Beiträge von trommla

    Danke für den Link zu deinem netten Erfahrungsbericht. Ich bin ja auch so ein "Tiefstapler" bezüglich der erforderlichen Kaufsumme für guten Sound. Ich denke, dass auch der TS sich dessen bewusst ist, er ist ja schließlich ein alter Hase.


    Trotzdem, da hier vielleicht auch echte Newbies mitlesen oder den Fred irgendwann mal wieder ausbuddeln, sollte man darauf hinweisen, dass zwar bei guter Kesselbeschaffenheit guter Sound oft für sehr kleine Marie möglich ist, man aber den günstigen Preis an anderer Stelle durchaus merkt. Z.B. ist oft die mitgelieferte (Kessel-)hardware von Beginn an, spätestens einige Zeit später, kaum noch vernünftig zu verwenden. Wenn man wie viele ältere Hasen hier über Jahre regelmäßige Gigs spielt, möchte man nicht ständig Angst haben, dass einem just beim Aufbau noch vor dem Soundcheck das Böckchen bricht oder der Schrägsteller des Beckenständers das zeitliche segnet. Nur so zwei Beispiele, die ich bei Billig-Noname-Sets so erlebt habe.

    Nach deinen weiteren Ausführungen würde ich nun auch von der 18er Bass Drum abraten. Klar, wenn du ein Mikrofon rein stellst, wird auch ein leerer Putzeimer laut genug. Nur ist genau diese Chance nicht automatisch immer gegeben.


    Ehe ich dann unabgenommen mit der Achzehner untergehe (in der Bigband ist mir das ein paar Mal so ergangen, versammeltes Blech ist ganz schön laut ;( ), greife ich lieber zu mehr Wumms, sprich zu mehr Durchmesser. Wenn nicht der verfügbare Platz (im Auto, auf der Bühne oder im Proberaum/Studio) regelhaft limitiert ist, bist du da einfach auf der sicheren Seite. Eine 22er lässt sich besser leise treten als eine 18er laut. Und die leise getretene große Hupe hat dann immer noch untenrum den Bauch, den man spürt.


    Ne 20er geht natürlich auch noch so, bietet aber in meinen Augen keine echten Vorteile, außer wenn man niedrige Tompositionen vorzieht.


    Wenn die Kosten eher nachrangig sind, gibt es reichtlich Auswahl auf dem Markt, da könnte man dir echt fast alles empfehlen. Für den kostenbewussten Drummer finde ich das Mapex Saturn ja immer ne toll klingende Option für oft wirklich überschaubares Geld, und ebenfalls günstig und gut, wenngleich inzwischen vom Markt, sind auch die Drumcraft Sets der Serie 8 bzw. 7. Gebraucht für lachhaft wenig Geld würde ich die sofort in die engere Wahl nehmen, vor allem wenn es das Reiseset ist, das auch mal nen Kratzer abbekommen darf.

    Wenn dir das Geld nicht weh tut, dann ganz klar das Vintage. Wie du schon sagst, geiler Sound, geile Optik. Hab mich sofort in das Ding verliebt, und ich bereue diesen Affektkauf nicht ein Stück.


    Allerdings hängt's auch davon ab, ob der Schwerpunkt auf maximaler Transportfreundlickeit liegt oder nicht. Ein Vintage ist kein Leichtgewicht, sondern ein richtig amtliches Set. Nicht so schwer wie die alten Sonorsets, aber schon "solide". Ich merke das im Vergleich zu meinem Catalina, das ist einfach leichter, sowohl Holz (Luan) als auch Kesselhardware.


    Mir persönlich wäre allerdings ebenfalls alles unter 18" als BD zu klein. Nicht dass es nicht auch Settings gäbe, wo das reicht, aber mit 18" geht halt zur Not auch mal Rock.

    Und ich dachte immer, seit Ebay und Co passiert sowas nicht mehr, weil jeder vorher auf dem Gebrauchtmarkt recherchiert und manche dann sogar noch was draufschlagen.


    Nur interessehalber, was für ein Hersteller/Modell war denn dann der Rest? Ein altes Phonic o.Ä. wäre ja nun auch nicht zu verachten ;)

    Wobei ich zugebe, dass ich auch schon die eine oder andere Mutter/Filz auf dunkler Bühne gesucht habe und in diesem Moment die ganze Schrauberei verflucht habe.


    Allerdings suche ich lieber von Zeit zu Zeit, ehe mir das Blech wegfliegt. Je wackliger oder kleiner die Bühne, umso wichtiger ist mir ne ordentliche Sicherung. Da ist "Free your Drumsound" wirklich nachrangig.


    Aber der TS will ja nicht bekehrt, sondern beraten werden, also lassen wir die Grundsatzdiskussion ;)

    Ich schwanke, ich schwanke. Nicht ob des Alkohols, sondern ob mir die Snare gefällt.


    Unstrittig ist natürlich der Respekt, der jedem gebührt, der so ein Projekt zu Ende bringt, das ist mal klar. Nur ist das (in meinen Augen nicht besonders hübsche) Böckchendesign so klar als Sonor zu erkennen, die Snare selbst hingegen so klar nicht als Sonor, dass es nicht stimmig wirkt. Jaja, ich weiß schon, in solchen Dingen bin ich eher Fan eines gestalterischen Konzepts als zufälligen Entstehen-Lassens.


    Dass die Trick-Abhebe mit ihrem High Tech Look ebenfalls die sehr klassische Optik mit Klauen und Holzreifen aufbricht, wirkt auf mich optisch auch eher unausgewogen.


    Andererseits ist natürlich das Finish sowas von gelungen, dass es fast nicht möglich ist, die Snare nicht als Schönheit zu bezeichnen.


    Ich glaube, ich mag nicht die außergewöhnliche Schönheit, dafür aber die schöne Außergewöhnlichkeit dieser Snare.


    Auf jeden Fall Gratulation!!

    Tja, lohnt sich das mit dem Snare-Pimpen? Aus eigener Erfahrung ja, bis zu einem gewissen Grad


    Ich denke, es lohnt zu 100%. Nicht dass aus einer Billigschnarre ein Topinstrument wird, da kannste machen, was du willst, wie du ja richtig schreibst.


    Aber Pimpen führt dazu, dass man sich mit den Klangmöglichkeiten seiner Snare viel genauer auseinandersetzt, was einem neben insgesamt (hoffentlich) verbessertem Sound EINER Snare ein besseres Gefühl dafür vermittelt, an welchen Stellschrauben man drehen kann/muss, um seinen Wunschsound zu erreichen, und wo eben auch die Grenzen liegen.

    Ob ein richtig geiler Teppich auf deiner Snare richtig gut kommt oder eher nicht?


    Du hast noch nie einen billigen Werksteppich ausgetauscht, oder? ;)


    Klar, es gibt Snares, da hilft auch das nicht mehr, ob des Threadstarter's Snare dazu gehört, wissen wir nu nicht. Aber dann wird der Teppich halt auf der nächsten Snare montiert. Es gibt aber auch gute Snares, denen manch neuer (teuerer) Teppich nicht vernünftig steht, das weiß man also immer erst danach.

    Ich glaube, ich habe noch nie gesehen, dass jemand goldene Hardware gebraucht abgegeben hätte.


    Verwundert mich auch nicht, denn es gibt nicht viele normale Drummer, die Goldhardware nutzen. Entweder sind es die allseits bekannten Werbeträger, die das Zeug gratis gestellt bekommen (auch da nicht unbedingt viele von denen), oder Privatleute, die so schräges Zeug im Keller polieren und ihr Set anhimmeln, aber niemals in einen Proberaum oder gar auf die Bühne schleppen würden. Somit geht der Verschleiß, und damit der Gebrauchtmarkt, gegen Null. Zumal man sich goldene Hardware, wenn überhaupt, wohl nur nach reiflicher Überlegung kauft. Das ist wie Hundekörbchen mit Strasssteinchen für Millionärsgattinen ;)


    Und die Industrie weiß vermutlich genau, dass goldene Hardware nicht aus praktischen, sondern aus optischen Erwägungen gekauft wird, und wer das macht, will es auch wirklich und ist bereit, dafür zu zahlen. So war es schon immer, (vermeintlich) Schönes will halt teuer bezahlt werden.


    Trotzdem viel Erfolg bei der Suche.

    So, nachdem ich jetzt sämtliche Files mal mit Kopfhörer angehört habe, auch mein Senf dazu.


    Da raschelt nix mit, was nicht bauartbedingt beim Schlagzeug normal und unabdingbar wäre. Beim kleinsten Tom könnte man vielleicht das Rascheln durch diskretes Umstimmen noch etwas reduzieren, aber im musikalischen Zusammenspiel verliert sich das. Allerdings regen sich die Toms ja auch gegenseitig an, die "Störfrequenz" kann also auch an anderer Stelle sitzen als an Snare oder kleinem Tom. Man hört das bei deiner ungedämpften Stimmung sehr gut, wie manche Tomfrequenzen von Anschlag zu Anschlag "weitergereicht" werden.


    Die Stimmung insgesamt wirkt auf mich etwas "ungeübt", man könnte auch "akademisch" sagen, als wenn jemand intensiv Tutorials umsetzt, höllische Angst vor der Drummerpolizei, aber noch keine echte Vorstellung von Sound entwickelt hat. Im Prinzip alles (mehr oder weniger) sauber gestimmt, aber nicht ganz stimmig. Und auch für meinen Geschmack zu hoch.


    Ich mag zwar auch offene Sounds, aber ein kleines Stück Dämpfung an der richtigen Stelle kann den guten Sound noch abrunden wie ein Glas Rotwein das gute Essen.

    Welche Ansprüche du an einen Snaresound hast, entscheidet über das Vorgehen. Meiner überschaubaren Erfahrung nach kann man auch bei solchen Budget-Bundle-Snares nix falsch machen, wenn man ihnen ordentliche Felle und nen ordentlichen Teppich spendiert. Ordentlich heißt hier 20 Euro-Klasse, keinesfalls Masshoff. Was ich von dem halte, habe ich schon an anderer Stelle gesagt, aber für dein Vorhaben ist er m.E. vor allem unnötig teuer.


    Es muss klar sein, dass du aus so ner Beipack-Snare nie nen Sound raus holst wie aus ner Snare für mehrere hundert Euro, allerdings kann man sie schon so zum Klingen bringen, dass man gerne, auch in der Bandprobe oder selbst bei Konzerten, darauf spielt.


    Ich selbst bin ja der Meinung, dass eine Snare mehr zu haben kein Fehler ist, und schon für 200 Euro lassen sich echte Schätzchen auftreiben, die deine jetzige vermutlich selbst ungestimmt alt aussehen lassen. Daher wäre ich schon eher angefixt, nach nem guten SLP-Angebot zu schauen. Allerdings muss dich das ja nicht davon abhalten, deine alte Snare etwas zu pimpen. Lieber die als ordentliche Sidesnare hinstellen, bevor du noch so ein "Naja-Trömmelchen" ala Millenium am Set stehen hast.

    Ich glaub ja, der Kollege will uns nur heiß machen. Jemand, der ne Schublehre daheim hat, kann gar nicht so durchgeknallt sein, dass er einfach drauflos flext oder den Vuhduh-Kessel leichtfertig ruiniert :D