Beiträge von trommla

    wenn Du den Innendämpfer nicht unbedingt brauchst, mach den raus - aber sorgfältig aufbewahren, Sammler stehen auf sowas, wenn Du die mal weiterverkaufen willst


    Gibt eigentlich keinen Grund, den Dämpfer rauszumachen, sofern er technisch ok ist. Ist zwar heute nicht mehr modern (irgendwann kam halt die Mode auf "Free your snare sound"), aber er stört nicht beim Spielen. Andererseits ermöglicht er auf die Schnelle eine dezente Klanganpassung.

    Der kleine Drummer verwendet einen komplett anderen Sound als Tom Petty selbst, das könnte man tatsächlich mit einem Rim Click, besser noch Holzclaves, simulieren. Im Original klingt das völlig anders. Als akustische Quelle fiele mir am ehesten ein großer Holzblock oder so etwas bei etwa 06:00 Minuten und ab 11:00 ein.


    Glaube aber eher, dass 1991 noch sehr viel mit Synthisounds rumprobiert wurde, schließlich war der DX7 ja erst einige Jahre auf dem Markt. Und der Mitkomponist Jeff Lynne war schließlich Master Mind des Electric Light Orchestras. Da hat man vielleicht einfach mit Sounds experimentiert und zufällig festgestellt, dass man solch ein Geklopfe ganz hübsch fände.

    Also Leute, lasst doch mal die Kirche im Dorf. Das DF als Fachforum zu bezeichnen, mag zwar die ursprüngliche Intention der Gründer widerspiegeln, ist aber mehr frommer Wunsch denn Realität. Denn wenn man mal zwanglos nach "Fachforum" googelt, fällt auf, dass obschon nicht eindeutig definiert, die meisten Fachforen dadurch gekennzeichnet sind, dass sich unter der Moderation von Fachleuten professionelle Fachleute über Fachthemen austauschen. Das ganze mit teils expliziten Zugangsbeschränkungen (z.B. bestimmte Berufsgruppen), oft auch gegen Gebühr.


    Ergänzung: als ebenfalls charakteristisches Merkmal für Fachforen erscheint mir eine explizite "Knowledge Base", die redaktionell betreut und durch Quellen belegt wird, statt sich nur auf Aussagen von Usern zu stützen, deren Wahrheitsgehalt nicht verifizierbar ist.


    So lange hier überwiegend interessierte Hobbyisten den Stil prägen, manche Fragen vor totaler Ahnungslosigkeit strotzen und dennoch mit Engelsgeduld beantwortet werden, der eine oder andere Vollprofi immer mal wieder mit wirklichen Fachinformationen aufwartet (Danke dafür!), vieles aber über die Jahre gerne und häufig ohne informationellen Mehrwert aufgewärmt wird ("welches Holz für XXX?"), ist in meinen Augen der korrekte Begriff ein "fachbezogenes Forum". Und ein solches darf und sollte in meinen Augen auch den reinen Gedankenaustausch zu wirklich allen Themen ermöglichen, die uns Hobbytrommler so bewegen. Dazu gehören mit Sicherheit genau solche toll zu verfolgenden, bloghaften Erlebnisberichte eines Newbies (gibt's da keine weibliche Form ausser "Newbiene"? ;)) über das Entdecken seiner/ihrer Begeisterung für das beste Instrument der Welt.


    Daher unterstütze ich Hajo K's Anregung!!!

    Bei Craviotto schlägt mein "Neid der Besitzlosen" schnell in völliges Desinteresse um, denn diese Luxusartikel spielen in meiner Gehaltsklasse ebensowenig eine Rolle wie ein Maybach oder eine Badezimmerarmatur in Echtgold. Bzw. sehe ich einen deutlichen Mehrwert, wenn ich statt Boutiqueartikeln gute Stangenware kaufe.
    Einem Test würde ich unter Schmerzen natürlich zustimmen ;)

    Ich habe kein Rack, weil es für mein Anforderungsprofil wenig Sinn ergäbe. Tatsächlich bin ich bei solchen Festinstallationen zumindest für den Normalo-Drummer mit gelegentlichen Gigs unter völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen (Kneipe/Firmenfeier/kleines Festival etc.) tendenziell skeptisch.


    a) Wie schon geschrieben, kommt man im Falle von Defekten nur mit Mühe ran.


    b) Je nach Venue ist mal gar keine PA, mal die Haus-PA ohne Techniker, mal aber auch professionelle Ausstattung mit ebensolchem Personal anzutreffen. Man hätte im Vorfeld ggf. jedesmal zusätzlichen Klärungsbedarf, um die technischen Spezifikationen abzustimmen. Und eine Hartingpeitsche, um vom Rack aufs Multicore zu kommen, müsstest du erstens selbst mitbringen (Vorsicht mit den Kabellängen, nicht jede Stagebox steht da, wo du sie gerne hättest), zweitens wären auch Fehlfunktionen dann deine Baustelle und nicht mehr die der Techniker vor Ort, was zusätzlichen Stress schaffen kann.


    c) Möglicherweise gestaltet sich der Transport eines fest verkabelten und daher komplett montierten Racks zum Veranstaltungsort eher mühsam, insbesondere wenn man noch selbst mit dem Pkw anreist.


    Überlegenswert ist in meinen Augen so ein Unterfangen dann, wenn man mit einer professionellen Showband grundsätzlich mit eigener Technik und eigenem Lkw unterwegs ist. Oder natürlich, falls man zu den wenigen gehört, die große Tourneen spielen ;) Aber auch dann nur, wenn dieses spezielle Set dann ausschließlich dieser einen Produktion zugeordnet ist und alles andere mit extra Equipment abgedeckt werden kann.


    Oder man steht sowieso nie auf irgendeiner Bühne, aber dann wäre es im Grunde ja auch überflüssig, weil man es einmal fest verkabelt, und gut is.


    Natürlich sind das mangels persönlicher Erfahrung sehr intuitive Gedankengänge, da ich deine Rahmenbedingungen ja nicht kenne.

    Noch ein Nachtrag zu der neuen einstrebigen Tama Stage Master Serie. Ich hatte ja die Gewichte schon mitgeteilt, zwischenzeitlich konnte ich die Dinger auch schon ausgiebig testen. Mein 20er Ride hängt bei ausgefahrenem Galgen bombenfest ohne wackeln, selbst bei kräftigerer Spielweise. Crashes sowieso. Auch ein größeres Ride würde ich dem Galgenstativ bedenkenlos anvertrauen.


    Für diejenigen, die wie ich nicht auf Flatbase stehen, dennoch leichte und gleichzeitig standfeste Hardware suchen, ist diese Serie absolut geeignet. Bislang wurde meist die Yamaha 700er Serie empfohlen, was man nun um die Tama-Pendants erweitern kann. Zwar nicht ganz so leicht wie die Ultralight Flachbasen, aber immer noch deutlich rückenfreundlicher als gängige doppelstrebige Modelle, die ich so kenne.

    Bei mir schaut's etwa aus wie bei dir. Mein Hauptride ist das größte, das wäre auf deinem Bild das zweite von rechts. Das linke ist etwas kleiner, ganz rechts außen hängt ein kleineres Crash. In der Mitte habe ich noch ein Splash.

    Warum ich das so mache? Keine Ahnung. Weil's für mich funktioniert und ich keine Wissenschaft aus Aufbau- und Equipmentfragen machen möchte.

    Wenn man also einkauft, statt zu üben


    Warum denn? Wo steht denn geschrieben, dass man nur glücklich und zufrieden sein kann, wenn man fleißig übt? ;)


    Ich finde es überhaupt nicht automatisch problematisch, wenn jemand seine Schlagzeugbegeisterung vor allem durch eine tolle Instrumentensammlung offenbart. Es soll ja Menschen geben, deren Ziel gar nicht in der Hauptsache die instrumentellen Fertigkeiten oder das Musizieren mit anderen auf höchstmöglichem Niveau ist. Egal bei welcher Instrumentengruppe, es gibt ja viele Freizeitmusiker, denen es nur um regelmäßige soziale Kontakte im Proberaum geht und die keinerlei Streben nach den "höheren" Weihen haben. Die setzen sich nicht hin und üben, sind aber damit auch völlig zufrieden. Zwar dann nicht meine Sichtweise, aber dennoch legitim.


    Und vergleichen wir es doch mal mit Gitarristen, bei denen ein gewisser "Überhang" unterschiedlichster Gitarrenmodelle so normal ist, dass keiner es als außergewöhnlich einstufen würde. Eher außergewöhnlich ist ein Gitarrist mit nur ein oder zwei Klampfen :D


    Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, dass das hier teilweise so zum Aufreger geworden ist. Zwar vermutete ich den ironischen Charakter des Eingangsposts sofort, wollte aber für den Fall einer doch ernst gemeinten Problematik aus Rücksicht nicht gleich das Anliegen ins Lächerliche ziehen.


    Die Diskussion müsste im Grund viel weiter gehen und unser gesamtes Konsumverhalten hinterfragen. Aber das ist ein großes Thema und schadet nicht dem Einzelnen, sondern der Gesellschaft als ganzes.

    mit einem großen Unterschied: Topsportler werben üblicherweise für irgendein Konsumprodukt


    Und genau DA liegt meines Erachtens das Missverständnis. Heutige Drummer sind - immer nur mein subjektiver Eindruck - wesentlich mehr Karrieristen denn Künstler und legen ihr Hauptaugenmerk auf Selbstvermarktung und Business. Wo Erskine sich zunächst als Künstler in der Jazzszene etablierte und durch seine Bekanntheit AUCH als Werbeträger interessant wurde, beginnen Nilles und Co in einer Welt der Selbstdarstellung, deren Mechanismen sie schon im Kindes-/Jugendalter mit der Muttermilch aufgesogen haben, von vorne herein mit dem multimedialen Selbstmarketing. Grundvoraussetzung: eigentlich nur Jugend und hübsches Aussehen.


    Annika Nilles hat sicherlich fleißiger als ich geübt und ist eine technisch versierte Schlagzeugerin, aber musikalische Hochachtung zolle ich ihr nicht mehr als irgendeinem austauschbaren Youtube-Star. In ihre "Kunst" irgendeine Form von Idealismus hineinzuinterpretieren, halte ich für maßlos übertrieben. Insofern sehe ich bei ihr unwesentlich größere Produktnähe als bei Olli Kahn, der sicher auch in seiner Freizeit mal ein Weißbier trinkt. Oder Mehmet Scholl, der garantiert auch, privat wie geschäftlich - Auto fährt.


    Edit: oder käme jemand auf die Idee, jemand sei ein Spitzenkoch, nur weil er besonders schnell und gleichmäßig Zwiebeln schneidet?

    Ich spiele nicht regelmäßig open handed, stelle dabei aber immer wieder fest, dass nicht nur die Höhe, sondern auch die Entfernung zur Hihat mir Schwierigkeiten bereitet. Um mich wirklich wohl zu fühlen, müsste die Maschine deutlich weiter von mir weg stehen. Das bringt dann wiederum die Füße in Bedrängnis. Auf einem Left Hand Ride klappt es daher besser. Vielleicht nur als Denkanstoß, wenn du die richtige Höhe nicht findest.


    Meine Erfahrung führt mich daher immer wieder zurück zur klassisch überkreuzten Spielweise.

    Hat sich eigentlich mal jemand echauffiert, als Oliver Kahn Werbung für Paulaner Weißbier gemacht hat (Igitt, Schneider wär doch viel besser) oder Mehmet Scholl für Dacia (o Gott, das ist doch kein Auto, ich fahr Audi)?


    Ein Teil ihres Berufs ist es halt, als neudeutsch Influencerin Produkte zu vertraglich vereinbarten Konditionen zu bewerben. Ich finde Frau Nilles todlangweilig, die verwendeten Rolandsounds grottig, und vermutlich berührt mich das Video ebenso wenig wie sie selbst. Sie macht halt ihren Job. So wie auch Ärzte, Bäcker und Friedhofsgärtner Teile ihres Berufes ohne große Leidenschaft erledigen.

    Und ja, das nimmt Profis natürlich Auftrittsmöglichkeiten weg


    Nein, es nimmt ihnen keine Auftrittsmöglichkeiten weg, nur können sie ihre Existenz eben nicht mehr durch überwiegend Konzerttätigkeit absichern. Wer als Durchschnittsmusiker in den letzten Jahren über die Runden kommen wollte, war überwiegend als Musiklehrer tätig, hatte vielleicht noch nen Nebenjob, und Livegigs waren bestenfalls ein kleines Zubrot. Mal ehrlich, hundert bis hundertfünfzig Euro pro Nase sind GAR nichts, wenn man ehrlicherweise noch Steuern abführen müsste. Klar, der Hutgig umgeht im Zweifelsfall den Fiskus, aber in dem Moment, wo du Festgage auf Rechnung erhältst, ist das ein echter Treppenwitz.


    Dennoch wird diese Diskussion ähnlich Erfolg versprechend sein wie jede "Früher war alles besser" Diskussion. Die Gesellschaft verändert sich, und damit auch die möglichen Geschäftsfelder, mit denen man Geld verdienen kann. Oder wie viele würden beispielsweise freiwillig noch auf den Onlinehandel verzichten, selbst wenn massig Fachgeschäfte peu a peu über den Jordan gehen?


    Auch wenn es sehr, sehr traurig ist, halte ich in Zeiten des Turbokapitalismus kulturelle Vielfalt als Ganzes für ein gefährdetes Gut. Das liegt aber weder an bösen Amateuren, die den Profis das Wasser abgraben, noch an niederträchtigen Gastwirten, die Musiker ausbeuten, sondern letztendlich am fehlenden Interesse der Gesellschaft, ihre Kultur (finanziell) mit zu gestalten. Vielleicht doch wieder sozialistische Intervention wie ehedem in der DDR mit Musikerlizenz und garantieren Festgagen? Es bekommt wohl wieder mal jede Gesellschaft die Kultur, die sie verdient.

    Im Gegensatz zu Genussmitteln sind die negativen Auswirkungen in den meisten Fällen wohl eher überschaubar, und sofern man sich nicht in den finanziellen Ruin "kaufrauscht", ist G.A.S. nach meinem Empfinden häufig eher risikoarm. Auch bei mir ist über die Jahre natürlich ein gewisser Grundstock zusammen gekommen, allerdings ist meine Hauptmotivation nach wie vor der tatsächliche Nutzen. Gekauft wird eben (meist) nur, was tatsächlich benötigt wird oder wenigstens das Leben erleichtert.


    Natürlich gibt es gelegentlich auch diese "Muss-Ich-Haben"-Käufe ohne Sinn und Verstand, aber es ist doch legitim, sich einfach mal was Gutes zu tun. Trotzdem schaffe ich es ohne Leidensdruck, die meisten dieser Impulse abzufedern und mit dem Vorhandenen glücklich zu sein.


    Klar bleibt in der heutigen Zeit oft das Gefühl, sich klarer gegen das Konsumdiktat zur Förderung des Wirtschaftswachstums zur Wehr setzen und auch beim Equipment etwas bescheidener sein zu können. Aber das betrifft im Grunde alle Lebensbereiche.


    Wer G.A.S. im Sinne eine echten Zwangsstörung hat, sollte vielleicht mal mit einem Fachmann darüber sprechen.

    Nein, ich habe nur die Füße getauscht, und zwar diese hier. Passen genau auf die Catalina-Beine. Zumindest war das 2012 vor dem Facelift so, und vermutlich sollte das immer noch klappen.


    Meine Resos sind immer noch die klaren Werksresos. Klanglich sehe ich im Moment auch keinen Grund, das zu ändern, um vielleicht noch ein Mü mehr rauszukitzeln, das kaum einer hört. Ich habe viele Konzerte in unterschiedlichsten Genres, mikrofoniert oder akustisch, in Locations von Kneipe über Saal bis Kirche, mit dem Kit gespielt, und der Klang hat immer überzeugt. Na ja, die Snare mit Einschränkungen, aber da hab ich bessere Alternativen :)

    Mich würde interessieren, weshalb du auf diesen Gedanken kommst. Ein Sonor S-Class Maple ist doch ein vernünftiges Set, und vermutlich nicht halb so schwer wie ein Signature aus den 80ern. Selbst als Tourset noch immer gut handelbar.


    Natürlich wäre es ein Spaß, das mal an einem Tom zu testen und einen Vorher-Nachher-Vergleicht aufzunehmen, um den Einfluss der Kesselhardware zu dokumentieren. Aber die Aktion an allen Trommeln durchzuführen, hätte doch NULL Mehrwert, wenn man nicht dringend ein paar Belege für die Steuer braucht ;)