Beiträge von trommla

    Ich wie jedes Jahr gar nicht, die Drumindustrie verkauft doch schon lange fast nur noch alten Wein in neuen Schläuchen ;)


    Wir könnten diesen Running Gag Fred aber mal umwidmen. Für welche "bahnbrechende" Neuerung wäre es im kommenden Jahr mal wieder Zeit? Wie wäre es mit den neuen ESC-Toms von DeWe? (ESC=extended shell concept).


    Quadratische Toms hatten wir doch schon länger nicht mehr, also außer Nicko natürlich ;)

    Ich finde deine Preisvorstellung lt. Ebay Kleinanzeigen nicht unrealistisch, würde sie allerdings gefühlt etwas günstiger anbieten. Inwiefern du damit Interessenten ansprichst, hängt halt auch davon ab, wie gesucht diese Modelle sind, und da fehlt mir die Marktübersicht.


    Drastisch sehe ich das immer wieder mal bei den ganz alten Sabians aus der Hollow Logo Serie. Absolut tolle Becken und quasi identisch zu alten Zildjians, die aber anscheinend kaum jemand kennt und sucht. Daher habe ich schon mehrere geniale alte Becken für um die 100 Euro geschossen, die die als A-Zildjians möglicherweise für deutlich mehr gehandelt würden.

    Ich meine tatsächlich nicht "gefallen" oder "nicht gefallen". Die schon genannten Dimmu Borgir mag ich beispielsweise.


    Ich höre in diesen Aufnahmen keine für mich erkennbare Struktur. Keine Chords, keine Melodie, keine Unterteilung in Strophe - Refrain oder Teil A - Teil B, was auch immer ich sonst so gelernt habe oder wo mein Gehör "einhaken" könnte.


    Allerdings werde ich vermutlich auch nie mehr die Chance bekommen, mich mit diesem Genre näher zu befassen, weil sich wohl auch niemand anderes vorstellen kann, dass ich dabei ne besonders glückliche Figur mache :D

    Verdammt, ich krieg zu der Art Musik überhaupt keinen Zugang. Wird wohl ganz ok gespielt sein, aber ich finde nichts, wo ich einhaken könnte. Harmonisch außerhalb meines Verständnisses, rhythmisch ebenfalls, und dieses Growling habe ich noch nie verstanden. In meiner musikalischen Welt habe ich ein gewisses Verständnis, warum man was wie spielt, bei deinem Sound könnte ich das nicht mal im Ansatz behaupten.


    Insofern kann ich selbst zu deinem Drumming nur sagen, ok a bisserl muss man mit seinen beiden Händen und Füßen schon geübt haben, aber ob das nun gut, schlecht, passend oder unpassend ist, könnte ich beim besten Willen nicht erkennen.
    Ich komm mir schon vor wie meine eigenen Großeltern, für die meine Musik einfach nur Radau war.


    Also vermute ich einfach mal, coole Band, geiler Drummer ;)

    Wenn dir auf diese Frage jemand fundiert antworten kann, ist es denke ich Gerd Stegner von St-Drums. Sofern die bestellten nicht passen, würde ich dort einfach mal anrufen und nach Alternativen fragen. Genormt sind die mit Sicherheit nicht, ich habe beispielsweise mal ein RIMS-Style System von Stegner nachgerüstet, bei dem die Gummipuffer anders/platzsparender gelöst waren. Hier erkennt man es ganz gut. Die Aufhängung funktioniert super, weiß aber nicht, ob es solche Gummis einzeln gibt und ob die auf die GEWA-Teile passen würden.

    Super Rückmeldung, das heißt dann wohl "Mission completed". Meist ist es (bei mängelfreien Exemplaren) nicht die Trommel, die nicht klingt, sondern die noch nicht optimale Befellung und Stimmung derselben. Das kann allerdings manchmal trotzdem Nerven kosten, und mit der Zeit entwickelt man auch etwas Gefühl, was funktionieren könnte.


    Und die Farbe des neuen Resos ist perfekt auf den Akkuschrauber abgestimmt :)

    Ich frage mich ja gerade eher, welcher Shop so regelmäßig "falsche" Sticks liefert, dass es zum Problem wird. Ich bestelle regelmäßig beim Thomann Sticks, und ich habe es noch nie erlebt, dass ein Paar fehlerhaft gewesen wäre. Allerdings teste ich die Sticks auch nicht Paar für Paar durch, getreu dem Motto "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".


    Beim Spielen ist mir jedenfalls noch nie eine Unwucht aufgefallen. Selbst die billigen Müllenium-Sticks bilden da keine Ausnahme. Abgesehen davon ist meine Spieltechnik mit Sicherheit weniger konstant als die Herstellung industriell gefertigter Sticks, selbst wenn die mal 1g abweichen.


    Und falls mal wirklich zwei Sticks wahrnehmbar nicht matched sind, habe ich kein Problem, diese als defekt zurückzuschicken. Schließlich reden wir dann nicht mehr über Rücksendung wegen Nichtgefallen, sondern über einen Sachmangel, der nicht von der Rücknahme ausgeschlossen werden kann. Das muss man denen halt dann telefonisch freundlich klarmachen, ebenso dass das dann auf deren Kappe geht.

    Ach geh, Deutsche und Österreicher sprechen zwar im Wesentlichen die gleiche Sprache, aber ich kenne schon noch ein paar andere Begriffe, die sich unterscheiden. Oder weißt du auf Anhieb, was Paradeiser sind? Kennst du einen deutschen Schlagzeuger, der in einer "Partie" trommelt? ;)


    Die Assoziation "Sarg einliegen" finde ich in diesem Zusammenhang übrigens ziemlich geil :D

    omg schaffen wir es eigentlich nicht, klare Fragestellung halbwegs klar zu beantworten, ohne in ausschweifende Grundsatzdiskussionen abzudriften? ;( :D


    Hab zwar keine Ahnung bezüglich Zentimetern, allerdings sind selbst die großen E-Sets, an denen ich probeweise mal saß, erfreulich platzsparend im Vergleich zu jedem Akustikset, das ich kenne. Wenn du in halbwegs geordneten bürgerlichen Verhältnissen lebst, sollte der Aufbau überall locker möglich sein. Ob ne Trommelecke im Wohn- oder Schlafzimmer jedermanns/-fraus Sache ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Dekorativ sind die Dinger ja nun eher ein Totalausfall.


    Dass die Dinger nicht jedem gleichermaßen Spaß bereiten und das eine nicht das andere ersetzten kann, hast du ja nun schon mitbekommen. Nils' Einwand zum Wiederverkaufswert von Hausmarken und NoName-Produkten finde ich bei schmalem Budget zumindest bedenkenswert, und ehe ich mir Billigkram kaufe, der mich nach kurzer Zeit nicht mehr zufrieden stellt, folge ich der Devise, lieber etwas länger zu sparen und bis dahin mit einem Paar Sticks und nem Pad glücklich zu sein. Insbesondere als Newbie ohne Sachverstand kannst du nur schwer einschätzen, wo die Grenzen liegen.


    Falls du schon einen Lehrer hast, lass dich doch von ihm beraten, was du mindestens investieren solltest. Falls nicht, such dir zuerst nen guten Lehrer, und gehe zurück zum Anfang des Satzes ;)


    Danyvet hat sich ja schon verschiedentlich geäußert, sie ist in meinen Augen die derzeit beste Referenz hier, wie man als völliger Newbie mit Neugier, Hartnäckigkeit und einer gewissen Portion Pragmatismus seine Ziele umsetzt. Ihr Vorstellungsfred ist wirklich unterhaltsam und gleichzeitig aufschlussreich.

    Immer auf der Seite der Hihat, aber manchmal auch ganz tief, so dass die Oberkante der Noten unter den Hihat-Becken bleibt. Vor allem dann, wenn ich die Noten eher als unauffälligen Spickzettel brauche und nicht alles vom Blatt spiele.

    Ich selbst habe nie eine Stunde Schlagzeugunterricht genommen. Ob sich das katastrophal auf meine Technik und Musikalität ausgewirkt hat, darüber kann man sich in den Links meiner Signatur ein Bild machen


    Ich mache mir vor allem ein Bild über die Qualität deine Selbstreflexion.
    Was man von dir in den Videos sieht und hört, ist ganz ok, kann aber nicht annähernd mit professionellem Niveau mithalten. Unter "Professionell" verstehe ich, dass man dein Eindruck bekommt, wirklich jede einzelne Note sitzt, und zwar mit Überzeugung "deep in the pocket".


    Beispiel gefällig? Deine Double Strokes sind ziemlich unsauber. Professionell wäre, sie entweder bis zum Exzess zu üben, oder sie so diskret einzusetzen, dass man sich keine Blöße gibt. Die Schokoladenseiten betonen, die Schwächen eher kaschieren. Schlampige Doubles ständig in Soli zu präsentieren, macht eben nur jemand, dem niemand einfühlsam, aber doch ehrlich sagt "das geht aber besser".


    Das ist der Preis, den man u.U. für den Verzicht auf "Indoktrination" zahlt.

    dass die Beckenwahl doch mehr schein als sein ist


    In dem Punkt möchte ich mal vorsichtig widersprechen. Natürlich wären Pauschalaussagen ala "ich spiele nur B20, weil B8 nichts taugt" sinnlos, das ist aber nichts neues. Dass Paiste mit B8 besser umgehen kann als alle anderen Schmieden zusammen, wusste ich auch schon vorher.


    Es ist halt wie bei der Partnerwahl. Manche glauben, es gäbe DEN einen Partner fürs Leben, nach dem man nur lange genug suchen muss. Andere sind da entspannter und geben zu, dass die individuellen Ansprüche wohl 80 bis 90% von vorne herein ausschließen, aber immer noch 10 bis 20% übrig bleiben, mit denen man sich ein Zusammenleben vorstellen könnte (von denen, die gnadenlos allen hinterher rennen, die nicht schnell genug auf den Bäumen sind, will ich jetzt gar nicht anfangen)


    Natürlich hört man Unterschiede zwischen B20 und B8 meist schon, das hängt aber neben dem Rohstoff auch mit der Verarbeitung zusammen. Paiste schafft es als einziger mir bekannter Hersteller, aus B8 Bronze so gut klingende Becken herzustellen, dass sie B20 Becken qualitätiv in nichts nachstehen, auch nicht im Preis.


    Die übrigen Hersteller setzen B8 im Einsteigersegment bzw. Mittelklasse ein, verlangen entsprechend weniger Geld, und das hört man dann halt auch. Bei den Pendants von Paiste, ob nun Alpha, PSTx, 900 etc. ebenso. Das bedeutet nicht, dass diese Sounds nicht auch etlichen gefallen dürfen, aber die Unterschiede sind eindeutig hörbar und überhaupt kein Schein.

    Kenne Paiste zu wenig, finde beide Becken klanglich schön bis toll, würde mich persönlich bei dem Drumsound für's erste von beiden entscheiden. Vermute, dass Nummer 1 das Big Beat ist.

    Beim Lesen des sehr ausführlichen Beitrages kam mir dieser schöne Ausspruch in den Sinn "Father is telling war stories". Vieles darin mag zwar für deine Schlagzeughistorie stimmen, lässt sich aber wohl nicht verallgemeinern.


    Mit dem klassischen Drummergroove (Achtel auf Hi-Hat,auf 1 u.3 BD,2 u.4 Sn) sollte man nicht gleich anfangen,sondern das sollte das Ziel sein.


    Heute,nach 23 Jahren,tat ich mich schwer damit z.B.16tel mit einer Hand zu spielen


    Bitte, wo soll da ein Zusammenhang bestehen zur Kenntnis von Notenwerten? Ich habe beispielsweise mein Verständnis von Notenwerten erst mal nur im schulischen Musikunterricht bekommen und gleich im Schlagzeugunterricht mit Grooves und Playalongs begonnen. 16tel mit einer Hand kann ich trotzdem spielen, weil ich's einfach GEÜBT habe. Über diese Herangehensweise bin ich auch sehr froh, denn (im Gegensatz zu dir, wenn ich dich richtig verstehe) konnte ich seit der Jugend kontnuierlich Erfahrungen in Bands sammeln, was für jegliche Musiklaufbahn, egal ob Amateur oder Profi, die Grundvoraussetzung sein dürfte. Mir ist zumindest KEIN EINZIGER nahmhafter Drummer bekannt, der nicht vor allem durch intensives Bandspiel zu einem herausragenden Drummer geworden ist.
    Übrigens spielten Noten in Bands bei mir oft keine große Rolle, da gerade Rockmusiker sich meist wenig mit Noten beschäftigen. Gebraucht habe ich sie für Musiktheater, Big Band und solche Sachen.


    Naja,das Schlagzeug ist ein eher Mathematisches Instrument


    Thomas Lang wäre da eine Adresse>Linear Coordination.Emmanuell Caplette hat einiges interessantes anzubieten. Nicht zu vergessen Anika Nilles,die Quinteples so interessant gestaltet, dass es einem sehr leicht gemacht wird es nachspielen zu wollen


    Glaubst du, das im New Orleans oder Chicago der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts junge Drummer an der Tafel standen und Notenwerte geübt haben? Nach allem, was mir bekannt ist, hingen die eher (unerlaubterweise, weil noch zu jung) in Bars bei den damals großen Musikern rum und haben auf der Straße spielen gelernt. Die mathematischen Schlagzeuger gibt es, und die von dir genannten Referenzen illustrieren das ja gut. Nach meinem Verständnis von Drumming übrigens 3 gähnend langweilige Schlagzeuger, vielleicht weil sie so mathematisch-analytisch daran gehen? Wenn ich mir die etwas mehr als 100 Jahre umfassende Geschichte des modernen Schlagzeugs ansehe (Empfehlenswert: Daniel Glass), dominiert aber glücklicherweise bei weitem der Ansatz, tolles Feeling und tollen Groove zu entwickeln und die Leute von den Stühlen zu reißen. Das schafft Mathe nämlich nicht ;)


    Abschließend möchte ich nur noch mal erwähnen, dass eine aufrechte Haltung nicht nur positive Auswirkungen auf die Reichweite des Spielradius hat, sondern auch dein Rücken wird es einem danken


    In diesem Punkt, wie auch in manch anderen, hast du natürlich 100% Recht.

    Leider nicht ganz originalgetreu. Chad Smith sitzt tiefer ;)


    Wirklich von allen tadellos gespielt, und wenn ich die Nadel im Heuhaufen suchen muss, würde ich sagen, dass ihr in den ersten Takten etwas zu sehr am Tempo zieht. Aber das kommt ja nun auch in den allerbesten Familien vor, also keine Beanstandung.


    Wenn man's nicht wüsste und nicht Anthony Kiedis ein etwas anderes Timbre in der Stimme hätte, könnte ich euch akustisch vermutlich nicht auseinander halten.

    Die Fürs und Widers von Lehrern bzw Autodidaktentum kann man natürlich nun stundenlang diskutieren, aber dann vielleicht in einem extra Fred. Crashgirl hat doch schon zu Beginn gesagt, dass sie sich regelmäßigen Unterricht nicht leisten kann. Dass regelmäßiger Unterricht unbestreitbare Vorteile hat, ist vermutlich auch ihr selbst klar. Und ihr deshalb das Trommeln ganz ausreden wollen wir nun wirklich nicht, oder? ;)

    Einen eigenen Fred brauchst du dazu nicht aufmachen, weil dir sowieso hier keine deinen individuelle Lehrplan aufbauen kann ;)


    Rock und Mättl ist natürlich ein weites Feld, aber da passt Dany's Herangehensweise schon ganz gut. Es gibt so einige Standard-Rockgrooves, die du beherrschen solltest, hier ist z.B. die Drumeo-Reihe zum Thema, die dir erst mal reichlich praxistauglichen Stoff bietet und auch gleich zeigt, wie das ganz in Noten aussieht.


    https://www.youtube.com/watch?v=kclUtptKsT8


    Zumindest bei Drummern, die mit nur einer Bass Drum spielen, wirst du vermutlich etliche dieser Grooves immer wieder finden. Jeder dieser Grooves lässt sich ja auch noch variieren, indem man die Hihat-Achtel aufs Ridebecken, Floor Tom oder wasauchimmer verlagert. Wobei ich dazu sagen muss, dass sich natürlich nicht jeder dieser 20 Groove gleichermaßen für alle Rock- und Metal-Spielarten eignet.


    Double Bass ist ne andere Geschichte, da musst du selbst entscheiden, wie wichtig dir das ist. Ich würde mich eher zunächst auf das Spiel mit einer Bass Drum konzentrieren und maximal daran arbeiten, meine beiden Füße schon mal an gleichmäßige Single Strokes zu gewöhnen.


    Bei den Rudiments wären mir Singles, Doubles, Flams und Paradiddles mit den Händen auch erst mal mehr als genug. Mit all dem Zeug bist du erst mal ne Weile bedient, und in welchen "Stundenplan" du dir das klopfst, ist sowieso sehr individuell. Klar, die Freaks üben Rudiments dann auch mit den Füßen, aber das hat noch Zeit.


    Was schon erwähnt wurde: laaangsam zum Metronom üben, die Schnelligkeit kommt mit der Zeit von alleine. Und ruhig auch mal extrem langsame Tempi üben wie z.B. 30 oder 40 bpm, da kacken nämlich nicht wenige Drummer dann plötzlich ab, weil man immer nur auf Schnelligkeit "trainiert" hat.