Beiträge von trommla

    Was die Quaker City Night Hawks betrifft, behaupte ich einfach mal, das war inszeniert, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Kapelle kannte ich beispielsweise vorher nicht, nun sehe ich, dass eine Europatournee ins Haus steht, und überlege sogar hinzugehen.


    So krank in der Birne kann eigentlich keiner sein, dass er ohne Hintergedanken so eine Nummer abzieht. Und für Clicks und Likes machen ja manche so manches.

    Man hört immer wieder, das Basix Custom sei ein klanglich gutes Set für kleines Geld gewesen. Ich hatte nur ein einziges Mal die Gelegenheit, auf einem zu spielen, und ich könnte zumindest nichts gegenteiliges berichten. Die Qualität der Hardware hingegen hat Member Drumstudio 1 vor vielen Jahren mal in einem offenen Brief moniert.


    Allerdings wäre mir nicht bekannt, dass die GEWA seit dem Aufbau und Einstampfen von Drumcraft (ab 2009) noch Basix Custom Sets auf den Markt gebracht hätte. Insofern könnte die Bezeichnung 2018 irreführend sein und es sich um einen Ladenhüter handeln. Unter "Neu" verstehe zumindest ich originalverpackt, und "New Old Stock" empfand ich schon immer eher als Verarsche. Wenn ich von Privat was kaufe, was seit 10 Jahren komplett unbenutzt im Keller stand, zahle ich i.d.R. auch nicht den Preis für Neuware.


    Apropos GEWA, auch die Basix-Nachfolgeserien 6 / 7 / 8 der Marke Drumcraft finde ich durchaus empfehlenswert und gebraucht oft günstig erhältlich. Das DC8 Maple spiele ich selbst und finde nach wie vor, Sound und Stimmbarkeit brauchen sich hinter Premiumherstellern nicht verstecken, und auch die Verarbeitung ist solide.

    Hochinteressantes Thema. Anscheinend ist Tama-Hardware halbwegs aktueller Bauart einigermaßen klangneutral, zumindest konnte ich weder bei meinen schweren Roadpro-Stativen noch bei der leichten einstrebigen Stagemaster-Hardware störende Geräusche wahrnehmen. Und zwar ungeachtet, ob nun mit oder ohne Galgen.


    Allerdings erinnere ich mich dunkel, dass ich an fremden Sets schon derartige Störfrequenzen bemerkt habe. Ob nun allerdings bestimmte Hersteller, oder generell günstigere Ständer, oder bestimmte Konstruktionsmerkmale dafür verantwortlich waren, habe ich nie erforscht. Klar, fremder Kram kann einem ja letztendlich egal sein ;)


    Ob solche Phänomene den Mitmusikern auffallen, spielt aber für mich keine Rolle, meinen Tinnitus (beispielhaft, hab zum Glück keinen) hören die anderen auch nicht, trotzdem stört er und wirkt sich vermutlich nachteilig auf Konzentration und Spielfreude aus.


    Ich hätte die Problematik allerdings in die Rubrik "Nuancen" gepackt und bin überrascht, von Grebfruit zu lesen, dass er solcherlei offenbar sogar gezielt zu nutzen weiß. Eine Sache, die man zumindest im Hinterkopf behalten sollte, wenn man mit seinem Beckensound im Studio mal wieder nicht ganz zufrieden ist.

    Den Vorschlag, ein Schlagzeug durch die Verwendung von Rods leise zu bekommen, halte ich für völlig unbrauchbar. Zwar klingen die Trommeln auch leiser, das ist aber eher ein Nebeneffekt. Sowohl klanglich als auch vom Spielgefühl her liegen Welten zwischen normalen Sticks und Rods, und wer z.B. leise üben will, hat von Rods rein gar nichts. Für bestimmte Dinge sind sie echt klasse wie z.B. ein dezenter Train Beat und dergleichen, aber ein Rockgroove mit fettem Backbeat auf der Snare klingt mit Rods einfach nur bescheiden.


    Evans Hydraulic sind ebenfalls nicht die Lösung. Sie klingen zwar leiser und weniger durchsetzungsfähig als einlagige Felle, tendenziell erträglich bis gut klingen sie allerdings nur, wenn man sie laut spielt. Zum leisen, gefühlvollen Spiel überhaupt nicht zu gebrauchen, wie ich letztens wieder mal feststellen konnte, als ich auf einem geliehenen Set mit Hydraulics einen Abend Big Band spielen durfte.


    So, genug gemeckert, aber was ist denn nun meine Idee dazu? Ehrlich gesagt keine Ahnung, ich würde auch etwas in der Art von Sound Offs nehmen, allerdings ändert sich das Spielgefühl schon gewaltigst. Ich habe ne Zeit lang zuhause auf solchen Matten gekloppt, das war zum Üben von Koordination auch ok, da der Aufbau exakt meinem normalen entsprach. Der Klang hatte allerdings in meinen Ohren mit Schlagzeug nicht mehr viel zu tun.

    Also auch ohne Metallurgie studiert zu haben, dieser Bildausschnitt zeigt nie und nimmer eine Bronzesnare. Bronze ist eine Legierung, die ja gerade dann zum Einsatz kommt, wenn keine Rostbildung gewünscht ist. Korrosion von Bronze tritt zwar auch auf, dann aber in Gestalt des altbekannten Grünspans.


    Der Bildausschnitt zeigt eine COR (=Chrome Over Rust) Snare, und solange der TS nicht eine Ganzkörperansicht nachliefert (der Snare bitte!!!), lasse ich mich von dieser Einschätzung nicht abbringen. Vorher macht es keinen Sinn, hier Ratschläge bezüglich der richtigen Vorgehensweise zu nennen.

    Kann es sein, dass ihr gerade aneinander vorbeiredet?


    Wenn ich m_tree richtig verstehe, ist sein Vorschlag, die Hihat abwechselnd mit Rechts und Links zu schlagen, nicht etwa als Double Shuffle synchron mit beiden Händen auf Snare und Hihat zu shuffeln, was odd-meter1701 wohl meint.

    Flinke Finger hat der Kollege. Ich würde dieses Tempo nicht mit einer Hand hinkriegen


    Diese Herausforderung wird es an manchen Drummer stellen :D
    Man könnte sich aber mit einem klassisches Swing-Pattern auf der geschlossenen HiHat behelfen. Klingt nicht identlisch, erhält aber das Feeling recht gut.

    Die Tomhalterung drückt dem Set aber eindeutig den Stempel "verbastelt" auf. Gar nicht die eher schlampige Bohrung, das könnte man nacharbeiten. Aber wer um Himmels willen schraubt eine Rosette denn bitte so nah an die Schlagfellseite???


    Für mich wäre diese Variante absolut nicht nutzbar, und versetzen bedeutet maximalen Aufwand, denn erstens muss man die jetzigen Bohrlöcher ordentlich verschließen, und dann muss man auch noch neu folieren. Da man mit Sicherheit, insbesondere bei Mod Orange, wenig Chancen hat, eine Folie zu finden, die auch nur halbwegs gleich aussieht, muss man wohl das gesamte Set neu machen. Günstig gekauft, könnte man es als interessantes DIY Restaurationsprojekt sehen.


    Aber wie ist denn nun der Klang, der dich beim Kauf so interessiert hat? ;)

    Die Böckchen kann man bedenkenlos vom Kessel abschrauben, bei manchen Trommeln kommt man sogar gar nicht drum herum. Z.B. gibt es immer wieder Fälle, in denen das Innenleben der Böckchen resoniert, und dann kann es Wunder wirken, etwas Schaumstoff in die Böckchen zu packen. Eine besondere Verbindung "ab Werk" gibt es nicht und ist auch überhaupt nicht erforderlich. Manche Hersteller gehen eine besondere "Verbindung" ein, wenn Schrauben zu fest angezogen und ins Holz eingedrückt werden, wenn man manche Reviews liest. Ist aber kein Merkmal von Qualität ;)


    Auf die Schrauben würde ich aus u.a. diesem Grund nichts draufkleben, denn damit versaue ich mir die Schraubenköpfe, die ich vielleicht irgendwann mal lösen muss. Mancher denkt evtl auch drüber nach, seine Kessel neu zu folieren oder zu lackieren, wenn das alte Finish abgenutzt oder auch nur langweilig geworden ist. Auch dazu sollte man die Lugs dann entfernen.


    Ob man die Schienen festschrauben kann, ist wahrscheinlich eher eine Frage der Schienen, allerdings erwarte ich bei einem solchen Unterfangen auch mindestens Druckstellen im Holz. Daher wäre ich wohl tatsächlich eher bereit, solche LED Strips aufs Holz zu kleben, denn Klebereste sehen zwar nicht schön aus, schädigen das Holz aber nicht und können ggf. vorsichtig mit feinem Schleifpapier beseitigt werden. Würde vielleicht sogar die Kesselinnenseite vorher mit Lack oder Hartwachs versiegeln, damit kein Klebstoff ins Holz dringen kann.


    Hach, zum Glück mach ich überwiegend Jazz, da muss ich mir darum keine Gedanken machen :rolleyes:

    Geht mir ähnlich, ich wechsle die Resos auch nicht wie manch anderer regelmäßig alle ein bis zwei Jahre, sondern lasse sie teilweise Jahrelang drauf. Zwar heißt es hie und da, die Resos würden auch verschleißen und ausleiern, obwohl man sie nicht bespielt, allerdings entscheidet für mich der tatsächliche Sound, und der stellt mich auch nach Jahren in der Regel noch absolut zufrieden. Für den Gegenwert eines Satzes Resofelle bekommt man schließlich auch schon manch andere hübsche Dinge.


    Voraussetzung ist allerdings, dass Resos von amtlicher Qualität drauf sind d.h. bei mir typischerweise Remo USA clear Ambassador. Die Wurstpellen, die auf manchen günstigen Fernostsets mitgeliefert werden, fliegen hingegen sofort runter, denn da hört man einen merklichen Unterschied.
    Die Sonor Hausfelle waren ok, daher hätte ich diese auch belassen. Was am Markt an Noname-Fellen angeboten wird, wäre mir hingegen klanglich zu riskant, denn im Vergleich zu Markenfellen mag man vielleicht 50% Kohle sparen, im Hinblick auf guten Sound hat man aber doch 100% zum Fenster hinausgeworfen.

    Immerhin, beim (drumeo) Blindtest versagen ja selbst gestandene Profis dabei, eine Metall von einer Holzsnare zu unterscheiden.


    Haha, nicht nur bei den Snares, auch bei Crashbecken ging's ziemlich in die Hose.Und deren Sound kann man noch nicht mal pimpen.


    Wundert mich ja, dass den Jungs von Drumeo noch niemand die Mafia auf den Hals gehetzt hat, solche Videos sind für die Schlagzeugindustrie ja geradezu geschäftsschädigend :D

    Unabhängig davon, was jetzt DIE ultimative Rocksnare ist, ist interessant, wie nach 16 Jahren die Ludwig Acrolite an Wertzuwachs am Gebrauchtmarkt erfahren hat. Das ist ja teils fast schon das doppelte, wie damals als der Starbeitrag hier erfasst wurde.


    DAS war allerdings auch mein erster Gedanke beim Lesen. Manchmal doch interessant, wenn jemand einen alten Fred ausbuddelt und wieder zum Leben erweckt.


    Inzwischen habe ich allerdings den Eindruck, dass dieser Preisanstieg bei nahezu allen Fabrikaten zu beobachten ist, zumindest soweit es die Traditionshersteller betrifft.
    Wie oft kann man bei Kleinanzeigen nur den Kopf schütteln, wenn der Angebotspreis bei kaum 20% unter dem Neupreis liegt, und das bei Artikeln, die weder besonders selten sind noch qualitativ besonders herausragen. Manchmal kann ich mich nur schwer davon abhalten, solche Anbieter umgehend anzuschreiben und unflätig zu beschimpfen :D


    Wenn wir über "die" Rocksnare sprechen, kann es eigentlich nur eine geben, nämlich die Supra LM402. Nicht etwa, weil sie besser klingt, ich glaube auch nicht, dass es "den" besten Sound für irgendwas geben kann. Sondern weil sie es als einziges mir bekanntes Modell (zusammen mit der LM400) geschafft hat, seit über einem halben Jahrhundert relativ unverändert als Synonym für amtlichen Rocksound gebaut zu werden und in diesem Segment als Standard gilt.


    Und auch wenn viele sich über die schlechte Abhebe und die teilweise unterirdische Qualität der Verchromung zu recht beschweren, gilt der Sound der Supra, ähnlich einer Strat, Tele oder Paula, doch auch seit Jahrzehnten als legendär.


    Allerding bin ich auch fast sicher, dass man für deutlich weniger Geld absolut gleichwertigen Sound bekommen kann.

    und ich schätze mal so 10 Kilo schwer


    Wer jung und sportlich ist, der wuppt das sicher locker. Nachdem ich mit Ü50 nun doch schon einige Verschleißerscheinungen am Bewegungsapparat feststelle, bei mir ein totales Ausschlußkriterium.


    Wo Gewicht gespart werden kann, mache ich das auch, handelsübliche Reste von Auslegeware sind in den letzten Jahren meine favorisierte Lösung. Den letzten dunkelgrauen Rest von ca. 2x3 m Größe erwarb ich glaube ich vor 10 Jahren, teilte ihn in zwei Hälften von 2x1,5 m und habe sie seither in Verwendung. Für ein kompaktes Jazz- oder kleines Rockset völlig ausreichend.


    Zwar ohne teures Ketteln, aber das macht die Sache nicht schlechter. Gelegentlich mal drüber saugen und keine Aschenbecher drauf ausleeren, dann sehen die Dinger auch vertretbar aus. Klar, kommt nicht so professionell rüber wie ein Drumteppich der Firma ***, aber auf dem Dreck mancher Bühnen, auf denen man so auf- und abbauen muss, fällt das wirklich nicht ins Gewicht. Und die Teppichrolle kann ich zur Not auch nem Kind in die Hand drücken, das spart einen Gang zum Auto.

    Auf die Gefahr, mich zu wiederholen, aber Resofelle haben eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf den Klang. Wenn dein Set nicht nur heiß aussehen, sondern aus Publikumsperspektive auch noch ordentlich klingen soll, dann würde ich davon abraten, nur nach dem Preis zu entscheiden.


    Zwar kenne ich keines der beiden Produkte, da aber Drum-tec Spezialist für E-Drums ist und mit Natursound vermutlich wenig am Hut hat, wäre ich hier besonders skeptisch. Bei St-'Drums ist zumindest bekannt, dass die gute akustische Drums bauen können.


    Im Zweifel - und der ist aus meiner Sicht bei beiden angebracht - von beiden jeweils ein 12" Fell ordern und vergleichen, ehe man einen ganzen Satz kauft.Ich hatte schon weiße NoName Felle in der Hand, die den Namen Trommelfell nicht verdienten. Das waren bestenfalls Staubschutzkappen, damit das Kesselinnere schön sauber bleibt.

    1. Bestehende Felle weiß lackieren
    hat auf YT schon mal jemand versucht, das Ergebnis war ernüchternd. Lack und Vibration -> schlechte Idee


    2. Bestehende Felle erhitzen
    3. Mit Säure aufrauen
    bei beiden Varianten befürchte ich eine Schädigung des Materials, und klingen sollte es mittelfristig ja auch noch.


    4. Neue Felle kaufen
    wäre auch meine Option. Ganz normale weiße, wie dick ist vermutlich eher eine Frage des Klanges als der Optik. Ob nun das Reso 7 oder 10 mil dick ist, die 0,07 Millimeter dürfte die Lichtabsorption höchstens messtechnisch verändern. Ich selbst würde vermutlich die glatt-weiße Variante wählen, weil sie weniger dämpft als coated.

    Bei der Musikinstrumentenproduktion mag das zutreffen, so lange keine Elektronik ins Spiel kommt.


    Nur machen uns da diverse andere Industrien einen Strich durch die Rechnung. Haltbarkeit war ein Modell der frühen Industrialisierung bis in die Nachkriegszeit. Heute geht es hingegen nur noch darum, dass ein paar Großkonzerne und deren Aktionäre schon lange stagnierende Märkte zu deren Vorteil künstlich aufblähen. Ich sag nur "geplante Obsoleszenz".


    Warum hole ich mir heutzutage nach Ablauf der Vertragsfrist ein neues Handy, statt das alte weiter zu verwenden und glücklich zu sein? Weil ich Sorge habe, dass nach Ablauf der Gewährleistung irgendwas essenzielles am Gerät kaputt geht und ich dann den Ärger habe.


    Ich fürchte, unsere viel beschworenen "Anfänge" dienen primär dazu, dass wir einigermaßen ruhig schlafen und das gesellschaftliche Versagen auf andere projizieren können. Wir zeigen ja unseren guten Willen und verwenden keine Einwegtüten mehr im Supermarkt und kaufen Bio-Produkte (auch wieder so eine Industrie ;) ).


    Ach Gott, sowas von OT, aber dieses Edelholz-'Thema ist halt auch einfach ein Symptom unserer Konsum- und Mediengesellschaft. Vor 50 Jahren mögen diese Gedanken noch weit weg gewesen sein, dafür hatten die Menschen andere Probleme.

    Die exakte Form der Gratung ist ja auch nicht Kern des Problems, es sei denn, es handelt sich um die neue "variable tone edge", bei dem der Drummer mehrere verschiedene Gratungen auf einer Seite seines Kessels bekommen soll. ;)
    Zuzutrauen wäre es der Industrie allemal.