Beiträge von trommla

    Ich kenne die Kombi auch nicht. Allerdings halte ich die Wahl des Resos nicht für allzu kritisch. Der Einfluß auf den Gesamtsound ist unbestreitbar, aber zum Glück brauchen wir für einen Rocksound mit sattem Punch ja sowieso Dämpfung ;)


    Es dauert vielleicht etwas länger, bis die Stimmung passt, aber das falsche Reso hat mir auf ner Bass Drum noch nie nen druckvollen Rocksound versaut. Außer vielleicht, wenn das Port Hole 12" groß und genau mittig ist :D

    Das abgebildete Fell gibt es so nicht mehr.


    Aber lass mich die Sache mal von einer anderen Seite betrachten. Was wäre falsch daran, einfach mal irgendeines der genannten auszuprobieren, statt hier stundenlange Diskussionen zu führen oder Produktvideos zu konsumieren? Ein Aspekt ist hier nämlich noch überhaupt nicht genannt worden. Nicht jede Trommel funktioniert gleichermaßen mit jedem Fell. Was auf meiner Snare grandios klingt, kann auf deiner grottig klingen, obwohl vom gleichen Drummer im gleichen Raum gestimmt und gespielt.


    Ich habe schon manches "falsche" Fell gekauft. Klar habe ich dabei schlimmstenfalls ein paar Euro zum Fenster rausgeworfen, obwohl ich meist irgendeine Verwendung z.B. auf ner anderen Snare fand. Vor allem habe ich aber meine Trommeln besser kennen gelernt und Effekte bestimmter Felle auf bestimmte Kessel abschätzen können. Und wenn ein Fell tatsächlich "nur" zu viele Obertöne hat, dann kommt halt doch etwas Gaffa oder Gel drauf, bis ich beim nächsten Fellwechsel eine neue Kombi testen kann. Der Erfahrungsschatz, den man dadurch mit der Zeit gewinnt, ist weit mehr wert als ein paar Euro, die man - vielleicht - in den Sand gesetzt hat. Zumal wir ja von EINER Snare sprechen und nicht von einem Set mit 10 Toms, welches neu befellt werden soll.


    Aber immer daran denken, Obertöne wegnehmen kannst du immer, hinzufügen nicht ;)

    Ich seh gerade, dass du in München bist. Wenn du magst (und idealerweise ein aufgebautes Set hast), können wir uns gerne mal treffen und zusammen die Nummern rausschreiben. Vielleicht nicht Note für Note mit jedem Fill, aber Part für Part durcharbeiten.


    Schick mir ne PM, wenn du Interesse hast.

    <<< Don't it always seem to go
    That you don't know what you've got til its gone >>>
    (Counting Crows)


    Manchmal muss man die Dinge wohl aus einer gewissen Distanz betrachten, um zu erkennen, was man an ihnen hat ;)


    Hast du eigentlich schon einmal versucht, die Cobra mit etwas kopflastigeren Beatern zu kombinieren? Vielleicht wäre das ja genau das Feel, was du dir wünschst?
    Zumindest könnte ich mir vorstellen, wenn daraus nicht unerheblich das Gefühl resultiert, DW-Maschinen hätten mehr Bumms.

    Na ja, mit Masshoff-Empfehlungen halte ich mich persönlich eher zurück, aber das verlinkte Video mit Rossi Rossberg ist klasse. Kannte ich gar nicht, vielen Dank fürs Posten.

    Erst mal: schau dir mal die Position des Mikros am Fellrand an. Die Vermutung liegt nahe, dass das Mikro reichlich Obertöne mit aufzeichnet, die dein Ohr aus einer gewissen Distanz nicht so dominant wahr nimmt.


    Bei deiner Soundvorstellung dachte ich spontan ans Genera HD Dry. Hör dir das nochmal an, ich finde es vom Sound gut trocken (irgendwo in der Mitte des Videos).
    Und mach dir nicht ins Hemd, wenn ein paar Obertöne stehen bleiben, die hört man im Kontext dann meist nicht mehr. Eine tote Snare setzt sich allerdings in der Musik nicht mehr durch, unter Umständen klingt's selbst mikrofoniert sch...

    Es gibt übrigens für wenig Geld schon auch ein paar explizite Piccolo-Strainer zu kaufen. Zwar wirst du dir für die Befestigung was überlegen müssen, da der Lochabstand vermutlich nicht übereinstimmt. Aber mit einer Adapterplatte lässt sich das meist lösen, falls neue Bohrlöcher nicht funktionieren oder nicht gewollt sind.


    Eine in dieser Art habe ich selbst an ner Piccolo verbaut, und das klappt ganz vernünftig. Du könntest sogar kontern, wenn noch erforderlich ;)

    Für das Budget eine Empfehlung abzugeben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wie du selbst schreibst, ist vieles in der Range nur noch den Kilopreis für abgelagertes Brennholz wert. Allerdings gibt es auch immer wieder mal (möglicherweise) taugliche Angebote. Da führt nichts an persönlich anschauen vorbei. Wie sieht es mit Hardware aus? Ist die vorhanden? Oder soll die auch noch inbegriffen sein?


    Das hier käme evtl. in Frage.
    Oder dieses
    Nicht als Geheimtipp zu verstehen, aber von Markenherstellern, die schon eine lange Tradition im Bau solider Sets haben.

    Für Bill Gates ist "günstig" vermutlich anders definiert als für dich, daher wäre ein Preisrahmen hilfreich. Ebenso, ob du nach nem neuen oder gebrauchten Set schauen willst. Wobei sich "neu" und "wirklich günstig" tendentiell gegenseitig ausschließen. Denn ein Shellset für 500 Euro mag zwar für ein ordentliches Instrument günstig sein, aber 500 Euro sind für manche Menschen schon ein halbes Monatsgehalt.


    Einen Kompromiss findest du vielleicht bei Drums Direkt. Gebrauchte Sets mit 1 Jahr gesetzlicher Händlergewährleistung und fachgerecht überprüft. Manche Schmankerl, aber immer wieder auch Sets für wenige Euros.


    Als Geheimtipp für gute Gebrauchte waren längere Zeit regelmäßig Basix Custom für 200 bis 300 Euro zu finden. Inzwischen scheinen mir die Dinger jedoch nur noch selten aufzutauchen.

    Manche Schnüre dehnen sich tatsächlich spürbar, das kann auch konstruktiv so gewollt sein. Allerdings hat die Längung auch hierbei Grenzen.


    Maurerschnur funktioniert jedoch (nicht nur) bei mir seit vielen Jahren absolut zuverlässig. Den Tipp bekam ich übrigens vom Trommelbauer ;)

    als keine snarespezifische Schnur erscheint


    Du meinst die, bei der 2x 20 cm 2 Euro kosten? Mein Beileid an jeden, der sowas macht :D


    Allerdings hält die Klemmung meiner Erfahrung nach selbst billigste Paketschnur so fest, dass da nix mehr durchrutscht. Da mache ich mir eher Gedanken über die Langlebigkeit. Du hast aber recht, eine Überprüfung wäre das allemal wert.

    Ich wüsste halt nicht, warum man nicht die volle Stereobreite ausnutzen sollte


    Ich wüßte auch nicht, weshalb man immer alle Optionen ausnutzen sollte, nur weil man sie hat. Jeden technisch versierte Drummer, der das täte, würde man zu Recht kritisieren. Das Zauberwort heißt auch beim Mischen "musikdienlich" ;)

    Hab kurz mal reingehört in die beiden Songs. Ich weiß nicht genau, was du als Anfänger kannst, ist ja alles relativ. Vielleicht liebst du ja ein gewisses Understatement.


    The Reckoning ist relativ gut zu spielen, allerdings sollte man schon das eine oder andere Mal Double Bass gespielt haben, sonst wird's anstrengend.
    Raise your Banner wäre mir als Vorschlag für nen Anfänger definitiv zu arg, das ist aufwändig zu spielen.


    Wenn dein Ziel ist, akkurate Youtube-Cover zu produzieren (Gääähn!!!;)), dann helfen Noten vermutlich weiter. Wenn du es als Herausforderung siehst, um ein guter Banddrummer zu werden, wäre meine Herangehensweise, Ohren aufsperren und lauschen, was der Kollege da macht. Und dann einfach das mitspielen, was dir dazu einfällt. Reduzieren wirst du es als Anfänger eh müssen, ob du jetzt Noten vor dir hast oder nicht.


    Ich habe schon immer viel nach Gehör gespielt und bin heute froh über ein gut geschultes Gehör, denn ich erfasse vermutlich die Essenz einer Nummer schneller durch hören als durch lesen.


    Gegen Gebühr kann man sich übrigens Songs auch von manchen Menschen transkribieren lassen, ob es dir das Wert ist, musst du natürlich selbst entscheiden.

    (und hier wirds Geschmackssache)


    Ich denke, das sollte man bei fast jeder Kritik hier im Auge behalten. Sowohl Oliver Stein als auch du selbst mixt beide so gut, dass viele Aspekte nicht mehr einfach als richtig oder falsch eingestuft werden können. Ich finde z.B. den Maryan-Mix von Oliver sehr stimmig und überhaupt nicht zu trocken, aber dass deine Präferenz in eine etwas andere Richtung geht, hört man ja an deinen bisherigen Sachen. (Wobei, das Solo finde ich tatsächlich auch zu dominant ;))


    Bei deinem letzten Song geht es mir wie einigen Vorschreibern, ich finde auch den Rohmix interessanter und mit mehr Atmosphäre als deine "finale" Version".
    Generell fällt mir bei dir auf, dass du (in meinen Ohren) zu viel mit dem Panning arbeitest. Da spielt sich vieles auf der einen oder anderen Seite ab, und die Mitte schafft es nicht mehr, die Tracks zusammenzuhalten. Dadurch fehlt mir bei vielen deiner Arbeiten die Kompaktheit.


    Bei Orchesteraufnahmen möchte ich auf einer guten Anlage auch exakt hören, welches Instrument wo sitzt und das Orchester vor meinem inneren Auge sehen können.
    Bei modernen Popsongs stört mich diese Breite eher. Die Aufnahmen sind ja eh meist schon Track by Track, und wenn das ganze dann auch noch exzessiv gepannt wird, fällt die Kiste endgültig auseinander. Unter anderem deshalb wurden glaube ich die Senior-Mixes stellenweise als Runder bewertet und deine als steril-analytisch (k.a. ob das die genaue Wortwahl war, hab's nicht mehr nachgelesen).


    Nach meinem Geschmack (! s.o.) sollte das Panning der meisten Instrumente relativ dicht um die Mitte herum stattfinden, so wie halt eine Band auch beieinander steht. Nur weil man pannen kann, muss man es noch lange nicht übertrieben tun, das wäre nur Selbstzweck.

    Verstehe ich das richtig, Ihr nehmt gar keine speziellen Snare-Resofelle, sondern die normalen Diplomaten, die man auch auf die Toms schnallt?


    Nein, natürlich die Reso-Variante. Normale Ambas oder Diplomaten wären ne Nummer zu dick, was sicher zu hörbaren Klangeinbußen führt.


    Aber wo du das so sagst, vielleicht hat Chris Beam das auch so verstanden, dann würde sich natürlich sein Einwand erklären.

    Mit dem Diplomat als Snare Reso wirst du zu wenig Teppichansprache und einen insgesamt stumpferen Sound haben.


    Hä? Bezogen auf die Supra, oder generell?
    Ein Diplomat wird doch aufgrund der geringen Masse schneller angeregt, was der Ansprache zugute kommt?


    Ich spiele zwar nur eine Snare mit Diplomat untenrum, auf dieser kann ich aber im Vergleich zu meinen anderen Snares keine diesbezügliche Einschränkung feststellen. Im Gegenteil war ich überrascht, dass ich eigentlich keinen relevanten Unterschied höre. Seitdem nehm ich, was gerade da ist ;)