Ich sehe gerade, dass du wohl aus dem Münchener Südwesten bist. Ich spiele regelmäßig Montag Big Band in Neuried, und dort steht exakt das Yamaha DP, welches du anscheinend gerade erworben hast. Als Musikschulset ist es schon ziemlich verranzt mit runtergerockten Fellen, aber man kann durchaus was damit anfangen.
Deine Auswahl von Fellen weist darauf hin, dass du nicht wirklich eine Vorstellung von deren Klang hast. Da liegen Welten dazwischen. Das Skyntone ist das dünnste Fell, was Remo im Programm hat und soll eher den klassischen Natursound vergangener Tage imitieren, es bringt ein sehr warmes ausgewogenes Obertonspektrum mit, wenn man sich traut, es klingen zu lassen. Das Evans Hydraulic hingegen dürfte seit Jahrzehnten das toteste Fell auf dem Markt sein, was aus Spielerperspektive noch gerade so ok ist, aber gegen eine Band ohne Mikrofone absolut untergeht. Pur gar nichts (aus meiner Sicht) mit fettem, durchsetzungsstarken Rocksound, allerdings natürlich sehr kontrolliert.
Wenn du eh nen Ring drauflegen willst, dann kannst du auch ein günstiges Ambassador Coated ohne Schnickschnack nehmen. Das ist nicht umsonst eines der meistgespielten Felle, weil man so ziemlich alles damit machen kann. Wenn es länger weiß bleiben soll, wäre mein Favorit das normale Aquarian Texture Coated. Klanglich ungedämpft zwar nicht ganz so lebendig wie das Amba, aber insgesamt recht ähnlich. Optisch lange "frisch" bleiben m.M.n. auch die Ludwig Weather Master, aber nach einem Preisanstieg von rund 50% aktuell mit 30 Euro völlig jenseits von Gut und Böse.
Mir persönlich ist ein Ring für alles, was nicht tiefe, trockene Ballandensnare ist, zu viel des Guten, da reicht häufig auch etwas Moon Gel. Manche meiner Snares spiele ich sogar ungedämpft, wenn das Obertonverhalten dezent ist. Den Unterschied hört man natürlich am besten im direkten Vergleich. Zum Erlernen einer sauberen Schlagtechnik und Rudiments ist eine mittelhohe Stimmung von Vorteil, da der Rebound den Stick besser unterstützt und auch der Teppich präziser anspricht.