Beiträge von trommla

    Ich spiele seit ca. 10 Jahren eine Stavesnare aus Kirsche in 14 x 5.5 mit Triple Flanged Hoops, die ich mir bei Pommerenke habe bauen lassen. Kein billiges Vergnügen, aber eine schöne Snare. Ich setze sie vor allem da ein, wo der Sound eher etwas "konzertant" sein muss, z.B. mit Chören in Kirchen. Sie klingt sehr präzise und recht trocken, was ich mit nem Concert Teppich von Puresound noch unterstützt habe. Hab sie auch schon für Funk hergenommen, im Rock und Jazz hingegen kommt eher was anderes zum Einsatz.


    Welchen Anteil der Stavekessel auf den Sound hat, kann ich gar nicht sagen, mir ging es auch eher um "meine" persönliche Snare, und das war es mir allemal wert.


    Edit: gefragt war noch die Dicke des Kessels. Ich glaube, meine liegt bei 12 mm Wandstärke. Nachmessen kann ich leider im Moment nicht, weil dat Ding nicht da ist.

    Darf ich provokativ fragen, wenn der Rim Click so essentiell ist, warum muss es dann eine Mini Snare sein? Wenn ich auf den Sound eines Cellos stehe, kaufe ich auch keine Geige, weil sie handlicher ist.


    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es einen klanglichen eins zu eins Ersatz gibt, (deutliche) Abstriche wird man immer machen müssen. Auf den Hoop des Floor Toms hauen regt beistpielsweise den Snarekessel und den Teppich kaum an. Das klickt dann zwar irgendwie leise, aber wahrscheinlich könnte ich auch auf ne Tomhalterung klopfen.


    Ich würde mir vermutlich musikalisch was ganz anderes überlegen und z.B. den Backbeat mit nem ganz anderen Sound spielen (z.B. Schellenring).


    Edit: wobei ich auf die Selbstbaulösung durchaus gespannt bin, solche Gedanken brachten ja schon manche Innovation.

    Bin selbst beeindruckt, wie erheblich unterschiedlich die Dinger klingen


    Mir geht es gerade umgekehrt. Natürlich höre ich (dezente) Unterschiede. Allerdings könnte ich tatsächlich keinen echten Ausreißer nach oben oder unten ausmachen, wobei eine 13er natürlich in dieser Reihe erst mal auffällt. Alle 6 Modelle klingen für meine Ohren, als ob man mit ihnen am Set Freude haben könnte. Bei Frauen bin ich da deutlich wählerischer :D


    Zudem habe ich festgestellt, dass die zu Rate gezogenen Youtube-Aufnahmen der entsprechenden Typen wiederum anders klingen und einem bestenfalls eine schwache Orientierung geben, welches Beckenpaar welche Charakteristik mitbringt. Wenn man live daneben steht, werden die Nuancen vermutlich hörbarer.


    Ein angenehmer Nebeneffekt (auch wenn Jürgen das anscheinen für sich prophylaktisch schon man gegenteilig assoziiert ;) ), ist der Eindruck, dass der Qualitätsunterschied zwischen Hi End Becken und Budget-Tellern ala Zultan im Blindtest möglicherweise eher vernachlässigbar ist. Wohlgemerkt, ich lasse die teils beachtliche Serienstreuung (wie beachtlich ist die dann tatsächlich?) außen vor.


    Mein bisheriges Fazit: die Suche nach dem heiligen Gral der Beckenschmiedekunst ist bisweilen sehr kostspielig, für mich aber nicht relevant. Eine gut und stimmig klingende Beckenauswahl, zu dem ich auch längerfristig klanglich schöne Ergänzungen finde, reicht allemal aus, um mich zufrieden zu stellen. Vielleicht ein bisschen wie beim FC Bayern. Lauter hochbezahlte Diven machen noch keine Mannschaft, oft ist gewachsener Teamgeist mit weniger individueller Klasse ähnlich erfolgreich.

    Danke fürs Hochholen des Threads, sonst hätte ich dieses Henker-Video niemals zu Gesicht bekommen :D


    Diese Double (Triple/Quadruple?)Bass Drum hört sich ja an, wie wenn eine mikrofonierte Hummel durch den Raum fliegt.


    Wozu macht man das? Weil man es kann!

    Das herauszuhören, wäre pures Glück. Selbst wenn ich alle 6 schon mal in Natura gehört hätte, würde ich mich nicht eindeutig festlegen wollen, so ähnlich sind sich stellenweise die Aufnahmen. Teilweise könnte auch einfach nur das Mikro oder die Position eine andere sein.


    Egal, ich versuche es trotzdem just for fun und ohne Gewinnerzielungsabsichten.


    HiHat 1: Zildjian K 14"
    HiHat 2: Diril Jazz 14"
    HiHat 3: Paiste 602 Mod. Essentials 14"
    HiHat 4: Zultan Rockbeats
    HiHat 5: Paiste 2002 Medium 14"
    HiHat 6: Meinl Byzance Fast 13"


    Etwas mehr Facetten beim Spiel hätte ich mir gewünscht, denn Achtel auf der geschlossenen HiHat sind schlechter unterscheidbar als offen oder getreten. Als Anregung für den nächsten Vergleich :)

    Immer interessant, von solchen Ideen zu lesen. Wenn ich aktuell mehr Zeit hätte, würde ich das glatt mal testen. Speziell das Fell unterm Reso wäre ja ne schnelle Geheimwaffe.


    Allerdings glaube ich die Antwort bereits zu kennen. Auch bei mir wird sich der Sound spürbar ändern, da ich eher offene Stimmungen spiele und je nach Umgebung höchstens mal vorsichtig ein Gel aufklebe. Wer generell sehr trockene 80ties Sounds bevorzugt, der hat vermutlich mehr Erfolg.


    Die Suche nach dem identischen Snaresound bei deutlich reduzierter Lautstärke erinnert mich an die alten Alchimisten, die versuchten, Gold herzustellen. Das kann nicht funktionieren, denn der Klangcharakter eines Instruments entsteht ja eben genau durch akustische Schwingungen, und wenn ich diese mit - in diesem Fall sogar recht viel - Dämpfung bepacke, ändert sich das Schwingungsverhalten zwangsläufig und verändern damit ... den Sound :)


    Für mich ist der geeignetere Weg sicherlich weiterhin, leiser zu spielen und dafür noch den Charakter MEINER Snare zu hören.

    Bin kein Sonorkenner, aber ein Panther ist es sicher nicht. Sonst hätte es nämlich schwarze bzw. Hitech-Kesselhardware, kein Chrom.
    Ein Phonic hätte meines Erachtens 10 BD-Klauen, nicht nur 8. Allerdings scheint das ein silbernes Phonic Badge zu sein. Ich würde den Verkäufer anschreiben und bitten, dass er noch ein Foto vom Badge macht. Phonic kommt aber ansonsten glaube ich hin. Ein frühes Performer hätte diese ganz auffallenden Badges mit Schriftzug auf gelbem Keil.

    Genau, aber er hatte offensichtlich den entsprechenden Ehrgeiz, was total unsinniges intensiv zu machen, was die meisten von uns wohl nicht mehr verstehen können ;)


    Aber du hast Recht, wenn so ein Schnitzel eine Übung vorstellt, dann darf Frau auch mal irrational werden.

    Ein paar User waren ja live da, allen anderen möchte ich einen kleinen Eindruck natürlich nicht vorenthalten, selbst wenn die Bild- und Tonqualität natürlich eher "homegrown" ist ;)
    Viel Spaß, und wie üblich sind natürlich Rückmeldungen erlaubt.


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    Spannender Thread!


    Stimmt. Ich hatte mir zwar das Video kurz angesehen, fand aber dann die Übung einerseit, die Idee einer Challenge andererseits so langweilig, dass ich den Fred erst mal nicht verfolgt habe. Dass daraus eine grundsätzliche und stellenweise sehr kontroverse Betrachtung unseres Instruments wird, hätte ich nicht erwartet.


    Nicht dass jemand nun denkt, die Übung langweile mich, weil ich das locker aus dem Handgelenk schütteln könne, dem ist mitnichten so. Allerdings konnte ich auf den ersten Blick nichts daran erkennen, was musikalisch in meinem Umfeld oder in allen für mich derzeit denkbaren musikalischen Szenarien nutzbar wäre. Für mich klingt das wie der Spagat eines Drummers, dem man gerade gesagt hat, das sein Percussionist aus Budgetgründen gestrichen worden ist, er aber bitteschön alle Sounds zu bedienen habe. Vor lauter "Ich spiel dann mal für Zwei" klingt im Ergebnis überhaupt nichts mehr groovig, und mein Tanzbein fängt nicht mal leise an zu zucken.


    Und wenn solche sehr "konzeptionellen" Aneinanderreihungen von Schlägen nicht in mein Verständnis von Musik passen, dann werde ich sie auch niemals sinnvoll anwenden können. Dieses Pattern tut ja ein wenig so, als ob es Latin wäre, nur Latin ohne entsprechendes Feel ist halt kein Latin, auch wenn man wie blöd Cascara über Clave geübt hat.


    So ein wenig erinnern mich solche Übungen daran
    Bild des Bodybuilders auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame entfernt

    Auf einem mehrtägigen Festival, bei dem die Backline gestellt wird, räumt auch niemand abends das Drum Set von der Bühne ins beheizte Wohnzimmer, und da stehen nicht immer nur Möhren.


    Ich kenne die Location nicht, aber zur Sicherheit gegen Regen kannst du dir ja noch eine ausreichend große und stabile Plane organisieren, die du notfalls bei regnerischen Verhältnissen übers Set schmeißen kannst. So etwas habe ich im Sommer immer bei Biergartengigs dabei, weil Biergartenbühnen oft kein Dach drüber haben.


    Welches Set ich von den beiden aufbauen würde, hängt etwas von den Gegebenheiten ab. Wenn durch die Location Schäden am Set schon zu erwarten sind, wäre natürlich das NoName-Set von Vorteile. Ansonsten tendiere ich zum Sonor, denn wenn ich auf einer möglicherweise wackeligen/vibrierenden Bühne auch noch Ärger mit sich lösenden Schrauben habe - und das ist bei Billigsets leider häufiger als bei Markensets - oder sich das Teil nicht vernünftig stimmen lässt, dann macht mir das keinen Spaß.

    Abgesehen davon, dass ich noch nie Monitoring im Proberaum gebraucht habe und darüber immer wieder den Kopf schüttle ;), wird so eine dünne Gaze kaum nennenswerte Soundveränderungen mit sich bringen. Sonst würde kein Lautsprecherhersteller seine Boxen mit Stoff bespannen können.
    Abgesehen davon hätte ich Sorge, mich mit den Sticks gelegentlich bei expressiver Spielweise im Moskitonetz zu verfangen.


    Edit: Ich hatte einen Betonraum im Keller mit ca. 22 qm (s. Galeriethread), der ebenfalls ziemlich dröhnig-hallig war. Hatte an einer Wand komplett Bühnensamt und an den restlichen Wänden Selbstbau-Absorber in etwa dieser Art verteilt. Preßspanrahmen von 10 cm Tiefe, gefüllt mit Steinwolle, und mit Molton bezogen. Kosten gesamt ca. 50,- € und sehr effektiv. Für Studiosound hätte ich noch mehr machen müssen, aber zum Musizieren hat es schon viel gebracht.

    Ehe ich lange warte, würde ich mal eine Mail an D'Addario & Co/Puresound schicken und fragen, ob nicht zufällig irgendwo noch ein Karton Restbestände rumliegt. Falls ja, könnte das bei dem letzten VK unter Umständen inkl. Versand aus USA und Steuer noch günstiger sein als ein gebrauchter zu Sonor-Signature-Mondpreisen.