Beiträge von trommla

    Zur Frage: ich habe ebenfalls zwei Frontfelle für die Vintage-BD. In eines habe ich ein 4" Loch geschnitten, das andere ist unversehrt. Der Aufwand des Wechsels hält sich sehr in Grenzen und ist, etwas Stimmübung vorausgesetzt, in 5 Minuten erledigt.


    Zur anschließenden Diskussion: ich finde es relativ anmaßend, wenn Schlagzeuger (insbesondere aus dem Amateurlager) dem (Profi-)Tontechniker vorschreiben wollen, wie der Sound zu sein hat. Der Drummer hört den Sound schließlich nur aus der Fahrerperspektive und kann im Gegensatz zum Mischer in der Regel nicht beurteilen, was draußen ankommt. Wie wir alle wissen, klingt ein Set aus Publikumssicht relevant anders als aus Sicht des Drummers, daher sollte der Drummer den Tonmenschen als ABSOLUT gleichberechtigt bei der Gestaltung des FOH-Sounds behandeln und bestrebt sein, GEMEINSAM nach der besten Lösung zu suchen. (die technischen Vorteile des Lochs wurden ja genannt).


    Auf ein geschlossenes Frontfell zu beharren, ist genau das Gegenteil und wird im Zweifel für gegenseitiges Genervt-Sein sorgen und vermutlich nicht für den bestmöglichen Sound, weil beide dann nur angepisst sind. Man sollte auch nicht vergessen, dass man auf Kneipen-, Club- oder Festivalgigs meist mit knappen Zeitreserven, unerwarteten technischen Problemen und teilweise schlechter Akustik zu kämpfen hat, da interessiert der künstlerisch wertvolle Bass Drum Sound wirklich keinen mehr.


    Im Studio sieht die Sache anders aus, aber davon war glaube ich in diesem Fall nicht die Rede.

    Wow, richtig coole Band mit sattem Groove, fetten Bläsern und super Stimmen.


    Schade, dass sich heutzutage Sänger, insbesondere bei Coverbands, nicht mehr die Mühe machen, ihre Texte auswendig zu singen. Der ständige Blickkontakt zum iPad wäre so das einzige, was den Gesamteindruck auch bei euch etwas trübt, aber das ist eine weit verbreitete "Unsitte". Na ja, es gibt ja auch in der Politik kaum noch gute Redner, die nicht überwiegend vom Manuskrip ablesen ;)

    also ists echt normal dass man auch wenn man täglich am Pad/Schlagzeug sitzt, trotzdem Monate braucht und nur geringfügige Verbesserungen verbuchen kann?


    So ist das wohl. Du darfst nicht vergessen, dass etliche professionelle Musiker zumindest in Phasen ihrer Karriere jeden Tag 6 bis 8 Stunden üben, wenn sie nicht gerade mit irgendwem musizieren. Du als berufstätiger Erwachsener schaffst jeden Tag diszipliniert 1 Std, das ist für die meisten von uns vermutlich eh schon beneidenswert viel. Dass sich dadurch die Lerngeschwindigkeit und auch das Ergebnis limitieren, ist leider nicht zu ändern.


    Dass 43 zum Erlernen eines Instrumentes nicht gerade früh ist, ist ein ganz anderes Problem, das erschwert die Lage meist zusätzlich. Aber vor allem soll Musizieren ja Spaß und Ausgleich zum Alltag bringen, und das klappt auch bei 120 Bpm :)

    Warum traut man heute eigentlich der Medizin nicht mehr?


    Weil man - korrekterweise - weiß, dass es unglaubliche Inkompetenz auch in der Ärzteschaft gibt. Das ist nicht anders als bei Kfz-Werkstätten. Manche arbeiten solide, andere liefern Pfusch, den man sich nicht vorstellen kann und mag.


    Um meinen Hausarzt zu zitieren
    Ich: "Kennst du nen guten Orthopäden"
    Er: "Gibt's net"


    Ich hatte selbst beidseits nen Tennisarm (auf schlau: Epikondylitis humeri radialis ;)), und ich habe vom behandelnden Orthopäden nicht wirklich fundierte Hilfe bekommen, sondern schnell mal ein Rezept für solche Manschetten. Da Schonung im Alltag sowieso in der Regel nicht zu realisieren ist, kannst du auch gefahrlos weiter trommeln. Du solltest allerdings Schmerzen als Warnsignal des Körpers ernst nehmen und pausieren, sobald die Beschwerden zunehmen. Das heißt natürlich auch, vielleicht nicht gerade jetzt die lang ersehnte Welttournee zu beginnen, bei der du jeden Abend abliefern musst.


    Bei mir hat das Trommel mit den Manschetten am Arm gut geklappt, allerdings sollte man sie von Zeit zu Zeit kurz mal lockern, da es sonst zu Druckschäden kommen kann. Ist mir einmal passiert, da war die Auflagestelle tagelang etwas taub.


    Eine gute Übung, die meine Heilung deutlich beschleunigt hat, ist folgende:
    Den Arm hängen lassen und Hand ganz Richtung Handfläche abwinkeln. Mit der anderen Hand den Handrücken greifen und mindestens 30 Sekunden gleichmäßig zum Unterarm ziehen. Die Übung mehrfach täglich wiederholen, wann immer es gerade paßt.
    Hat mir super geholfen, aber natürlich kam der Hinweis NICHT vom behandelnden Orthopäden ;)

    Mehr qualitativ als quantitativ üben. Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass ich manche Tempi zwar vordergründig "locker" bedienen kann, die Bewegungsabläufe allerdings durchaus noch "Luft nach oben" haben. Sprich, wenn ich meine Bewegungen im Spiegel beobachte, sind sie bei weitem noch nicht so geschmeidig, wie sie sein sollten bzw. wie es die großen Meister vormachen.


    In der Konsequenz laufen dann z.B. Single Stroke Rolls hörbar holprig, obwohl sie das geforderte Tempo an und für sich liefern. Je intensiver ich mich statt um Temposteigerungen um "Lockerheitssteigerungen" kümmere, umso mehr wächst bei mir auch das Tempo, bei dem meine Rudiments wirklich locker aus den Händen fließen.


    Ein für meine Hände enorm wichtiger Lernschritt war auch oft, unterschiedlichste Dynamikstufen zu üben, und zwar nicht nur blockweise, sondern auch ineinander übergehend. Z.B. 2 Takte fortissimo, 2 Takte pianissimo usw. mit größtmöglichem Abstand/Unterschied.


    Oder z.B. Paradiddles gaaaanz leise, und einzelne Schläge kräftig akzentuieren. Nicht immer nur den ersten Schlag, sondern die Akzente wandern lassen oder eine Clave betonen.


    Ansonsten, wie schon gesagt wurde, Geduuuld :)

    Das einzige, was für mich jetzt offen bleibt, ist die Frage, ob jemand es hinbekommen hat, durch Stimmung, Kessel- und Fellauswahl, Mikrofon- und Positionsauswahl eine offene (also ungedämpfte) BD mit einem Mic in der Trommel aufzunehmen, ohne dass der Basketball störend in Erscheinung tritt.


    Erst mal dickes Lob an Oliver_Stein, tolle Arbeit, wieder was dazu gelernt. Schön ergänzt von m_tree.


    Ich weite die Frage aus. Hat es jemand hinbekommen, das so zu tun UND noch im musikalischen Kontext schön zu klingen. Denn eine Trommel nur zum Selbstzweck ungedämpft zu spielen, mag im Einzelfall lehrreich sein, ist ansonsten aber eine der unsinnigsten Moden beim Drumming und hoffentlich mal langsam überholt.


    Ich schließe mich da Hajo K im Wesentlichen an und packe ich meine BD ebenfalls soviel Dämpfung, dass es für meine Ohren gut klingt, und das ist typischerweise nicht völlig ungedämpft, obwohl ich häufig Jazz spiele. Da aber Jazz ein recht weiter Begriff ist und nicht nur Bebop meint, darf auch da gedämpft werden. So viel Ton, dass das Signal "rund" wird, ohne aber im Zusammenklang als Ton im Raum zu stehen.


    Für mich hat die gesamte Thematik "Fellwahl und Dämpfung" immer zwei Komponenten. Die eine ist die Erkenntnis, dass man getrost darauf verzichten kann, den vollmundigen (Werbe)ausssagen zu angeblichen Vorteilen bestimmter Fellhersteller und -typen allzuviel Interesse entgegenzubringen, da die Unterschiede häufig (wenn überhaupt) nur vom Fahrersitz bei sonst völliger Stille auszumachen sind.


    Die andere Komponente ist das Wissen und die Erfahrung, als Drummer gezielt reagieren zu können, wenn ein Tontechniker den abgenommenen Sound nicht recht in den Griff bekommt, statt ziellos an den Stimmschrauben rumzudrehen und am Ende doch zu Gaffa, Tempo oder schlimmeren Sünden ;) zu greifen und letztendlich ein völlig entkerntes Signal ins Pult zu schicken.

    Ich hoffe, das klingt jetzt nicht gefühllos, aber wenn ein Mann heute in D über 80 wird, lebt er statistisch länger als der Durchschnitt. Die Trauer hält sich bei mir in Grenzen, denn weder werden seine großen Verdienste um die deutsche Popkultur durch seinen Tod geschmälert, noch entgehen der Welt weitere Großtaten, denn mit 81 ist meist auch der Zenit der Schaffenskraft lang überschritten. Und da ich ihn nicht persönlich kannte, sehe ich ihn als alten Mann unter vielen, deren Zeit zu gehen irgendwann gekommen ist.


    Mein Mitleid gilt natürlich der Familie, die ihren Mann, Vater, Opa, Freund etc. verloren hat.

    Ich votiere mal für's Jungle und möchte mal ganz pragmatisch zu bedenken geben: wir alten Hasen bewerten - unwillkührlich - jedes Instrument aus Sicht des "Working Drummers", der ein Schlagzeug auch situativ für Gigs einpacken können will. Dass hierbei ganz andere Anforderungen an die Gängigkeit und Belastbarkeit der Komponenten gestellt wird, halte ich für logisch.


    Ein Grundschulkind-Kompatibles Instrument sollte aber vielleicht auch berücksichtigen, dass wir als Eltern nicht ständig daneben stehen möchten, um darauf zu achten, dass der Wiederverkaufswert des edlen Instruments nicht durch Kratzer, Filzstiftbildchen oder Sticker gemindert wird, was bei Klein- und Schulkindern unweigerlich geschieht. Zumindest wenn man wie ich überzeugt ist, dass die restriktive elterliche Kontrolle der Motivation eher abträglich wäre als die ungebremste Freude am Drauflos-Klopfen. Ein Fame-Einsteigerset ist in diesem Falle vielleicht sogar wirtschaftlich die bessere Investition.


    Ich gebe zu, auch mir fällt die Vorstellung schwer, dass man die dort präsentierten Becken für mehr als wie Lampenschirme nutzen könnte, aber s.oben.
    Ein Kind wird zunächst vor allem motorisch gefordert sein, das Verständnis für musikalischen Ausdruck und Klang kommt meist deutlich später. Sofern die Pedale nicht festgerostet und unbeweglich sind, muss die Hardware auch erstmal nichts besonderes können, außer stehen zu bleiben. Sofern das Fame Jungle hier keine erkennbaren Mängel hat, sollte die Hardware durchaus ne Weile halten, und wenn wirklich mal ein Teil abschmiert, dann bekommt man günstig Hausmarkenersatz oder beginnt peu a peu den Austausch gegen höherwertige Komponenten.


    Ich würde an deiner Stelle die Kinder einpacken und das Set gemeinsam besichtigen. Das ist die beste Möglichkeit, um zu erkennen, ob die Kinder spontan Zugang zum Gerät haben. Wenn ja, dann werden sie auch zuhause zufrieden sein und mit etwas Glück fleißig üben. Aber achte darauf, ob das Resonanzfell mit Spannreifen und Schrauben noch irgendwo rumliegt, das fehlt nämlich auf den Bildern.


    Edit: hab erst jetzt die Bilder vom Thunder gesehen und schließe mich der Einschätzung von Hammu absolut an. Viele junge Schlagzeugschüler lernen erst mal auf solchen Kisten, und auch manche Musikschulen sind ähnlich aufgestellt.

    Und Jan, ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht auch bei Euch ältere und versiertere Musiker gegeben hat, die einem mal den Kopf gewaschen haben.


    Logisch gab's die, aber eben "face to face", von Leuten, zu denen man ne gewisse Verbindung hatte. Studierte Jazzer mit Ruf, die einen dann ziemlich trocken auf mangelnde Microtime und "Schlepping" hinwiesen. Oder der warme Dank eines Münchner Gitarristen, der mir nach einem Fernsehjob, den ich ergattert hatte, hernach mitteilte, ich sei für eine weitere Zusammenarbeit musikalisch noch zu unreif. Hat mir aber immerhin viel Glück für die Zukunft gewünscht ;( :D


    Ach ja, oder so ne blöde Pressetante von der SZ, die explizit schrub "der Schlagzeuger war immer knapp neben dem Beat". Na herzlichen Dank auch!!!


    Aber man stellt sich halt nicht wie hier auf den Marktplatz und lässt sich von Hinz und Kunz mit Tomaten bewerfen.

    Was ich aber auf jeden fall daraus gelernt habe: Ich werd hier so schnell nix mehr veröffentlichen


    Kann ich nach der (teils massiven) Kritik absolut verstehen.


    Ich bewundere eh deinen Mut, so einen unbearbeiteten Proberaumtrack hier einzustellen. Das ist ja heute angesichts der technischen Nachbearbeitungsmöglichkeiten alles andere als selbstverständlich. Als ich anfing, regelmäßig live zu spielen, hat man solche Sachen eventuell im Kreis befreundeter Musiker bei einem Bierchen von Tape vorgespielt. Und wenn es nichts zu loben gab, wurde gelacht oder vornehm geschwiegen und nochmal angestoßen.


    Allerdings klangen die Aufnahmen meiner Erinnerung nach nicht unbedingt besser. Soundtechnisch sowieso nicht, aber auch spielerisch hatten wir damals mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Unterschied war vermutlich, dass die Hörer alle in etwa auf dem gleichen Level und im gleichen Alter waren, daher war auch der Erfahrungshorizont viel vergleichbarer und die Kritik "milder" als in diesem sehr heterogenen Forum zwischen Anfängern, alten und jungen Amateuren, Semiprofis und Profis.


    Verunsichern sollte dich die Kritik daher nicht. Ihr macht das, was unzählige andere lokale Bands auch machen, und solange es für euch aufgeht, ist doch alles paletti. Die spielerische Reife, nur das zu spielen, was man sicher beherrscht und was der Musik dient, kommt mit der Zeit von alleine. Insbesondere wenn man die Chancen nutzt, mit vielen unterschiedlichen Leuten zu spielen und dabei zu lernen, statt Jahr und Tag nur mit der gleichen Kapelle zu schrammeln.

    Ich gehöre nicht zu den Restaurationscracks hier im Forum, aber was ich insbesondere auf dem ersten Foto erkenne, ist das eine gelöste Verleimung bei einer nicht mehr ganz jungen Trommel. Da löst sich der Verstärkungsring vom Kessel.
    Kann durchaus über die Jahre vorkommen, da Holz arbeitet und gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen nicht ganz unempfindlich ist.


    Wäre es ein echter Schaden des Holzes, müsste die Gewalteinwirkung von der Außenseite her stattgefunden haben, und das würdest du mit hoher Wahrscheinlichkeit erkennen.


    Ich wüßte jetzt auch nicht, was an deinem Reparaturansatz falsch wäre. Nur aufpassen, dass die Zwingen keine Druckstellen hinterlassen ;)

    Allerdings sollten wir bei aller musikalischer Kritik nicht übersehen, dass wir gar nicht wissen können, ob die Band des TS live nicht dennoch überzeugt, weil sie durch Spielfreude und Bühnenpräsenz Stimmung macht. Und darauf kommt es bei Coverbands ja durchaus auch ein bisschen an ;)


    Wie schon gesagt, egal ob Cover oder eigene Songs, was die Band in meinen Augen vor allem weiterbringen würde, ist mehr Konzentration auf den Song als Ganzes, statt auf individuelle "Verwirklichung". Das Ganze ist - auch im Falle von Musik - mehr als die Summe seiner Teile.

    Immer im ersten Takt von so ner 4er-Runde wird die 3+ auf der Hi Hat zusammen mit der BD betont


    Gibt's da mehrere Versionen? Beim original YT-Video konnte ich keine derartige Betonung hören.


    Ansonsten höre ich eigentlich keine echte "Interpretation" der Songs. Bzw. vom Hören wird mir nicht klar, ob die Abweichung von den Originalen wirklich konzeptionell beabsichtigt sind oder nur so wirken, weil jeder so ein Bisschen künstlerische Freiheit für sich in Anspruch nimmt und daraus dann das schon mehrfach erwähnte Kuddelmuddel entsteht.


    Ich mag da etwas engstirnig sein, aber für mich gibt es beim Covern eigentlich nur zwei zufrieden stellende Wege. Entweder man versucht, Songs akkurat zu kopieren, also auch jede Instrumentenstimme exakt originalgetreu zu spielen (selbst wenn der Drummer nur Four on the Floor ohne einen einzigen Fill spielen "muss" ;)) Schließlich führt unter Umständen genau diese Instrumentierung zu exakt der Wirkung, die ein Song auf den Zuhörer hat.


    Oder man macht echte Bearbeitungen, indem man z.B. ein Stück in völlig andere Stilistiken verschiebt. Dann kann man logischerweise alles nach Gusto gestalten und eigene Parts erfinden. Ob's funktioniert, ist ne ganz andere Geschichte.


    Ehrlich gesagt, und das ist jetzt gar nicht bös gemeint, weil es als Hobbymusiker ja in erster Linie mal Spaß machen soll, geht ihr für mich unter im durchschnittlichen Cover-Einheitsbrei zahlloser Freizeitmucker. Das ist ein bisschen wie beim Kreisklassenfussball. Häufig weit entfernt von gutem Fußball, und trotzdem haben alle Spaß dabei.

    Das ist das schöne am Covern, dass das Publikum einem vieles verzeiht, solange es die Songs mitsingen kann. Am Ende sind Band und Gäste dann doch meist zufrieden.


    In unserer Band überlassen wir in der Regel jedem selbst, was er spielt


    Ehrlich gesagt war genau das mein Gedanke, als ich die beiden Tracks hörte. Und da hatte ich deine Aussage noch nicht gelesen. Jeder spielt so vor sich hin, ob schlecht oder recht liegt im Auge/Ohr des Betrachters. Mit dieser Arbeitsweise limitieren sich viele Hobbybands selbst, denn eine Band, bei der jeder ein Stück weit machen darf, was er möchte, wird auch nur schwer tight zusammenspielen. Irgendwer beschrieb es hier schon sinngemäß als "Schülerband-Gewurschtel".


    Nicht jede Band hat einen autoritären Leader, und trotzdem könnte man es als gemeinsamen Anspruch sehen, die Musik als ganzes so gut klingen zu lassen wie möglich. Dass hierzu jeder ein Stück persönliche Freiheit an der Garderobe abgeben muss, sollte allerdings klar sein. Mit gegenseitigem Respekt ist es durchaus möglich und sinnvoll, die Parts der anderen zu hinterfragen und gemeinsam an allen Aspekten zu arbeiten. Warum sollte ein Drummer, der sich als Musiker versteht, nicht auch einem Gitarristen/Bassisten/Sänger etc. Rückmeldung geben, wo er/sie möglicherweise gerade zu viel, zu wenig oder zu unruhig spielt? Umgekehrt natürlich ebenso ;)


    Zu den Songs und zum Sound ist eigentlich alles schon geschrieben worden (Hold the line klingt, wie wenn die Nummer insgesamt einfach zu langsam läuft :D ).


    Über dein Trommeln kam aber glaube ich noch nicht viel Feedback. Insbesondere bei "Locked out of heaven" spielst du meines Erachtens zu viel, statt dich wirklich schnörkellos auf den knackigen Groove zu konzentrieren. Deine Bass Drum Doubles und Ghosts lassen die Nummer unruhig klingen und nehmen ihr den Drive nach vorn. Zumal die Hihat im Original A Teil durchgehend die Viertel betont und damit die vielen Synkopen "zusammenklebt".
    Gab's nicht mal diesen Spruch "Reduce to the max"?

    Ich denke, Bütecs oder Schnakenberg fallen komplett raus. Zwar werden sie als transportabel deklariert, das bezieht sich aber eher auf den Weg zwischen Saal und Stuhllager vor Ort.


    1. Bütecs lassen sich nahezu unmöglich von einer Person transportieren und nur mühsam alleine auf- und abbauen.
    2. Bei einer Fläche von 200 x 100 cm je Element ist manch ein handelsüblicher Pkw überfordert. Ich fahre mit dem S-Max kein ganz kleines Auto, und bei mir gehen die Dinger nicht rein, wenn die Heckklappe geschlossen werden soll.
    3. Wenn man dann auch noch die Höhe je Element bedenkt (geschätzt ca. 10 cm), dann reduziert sich je nach Größe des Risers die Ladehöhe des Autos um 20 bis 30 cm, was den Schlagzeugtransport erschwert.


    Bütecs könnten (eventuell) sinnvoll sein, wenn man als Showband mit dem eigenen Lkw oder Transporter unterwegs ist und die Technikcrew selbst mitbringt. Aber selbst dann würde ich aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen eine Eigenbaulösung aus Multiplexplatten vorziehen. Hab aktuell keine Konstruktionszeichnung da, meine mich aber zu erinnern, dass hier im Forum mal jemand so ein Ding präsentiert hat.


    Meine persönliche Devise bei Risern ist eher, auf großen Bühnen den Veranstalter darum zu bitten und den Riser im Rider aufzuführen. Und auf kleinen Bühnen eben drauf zu verzichten und das gesparte Geld in ne neue Snare oder ein neues Becken zu investieren ;)