Danke für deine Ausführungen. Ich kenne den Tunebot nicht aus eigener Erfahrung und dachte immer, das Teil könne genau diese Abweichungen minimieren. Die Unterschiede im Video sind aber doch beachtlich.
Beiträge von trommla
-
-
Von mancher kleineren Schmiede dort würde ich aber inzwischen nichts mehr kaufen wollen, weil ich nicht bereit bin, die "Arbeitsbedingungen" dort zu unterstützen.
Mal nur so nebenbei gefragt, was ist der Belegschaft des dortigen Beckendenglers lieber, der harte, dreckige Job, der sie und ihre Kinder ernährt, oder gar kein Job, weil wir überheblichen Westler als wichtiger Absatzmarkt uns einbilden, damit irgendwem irgendwas Gutes zu tun, nachdem wir Jahrzehnte durch unser Konsumverhalten vielleicht sogar Anreize für diese Art der Produktion geschaffen haben?
Auch wenn ich deine Haltung verstehen kann, ich finde solche Aussagen zu kurz gesprungen. Die Welt dreht sich weiter, und solche Gedanken halte ich für Relikte vergangener Tage. Die Globalisierung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass wir sie nicht ignorieren können. Wer aber als Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft bestehen will, kann es sich nicht leisten, Almosen zu verteilen. Wir haben den Raubtierkapitalismus lange unterstützt, wir werden ihn durch den Boykott kleiner türkischer Beckenschmieden nicht bekämpfen. Das einzige, was wir erreichen könnten, ist die Vernichtung von Existenzen, die es bislang geschafft haben, sich dem gefressen werden zu entziehen. Wer wirklich ohne Not Arbeitnehmerrechte aushöhlt und Mutter Erde in Not bringt, sind in der Regel die Konzerne, die noch fetter werden wollen, nicht die Kleinen.
-
allerdings kann man schon ganz am Anfang des Videos hören, dass die drei unterschiedlich gestimmt sind.
Allerdings sagt Dustin zu Beginn, dass die Snares sogar mit Hilfe des Tunebot gestimmt wurden.
du drückst dich ja hierzu recht vage aus. "So gut ich konnte" und "einigermaßen gleich" könnte man als bescheidenes Understatement verstehen, aber mir geht's wie Nils, ich höre abweichende Stimmungen. Der Tunebot sollte doch eigentlich bei gleichen Fellen ein gleiches Ergebnis liefern können!?
-
Desweiteren will ich vom Händler wissen, ob die Arbeitnehmer des Herstellers ordentlich entlohnt wurden, ordentlich KV Versichert waren, und ob für die Rohstoffentnahme aus der Natur ein ordentlicher Ausgleich geschaffen wurde
Genau, und der erzählt dir, was der Hersteller offiziell verlautbaren lässt, nämlich dass natürlich alles nach deutschen Umweltrichtlinien unter Beachtung sämtlicher Produktionsstandards (AN-Rechte, Arbeitsschutz etc.) hergestellt wurde. Dank unseres modernen Ablasshandels lässt sich der Konsument weiterhin belügen, kauft fröhlich grüngewaschene Produkte, und keiner muss sich für die Verarsche schämen.

Ich bin da völlig bei Drumstudio1 , wie soll man denn überhaupt noch ohne Insiderwissen beurteilen können, was man kaufen darf, und was nicht. "Marke" vs. "NoName" oder "Chinaschrott" hat imho schon lange als Kriterium ausgedient, wer das immer noch pflegt, darf auch an den Osterhasen glauben.
-
oder es ist einem wurscht.
Genau das!!! Es gibt auf dem Markt ALLES, was das Herz begehrt. Sich ständig nach neuem Blech umzusehen, ist letztendlich Zeit- und Geldverschwendung, wenn es um den musikalischen Nutzen geht.
Woher auch immer dieser Kaufimpuls herkommt, was einem das körpereigene Belohnungssystem da weismachen will, man kann sich das abtrainieren oder wenigstens in vernünftige Bahnen lenken.
Wahrscheinlich nicht mal mehr ne Hose
Textilien kommen häufig aus Bangladesh, da sind die Arbeitsbedingungen noch viel übler 😉. Bzw die Chinesen lassen sich heute schon lange nicht mehr alles bieten, was vor 20 Jahren noch normal gewesen sein mag.
greift man dann eben z.B. zu Fjällräven, Vaude, Patagonia und Co für 200 Euro
Ich bin mir sicher, dass der Schluss nichtt zwingend stimmt und es genügend Markenlabels gibt, die zwar teuer, aber lange nicht so "fair" sind, wie es dem Kunden weisgemacht werden soll. Da dienen nicht selten Standpunkte wie deiner zur Exkulpation des eigenen Kaufverhaltens und fördern doch ebendiese Schattenseiten.
Bei Becken reden wir glücklicherweise selten über Massenfertigung, da schlagen vermutlich vor allem Endkontrolle und Marketing zu Buche. Endkontrolle mag das Risiko für Serienstreuung erhöhen, das weiß man aber als Käufer inzwischen. Und das Marketing rechne ich gerne vom Kaufpreis weg, ich kann wunderbar ohne solche Artist-Produktnews leben. Dass günstige Beckenhersteller qualitativ schlecht sind, halte ich jedenfalls für hinlänglich widerlegt.
-
Klasse Video, das für mich vor allem zeigt, dass die Starphonics einfach toll klingenden Snares sind. Jede der 3 kann man bedenkenlos mit ins Studio bringen, ohne sich zu blamieren. Auch wenn man Unterschiede hört und jeder wohl seinen Favoriten benennen könnte, fügen sie sich alle gut ins Klangbild ein, ohne dem Ausdruck des Songs spürbar zu verändern.
Wer wirklich Varianten anbieten will, sollte daher nicht über Kesselmaterial nachdenken, sondern über Befellung/Stimmung und Proportionen der Snare. Ne 12er kann dann eben den Unterschied machen, der sich hier fast "verspielt". Zumindest vermute ich, dass nur extreeeme Drumnerds sich über solche Nuancen nen Kopf machen. Kann mich aber natürlich irren.
-
Frevel, wer bespielt denn bitte so ein Schmuckstück im Studio und führt es nicht fachgerecht einer Sammlung zu
Ah, endlich sagts mal wer. Solche Eimer sind nicht fürs Spielen gebaut, sondern fürs Sammeln. Eigentlich solltest du das Teil mit Beton ausgießen, dass ja niemand mehr auf die Idee kommt, es zu benutzen. Sieht man von außen nicht, wenn man in die Air Vents vorher Spiegelfolie klebt

Schon mal mit solchen Ratgebern probiert? Die dort genannten Hausmittel hat jeder daheim, und die beschriebene Anwendung erfordert kein Expertenwissen.
Glückwunsch übrigens zum Erwerb. Da wird dich so mancher drum beneiden.
-
Ich glaube auch, Optionen gibt es reichlich, ob nun günstige A-Ware oder B-Ware sonst teurerer Marken. Was auch immer man am Ende wählt, gute Technik und eine nicht zu harte Spielweise helfen, den Stickverbrauch zu senken. Dann sind vielleicht sogar teure Marken am Ende bezahlbarer, wenn das Herz für ein solches Modell schlägt.
In der Jugend hatte ich ne Phase mit Nylontips. Die gab's von Regal Tip im örtlichen Musikgeschäft. Nur flogen mir bei meiner damals raubeinigen Spielweise die Tips immer schnell von den Sticks runter, da bin ich auf Holz umgestiegen

Heute seh ich es als Klangoption in Bigbands, wo ein konsistenter Beckensound wichtig ist. Klanglich ist mir das Plastik aber für vieles zu schrill. Bei Punkrock aber vielleicht zu vernachlässigen. Obwohl, stören da weiche oder zerfressene Tips? *duckundweg*
-
Ehe wir jetzt anfangen, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, möchte ich an die - an sich bekannte - Tatsache erinnern, daß Modellbezeichnungen von Drumsticks nicht standardisiert sind, sondern allenfalls zur Orientierung dienen.
Gibt es denn überhaupt einen "Standard", was nun 5A und 5B ist? Oder ist das mehr oder weniger ne relative Angabe?
Ach ja, den Abschnitt hatte ich zunächst überlesen. Exakt so isses.
Es sagt somit nichts über die Fertigungsqualität aus, dass die 5A-Modelle von Hersteller A, B und C sich teils deutlich voneinander unterscheiden. Ich hatte mal von Dimavery ein Paar 5A da, die ich vom Spielgefühl als 5B identifiziert hätte.
Deshalb ist eigentlich schon die Eingangsfrage des TS wenig zielführend. Man muss Sticks einfach selbst in der Hand halten, um zu wissen, welches Stickmodell einem passt. Oder fragt von euch wer seinen Nachbarn, welche Schuhe in Größe 44 er empfehlen kann?
Ich stelle mal noch die Millenium-Sticks vom T. in den Raum. Die Millenium Jazz Hickory für derzeit 6,90 spiele ich seit vielen Jahren für alle Jazzsachen und habe bisher wenig Grund zu meckern. Die allerletzte Lieferung vor einigen Wochen war nicht 100prozentig perfekt, aber nutzbar, mal sehen, ob das nur ne schlechte Charge war. Über die Jahre jedenfalls günstige Sticks mit guter Verarbeitung und Haltbarkeit, das schlechteste dran fand ich immer den Aufdruck

-
wäre gewillt, eine 22er BD aus PB zu versenden?
Als originelles Kinderbettchen?

-
Mich schreckt der Zeitaufwand nur etwas ab. Ich tue mich mit dem Stimmen immer noch etwas schwer.
Macht dir das experimentieren denn keinen Spaß? Ich stimme meine Bassdrums inzwischen in wenigen Minuten, weil ich beim Rumprobieren mit der Zeit gelernt habe, wie es für mich funzt. Und viel wichtiger: welchen Sound ich überhaupt mag. Da können andere mir alles mögliche über ihren Lieblingssound erzählen, meinen Geschmack wird der nicht zwingend treffen.
Was ich weiß ist, dass mein Sound in allen Settings funktioniert und für Mischer unkompliziert ist. Wenn ich aber für irgendwen einen typischen Bebop-Fußtom-Sound bräuchte (hoffentlich passiert das nie, ich hasse das!), dann müsste ich mir erst wieder die Zeit nehmen, um herauszufinden, wie ich das am besten anstelle.
Insofern alles mal ausprobieren, solche Filzstreifen kosten nicht viel, bringen dir aber neue Erfahrung. Und wenn's nix war, kann man sie kleinschneiden und als Möbelgleiter verwenden. 😉
-
Ich glaube, 5 Stimmschrauben wird immer Befürworter und Gegner finden. Hauptsache du triffst die Entscheidung, die sich für dich stimmig anfühlt, egal ob 4, 5 oder 9.
Als Lackiervorrichtung für die Ballenbearbeitung täte es vermutlich ein einfaches Rundholz, das an den Enden irgendwo aufliegt. Ich denke nicht, dass wie beim Spayen ne gleichmäßige Rotation nötig ist. Für den nächsten Abschnitt ein Stückchen weiterdrehen, und gut is.
-
Bei geschlossenem Reso-Fell überlege ich tatsächlich die Variante von außen zwischen Fell und Hoop geklemmt ...
Ohne es überprüft zu haben, glaube ich ja, dass das ziemlich egal ist. Der Reifen sollte schließlich auch von oben/außen einen gleichmäßigen Fellkontakt haben und das Fell auf die Gratung pressen. Ob nun das Eine oder Andere schlimmer ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber optimal ist sicher keine von beiden Varianten. Von außen eingespannt finde ich ehrlich gesagt nicht wirklich hübsch, wenn der Filz dann mit der Zeit oll und fleckig wird.
-
Allerdings eingekürzt und mit wenig Tesa geklebt, damit der Filz nicht auf der Gratung liegt, so wie in den Anhängen.
Das sind aber doch Produktbilder der Remo Felttones mit eingeklebtem Filzstreifen, oder?
Die Variante fiel mir nämlich gerade auch noch ein, wenn man die Gratung schonen und trotzdem nicht selbst basteln will. Allerdings dann wenig flexibel in der Klanggestaltung.
-
aber ich bring es nicht übers Herz, eines der Floortoms zuhause zu lassen
Da verweise ich doch mal auf meinen Galeriefred

Auch beinahe ein Vogelflug über Bühne und Drumset, aber man sieht kaum etwas, was das Drummerherz höher schlagen ließe. Fast ein Suchbild.
-
Naja, der Kollege hat aber halt im Wesentlichen Paiste Becken.
Stimmt. Ich hatte zunächst auf dem Handy geschaut und die Logos wohl nicht korrekt identifiziert. Brauch ne bessere Brille...
Mein innerer Monk findet was an bestimmten Sets und an anderen nicht
Innerer Monk? Ich mag Sets, an denen ich am liebsten sofort loslegen wollen würde. Das mit den 2002 ist mir tatsächlich viel zu groß. Sowas kann ich gar nicht vernünftig bedienen. Für mich wohl das Tromsa (für meine olle Musik), oder das DLX ganz unten mit Steve-Gadd-Gedächtnisaufbau. Schließlich war der mein erster großer Einfluss am Schlagzeug. Du bist aber doch auch eher kompakt unterwegs, dachte ich? Oder ist das der schlechte Einfluss von Blackwood Mary, und du träumst von Ballerburgen?

-
Am ästhetischsten finde ich das Superstar mit den 2002ern!
Ich glaube ja, da könnt ne Möhre von Doppler o.ä. unter den Becken stehen, du kämst zum gleichen Schluss. Ein gaaanz leichter Bias ist nicht zu leugnen
Paiste ist schon a bisserl a Religion, und Nicko ihr Hohepriester. -
Das nenn ich ne gute Lösungsstrategie. Auf das Finish bin ich am meisten gespannt. Fertige Teile zusammenschrauben gelingt mit etwas Sorgfalt jedem, der nicht grad zwei linke Hände und nen Grundstock an vernünftigem Werkzeug hat. Nen Hochglanzlack, das muss man können. Ich hab mich da bislang nicht rangetraut, erinnere mich aber noch an die Gitarrenarbeiten meines Bruders. Alleine der Aufwand, Schicht um Schicht aufzutragen, aushärten zu lassen und jedesmal Zwischenschliffe zu machen, ist ne Geduldsprobe. Und wenn dann trotz Abschlusspolitor irgendwo Fehler zu sehen sind, braucht man ne Portion Gelassenheit 😀
P.S. wusste gar nicht, dass es überhaupt 8"-Toms mit 5er-Teilung gibt. Meine hatten jeweils nur 4 Lugs, reicht.
-
Ich benutze keine Filzstreifen, weil das Fell dadurch nicht mehr rundherum sauber auf der Gratung liegen kann.
Hab ich auch lange Zeit so gehandhabt. Aber ihr könnt mich steinigen, ich finde nicht, dass die eine Bassdrum mit Filzstreifen deshalb hörbar schlechter klingt. Oder anders gesagt, wenn eine Bassdrum mit Filz gut klingt, würde ich mich nicht stressen lassen durch die Frage, ob vielleicht ohne Filz noch 2,73 Prozent mehr rauszuholen wäre.
-
Vor- oder Nachteile im Vergleich der Varianten?
Aktuell habe ich eine meiner Bassdrums am Reso mit Filz gedämpft, allerdings primär wegen des klassischen Aussehens.
Klanglich ist es imho ziemlich wumpe, welche Materialien du zur Dämpfung verwendest. Am Ende zählt, die passende Menge von egal was zu finden, um deinen Sound zu erreichen. Der Rest ist Stimmung.
Filzstreifen finde ich in der Anwendung etwas lästiger als vorgedämpfte Felle, bis die mal richtig "eingespannt" sind. Dafür kann man den Grad der Dämpfung flexibel dosieren.
Viel wichtiger, und das bringt die Erfahrung, ist eine Vorstellung, wo man mit seinem Sound hin will und welche Hilfsmittel im konkreten Fall dabei helfen. Ich arbeite beispielsweise häufig mit Handtuchrollen, die ich mit Gaffa ans Schlagfell klebe, weil ich halt beides immer zur Verfügung habe.