Beiträge von trommla

    und ich schätze mal so 10 Kilo schwer


    Wer jung und sportlich ist, der wuppt das sicher locker. Nachdem ich mit Ü50 nun doch schon einige Verschleißerscheinungen am Bewegungsapparat feststelle, bei mir ein totales Ausschlußkriterium.


    Wo Gewicht gespart werden kann, mache ich das auch, handelsübliche Reste von Auslegeware sind in den letzten Jahren meine favorisierte Lösung. Den letzten dunkelgrauen Rest von ca. 2x3 m Größe erwarb ich glaube ich vor 10 Jahren, teilte ihn in zwei Hälften von 2x1,5 m und habe sie seither in Verwendung. Für ein kompaktes Jazz- oder kleines Rockset völlig ausreichend.


    Zwar ohne teures Ketteln, aber das macht die Sache nicht schlechter. Gelegentlich mal drüber saugen und keine Aschenbecher drauf ausleeren, dann sehen die Dinger auch vertretbar aus. Klar, kommt nicht so professionell rüber wie ein Drumteppich der Firma ***, aber auf dem Dreck mancher Bühnen, auf denen man so auf- und abbauen muss, fällt das wirklich nicht ins Gewicht. Und die Teppichrolle kann ich zur Not auch nem Kind in die Hand drücken, das spart einen Gang zum Auto.

    Auf die Gefahr, mich zu wiederholen, aber Resofelle haben eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf den Klang. Wenn dein Set nicht nur heiß aussehen, sondern aus Publikumsperspektive auch noch ordentlich klingen soll, dann würde ich davon abraten, nur nach dem Preis zu entscheiden.


    Zwar kenne ich keines der beiden Produkte, da aber Drum-tec Spezialist für E-Drums ist und mit Natursound vermutlich wenig am Hut hat, wäre ich hier besonders skeptisch. Bei St-'Drums ist zumindest bekannt, dass die gute akustische Drums bauen können.


    Im Zweifel - und der ist aus meiner Sicht bei beiden angebracht - von beiden jeweils ein 12" Fell ordern und vergleichen, ehe man einen ganzen Satz kauft.Ich hatte schon weiße NoName Felle in der Hand, die den Namen Trommelfell nicht verdienten. Das waren bestenfalls Staubschutzkappen, damit das Kesselinnere schön sauber bleibt.

    1. Bestehende Felle weiß lackieren
    hat auf YT schon mal jemand versucht, das Ergebnis war ernüchternd. Lack und Vibration -> schlechte Idee


    2. Bestehende Felle erhitzen
    3. Mit Säure aufrauen
    bei beiden Varianten befürchte ich eine Schädigung des Materials, und klingen sollte es mittelfristig ja auch noch.


    4. Neue Felle kaufen
    wäre auch meine Option. Ganz normale weiße, wie dick ist vermutlich eher eine Frage des Klanges als der Optik. Ob nun das Reso 7 oder 10 mil dick ist, die 0,07 Millimeter dürfte die Lichtabsorption höchstens messtechnisch verändern. Ich selbst würde vermutlich die glatt-weiße Variante wählen, weil sie weniger dämpft als coated.

    Bei der Musikinstrumentenproduktion mag das zutreffen, so lange keine Elektronik ins Spiel kommt.


    Nur machen uns da diverse andere Industrien einen Strich durch die Rechnung. Haltbarkeit war ein Modell der frühen Industrialisierung bis in die Nachkriegszeit. Heute geht es hingegen nur noch darum, dass ein paar Großkonzerne und deren Aktionäre schon lange stagnierende Märkte zu deren Vorteil künstlich aufblähen. Ich sag nur "geplante Obsoleszenz".


    Warum hole ich mir heutzutage nach Ablauf der Vertragsfrist ein neues Handy, statt das alte weiter zu verwenden und glücklich zu sein? Weil ich Sorge habe, dass nach Ablauf der Gewährleistung irgendwas essenzielles am Gerät kaputt geht und ich dann den Ärger habe.


    Ich fürchte, unsere viel beschworenen "Anfänge" dienen primär dazu, dass wir einigermaßen ruhig schlafen und das gesellschaftliche Versagen auf andere projizieren können. Wir zeigen ja unseren guten Willen und verwenden keine Einwegtüten mehr im Supermarkt und kaufen Bio-Produkte (auch wieder so eine Industrie ;) ).


    Ach Gott, sowas von OT, aber dieses Edelholz-'Thema ist halt auch einfach ein Symptom unserer Konsum- und Mediengesellschaft. Vor 50 Jahren mögen diese Gedanken noch weit weg gewesen sein, dafür hatten die Menschen andere Probleme.

    Die exakte Form der Gratung ist ja auch nicht Kern des Problems, es sei denn, es handelt sich um die neue "variable tone edge", bei dem der Drummer mehrere verschiedene Gratungen auf einer Seite seines Kessels bekommen soll. ;)
    Zuzutrauen wäre es der Industrie allemal.

    60% runter vom Neupreis... damn it. So bleibt man eben auf dem Kram sitzen, obgleich man ihn weggeben könnte.


    Ich erwische mich immer häufiger bei dem Gedanken, manche Dinge auch einfach zu verschenken, statt mich ärgeren zu müssen, auf dem Gebrauchtmarkt nichts mehr dafür zu bekommen. Es gibt genügend dankbare Abnehmer, und mein Geld ist ja in jedem Fall futsch, ob mir irgendein Teil nun den Keller zustellt oder nicht.


    Warum nicht beim Schlagzeug mit etwas beginnen, was ich bei Haushaltsgegenständen und Kleidung schon länger mache. Auch da habe ich ja meist irgendwann man Geld dafür bezahlt.

    Klar, da bin ich zu 100% bei dir, auch wenn ich in dieser Holzthematik überhaupt nicht drin stecke. Böse formuliert, wird keine dieser Einzelmaßnahmen aber jemals dazu beitragen, unsere Welt zu retten, wenn nicht das '"Große und Ganze", nämlich der Raubtierkapitalismus und unsere Konsumhaltung, insgesamt hinterfragt werden.


    So lange wir Drummer (ersetze *Drummer* durch jedwede andere Passion) uns nicht davon lösen, Equipment primär nach dem Lustprinzip und nach Marketingeinflüssen, statt nach echtem Bedarf zu kaufen und die Märkte dadurch auf ein dem tatsächlichen Bedarf angepasstes Maß zusammenschrumpfen, tragen wir alle das System mit, Bubinga hin oder her. Beinahe hätte ich jetzt formuliert, "wir fahren alle gemeinsam fröhlich trommelnd dem Untergang entgegen", aber das hätte so etwas von Moralapostel, und ich gestalte mein Leben ja auch nicht anders ;)


    Aber das Konzept "Wohlstand für alle" kann ohne Raubbau an der Umwelt wohl nur funktionieren, wenn man Wohlstand neu definiert als "keiner muss ums Überleben kämpfen", statt "jeder kann zu jeder Zeit alles haben".


    Und auch Greta Thunberg ist nur ein Mensch ;)

    Da ich gerade spaßeshalber den ganzen alten Fred noch einmal durchgelesen hab und mich ob mancher Aussagen schlapp lachen musste, blieb mir in Erinnerung, dass im Gegensatz zur Form der Gratung vor allem die plane Auflage entscheidend für gute Stimmbarkeit und damit guten Klang sein soll.


    So gesehen könntest du das Teil, wenn es gut klingt, einfach so lassen. Allerdings würde mich so eine "Flickschusterei" schon aus Prinzip massiv stören, und ich würde mich um einen Umtausch im Rahmen der Gewährleistung bemühen. Die "Schwamm drüber"-Variante stünde für mich nur dann zur Debatte, wenn sich die Abwicklung als extrem aufwändig erweist. Sprich, wenn ich das gesamte Set wieder verpackt zurück schicken müsste. Also Felle runter, jedes doofe Hardwareteil kratzsicher verpacken etc. pp.


    Davon ist aber hoffentlich nicht auszugehen, also ab zurück zum Händler. Wobei es weder finanziell noch logistisch eine große Hürde darstellt, irgendwann mal beim Trommelbauer deiner Wahl die Gratung nachschneiden zu lassen. Aber warum später 25 Euro plus Versand bezahlen, wenn es jetzt kostenfrei geht?

    Sowas hab ich schon irgendwie erwartet. Von Zeit zu Zeit muss einfach ne Sau durchs Dorf getrieben werden, damit die (Medien)Welt den Eindruck hat, man täte was. Und im Gegensatz zu den weltweiten Forstbeständen wächst Gras schnell (drüber).


    Obwohl ich mir nach wie vor nicht vorstellen kann, dass der weltweite Musikinstrumentenabsatz auch nur annähernd verantwortlich sein kann für die Gefährdung tropischer Hölzer. Zumal Tropenholz selbst im Vergleich zu "normalem" Holz wie Fichte, Buche, Ahorn, Birke deutlich weniger Verwendung findet.


    Falls diese Themen hier schon ausführlich diskutiert worden sein sollten, bitte ich um Verzeihung. Habe selbst keinerlei Tropenholz-Affinität (bis auf Teak im Bootsbau) und daher den Fredverlauf nicht genau verfolgt.

    Ich behaupte mal dreist, dass man bei gleicher Stimmung in enem Blindtest fast keinen bis keinen Unterschied zu einer Supra von Ludwig hört.


    Das unterschreibe ich sofort. Ich erkenne zwar klangliche Unterschiede zwischen meinen Snares, was an Kesseltiefe, verwendeten Fellen und was nicht noch allem liegt. Meine zwei ähnlichsten Snares, eine Supra 14x6,5 (Alu) und eine Slingerland Sound King 14x6,6 (COB) sind sich bei gleicher Befellung (normal einlagig coated) erschreckend ähnlich. Und das, obwohl unterschiedliche Teppiche und Hoops drauf sind. Die COB klingt insgesamt nen Hauch lauter und aggressiver, die Supra etwas weicher und zurückhaltender. That's about it.


    Meine alte Mapex Pro Stahlschnarre in 14x5 (Ebay ca. 50 Euro) habe ich letztens vor dem Vergessen gerettet und mal wieder geputzt und gestimmt. War richtig erstaunt, wie gut die klingt. Werd ich demnächst mal zum Big Band Gig nehmen, hat sie verdient.

    Erst mal Glückwunsch, herzlich Willkommen im Club der Sonor Vintage Spieler :)
    Verstehe ich das richtig, dass du statt einer der vorkonfigurierten Varianten gleich komplett Custom geordert hast? Wie weit sind sie dir da preislich entgegengekommen? Bei Einzelpreisen wird der Spaß ja dann durchaus sagen wir "gehoben".


    Bin allerdings überrascht, dass du dann nach recht kurzer Zeit schon alles bekommen hast. War die Konfiguration irgendwo vorrätig? Oder hat Sonor Sommerloch?


    Die von dir beschriebene "Schlamperei" ist mir bei meinem ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Ich finde die Folierung sehr ansprechend gemacht, und wo genau die Nähte verlaufen, ist mir ziemlich egal, solange sie nicht unterm Badge verlaufen oder Böckchen auf der Naht schief sitzen, was definitiv bei mir nicht der Fall ist. Die Naht ist bei Folien eh immer die bittere Pille, die man zu schlucken hat. Was an der Verarbeitung passt denn sonst nicht? Ich habe am 13" Tom in der Gratung eine mini Kerbe entdeckt, wie so ein Fingernagelabdruck, das wars aber auch schon. Und deshalb umtauschen hab ich nicht eingesehen, da die Gratung ja nicht defekt und hörbar unsauber war.


    Allerdings bin ich da auch nicht repräsentativ, viele Freizeitdrummer sind da glaube ich penibler.


    Edit: jetzt wirds aber dann Zeit, den Avatar zu ändern ;)

    Ich überhaupt nicht, kann mit der Musik nichts anfangen. Vermutlich für ein schlichtes Gemüt wie mich zu intellektuell, viel zu kopfig.
    Ich brauch Musik zum Mitsingen und Schunkeln :D

    Wobei natürlich seit damals die Auswahl an guten Fellen deutlich zugenommen hat. Als Reso sind sie zwar immer noch mein Standard, allerdings kann man obenrum mit anderen Modellen aus manchen Trommeln noch deutlich mehr rausholen.

    Zumal die Unterschiede nicht soooo groß sind.


    Ja und Nein.
    Ich bin bei gleicher Stimmung auch immer wieder überrascht, wie ähnlich sich manche Felle und auch manche Snares doch sein können. Wem anderen als einem Schlagzeuger fällt das sowieso überhaupt garnienicht auf ;)


    Allerdings hört man mit etwas geübtem Gehör schon Nuancen selbst zwischen ähnlichen Fellen. Zwar fallen die speziell mikrofoniert (und vielleicht noch über PC-Quäken gehört) unter Umständen nicht auf, allerdings machen diese Nuancen in real manchmal auch den feinen Unterschied.


    Vielleicht wie wenn du zwei gute Köche miteinander vergleichst. Schmecken wird ein Wiener Schnitzel bei beiden ähnlich. Klar, ist ja beides paniertes Kalbfleisch. Trotzdem wird man einen feinen Unterschied feststellen in der Art der Zubereitung und Würzung. Vielleicht auch in der Fleischqualität. Und am Ende würdest du vermutlich eines von beiden bevorzugen.


    Um im Bild zu bleiben, ein Wiener Schnitzel mit einem Jägerschnitzel zu verwechseln wird schon schwieriger. Zwischen einem Ambassador und einem Pinstripe hört auch der Gitarrist möglicherweise schon einen Unterschied :D


    Ganz offensichtlich wird's, wenn wir zwei sehr unterschiedliche Trommeln vor uns haben, da hört jeder sofort einen Unterschied:

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