. worüber definiert sich einfach, worüber gut? Und gibt es vielleicht auch einfach - gut? Und zu allem Überfluss, wer beurteilt denn, welcher Klang "nur" gut, und welcher genial ist?


    Ich finde z.B. den Klang meiner 35 Euro No Name Piccolo mit Hayman - Böckchen sowas von genial, schon ohne große Mühe. Vermutlich liegt das an der Freude, bei Ebay damals so ein Schätzchen erworben zu haben. You hear what you expect ;)

    Die Kratz/Wisch-Geräusche sind beim Coated schon härter und prägnanter als beim white Suede


    Da mir die Ambas ab Werk immer zu rauh und hart klingen, wäre das wohl ne echte Alternative. Ein Skyntone klingt ja mit Besen auch sehr schön, ohne wirklich angerauht zu sein. Nur ganz glatt ist für sonen Wischmop wie mich nix :D


    Das Smooth White kenne ich, das ist definitiv zu glatt. Als Bass Drum Reso hab ich's selbst auf einer Bass Drum, da wird aber nicht gewischt. Und als Reso wäre es sicher auch ne Option.

    Mich nervt der recht schnelle Verschleiss der Remo Coated Felle inzwischen


    Ich versteh das ja bis heute nicht. Mein Remo-Coating hab ich noch auf keiner Trommel zum Aufgeben bewegen können. Klar schmirgelt sich das auf der Snare im Laufe der Zeit etwas ab, und dreckig wird's leider auch. Aber zumindest gegen den Dreck hilft klares Wasser.

    Was soll SP auch sagen? ist halt ein Werbevideo. Und SP nicht der Papst.


    Im übrigen auch völlig nebensächlich, die einen sind halt evangelisch, die anderen katholisch, und die Köpfe schlagen wir uns deshalb schon lange nicht mehr ein.


    Wer glaubt, man könne das Holz hören oder spüren, richtet damit zum Glück ebensowenig Schaden an wie ich, der das für Hokuspokus hält.

    Hübsch, aber völlig nutzlos. Man hört unter anderem am Ride imho recht deutlich, dass nicht identisch aufgenommen wurde und daher der Gesamtsound der Sets variiert. Aber zumindest erhält DrumDiva einen Eindruck, dass das Vintage auch mit Clear Fellen funktioniert, wenn man das möchte.

    Hihi, dein Weg gerade erst begonnen hat, junger Jedi.

    Kann sein dass ich dann aber ein 16 Zoll tom möchte, oh je


    Das gewöhnst du dir auch noch ab. Alles oberhalb 14" kann man getrost auf Beine stellen. Große Hängetoms sehen zwar cool aus, bringen dir aber klanglich keine wirklichen Vorteile, es sei denn man braucht sie wie Nicko in einer Reihe von 8 Hängetoms. Und der lässt schleppen ;)