Ich finde es schwer bis gar nicht möglich, zu beurteilen, was man nach welcher Zeit können sollte. Die Frage ist auch, warum sollte das relevant sein? Gut wird man, wenn man sich traut, öfter mal ins kalte Wasser zu springen.
Einen Shuffle wirklich groovig spielen zu können, erreicht mancher zu Lebzeiten gar nicht. Dem einen gefällt's schlicht nicht gut genug, um sich damit intensiv zu beschäftigen, ein anderer hat vielleicht nicht das Feeling dafür. Ist dir Jarret Jared Falk ein Begriff? Ein toller Instructor und ordentlicher Rockdrummer. Aber seine Rosanna-Fassung ist wirklich ARM.
Ich habe Jahrzehnte und unterschiedlichste Bands - von Rock über Jazz, Swing, Latin, Chanson und Funk zurück zum Rock - gebraucht, um einigermaßen souverän zu shuffeln. Wobei auch da sicher noch einiges mehr drin ist.
Versuch einfach, in Bands reinzukommen, die lassen dich dann schon wissen, was du gut kannst, und was noch nicht so überzeugend, glaub mir ![]()
Und versuch dann nicht ständig an deine Grenzen zu spielen, sondern nur das anzubieten, was du insgesamt sicher drauf hast. Wenn du mit Fills Schwierigkeiten hast, dann spielst du halt wenige. Ein etwas lauterer Snareschlag mit Vorschlag (=Flam) auf die 4 reicht oft völlig als Fill aus und ist oft wesentlich cooler als ein Roll über alle Toms.
Im Amateurbereich und selbst im Profilager rennen ja nicht nur Granaten rum, die schon alles können. Auch die Profis kochen oft nur mit Wasser und haben ihre Schwächen. Nur haben sie die Routine, sich das nicht sofort anmerken zu lassen ![]()