Beiträge von trommla

    Und wie ist das wenn man dann ein paar Jahre spielt? Ich denke mal wenn man jeden Tag was macht, kann man ein Lied so nach 3-5 Tagen begleiten


    Wie Jürgen schreibt, hängt das natürlich einerseits vom Song ab. Andererseits davon, wie du dich mit der Sache beschäftigst. Zuhause für sich zu üben brachte mir z.B. weniger als mit Bands zu spielen, denn die Band gibt dir natürlich Feedback zu deiner Arbeit, während du zuhause nur nach bestem Wissen und Gewissen übst. Die Band gibt dir (hoffentlich) auch mal Anregungen, wie du ne Nummer noch besser spielen kannst, auf diese Weise wird dein Werkzeugkasten schneller voll.


    Ich übe neue Songs meist gar nicht für mich alleine, denn nach 40 Jahren höre ich schnell, ob spielerische Tücken dabei sind. In der Regel ist es aber die Form der Songs, mit der ich mich in der Vorbereitung beschäftige, um auf der Bühne oder einem Vorspiel nicht ganz verloren zu sein.


    Wenn ich natürlich übermorgen nen Gig mit Rosanna zu bestreiten hätte, würde ich wohl noch 1 bis 2 Stündchen üben gehen, damit alles halbwegs locker sitzt ;)
    Die Kunst besteht aber nicht daraus, alles eins zu eins zu spielen, sondern so zu faken, dass keiner Abweichungen merkt und das Feeling trotzdem stimmt.


    Ergänzung: dass es am Anfang mühsam ist, haben wir alle erlebt, nur inzwischen vergessen :D
    Dranbleiben, das wird schon :thumbup:

    Dazu kommt, dass man sich an einen Bassdrumsound (welcher eigentlich ganz brauchbar ist/war) gewöhnt. Bei Austausch von Komponenten gibts auch eine Soundveränderung, was ja eigentlich auch so sein sollte.


    Den Gedanken hatte ich durchaus auch. Trommeln sind so unterschiedlich wie Schlagzeuger (und Raumakustik ;)). Dass eine neue Bass Drum nicht das liefert, was man kennt, sollte eigentlich vom gesunden Menschenverstand her klar sein, trotzdem stolpern wir regelmäßig über genau solche Dinge.


    Mir persönlich ist aber aufgefallen, dass der Kicker zwar die Obertöne eliminiert, am Subbass aber keinen Anteil hat bzw. dort Kontraproduktiv wirkt.


    Das ist ein wertvoller Hinweis.


    Ich habe schon manches Kissen in meiner Bass Drum gehabt, von handgenähten aus Omas Tagen, über professionell gefertigte wie die verlinkten bis hin zu integrierten Mikrofonhaltern. Allerdings würde ich rückblickend meinen, jede dicke Füllung nimmt Tiefbass. Den rundesten und druckvollsten Sound erhalte ich, seit ich meine vorgedämpften Felle stimme wie weiter oben beschrieben und nur noch sehr sparsam zusätzlich bedämpfe. Wie ich schon schrub, etwas Noppenschaum, eine dezente Handtuchrolle, irgendwas, was im Innern der BD nicht arg aufträgt. Je nach Modell auch gar nichts wie z.B. in meiner 18" Gretsch Catalina. Selbst die kommt - für ihre Größe - recht satt daher. Nix mit Bebop-"Bong".

    Basix Custom haben Freischwinger an den Toms, das verlinkte nicht.


    Außerdem bräuchtest du sicher gaaaanz schnell noch vernünftige Becken dazu, die HCS kannst du vergessen. Auch wenn du am Schlagzeug neu bist, hast du ja schon viele Jahre Erfahrung als Musiker, und vermutlich auch ein ganz gutes Gehör für Sounds. Da geht sowas nicht lange gut. Und damit wird's dann definitiv zu teuer, auch für den Anfang.

    Ich arbeite mit Sibelius Version 6 und finde das Programm gut, aber sehr mächtig. D.h. wirklich intuitiv ist es nicht zu bedienen, man muss schon etwas Geduld mitbringen, bis man sich halbwegs auskennt und das Programm zügig bedienen kann.


    Sehr angenehm ist die Möglichkeit, eigene Vorlagen und Layouts zu erstellen, die man dann immer wieder nutzen kann. Vermutlich können das aber auch andere Notationsprogramme.
    Die freie Zuordnung häufiger Eingaben zu Tastaturkombinationen macht den Workflow angenehm schnell, wenn man sich mal damit beschäftigt hat. Um nur gelegentlich seine Schlagzeugnoten damit druckreif aufzuschreiben, wäre die Software jedoch *hüstl* Perlen vor die Säue, wie man so schön sagt.

    eine vollständige Aufzählung wird sowieso schwer, da ich ein Chaot bin und mein Kram überall rumfliegt


    Dann wird es höchste Zeit, dir (und uns) mal einen Überblick zu verschaffen, was alles so auf Reisen ist ;)


    Ein Gretsch USA und eine Pommerenke Snare sind ja schon mal ein vielversprechender Einstieg, aber viel spannender sind doch ein paar Anekdoten über dich, deinen Musikgeschmack und wann und wie du zum Schlagzeug gekommen bist. Ich persönlich finde ja unter uns älteren Herrschaften Trommelbilder längst vergangener Tage immer sehr kurzweilig (lange Haare, tiefe Kessel, BD mit weit ausgeschnittenen Frontfellen, Becken fast senkrecht hängend knapp unterhalb der Zimmerdecke, um nur ein paar Assoziationen zu nennen).

    Hab in alle 3 Tracks jeweils ein paar Takte hineingehört und sehr schnell entschieden, dass dein Spiel mir noch deutlich zu unausgereift ist, um alles mit Spaß durchzuhören. Dein Drumming ist out of time, und du schaffst es nur ungefähr, zum Playalong dazuzutrommeln. So haben wir natürlich alle irgendwann mal geklungen, manch einer hier klingt vermutlich aktuell auch nicht besser, und diejenigen, die besser klingen, haben vermutlich schon recht viel Zeit ins Üben investiert.


    Ich sähe deine Priorität derzeit eindeutig beim Üben von Basics, noch lange nicht beim Erstellen und Präsentieren von Covers. Was nicht heißt, lass es sein, wenn es dir Spaß macht. Nur dem halbwegs erfahrenen Drummer machen solche "öffentlichen Proben", wie es eine Band auf diesem Niveau ehrlicherweise bezeichnen müsste, nicht halb soviel Spaß. Spielst du eigentlich in einer Band? Wenn nicht, dann kann ich nur empfehlen, damit zu beginnen, das ist nämlich ein prima Training für musikdienliches und hoffentlich bald grooviges Spiel.


    Btw. hättest du nicht deinen ersten Fred dazu nutzen können, die Covers zu präsentieren, statt ne Doublette zu starten?

    Bei Schellack muss man viele Schichten auftragen, welche eine eigenständige Resonanzschicht bildet und den Holzklang färbt (anscheinend...)


    Lies mal diesen Artikel.
    Gerade im Geigenbau kommen Lacke zum Einsatz, die den Klang nur sehr, sehr moderat beeinflussen. Auf ein Schlaginstrument mit seinen kurzen Impulsen dürfe eine Klangveränderung vermutlich nahezu auszuschließen sein.


    Die Anforderungen an einen perfekten Lackauftrag sind vermutlich eher aus handwerklicher Sicht problematisch, wenn man das nicht schon hunderte Male gemacht hat. Und wenn ich mich nicht irre, ist Schellack empfindlicher als andere Lacke, schützt daher die Oberfläche nicht so nachhaltig.

    Der Einwand war zu erwarten. Ich glaube aber nicht, dass man das so einfach mit Becken vergleichen kann. Was der TS wohl meint und auch schreibt, ist ihm der Sound zu grob. Ob das Ergebnis nun hell-fein oder dunkel-fein ist, dürfte eher zweitrangig sein, zumal Begriffe wie hell, dunkel, schlürfend, buttrig, holzig etc. bei Klängen ja immer nur Krücken sind. Ich verstehe jedenfalls schon sein Problem, ich finde Jingles auch oft viel zu grell und scheppernd.


    Wenn ein Amboss auf einen Steinfußboden fällt, mag es heller oder dunkler "Klong" machen als bei einem Fingerhut, aber es scheppert auf jeden Fall mehr. Und ich glaube, dass Schellen mit weniger Masse zarter klingen, was dem TS entgegen käme.

    Ich hab noch nie selbst an Tamburins rumgebastelt, daher ist meine Einschätzung völlig spekulativ.


    Da es so viele verschiedene Tamburinklänge, je nach Material, Anordnung und Größe der Schellen, gibt, könntest du ja einfach mal in nen gut sortierten Laden gehen und analysieren, worin sich die Schellen exakt unterscheiden und welcher Klang deinem Wunsch am nächsten kommt. Und dann entweder so ein Tamburin als Teilespender kaufen, oder nach Rohstoffen suchen, die dazu passen. Irgendwie fallen mir dazu Kronkorken ein, obwohl ich noch nie welche gehört habe, außer beim Aufploppen. Vielleicht kann man auch beim Spengler ums Eck sehr dünnes Stahlblech kaufen und in Form schneiden?


    Gerade Tamburins haben auch viele Familien vergessen irgendwo im Keller liegen, wie mir scheint.
    Da könnte man (wenn man etwas mehr Zeit hat) mal im Bekanntenkreis rumfragen und nach Naturalienspenden fragen. Manche Glöckchen haben auch eher einen scheppernden Klang, vielleicht wären die richtig? Oder Kinderrasseln?


    Vielleicht hilft es auch, die Schellen wie O-Zone-Becken anzubohren, um die Masse zu verringern und den Sound damit weniger penetrant zu machen.
    Einzelne Tamburinschellen gibt es z.B. hier zum Nachkaufen, falls du so eine Aktion dann doch revidieren möchtest.

    Ich glaube, allzu viele Drummer werden sich darüber noch keinen Gedanken gemacht haben. Letztendlich wird es für dich wohl auf "Versuch macht kluch" rauslaufen.


    Auf Dämpfen setze ich eher geringe Hoffnung, da dadurch der Grundcharakter ja bleibt, nur dumpfer wird. Wenn dann gefühlt eher mit dünnem Stoff statt Papier, da kleine Papierfetzen glaub ich störrischer sind als Stoff.

    Super Arbeit, das ist tatsächlich mal ne etwas "andere" Snare. Aber gehört nicht die Geigen-Snare bei dem Namen fast zwingend schön rotbraun lackiert? Auf F-Löcher glaube ich kann man verzichten...;)
    Bin sehr gespannt auf Soundbeispiele.

    trommla: Ich habe gerade mal deine Galerie angeschaut und dabei festgestellt, daß wir beide eine Snare vom Pommes haben. Meine Pommes-Snare ist eine in Faßbauweise aus Kirschholz
    in 7 x 14 mit ebenjenen Knochenböckchen, ca. 10 Jahre alt. Die Faßbauweise empfinde ich im nachhinein als keine gute Idee, da sehr anfällig für RLF(=relative Luftfeuchtigkeit)-Schwankungen.


    Interessant, meine Pommes-Snare ist etwa ebenso alt. Glücklicherweise hatte ich in den vergangenen 10 Jahren immer "Dienstsets" in den diversen Bands und Projekten, daher kann ich tatsächlich nicht beurteilen, wie problematisch Faßbauweise möglicherweise diesbezüglich ist. Meine Instrumente nutze ich fast ausschließlich für Konzerte und einige wenige Einzelproben. Allerdings kann ich bestätigen, bei längerem Nichtgebrauch muss ich an dieser Stave-Snare mit am deutlichsten nachstimmen.


    interessiert euch mein restlicher Kram?


    Aber natürlich, mach doch mal nen Vorstellungsthead auf, gerne mit reichlich Bildern (sagt der, der selbst 13 Jahre verstreichen ließ bis zu seiner Vorstellung :D)

    deswegen schneide ich schon mein ganzes Drummerleben lang Löcher ins Resofell.


    Ich auch, denn da freuen sich die Live-Toningenieure ;) Allerdings habe ich auch geschlossene Felle zur Hand, wenn es klanglich oder optisch mehr Sinn macht. Zum Glück lasse ich den Beater üblicherweise nicht im Fell stehen, das hilft beim Umgang mit Rebound.

    Bezgl. Evans: was genau spricht gegen die? Ist es nur der Sound, der dir nicht gefällt oder hat das andere Gründe?


    Lach nicht, den Sound von Evansfellen finde ich völlig ok. Es ist tatsächlich das Logo, was ich nicht mag. Klotzig und langweilig, und zu meinem Faible für klassischen Look nicht vereinbar. Die Dinger möchte ich beim Spielen nicht ständig ansehen müssen. Und wenn's dann noch auf EC2's prangt, ist bei mir alles zu spät. Ne Macke, mehr nicht :)

    soll aber angeblich eins der Geheimnisse für den Gretsch-Sound sein


    Steht vermutlich in der Bibel des Gretsch-Marketings. Ich glaube das ebensowenig wie du, aber zu Gretsch gehört's halt irgendwie dazu.

    und nimm doch den ollen Plastickring am Loch, ab, Kleinvieh macht auch mist


    War auch einer meiner Gedanken, dürfte aber ein Nebenkriegsschauplatz sein.

    Zunächst ne vielleicht doofe Frage: sprichst du vom rein akustischen oder mikrofonierten Sound?


    Mir fallen nämlich bei deinen Bildern zwei ungewöhnliche bzw. für einen vollen Sound nachteilige Dinge auf:
    1.) ein Loch in der Mitte des Resofells ist die zweitbeste Art - nach dem völligen Weglassen des Resos - , um der Bass Drum Bauch zu entziehen. Die Größe des Loches geht zwar bei dir in Ordnung, eine Position in der Nähe des Randes wäre aber von Vorteil.
    2.) das Mikro so dicht mittig am Schlagfell betont logischerweise vor allem den Kick und nicht den Bauch der BD. Ich habe bessere Erfahrungen gemacht, das Mikro nicht zu weit rein und eher näher an den Rand der Trommel, wobei es auf den Aufschlagpunkt des Beaters zeigen kann.


    Auch bei der Bass Drum ist es durchaus sinnvoll, die Lugs abzuklopfen und sauber auf einen Ton zu stimmen. Zwar fand ich das zu Beginn nicht ganz einfach zu hören, aber mit einem Filzschlägel bekommt man peu a peu ein Gefühl dafür. Das Schlagfell stimme ich wie du sehr tief, so dass es gerade noch "klingt", das Reso hingegen ein Stück höher. Auf diese Weise bekommen ich sowohl einen schönen Kick als auch Bauch, und das Sustain macht den Ton voller, ohne im Zusammenklang als "Ton" wahrgenommen zu werden.


    Manche Bass Drums bekommen dann noch etwas Dämpfung rein, je nachdem wie es ohne Füllung klingt. Entweder etwas Noppenschaum gegen den Basketball-Effekt, oder eine Handtuchrolle am Rand des Schlagfells, oder auch beides/keins von beidem. Das läuft gelegentlich auf ein paar Experimente raus, bis der Sound mir gefällt. Allerdings würde ich versuchen, das Reso nicht oder nur minimal zu dämpfen, da es sauber gestimmt einen schönen bauchigen Ton addiert. Bei dir sieht es aus, als ob dieser Schaumstoff an beide Felle drückt.


    Mit deiner Fellwahl habe ich keine Erfahrung, beim Evans-Logo steigt leider in mir Übelkeit auf. Daher kann ich nur für Remo-Produkte sprechen, und mit Powerstroke 3 (clear oder coated) war ich eigentlich immer zufrieden.


    Allerdings konnte ich bisher auch kein Patentrezept finden, welches bei jeder Trommel funktioniert. Jeder Kessel hat irgendwie seine eigenen Erfordernisse, ob nun Bass Drum, Snare oder Tom. Bei manchen komme ich schneller zum Ziel, andere kosten etwas Zeit.

    a) im Bereich Triangel und Triangelschlägel?
    Als Gelegenheits-Sinfoniker würde ich (jaja, kein allzu neuer Rat) meine Ohren entscheiden lassen und kaufen, was mir klanglich gefällt. Ich habe mir vor Jahrzehnten mal ein großes Triangel zugelegt, dazu einen griffigen Schlegel, und bislang hat mir das fast immer gereicht. Weder bin ich als nichtakademischer Schlagwerker in der Lage, die Nuancen aus diesem anspruchsvollen Instrument herauszukitzeln, noch hatte irgendein MD so präzise Vorstellungen, dass mein "Ping" nicht gereicht hätte. Als Variante ein kleineres Pendant wäre vielleicht noch zu überlegen, falls es mal wirklich noch dezenter und leichter sein muss.


    b) im Bereich Wind Chimes?
    So ein Ding mit Dämpfer wäre schon cool. Meine Uraltdinger haben keinen, was meist kein Problem darstellt, da ich eher in legereren Genres unterwegs bin. Im Konzertsaal glaube ich aber gerne, dass jegliche Fehlzündung gewaltig stören kann.


    c) im Bereich Tam-Tam?
    In Jahrzehnten selten gebraucht und dann geliehen. Vermutlich ein ewiger Traum, so ein Ding selbst zu besitzen.


    d) im Bereich Große Trommel?
    Nie eine eigene gebraucht, ich wüsste auch gar nicht wohin damit in der restlichen Zeit. Vielleicht zum Couchtisch umfunktionieren?


    e) im Bereich Kleine Trommel (Felle, Schlägel)?
    Konzertsnares haben je nach Modell natürlich den Charme mehrerer Teppiche für den, der den lieben langen Tag nichts anderes macht, als Orchestermusik zu interpretieren. Ich nutze für Orchesternwendungen eine Kirsch-Stavesnare, die mit einem banalen Ambassador oder Diplomat Coated und einem Puresound Concert Teppich schön artikuliert und dynamisch klingt, das reicht für meine Zwecke aus.
    An Sticks habe ich keine Favoriten, allerdings mag ich kleine runde Köpfe an nicht zu dünnen Sticks gerne.


    f) sonstiges, was man brauchen könnte/haben sollte/einfach nur will?
    Öhm, wie Split sagt, immer eine Einzelfallprüfung.

    Der allererster Eindruck war aber Der Erste hat sich pauschal besser angehört. Wenn B immer Erste ist der angeboten wurde sag ich B.


    Ging mir ebenso, B empfand ich minimal klarer, allerdings auch etwas zurückhaltender. Aber im Grunde sind die Unterschiede eher "gefühlt" als wirklich gehört und, solange nicht eine andere Person zwischen den Spuren hin- und herschaltet, möglicherweise Einbildung. Ich hätte keine Chance, das Gehörte zuverlässig A oder B zuzuordnen.