Beiträge von trommla

    Ich finde es schwer bis gar nicht möglich, zu beurteilen, was man nach welcher Zeit können sollte. Die Frage ist auch, warum sollte das relevant sein? Gut wird man, wenn man sich traut, öfter mal ins kalte Wasser zu springen.


    Einen Shuffle wirklich groovig spielen zu können, erreicht mancher zu Lebzeiten gar nicht. Dem einen gefällt's schlicht nicht gut genug, um sich damit intensiv zu beschäftigen, ein anderer hat vielleicht nicht das Feeling dafür. Ist dir Jarret Jared Falk ein Begriff? Ein toller Instructor und ordentlicher Rockdrummer. Aber seine Rosanna-Fassung ist wirklich ARM.


    Ich habe Jahrzehnte und unterschiedlichste Bands - von Rock über Jazz, Swing, Latin, Chanson und Funk zurück zum Rock - gebraucht, um einigermaßen souverän zu shuffeln. Wobei auch da sicher noch einiges mehr drin ist.


    Versuch einfach, in Bands reinzukommen, die lassen dich dann schon wissen, was du gut kannst, und was noch nicht so überzeugend, glaub mir ;)
    Und versuch dann nicht ständig an deine Grenzen zu spielen, sondern nur das anzubieten, was du insgesamt sicher drauf hast. Wenn du mit Fills Schwierigkeiten hast, dann spielst du halt wenige. Ein etwas lauterer Snareschlag mit Vorschlag (=Flam) auf die 4 reicht oft völlig als Fill aus und ist oft wesentlich cooler als ein Roll über alle Toms.


    Im Amateurbereich und selbst im Profilager rennen ja nicht nur Granaten rum, die schon alles können. Auch die Profis kochen oft nur mit Wasser und haben ihre Schwächen. Nur haben sie die Routine, sich das nicht sofort anmerken zu lassen :)

    Also ich find ja die Stimme und die Songideen net schlecht :)


    Allerdings kommt alles etwas langweilig rüber. Keine Ahnung ob das bei dem Genre so muss (?), aber die Musik schreit für mich nach "expressivem" Spiel. Nicht so was hübsch-dezentes, was du draus machst. Mit mehr Power getrommelt fänd ich insbesondere die zweite Nummer echt überzeugend.


    Die erste Nummer fühlt sich für mich rhythmisch nach dem coolen Intro zu holprig an. Ihr beide reitet unisono auf diesem Cascara-artigen Pattern rum, aber den Beat spüre ich nicht. Zuviele Synkopen, zu wenig gerade Elemente. Klar, das ist natürlich eine Frage des Geschmacks, ich möchte halt auch mitwippen oder -tanzen. Der Titel dreht sich ja schließlich um "Walking" und nicht um "Stumbling". ;)

    da ich lieber antesten sollte Aber mir fehlt die Zeit dazu


    Kann eigentlich auf jedem Pedal spielen


    Ehrlich gesagt ärgern mich solche Ansätze immer etwas. Wenn dir was wichtig ist, dann nimm dir die Zeit. Oder riskiere beim Gebrauchtkauf, dass was wackelt.


    Da du ja so versiert bist, alles spielen zu können, hast du doch eine riesige Auswahl. Warum sollen wir da unsere Zeit investieren, um dir behilflich zu sein. Fehler im Inserat aufdecken, weil du auch keine Zeit hast, Angebote gründlich zu lesen?


    Ich persönlich empfinde unterschiedliche Fabrikate teilweise sehr unterschiedlich im Spielgefühl und würde nie ein Modell kaufen, welches meine Füße nicht für gut befunden haben. Es sei denn es wäre ein grandioses Schnäppchen, bei dem der Wiederverkauf keinerlei Risiko böte.


    Edit 1: Generell würde ich nicht unter Zeitdruck kaufen, damit steigt das Risiko von Fehlkäufen. Zumal du ja bisher wohl auch schon Doppelhuf gespielt hast. Was hindert dich, deine bisherige Maschine erst mal mit zu den Bandproben zu nehmen? Glaubst du, irgendeine Band dieser Welt interessiert sich für die Ausstattung des Drummers? Lediglich eine erbärmlich quietschende Maschine fällt auf, aber auch erst, wenn man die ersten Aufnahmen mit Mikrofonierung macht ;)


    Edit 2: da du hier Äpfel mit Birnen vergleichst (also Band- und Kettenzug, rundes und exzentrisches Kettenblatt), bekommt man fast den Eindruck, dass du eigentlich gar keine Ahnung hast, bisher mit genau der Milleniumklasse aufgewachsen bist, und es dir jetzt peinlich ist, mit so etwas bei der ersten Probe aufzutauchen. Daher verweise ich nochmal auf obiges Statement: keiner wird es merken. Und wenn doch, dann sagt man halt selbstbewußt, man käme super damit klar und brauche derzeit nichts teureres. Wenn du ordentlich ablieferst, klopfen dir nachher alle auf die Schulter, und so soll es ja auch sein. Ne richtig gute Maschine kauft man dann in Ruhe und mit gefüllter Geldbörse mittelfristig nach ausgiebigen Tests.

    Warum machst du jetzt einen neuen Fred auf für die gleiche Fragestellung?


    Um deine Irrfahrt etwas abzukürzen, ich würde dir dringend empfehlen, mal in ein gut sortiertes Fachgeschäft zu gehen und dir zahlreiche Sets aus der Nähe anzusehen. Dabei wird nämlich vielleicht klarer, weshalb unterschiedliche Sets unterschiedlich kosten. Meist ist das weniger klanglich, als erst mal haptisch zu "begreifen", wenn mal Kessel und vor allem Hardware mal in der Hand hatte.


    Und behalte dabei im Hinterkopft, dass es so etwas wie ein Mättl-Set nicht gibt. Das sind lediglich Versuche der Hersteller und Marketingstrategen, bestimmte Zielgruppen erfolgreicher anzusprechen und Kaufanreize zu kreieren. Du kannst als Metaldrummer auf jedem beliebigen Set ordentlichen Metal spielen, wie auch ein Jazzer auf jedem Set ordentlich jazzen kann. Alles eine Frage der Stimmung und der Fell- und Beckenwahl, wie geil das dann klingt.


    Viele Metaller spielen eher kleinere, nicht allzu tiefe Bass Drums, gerade wenn es um ausgefuchstes DB-Spiel geht. Viele Metaller spielen auch eher größere Sets, weils einfach geiler aussieht. Auch Beckenwälder dienen in erster Linie Optik und Image, spielen kann man das Zeug auch mit wenigen Becken. Das zeigen Drummer wie Mark Zonder oder Flo Mournier eindrucksvoll.


    Zuerst sollte die Frage stehen, was DU für DEIN Spiel an Ausstattung brauchst, das können wir dir hier nicht beantworten. Ob du große Bass Drums mit langen Kesseln oder kleinere mit flacheren Kesseln besser findest, ebensowenig. Bislang wirkt deine Herangehensweise nämlich wie Stochern im Nebel.

    Den Beater etwas über der Mitte des Fells einstellen?


    Genau das würde ich machen. Es gibt absolut keinen Grund, den Beater mittig auftreffen zu lassen. Nach meinem physikalischen Verständnis müsste es sogar sein, dass das Fell, wenn du es exakt am Schwingungsknoten in der Mitte triffst, weniger zum Klingen angeregt wird, als wenn du es etwas darüber schlägst.
    Bei meiner 18'' Bass Drum trifft der Beater auch außermittig auf, und sie klingt fett!!!
    Wenn du aufgrund der Länge des Schaftes zu weit nach oben kommst, hilft die Flex, wie du schon schreibst. Den Beaterschaft verkürzen mag ich persönlich allerdings gar nicht, weil das Spielgefühl dann sch... wird.


    Generell gilt da "Versuch macht kluch". Stelle die Länge so ein, dass Sound und Spielgefühl noch harmonieren, egal ob nun mehr oder weniger weg von der Mitte.

    Solltest du irgendwo ein Drum Craft 8 oder 7 (baugleich, nur andere Finishes) bekommen, dann hast du ein modern klingendes, gut verarbeitetes Set. Klanglich geht damit ziemlich alles, ich habe mit meinem Hardrock, Funk und Big Band gespielt und immer gute Ergebnisse erzielt. Klar ist das wahrscheinlich nicht das heisseste Set auf dem Planeten, aber das bekommst du bei deinem Budget auch nicht ;)


    Nur, wie schon gesagt wurde, produziert die GEWA die Sets nicht mehr. Gebraucht und Restposten gehen aber meist zu wirklich guten Kursen.


    Wenn dein Basix-Set tatsächlich ein Custom ist/wäre, gäbe es allerdings tatsächlich keinen Grund für ne Neubeschaffung. Die Dinger können echt was mit guten Markenfellen.

    Ich habe mich im Vorfeld noch nicht erkundigt


    Wäre schön wenn ihr mir helfen könntet/sagen worauf ich achten soll


    Das wäre vielleicht die erste Empfehlung: recherchiere erst mal selbst, was so üblich ist und was der Markt so her gibt.


    So könntest dich du als internetaffiner User mal umschauen, welche Sets in dem Genre so üblich sind (z.B. Artists auf den Herstellerseiten, Youtube Konzerte etc.). Dabei wirst du feststellen, dass das gar nicht so eindeutig ist. Manche wie z.B. Lombardo spielen Sets mit vielen Toms und Double Bass, andere wiederum haben kleine Sets mit Single BD.


    Mit Fellen und Becken funktioniert das sinngemäß.


    Und NACH dieser Eigenleistung stellst du uns hier deine Überlegungen vor, die wir dann gerne kommentieren.


    Im von dir genannten Preisbereich gibt es unter Berücksichtigung von Neu- und Gebrauchtkauf so ein riesiges Angebot, dass jeder User hier völlig unterschiedliche Empfehlungen reinwirft. Und das bringt dich nicht wesentlich weiter.

    Bei Floortom-Rims schließe ich mich der Skepsis einiger Vorschreiber an. Floortoms klingen m.E. auf normalen Beinen in der Regel so, wie Floor Toms eben klingen sollen.


    Bei Hängetoms hängt es vermutlich auch vom Gesamtkonzept der Aufhängung ab, aber mir scheinen die Freischwinger in der Regel ein runderes Frequenzspektrum und längeres Sustain zu unterstützen. Ob man das dann braucht oder doch wieder wegdämpft, sei dahin gestellt.

    Naja, wenn Du einen "...die bass drumm muss voll auf die Eier kommen..." Sound willst, wirst Du um Subwoofer nicht herum kommen.


    Klar, wer nach Stadionrock klingen will, braucht natürlich ne entsprechende Anlage. Bei manchen Fullrange-Boxen mit 15'' Speakern kann man aber durchaus auch mal ein Drumset mikrofonieren und bekommt schon ein volleres Klangbild. Die Hosen flattern natürlich damit noch nicht.


    Wenn wir über ne Kompaktanlage mit 10ern reden, über die (vernünftigerweise) nur Vocals und Akustikgitarren laufen, dann macht die Geschichte natürlich gar keinen Sinn.


    Mikrofonempfehlungen?
    Für nen modernen Rocksound geht das Audix D6 ganz gut. Ich hatte das und ein Paar NT5 im Einsatz in ner Rockband, um eben genau den Sound in kleineren Venues etwas "anzufetten", ohne gleich alles abnehmen zu müssen. Natürlich nicht in der Kneipe mit 50 Gästen oder beim Wohnzimmergig. Aber gerade bei kleinen, eher privaten Open Airs kann das durchaus helfen, gegen die "Elektriker" anzustinken.

    Wenn Geld eine Rolle spielt, kannst du auch die Resos erst mal weiter verwenden, wenn sie nicht verdellt oder massiv verklebt sind. Es soll ja Drummer geben, die der gleiche Satz Resos ein Leben lang begleitet :D


    In Kenntnis deiner Musikvorlieben würde ich Emperors respektive G2 nehmen.


    Youtube hat ja auch zu diesem Thema mal wieder viel zu bieten z.B.


    https://www.youtube.com/watch?v=f_4he6qZHGc
    https://www.youtube.com/watch?v=z_wPKKPYNf8
    https://www.youtube.com/watch?v=34OsWlC1pnY


    Ein kleiner Hinweis zum letzten Video: der Engländer sagt natürlich "Äwens" und nicht "Ihwens" :D

    Ich finde es sehr gelungen. Ob ich die Folie selbst gewählt hätte, weiß ich auch nicht, aber das Gesamtbild ist absolut stimmig. Ich hoffe, der Sound auch?

    Definitiv!!! Ich hatte das zweimal versucht, beide Male haben sich die Ringe bald vom Fell gelöst. Und wirklich brauchen tue ich diese Dinger nicht. Zumindest habe ich bisher nicht ein einziges Mal ein Port Hole eingerissen, obwohl da regelmäßig Mikros oder irgendwelche Dämmstoffe hineingestopft und wieder raus gezogen werden.


    Wenn es nicht um die Optik geht, überflüssig!

    Gratulation, alles richtig gemacht!


    Klingen wird das Silverstar vermutlich mit allen Markenfellen. Die Frage nach deinem musikalischen Spektrum hilft, die Fellwahl einzugrenzen. Wenn du eher die härtere Gangart bevorzugst, würde ich zu doppellagigen tendieren, klar oder coated ist da m.E. eher nebensächlich, das sind Nuancen. Ob das Emperors sind oder gar Pin Stripes, macht nicht so den Unterschied. Beide sind robust und klingen schon ungedämpft fett. Für vergleichbare Produkte der Mitbewerber gilt das natürlich sinngemäß, die kenne ich nur nicht so genau.


    Falls du dir vorstellen kannst, auch eher Funk oder gar Jazz spielen zu wollen, wären einlagige beschichtete Pellen meine Favoriten. Wenn du musikalisch vielseitig interessiert bist ebenso, denn ein dünneres Fell kannst du mit Dämpfung auch für fettere Sounds hinbiegen, umgekehrt wird das schwierig.


    Was die verschiedenen Hersteller betrifft, kann ich zu Aquarians kaum was sagen. Evans sind nach meinem Gefühl leichter zu stimmen als Remo, dafür klingen in meinen Ohren Remos etwas lebendiger. Ich selbst bin ein Gewohnheitstier und spiele seit Jahrzehnten überwiegend Remo. Mit der Verarbeitung oder dem Coating hatte ich nie Probleme, das mag aber bei rustikaler Spielweise einen Unterschied machen.


    Das Silverstar hat übrigens, wenn mich meine Erinnerung nicht komplett im Stich lässt, eher spitze Gratungen und relativ dünne Kessel.