Zur Frage: ich habe ebenfalls zwei Frontfelle für die Vintage-BD. In eines habe ich ein 4" Loch geschnitten, das andere ist unversehrt. Der Aufwand des Wechsels hält sich sehr in Grenzen und ist, etwas Stimmübung vorausgesetzt, in 5 Minuten erledigt.
Zur anschließenden Diskussion: ich finde es relativ anmaßend, wenn Schlagzeuger (insbesondere aus dem Amateurlager) dem (Profi-)Tontechniker vorschreiben wollen, wie der Sound zu sein hat. Der Drummer hört den Sound schließlich nur aus der Fahrerperspektive und kann im Gegensatz zum Mischer in der Regel nicht beurteilen, was draußen ankommt. Wie wir alle wissen, klingt ein Set aus Publikumssicht relevant anders als aus Sicht des Drummers, daher sollte der Drummer den Tonmenschen als ABSOLUT gleichberechtigt bei der Gestaltung des FOH-Sounds behandeln und bestrebt sein, GEMEINSAM nach der besten Lösung zu suchen. (die technischen Vorteile des Lochs wurden ja genannt).
Auf ein geschlossenes Frontfell zu beharren, ist genau das Gegenteil und wird im Zweifel für gegenseitiges Genervt-Sein sorgen und vermutlich nicht für den bestmöglichen Sound, weil beide dann nur angepisst sind. Man sollte auch nicht vergessen, dass man auf Kneipen-, Club- oder Festivalgigs meist mit knappen Zeitreserven, unerwarteten technischen Problemen und teilweise schlechter Akustik zu kämpfen hat, da interessiert der künstlerisch wertvolle Bass Drum Sound wirklich keinen mehr.
Im Studio sieht die Sache anders aus, aber davon war glaube ich in diesem Fall nicht die Rede.